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Glauben und Wissen

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die, die ihren Glauben Glauben nennen, wissen mehr als die, die ihren Glauben Wissen nennen. Selbst die seriösen Wissenschaftler nennen sich nicht Wissende, sondern Forscher. Ihre Beweise sind keine allerletzten, sondern stets nur vorläufig letzte Schlüsse: Wissensstände. Ähnlich wie die Gläubigen können sie nur darauf vertrauen, auf dem Weg zum endgültigen Wissen zu sein, dem in unabsehbarer Ferne (oder Nähe?) liegenden Ziel. So bleibt uns allen mangels Wissens nichts Besseres übrig als der möglichst zivilisierte Erfahrungs- und Gedankenaustausch, wo wir unhaltbare Besserwisserei vermeiden wollen. Oder?


7 Kommentare

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Glauben und Wissen sind beides 'Denkleistungen' unseres Gehirns zur Bewertung eines individuellen Weltbildes. Geschaffen in einem Organ, das biologisch im 'Diesseits' gebunden ist, aber ebenso befähigt, unverbindliche Erkundungssonden ins transzendente 'Jenseits' auszusenden.

So verschieden beide Ansätze auch erscheinen, entspringen sie vermutlich doch gleichwertigen Motivationen.
Ich habe zum Thema hier bei SB schon mehrfach 'Denkanstöße' angeboten, weshalb ich jetzt nur mal an einen erinnere - ich möchte ja nicht langweilen, oder mich ständig wiederholen ...
--> http://www.seniorbook.de/profil/pete...763488b456d

Interessierte finden Weiteres in meinem Buch und Profil, andere mögen bitte von der verbreiteten Möglichkeit des Ignorierens Gebrauch machen.
Na ja, von der angebotenen Möglichkeit wird wohl verbreitet Gebrauch gemacht ...
lebt lange, und in Frieden ... \\//_
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@Alfred Richards
Der, wie Sie sagen, "eingetrichterte" Glaube ist der ungeläuterte, der sich nicht mit Bedacht Glaube nennt. Da sitzen fürwahr religiöser Fanatismus und leichtfertige Religionskritik im selben Boot der Besserwisserei, wo vorläufige und hinterfragbare Befunde als eherne Gesetze "verankert" werden. Auf der Ebene der großen Welt- und Menschheitsrätsel kennzeichnet Wissenschaft wie Religion eine Verlegenheit, die zugestanden sein will. Und sei es mangels Erfüllung höherer Ansprüche um des lieben Friedens willen, dessen Bewahrung gewiss nicht die geringste Herausforderung des Geistes ist.
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@Gisbert Kärcher "Was ich nicht messen kann, ist Mist", "Tatsachen ... oder Blödsinn" – so redet kein Wissenschaftler, sondern ein Flegel, der es nötig hat, fehlende Argumente durch Pöbeleien zu ersetzen. Hier bitte nicht mehr! Sie vergiften die Gesprächsatmosphäre.
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Es ist halt schwer in diesen Fragen Besserwisserei zu vermeiden! Der fest in seinem Glauben verankerte Mensch fühlt sich doch aus tiefster Seele im Recht, schließlich wurde ihm doch in der Regel von Kindesbeinen an eingetrichtert, dass diejenigen, die nicht an Gott glauben oder zumindest Zweifel haben, die Bösen sind. Da kann es natürlich problematisch werden, mit einem Atheisten offen zu reden und dessen Argumente als solche zu akzeptieren.

Für denjenigen, der nicht an Gott glaubt, sich aber mit Wissenschaft und Forschung beschäftigt, ist es wiederum nicht so ohne weiteres möglich, die unbewiesenen und durch Dogmen gegen Überprüfung geschützten Lehren der Religionen als mögliche Wahrheit anzuerkennen.

Allerdings darf jeder Atheist einräumen, einen Gottesbeweis, so es ihn irgendwann gäbe, anzuerkennen, wenn dieser glaubhaft sei.

Ein Gottglauber hingegen darf NIEMALS einräumen, er könne sich ja doch getäuscht haben, er muss unter allen Umständen Glauben und nicht dabei noch denken!
Man darf bei der Diskussion nicht vergessen, dass auch das scheinbar wissenschaftlich Bewiesene sich oft später als Irrtum herausstellt. So erschien das Weltbild von Newton später durch die Quantenphysik, aber auch durch Einstein, zu wackeln. Und mir leuchtet nicht ein, warum sich Wissenschaft und Religion widersprechen sollen. In der Wissenschaft wird vieles, was nicht erklärbar ist, als Zufall bezeichnet. Letztlich ist damit die Entstehung des Universums, der Erde, des Lebens einem Zufall zu verdanken. Oder heißt dieser Zufall vielleicht "Gott"? Aber nicht im Sinne eines mächtigen Mannes mit langen Bart, sondern als Energie? Letztlich, so die Quantenphysik, so Einstein, lässt sich alles auf Energie zurückführen. Und wenn die einen von Gott reden, die anderen von Energie? Das ist doch kein Widerspruch!
Ganz genau Norbert, die Wissenschaft überprüft sich ständig und sucht geradezu nach den Fehlern in den eigenen, früheren Erkenntnissen.

Die Religionen hingegen bemühen sich darum ihre vor tausenden von Jahren aufgestellten Versuche, die Welt zu verstehen, teilweise bis aufs Messer zu verteidigen.

Der Begriff Gott ist in den beiden großen Weltreligionen fest mit einem allmächtigen, intelligenten Wesen besetzt, da ist eigentlich kein Platz mehr für andere Modelle.

Aber auch dieser Gott könnte ohne Energie nicht mal seine eigenen Hosen hochziehen (wenn er hätte), darum bin ich bei Dir, ohne Energie geht es nicht.

Doch woher hat dieser angebliche Gott seine Energie? Mit dieser Frage wird er eigentlich selbst ad absurdum geführt, denn damit wären wir wieder bei der Ausgangsfrage!
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