wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Gott als Mathematiker
Gott als MathematikerFoto-Quelle: gemeinfrei

Gott

Beitrag von wize.life-Nutzer

Über Gott können Menschen nicht groß genug denken. Doch Menschen sind weit und breit die einzigen, die sich über Gott Gedanken machen und die überhaupt das Thema Gott in die Welt gesetzt haben.

Es nimmt nicht wunder, dass Gott ein Thema ist; denn mit diesem Thema verbindet sich ein Superlativ, ein Maximum, ein Maßstab, ein Grenzwert, ein Ideal. Und eine derartige Vorstellung macht sich das menschliche Denken über kurz oder lang unausweichlich. Deshalb ist Gott auch ein philosophischer Grundbegriff, ein oder gar der Inbegriff von Vollkommenheit.

Indessen entsteht eine ziemliche Verwirrung, wenn man vom Gott der Philosophen auf den Gott der (theistischen) Religionen übergeht. Hier schlagen die Gottesbilder Purzelbäume, und am angemessensten könnte da noch die religiöse Vorschrift erscheinen, sich überhaupt kein Bild von Gott zu machen. Freilich können es religiöse Menschen nicht lassen, mit Gott etwas zu assoziieren: gewisse Erlebnisse, gewisse Regeln, gewisse Orte und so weiter.

Menschen haben sich im Lauf der Geschichte vorgetastet, um in ihren Vorstellungen Gott gerechter zu werden, im vollen Sinn seines Wesens. Dabei dürften ihnen in Hülle und Fülle Fehlgriffe unterlaufen sein, wie man zumindest im Nachhinein befinden kann. Gerade die Bibel quillt von unerträglichen "Gottestaten" über.

Trotzdem könnte der Mensch mit seinem Vorstellungsvermögen dazu berufen sein, eine nicht nur immer erträglichere, sondern zutreffendere Wesensbeschreibung Gottes zu (er)finden, ähnlich, wie es etwa einen zivilisatorischen Fortschritt in puncto Menschenrechten gibt. Wohlgemerkt geht es hier wie dort um das Finden von Normen, die allgemein anerkannt werden können, nicht um ein Patentrezept für eine heile Welt, in der sich ausnahmslos alle an solche Normen auch hielten.

Anders, persönlicher gefragt: Was für ein Gott würde Dir am besten gefallen? – oder auch: Was ist Dir lieber als jeder denkbare Gott?

Etwa so möchte ich das Thema verstanden wissen.


96 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ein allmächtiger Gott, der möchte, dass die Menschen alle an ihn glauben und in diesem Glauben leben, der aber zulässt, dass verschiedene Lehrer verschiedene Lehren verbreiten und so jedes Kind ein anderes Bild von ihm hat, so einen Gott gibt es sicher nicht.

Denn wenn, wäre er ja nicht allmächtig oder er wollte nicht, dass jeder ihn erkennt.

Wer den Widerspruch nicht einsieht, ist entweder doof, oder zu stark indoktriniert, oder, am wahrscheinlichsten beides!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wie würde Dir Gott gefallen?Man soll sich kein Bild von Gott machen.
Gott gibt Kraft und Energie,wenn man an ihm glaubt.Wo wissen aufhört,fängt der Glaube an.Zur Bibel sie wurde sehr oft von Menschen in verschiedenen Sprachen übersetzt und jedes mal kommt ein anders verstehen zum vorschein.
Wie schon geschrieben es gibt was zwischen Himmel und Erde das weis ich,aber den verlogenen Verein Kirche brauche ich nicht.
Ich danke meinen Gott? jeden Tag dafür brauche ich keine Kirche.
Die Kirchensteuer wo die Christen bezahlen an diesem Verein das Geld gebe ich denen wo Hunger und Elend an der Tages Ordnung ist.
Dann weis ich für mich ich kann und konnte klein wenig Helfen
und nicht diesen Verein noch unterstützen
"Man soll sich kein Bild von Gott machen" ist eine unsinnige Aussage, denn ohne sich ein Bild von etwas zu machen ist gar kein Glaube an etwas möglich.

Aber solche unsinnigen Vorschriften sind notwendig um so ein unglaubliches Wesen wie den allmächtigen Gott überhaupt etablieren zu können. Mit Vernunft ist da nichts zu wollen!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich würde es mal so ausrücken, in grossen Notlagen hat das was wir Gott nennen, unserer Familie immer geholfen. Ich denke mal, für den modernen Mensch ist es einfach bequemer sich nicht mit Gott zu befassen, denn sonst müsste man sich ja ihm gefällig verhalten. Das macht keinen Spass und so ist es natürlich einfacher "es gibt keinen Gott" zu sagen. Fragt man nach dem warum, so folgen Erklärungen das man kein Haus hat, keinen 3D Fernsehen und das Geld ist ja auch schon am 20. weg und dabei hat man soch nicht mal ein neues Smartphone gleistet usw. Gäbe es Gott, hätte doch jeder absolut alles was er sich nur wünscht und alles würde nur noch glatt laufen. Ich denke, das Mensch "Gott" nicht wirklich begriffen hat und auch nicht begreifen wird.Und so kann man ihn auch nicht beschreiben.
Viel begreiflicher als Gott ist die Welt und der Mensch sich selber auch nicht. Jeder tastet sich etwas anders im völlig Ungewissen vor. So bleiben wir im Gespräch.
Na, wer so argumentiert (kein Haus, kein Geld) der ist wohl doch ein wenig unterbelichtet.....
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Leo, ich kann verstehen, wenn eine "erträglicherer" Gott von den Menschen gewünscht wird, also einer, der dem Zeitgeist entspricht. Aber ich würde sehr gerne wissen, wer denn beurteilt, welches Gottesbild "zutreffender" ist oder gar ein "zivilisatorischer Fortschritt"? Und nach welchen Kriterien?
Auf wen wartest Du, Ruthild? Du bist als Mensch voll ausgestattet, um Dir solche Fragen zu beantworten und Dich mit anderen darüber auszutauschen. Dazu braucht es keine bevormundende Instanz. Und es ist immer der Geist irgendeiner Zeit, dem gegebene Antworten entsprechen, entsprochen haben und entsprechen werden.
Ja, wenn Du das so meinst, dann finde ich, dass Gott so sein sollte wie ich, vielleicht ohne die nicht so positiven Seiten an mir, denn dann kann endlich wahr werden: "Ich bin der Herr, mein Gott!"
Warum sollte auch bloß Salvador Dali so selbstbewusst sein, der auf die Frage, ob er Gott sei, geantwortet haben soll: nein, aber er bereite sich darauf vor.
Die "Vorbereitung" könnte sich indessen länger hinziehen. Ewig zum Beispiel.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Heute ist Trinitatis! Christen glauben, - sie gehen von der Existenz Vater, Sohn und Heiliger Geist aus - und weil sie daran glauben und danach handeln, ist dieses auch für sie vorhanden.

Wer nicht daran glaubt, für den ist weder Gott, noch Christus, noch ein Heiliger Geist vorhanden oder gar wirksam.

Und selbstverständlich haben andere Religionen ihre eigene Gottesvorstellung, die einfach dadurch real wirkt und ist, weil die Menschen danach leben.

Deshalb ist jeder Streit in der Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, völlig unnötig.
Es gibt Gegner der Todesstrafe. Und natürlich gibt es auch Befürworter der Todesstrafe. Deshalb ist jeder Streit über die Todesstrafe völlig unnötig. – Mannomann, Leute! Wie seid ihr logisch drauf!
Vom Gottesbegriff zur Todesstrafe???

Nicht die Diskussion über den Gottesbegriff ist unnötig sondern der Streit.
Streit in dem Sinn, entweder ich habe Recht oder der Andere hat Recht.
Trinitatis sehe ich - auch - im übertragen Sinne: Dreieinigkeit von Energie, Materie und Leben
Auch vieles in unserem Leben besteht aus einer Dreieinigkeit.
Ein Raum hat eine Länge, eine Breite und eine Höhe.
Unser Leben hat eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft und ist trotzdem ein Leben.
Zur Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht: ich finde nicht, dass ein Streit bzw. eine kontroverse Diskussion darüber, ob es einen Gott gibt oder nicht unnötig ist. Es wäre schon interessant zu wissen, wer recht hat. Beide Seiten können nämlich nicht recht haben. Und einen Gott, den es nur gibt, wenn man an ihn glaubt,der kann nicht existieren. Die Realität ist, wie sie ist, egal was wir glauben. Ein solcher Gott kann nur ein Hirngespinst sein. Wobei Hirngespinste und Illusionen auch nützlich sein können. Man sollte sie dann aber auch so bezeichnen.
@ Volker Böhr
Und was abwertend Hirngespinst genannt werden kann, kann aufwertend zur geistigen Wirklichkeit gehören – was deren Verächter nicht wahrhaben wollen, obwohl sie zum Vertreten ihrer Position selber geistige Akte setzen müssen. Das Thema Gott kann für mein Verständnis jedenfalls nur in der geistigen Wirklichkeit angesiedelt sein, in der vieldimensionalen, die wir höchstens ahnungsweise zu erfahren vermögen. Aber das ist durchaus etwas mit Sachgehalt und kann auch nur insofern "nützlich" sein, wie Du sagst.
Für mich sind solche Diskussionen - so lange sie fair geführt werden, kein Streit, sondern Meinungsaustausch. Und viele Antworten bringen mich weiter auf meinem spirituellen Weg.
Danke übrigens für die Fairness.
Lieber Leo,
Könntest du mal definieren, was "geistige Wirklichkeit" ist? Ich meine, es gibt doch nur EINE Wirklichkeit.
Weiter: ich höre immer wieder von Gläubigen, dass sie den Eindruck haben in einer Welt zu leben, die kaum verstanden werden kann. Eine "vieldimensionale, geistige Wirklichkeit, die wir höchstens ahnungsweise zu erfahren mögen" ist so eine Welt.
Direkt gesagt: ich meine, dass es diese Art Wirklichkeit ausserhalb unserer Köpfe nicht gibt. Sie ist das, was ich despektierlich als Hirngespinst bezeichnet habe.

Zweifellos wirst du aber Hinweise darauf haben, dass diese Art Wirklichkeit doch existiert. Es würde mich interessieren, wie du darauf kommst, dass es so eine Wirklichkeit gibt und wie diese beschaffen ist. Mir geht es nicht darum, sie verächtlich zu machen sondern darum zu erkennen ob sie mehr ist als ein möglicherweise falscher Eindruck, mehr als ein blosser Irrtum.
@ Volker Böhr
Gern. Die geistige Wirklichkeit nenne ich die umfassende, die unbekannt viele Dimensioen hat, womöglich unendlich viele. Von diesen kennen wir einigermaßen nur ein paar, vielleicht die allergröbsten. Deshalb sind wir normalerweise auch so räumlich-zeitlich, also vierdimensional fixiert. Höhere Dimensionen können wir allenfallsi im geistigen Leben erahnen. Die Strringtheorie zum Beispiel spekuliert mit bis zu 10 oder 26.
"Es wäre schon interessant zu wissen, wer recht hat. Beide Seiten können nämlich nicht recht haben. Und einen Gott, den es nur gibt, wenn man an ihn glaubt,der kann nicht existieren."
- Sätze von Volker Böhr -

Ich möchte dazu meine Ansicht mitteilen:
Wer an einen Gott glaubt und danach lebt, für denjenigen ist genau dieser Gott existent. Das gilt für Juden, Christen, Moslems, Hindus, Buddhisten und alle anderen Religionen.
Und das gilt auch für die unterschiedlichen Richtungen innerhalb der großen Religionen.
Lieber Peter,
Das würde bedeuten, dass man einen Gott dadurch zum Existieren bringen kann, indem man an ihn glaubt und danach lebt.
Ist das nicht seltsam? Es gibt nichts, was mir bekannt ist, das man dadurch zum Existieren brinen könnte, indem man daran glaubt. Oder doch? Ist Gott eine Ausnahme?
Folgt nicht unmittelbar daraus, dass dieser Gott nur im Kopf, "im Geiste" existieren kann?
Lieber Leo,
Schön, dass du naturwissenschaftliche Theorien in dein Weltbild einbeziehst.
Die Wirklichkeit, bzw. die Raumzeit könnte in der Tat mehr als 4 Dimensionen haben. Die Stringtheoretiker behaupten sowas, weil ihre Gleichungen nur für 11(?)-dimensionale Räume aufgehen.
Abgesehen davon, dass die Stringtheorie bisher nur unbewiesene Spekulation ist: sie besagt, dass die "überzähligen" Dimensionen "eingerollt" sind und zwar auf eine Größe im Bereich der sog. Plank-Länge, also auf einen unvorstellbar winzigen Bereich. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dort überhaupt irgendetwas existieren sollte.
Geistige Dinge, wie Gedanken etc. befinden sich doch überhaupt nicht an einem bestimmten Ort.
Insofern finde ich die Bezeichnung "geistige Wirklichkeit" für unsere (möglicherweise) 11-dimensionale Welt sehr unglücklich gewählt.
Im Buddhismus spricht man ganz selbstverständlich von 6 Sinnen - und nicht von 5 wie bei uns: Über den 5 Sinnen: sehen, hören, riechen, schmecken, berühren steht der 6. der Geist.
@ Volker Böhr
Deine Argumentation lässt mich mit meiner Wortwahl durchaus glücklich bleiben. Die Quantentheorie mit ihren "dimensionalen" Denkspielen soll nur entfernt das allgegenwärtige (!) geistige Wirken (daher: Wirklichkeit) andeuten. Der Physiker James Jeans hat einmal etwas gesagt, woran ich hier anknüpfe. Sinngemäß zitiert: Die Welt beginnt mehr als einer großen Maschine einem großen Gedanken zu gleichen. - Dieser Spur folge ich so umsichtig wie möglich. Die Wirklichkeit "geistig" zu nennen halte ich jedenfalls für weniger unglücklich, als ihr das Wesensmerkmal "materiell" anzuheften.
@ Heidi Planetenfrau

Ja, Heidi, dagegen haben moderne westliche Geistesgrößen eine seltsame Tendenz zur Selbstverleugnung, womit sie freilich allen ständig Geistesabwesenden sehr entgegenkommen. Dabei sind wirklich alle Wissenschaften Geisteswissenschaften; denn ohne Geist würden Physik und Biologie genauso wenig funktionieren wie Philosophie und Theologie. Besonders tun sich heute viele Hirn- und Bewusstseinsforscher darin hervor, mit viel geistigem Aufwand den Geist aus ihren Untersuchungsgegenständen, also aus sich selber, herauszutreiben.
Die wirklichen Geistesgrößen sind auch in der westlichen Welt sehr bescheiden und demütig.
Lieber Leo,
Ich kann mit deinen Begriffen wie "geistige Wirklichkeit" oder "allgegenwärtiges geistiges Wirken" nichts anfangen. Und die Welt kann schon deswegen nicht einem "großen Gedanken" gleichen weil Gedanken nur in unserem Kopf existieren.
Ich verstehe - wenn man sich mit den Eigenschaften der Materie beschäftigt - dass einem diese Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten wichtig sind. Aber man darf doch nicht vergessen, worauf sie sich beziehen: auf Materie nämlich. Ohne Materie keine Erkenntnis und mithin kein Geist.
Weiter: wenn man sein Heil nur in der Welt der Gedanken sucht, also in den Geisteswissenschaften, dann läuft man Gefahr ins Phantasieren zu geraten. Alle Gedanken müssen an der materiellen Realität überprüfbar sein.
Zitatunbekannter Autor) "Im Sumpf der Geisteswissenschaften gibt es keine Gewissheiten mehr sondern bloß Meinungen". Damit kann man die Welt nicht beschreiben.
Vielleicht kommen wir ja so weiter: wer sind die "wirklichen Geistesgrößen der westlichen Welt"?
z. B., Einstein.
@ Volker Böhr
Deine weltanschauliche Generalvoraussetzung "Nichts ohne Materie" ist so zweifelhaft und naturwissenschaftlich so obsolet, dass Du Dir darüber einmal ein paar "bloße Gedanken" machen könntest. Vielleicht kommen wir miteinander wenigstens eine Idee weiter, wenn Du Dir das Verhältnis von Materie und Energie noch einmal vor Dein geistiges Auge führst.
Lieber Leo
Ich versteh weiter nicht, was Materie und Energie (und ihr Verhältnis zueinander) mit "geistiger Wirklichkeit" zu tun haben sollen.
"Geist", also Information, ist ohne Materie gar nicht zu speichern.
@ Volker Böhr

Information ist allenfalls geronnener Geist, wie Materie geronnene Energie ist. Ich meine aber nicht den potentiellen Zustand des Geistes, sondern den aktualen – altgriechisch gesagt: nicht die dynamis, sondern die energeia. Wirklich ist, was wirkt, nicht was irgendwo gespeichert ist. Die Welt ist immer nur in Momentaufnahmen ein (dynamischer) Hort, ihr Wesen aber ist nichts als (energische) Bewegung, die ich nirgendwo entfesselter und ungehinderter als im geistigen Leben verwirklicht sehe. Das kann man gewiss auch übersehen, was ich bedauere.
Lieber Leo,
Das hört sich alles sehr abgehoben an. Bestimmt kann man sich darüber komplizierte Gedanken machen, ich frage mich aber, wer von den Leuten hier da mitgehen möchte..
Letzendlich ist das einzige, was uns interessiert, die Zustände in unserem Gehirn. Und das Gehirn ist nunmal was materielles. Alles, was du mit "Geist" bezeichnest spielt sich in unseren Köpfen ab, seine Grundlage sind die Synapsengewichtungen zwischen den Neuronen. Ausserhalb unserer Köpfe gibt es keinen "Geist".
Was nicht zu beweisen ist, Volker!
Wen meinst Du mit "uns", was machst Du Dir Sorgen um die "Leute hier"? Die verteilen sich schon von selber auf alle Tummelplätze und Reflexionsebenen. Was ich hier schreibe, muss weder Dir noch anderen gefallen, nur meine Sicht der Dinge muss es sein.

Warum hört bei Dir "in den Köpfen", soweit es sich nicht auf Materielles reduzieren lässt, die Wirklichkeit auf? Bist Du sicher, dass Materie aus Materie besteht? Das wäre allerdings wirklich ein abgehobenes Wissen. Die heutige Physik ist noch nicht so weit bzw. nicht mehr. Jeder Gedanke behält für immer seine raumzeitlichen Koordinaten. Nichts verschwindet – wo sollte es auch hin verschwinden!

Die Frage nach dem Woher der Materie lässt beim derzeitigen Forschungsstand noch einige Optionen zu, die man ruhig immer mal wieder erwägen kann. Die materialistische Option schien im 19. Jahrhundert der Weisheit letzter Schluss zu sein, inzwischen nicht mehr.

Wir beide sind uns nicht einig geworden. Macht ja nichts. Dir noch eine schöne Zeit!
Lieber Leo,
Wenn du hier einfach nur „deine Sicht der Dinge“ schreiben willst, warum schreibst du dann? Du wirst doch Wert darauf legen, auch verstanden zu werden? Oder geht es dir nur darum, der Welt deine Meinung zu offenbaren und du erwartest gar keine Rückmeldung?

Zur Wirklichkeit: wie du schon richtig schreibst, kommt Wirklichkeit von wirken oder bewirken. Und wirken kann man doch nur auf Materie, oder?
Falls du bezweifelst, dass Materie aus Materie besteht, dann weiß ich nicht, wovon wir noch ausgehen sollen, was überhaupt noch sicher sein soll.
-->
-->
Ein Gedanke hat keine raumzeitlichen Koordinaten. Nur Materie ist in Raum und Zeit lokalisierbar. Höchstens, das Gehirn, das gerade einen Gedanken denkt, hat raumzeitliche Koordinaten.

Das geheimnisvolle „Woher der Materie“ ist sicherlich nicht ganz geklärt, es ist doch offensichtlich, dass es schwer sein muss Erkenntnisse über Dinge zu gewinnen, die vor 13 Milliarden Jahren passiert sind. Trotzdem wissen wir erstaunlich viel und auch erstaunlich viel Gesichertes. Die „materialistische Option“ ist meines Wissens die einzig ernstzunehmende. Hast du eine andere?

Lieber Leo, dein letzter Satz klingt wie ein Abschiedsgruß. Bis du wirklich so ein Dünnbrettbohrer, dass du nach ein paar Sätzen den Meinungsaustausch abbrichst, etwa weil dir jemand nicht in allem gleich zustimmt? Ich finde, dass du ein interessanter Gesprächspartner bist und dass ich noch lange nicht verstehe was du denkst.
Was genau ist nicht zu beweisen, Heidi?
Ok, Volker, das mit dem "interessanten Gesprächspartner" wollte ich wohl einmal hören oder lesen nach so viel unversöhnlich Anmutendem. Du scheinst auf den Materialismus eingeschworen zu sein, und man kann diesen Standpunkt auch beliebig lange verfechten, ähnlich wie ein Schöpfungsgläubiger unentwegt damit kontern kann, dass es letztendlich eine göttliche Intelligenz braucht, damit irgendetwas der Fall sein kann. Die Verabsolutierung der Materie ist ein genauso unbeweisbares Unterfangen wie die Annahme eines absoluten Geistes. Wir können immer nur das Faktum sowohl geistiger Aktivitäten als auch materieller Gegenstände registrieren. Dass die Ursachenforschung diesbezüglich aber an unüberwindliche Grenzen stößt und keine eindeutige Erstursache ausmachen kann, ist ebenfalls ein unausweichlicher Befund, nämlich ein logischer. Wenn Du angesichts dieser Mehrdeutigkeit eine Option der anderen vorziehst, wird jeder Streit um die "ernster zu nehmende" müßig. Warum nicht mehrdimensional denken?
@ Volker
Was die "Gedanken-Koordinaten" angeht, habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte die immerwährende Anwesenheit aller geistigen Aktivitäten, wie überhaupt von allem, was jemals geschehen ist und geschehen wird, in der Raumzeit. Wenn wir sagen, etwas sei nicht mehr ungeschehen zu machen, berühren wir umgangssprachlich diesen physikalischen Sachverhalt. Nur aus einer jeweils gegenwärtigen Sicht ist das zu diesem Zeitpunkt Vergangene nicht mehr und das zu diesem Zeitpunkt Zukünftige noch nicht. Im raumzeitlichen Ganzen jedoch hat alles schon immer und für immer seinen Aufenthalt. Ein überzeitlicher Beobachter würde die gesamte zeitliche Abfolge sozusagen gleichzeitig gewahren, etwa im Sinne der theologisch sogenannten "Vorsehung": Für den Allgegenwärtigen ist alles gegenwärtig. Wir zeitlichen Wesen haben das Mittel der theoretischen Physik, um die "göttliche Anschauung" immerhin mathematisch zu beschreiben.
Lieber Leo,
Ich bin auf nichts „eingeschworen“. Auch ist es nicht mein Ziel, dass wir beide uns „versöhnen“. Man lernt doch immer nur von Leuten, die andere Ansichten haben als man selber, also aus kontroversen Diskussionen.
Was das Verhältnis von Geist und Materie betrifft, so ist es doch unleugbar, dass Materie ohne Geist existieren kann. Du wirst nicht behaupten, irgendein Stein hätte geistige Aktivitäten. Umgekehrt ist aber Geist immer an Materie gebunden. Geistige Aktivitäten kann man doch nicht im leeren Raum registrieren. Wenn man die Welt um sich verstehen will wird man darum zweckmäßigerweise von der Materie ausgehen und das hat die Naturwissenschaft ja auch getan.

->
->
Zum zweiten Teil: die „immerwährende Anwesenheit aller geistigen Aktivitäten“ ist ein Paradoxon. Anwesenheit setzt nämlich voraus, dass diese geistigen Aktivitäten sich in einem bestimmten Raumbereich bzw. Raumzeitbereich befinden, nämlich in einem, der räumlich und zeitlich von mir überblickt werden kann. Nur dann ist nämlich etwas „anwesend“. Ich meine, wir sind uns aber schon darüber einig, dass geistige Aktivitäten sich nicht örtlich oder zeitlich lokalisieren lassen (höchstens die entsprechende Datenverarbeitungsmaschine kann lokalisiert werden).
->
Falls du der Meinung bist, dass ein „überzeitlicher“ Beobachter auch in die Zukunft schauen könnte dann musst du auch der Meinung sein, dass die Zukunft von vorneherein feststeht. Nach allem, was man heute weiß, ist das aber nicht der Fall. Außerdem ist fraglich, ob man sich einen solchen überzeitlichen Beobachter überhaupt vorstellen darf oder ob er ein Widerspruch in sich darstellt. In letzterem Falle wären nämlich alle Schlussfolgerungen aus dieser Vorstellung ohne Beweiskraft.
@ Volker
Erstens:
Ob Materie ohne Geist existieren kann, ist frühestens zu entscheiden, wenn wir wissen, ob sie materiellen oder immateriellen Ursprungs ist. Im physikalischen Forschungshorizont ist Materie nur als jüngere Energieform anzusehen, Energie also ursprünglicher. Wo Energie letztlich herkommt oder warum es überhaupt etwas gibt, bleibt die Frage.
Zweitens:
Zumindest zeitlich ist jedes Ereignis datierbar und somit in der Raumzeit enthalten. Das gilt für meine Geburt ebenso wie für die Gedanken, die mir gekommen sind, um das hier jetzt zu schreiben, also nicht etwa nur für die im Computer gemessene Entstehungszeit dieser Niederschrift.
Drittens:
Wie man in einer flachen Welt keine dritte Dimension erfährt, so in einer zeitlichen Welt keine überzeitliche, worauf ich in meinem Gedankenexperiment anspiele. Was im Modus der Zeitlichkeit als offene Zukunft angesehen werden muss, wäre im Modus der Überzeitlichkeit auf einen Blick bekannt. Und das soll logisch widersprüchlich sein?
@ Edith
Der materielle Aspekt der Wirklichkeit wird sich desto mehr als einzige Fata Morgana erweisen, je mehr sich überall die leeren Zwischenräume den physikalisch Forschenden als uferlos offenbaren. Daher können mir Berichte von wunderbaren Materialisierungen einfach nur belanglos vorkommen, zugeschnitten auf Leute, die das Sehen überzeugender finden als das Einsehen.
Solche Erfolgsmeldungen unterschlagen regelmäßig den bei weitem höheren Anteil der Misserfolge, unabhängig von der Frömmigkeit der Betroffenen. Gebete werden "erhört", "Wunder" geschehen, weil außer den ernüchternden Ergebnissen, die wahrscheinlicher sind, auch unwahrscheinliche eintreten – wie beim Lotto oder Roulette. Und sehr wahrscheinlich ist auch, dass Jesus nicht mehr und nicht weniger als ein streitbarer jüdischer Rabbi war, dessen schockierenden Tod einige seiner Anhänger nicht besser zu kompensieren wussten als mit seiner "Verherrlichung".
Für mich persönlich ist das alles ganz einfach
Urknall: Energie und Materie gleichzeitig: Materie, das war ursprünglich nur Wasserstoff: 1 Atomkern, 1 Elektron, das um den Kern kreist = Energie. Atomkerne, die sich zu größeren Strukturen zusammenfinden = Energie; Einwirkung von Schwerkraft (Energie), die zu Kernfusionen und damit zu schwereren Atomen führt, dabei wird wiederum Energie freigesetzt. Bis durch diesen fortwährenden Prozess so komplexe Strukturen entstehen, die man als Leben bezeichnen kann.
Für mich bedingen sich also Energie, Materie und Leben gegenseitig - fehlt eines so haben wir weder Wachstum noch Leben. Die Quantenphysik bestätigt ja gerade, das es nicht möglich ist, die Quarks als Materie oder Energie eindeutig zu definieren.
Dieser Prozess schafft Raum und Zeit. Aber in Wirklichkeit ist alles eins. Aber das wiederum kann man nur in einer Erleuchtungserfahrung sicher "wissen".
Dabei könntest Du noch bedenken, Heidi, dass es ein Naturgesetz der Energieerhaltung gibt, aber nicht der Materieerhaltung.
Erleuchtungserfahrungen kann man leider nicht "herbeizwingen", sie stellen sich spontan ein - auch bei Menschen, die sich noch nie damit befasst haben.
Seit ich meditiere, komme ich zwar in die Tiefe - aber nicht mehr dahin, wo ich vor fast 30 Jahren mal war - und diese Erfahrung hatte ich - ihr werdet staunen: Beim Staubsaugen!
Lieber Leo,

Zu Erstens: Ich stimme dir zu, dass wir nicht wissen, warum es überhaupt irgendwas gibt und nicht einfach nichts, was viel wahrscheinlicher wäre.
Aber nochmal: Materie soll ohne Geist nicht möglich sein? Ein irendwo am Weg liegender Stein soll sowas wie „Geist“ haben? Oder meinst du, dass zur Entstehung dieses Steines „Geist“ notwendig gewesen wäre? Das scheint mir doch alles sehr abwegig. Oder wir verstehen was verschiedenes unter „Geist“.
Zu Zweitens: Nehmen wir mal den Satz des Pythagoras. Wo und wann in der Raumzeit befindet sich der? Ich meine: nirgends.
-->
-->Zu Drittens: Man darf räumliche und zeitliche Dimensionen nicht gleichsetzen. Wäre die vierte Dimension eine räumliche, dann wär es freilich richtig: ein vierdimensionales Wesen könnte durch uns durchblicken und überall erscheinen. Aber ein „überzeitliches“ Wesen ist nur schwer vorstellbar ohne dass man annimmt, die Zukunft stehe bereits jetzt schon fest. Dieses Wesen wüsste ja dann, was morgen alles geschehen wird und damit liesse sich die Zukunft nicht mehr ändern. Hätte dieses „überzeitliche“ Wesen keine Dimension, das für es als Zeit fungiert? Dann wär es ja statisch, einfach ein Zustand, ewig unveränderlich. Das ist schwer vorstellbar, was natürlich nicht heisst, dass es unmöglich ist. Aber dass so ein Wesen widerspruchsfrei denkbar ist, das ist längst nicht sicher. Auch die „Menger aller Mengen, die sich nicht selbst als Element enthalten“ erscheint ja auf den ersten Blick auch nicht paradox.
Ach nochwas, Leo:
Natürlich gibt es auch ein Naturgesetz von der Erhaltung der Masse. Genau wie eines von der Erhaltung der Energie. Solange Masse nicht in Energie umgewandelt wird oder umgekehrt sind beide Gesetze gültig.
In jeder Materie, Stein, Lebewesen, Stern, Wasser usw, Volker, kreisen Atome um Kerne. Ist dafür nicht Energie = Geist notwendig?
Rat mal, woher die dunklen Linien im Spektrum unserer Sonne kommen!
Soll ich's verraten? ------ Dort fehlt etwas Energie. Diese wird nämlich von den Atomen im äußeren Bereich der Sonne absorbiert. Damit bringen diese Atome ihre Elektronen auf energiereichere Bahnen. Ganz schön schlau, diese Atome
Noch etwas zur Raumzeit: Richtig erklären kann man sie wohl nicht - wäre nett, wenn es jemand besser könnte als ich - aber nur so viel: Ist keine Materie vorhanden, braucht es keinen Raum, in dem sie sich befindet und auch keine Abfolge von Ereignissen - also Zeit.
Ist jedoch Materie vorhanden und man entfernt die Zeit, so gibt es keine Bewegung mehr, kein Leben, dann haben wir wirklich leblose, starre Materie, die aber auch niemand anschauen kann - denn den Prozess "Schauen", der ja in der Zeit stattfindet, gibt es dann auch nicht mehr.
Raum und Zeit bedingen sich also genau so wie Energie und Materie.
Liebe Heidi
Ich habe bisher nicht auf deine Kommentare reagiert weil leicht erkennbar ist, dass sie voller Fehler sind.
Nein, es ist keine Energie notwendig, damit Elektronen um den Atomkern kreisen. Das war früher einmal ein Problem. Wenn nämlich Energie notwendig wäre würden die Elektronen irgendwann in den Kern stürzen und es gäbe keine Materie. Das Problem wurde durch die Quantenmechanik gelöst.

Energie=Geist: das ist auch falsch. Dann wäre Geist ja auch der Materie äquivalent. So wie der Ausdruck "Geist" hier gebraucht wird ist aber Geist etwas anderes.

Ich kenne die Ursache für die Spektrallinien im Sonnenlicht. Aber das hat nichts damit zu tun, dass Atome "schlau" seien.
Es "fehlt" auch dort auch keine Energie.
Falls du annimmst, Atome bezögen ihre Energie durch Strahlung damit die Elektronen nicht in den Kern stürzen, dann ist das ebenfalls falsch.
-->
Zu den Spekulationen in deinem zweiten Beitrag:
Ob es Universen ohne zeitartige Dimension geben kann weiss niemand. Soweit mir bekannt ist, ist Raum auch ohne Materie denkbar.

Aber Kenntisse der Schulphysik sollte man schon haben, wenn man sich über physikalische Dinge äussert.
Liebe Edith,
Auch du bist auf dem Holzweg.
Homöopathie ist Placebomedizin.
Wenn Menschen die Inkarnation erreicht haben erfahren sie nichts über die reale Welt, höchstens haben sie irgendwelche Glücksgefühle.
Die Wunder Jesu sind Lügengeschichten.
Ach Volker - wann bist denn du zur Schule gegangen?
Früher hat man auch gelehrt, dass Atome die kleinsten Teilchen seien, starr und unteilbar.
Schon Kant spekulierte, dass die klassische Physik eventuell auch nur eine Theorie sei.
Natürlich braucht es zu jeder Bewegung - auch die der Elektronen um den Kern - Energie! Und sollte Einstein mit seiner Formel E= MC hoch 2 Unrecht gehabt haben?
Und dann schau dir doch auch einmal die Quarks etwas genauer an.
Und was den Raum betrifft: Es ist zwar noch Theorie - aber die Astronomen sind sich so gut wie einig. Die Galaxien, die sich voneinander entfernen, rasen nicht durch einen vorhandenen Raum, sondern schaffen Raum.
Liebe Edith,
Ich diskutiere eigentlich nicht gerne über Homöopathie und "alternative" Heilmethoden. Das Thema ist allzusehr abgelutscht. Aber heisst nicht das Thema hier "Gott"? Also es geht um den Glauben. Da gehört auch Homöopathie hierher. Also dann.
Es ist im Grunde ganz einfach:
1. Für homöopathische Arzneimittel gibt es keinen Wirksamkeitsnachweis. Es gibt keine placebokontrollierte Doppelblindstudien die beweisen, dass diese komischen Kügelchen irgendwas bewirken.
2. Die dahinterstehende Theorie ist absurd. Je weniger Arzneistoff man einnimmt, desto wirksamer soll er sein. Das ist Quark.
Ich würde bedenkenlos Hochpotenzen aller möglichen homöopathischen Mittelchen schlucken. Auch Sulfur. Und ich bin sicher, dass ich nicht mehr und nicht weniger Pusteln bekäme als nach der Einnahme von Wasser.
(Sulfur ist doch Schwefel. Schwefel löst sich gar nicht in Wasser. Mit welchem Lösungsmittel wird da geschüttelt?)
-->
Zu den "Heilerfolgen" der Homöopathen: Homöopathische "Arzneimittel" sind Placebos. Placebos sind subjektiv wirksam, das ist doch unbestritten. Der größte Teil der in Apotheken verkauften rezeptfreien Arzneimittel sind schliesslich Placebos. Es lässt sich gutes Geld damit verdienen, auch dein "guter antroposophischer Arzt" lebt davon. Und vielleicht ist diese Art Therapie auch für dich die beste: wer bereit ist, daran zu glauben muss zumindest keine "Nebenwirkungen" fürchten. Wo keine Wirkungen, da auch keine Nebenwirkungen.

Homöpahtie in der Tiermedizin: ein oft angeführtes Argument. Dabei wird übersehen, dass das Tier zwar nicht an die Wirkung glaubt aber der Besitzer sehr wohl. Und der Besitzer beurteilt ja auch, ob es dem Viech besser geht.

Placebos im Allgemeinen: sie nehmen dem Kranken die Angst, das Gefühl, nichts tun zu können, hilflos der Krankheit ausgeliefert zu sein. Das reicht meistens schon. Der Körper wird mit den meisten Wehwechen schon selber fertig.
Ach, jetzt hab ich mich doch hinreissen lassen, zu Homöopathie Stellung zu nehmen. Da kommts darauf auch nicht mehr an:
Ja, du hast recht, Wissenschaft ist zwar dauernder Veränderung unterworfen. Aber der Herr Hahnemann hast seine komischen Theorien ja nicht vor kurzem aufgestellt. Sie wurden x-mal überprüft und jedesmal stellten sie sich als falsch heraus. Da gibt es kein Abwarten auf "neueste Erkenntnisse". Es wäre Zeit genug gewesen, sie zu untermauern.
Wenn du trotzdem dran glauben willst, bitte schön. Aber pass auf, dass dir keine "richtige" Krankheit in die Quere kommt.
Liebe Heidi
Ich hab noch ein bisschen Zeit, warum nicht auch über Schulphysik diskutieren?
Die Elektronen bewegen sich nicht um den Kern. Wären sie kleine Kügelchen, die da herumsausen, dann hättest du recht. Es ist aber nicht so. Das Elektron ist als Welle überall um den Atomkern verteilt.
Nein Edith,
Gedanken sind keine "feinstoffliche Energie". Den Begriff "feinstoffliche Energie" gibt es gar nicht. Was soll das sein? Es ist eine leere Worthülse. Genauso wie "energetische Substanz". Es ist Wortgeklingel. Interessanterweise gebrauchen auch religiös Gläubige solche undefinierten Worthülsen und wissen meist selber nicht, was sie damit meinen. Es soll halt gelehrt klingen. Aber es ist nichts dahinter.
Liebe Edith,
Keine Ahnung, was der Herr Gandhi von Medizin verstand. Eine Methode, bei der es keine Grenzen gibt menschliches Leben zu retten, das hört sich gut an! Aber es ist natürlich Unsinn. Mit Homöopathie kann man keine tödlichen Krankheiten heilen.

Zum Einstein-Zitat: Ich kenne das Zitat etwas anders formuliert. Es meint, dass Berechnungen, die exakt sind, sich nicht auf die Wirklichkeit beziehen können.
Richtig: alles Wissen über die Natur stammt aus Erfahrungen und ist deshalb niemals absolut sicher. Es hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
Auf Hahnemann bezogen: die Wirksamkeit seiner "Arzneien" ist sehr wahrscheinlich nicht vorhanden.
Schon wieder falsch, Edith.
dass du ausgerechnet "Erkenntnisse" der "alten Inder" hervorkramen musst ist doch bezeichnend.
Die alten Inder haben halt irgendwas geglaubt, was hatten die Menschen früher für Sagen und Mythen weil sie es nicht besser wussten...
Wir sind heute weiter.

Es gibt mehr als 5 Elemente, ich glaube es sind 92.

Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass jeder seine eigene Sicht der Dinge entwickelt. Manche Meinungen sind nämlich einfach nur falsch.
Und bitte - was sind Wellen???????
Aber was falsche Meinungen betrifft, Volker - ich glaube, du bist in der Physik wirklich nicht auf dem Laufenden.
Denn sonst wäre Einstein nämlich völlig daneben gelegen.
Elemente sind es 118.
Also, ich kann durchaus damit leben, dass man unter "Elementen" sowohl chemische Grundstoffe (118, nicht 92) als auch die Elemente der Metaphysik oder Philosophie verstehen kann.
Edith: gehören in China (Feng Shui z. B.) nicht auch noch Holz und Metall dazu?
Ach ich Ärmster!
Ich lebe ohne den größten kulturellen Reichtum der Menschheit. Kenne nicht einmal die vedischen Schriften! Was bin ich doch für ein Banause... Dabei wird solches schon im Kindergarten gelehrt - oder wars in der Grundschule? Ich muss damals krank gewesen sein.. Wie konnte ich bloß vergessen, das nachzuholen...
Nun immerhin ist mir nun der Beweis gelungen, dass man auch ohne Kenntnis der vedischen Schriften ein normales Leben führen kann. Oder ist es gar besser für ein normales Leben, wenn man diese Schriften NICHT kennt?
Liebe Edith,
Anscheinend hast du mit allen Mitteln versucht etwas zu verhindern, was nicht zu verhindern war: den Tod deiner Tochter nämlich. Ich kann nachvollziehen, dass man sich da in alle möglichen abstrusen Theorien verirrt.
Jetzt, nachdem sie tot ist und du den Verlust hoffentlich einigermassen überwunden hast würde ich dir wünschen, dass du aus diesen alten Mythen wieder herausfindest und sie als das erkennst was sie sind: hilflose Erklärungsversuche unwissender Menschen aus längst vergangenen Zeiten.
Heutig Erkenntnisse sind um vieles interessanter als die vedischen Schriften.
Ja, Edith,
Es erscheint mir in der Tat seltsam, vorsichtig ausgedrückt. Vielleicht kommt das daher, dass ich nicht recht weiß, was Spiritualität überhaupt ist. Kannst du mirs erklären?
Liebe Edith,
Um gleich das Unglaublichste anzuführen: du hältst Materialisationen für möglich? Ist es das, was ich vermute, nämlich dass da irgendwas aus dem Nichts entsteht?
Washat sich denn in deiner Wohnung materialisiert?
Liebe Edith,
Ich hab kein Interesse daran, dich lächerlich zu machen. Ich finde das, was du da schreibst, höchst interessant. Es ist genauso unmöglich wie gewisse religiöse Dogmen und es wird mit demselben Nachdruck als wahr dargestellt.
Ich gehe nicht davon aus, dass du uns hinters Licht führen willst, aber. Aber!

Wie erklärst du dir, dass solche Phänomene wie Materialisation niemals naturwissenschaftlich bestätigt werden konnten? Dass sie im Gegenteil sämtlichen Naturgesetzen widersprechen?

Die wahrscheinlichste (aber trotzdem unbefriedigende) Erklärung für mich ist, dass diese Phänomene SUBJEKTIVE Phänomene sind. Sie sind für den Beobachtenden wahr, jemand der danebensteht würde aber nichts wahrnehmen.

Interessant wäre jetzt zu wissen ob du dieses Schmuckstück in Form einer indischen Sandale noch hast oder ob es sich wieder "dematerialisiert" hat. Immerhin wär es doch eine Sensation ersten Ranges, wenn man ein Objekt untersuchen könnte, was sich materialisiert hat.
Also, liebe Edith,
Das ist ja höchst ungewöhnlich. Da entstehen Dinge aus dem Nichts, widerlegen damit sämtliche bekannten Naturgesetze und kein Mensch interessiert sich dafür.
Wie reagieren denn die Menschen in deiner Umgebung, wenn du diese Dinge erzählst?
Liebe Edith,
Noch einmal: was du da schreibst, ist höchst ungewöhnlich. Wie reagieren die Menschen in deiner Umgebung, wenn du davon erzählst?
Liebe Edith,
Es war nie die Rede von Psychiatrie, das hast DU ins Spiel gebracht.
Ich frage mich lediglich, wie diese sensationellen Dinge, von denen du da berichtest von deinen Mitmenschen gesehen werden. Anscheinend glaubt man dir nicht, sonst wären deine Beobachtungen längst auf der ersten Seite der Bildzeitung gestanden und die wissenschaftlichen Zeitschriften wären voll davon. Die Bücher, die du erwähntest müssten Welt-Bestseller sein. Das alles ist aber nicht der Fall.
Hast du eine Erklärung, warum man dir nicht glaubt?
Liebe Edith,
Über das Wissen, das ganz plötzlich intuitiv da ist, habe ich auch schon nachgedacht. Mit fallen bei derartigen Themen auch oft ganz spontan Antworten ein, die in die Tiefe gehen.
Aber ich glaube da ist neben dem individuellem Unbewussten auch das kollektive Unbewusste, wie Jung es formulierte, am Wirken. Und wenn man ab und zu Zugang dazu hat, dann sind das glückliche Momente.
Liebe Edith,

"Natürlich zieren sich die Wissenschaften in Deutschland, das zu untersuchen. "
Diese Erklärung reicht mir nicht.
Ich vermute stark, dass du keine Beweise vorlegen kannst.
Für solch ungeheuerliche Behauptungen wie du sie aufstellst (Materialisation aus dem Nichts) solltest du schon hieb- und stichfeste Beweise haben. Ansonsten wird man irgendwelche billigen Zaubertricks dahinter vermuten.

Einen Ring anpusten und die Farbe des Steines wechselt, das klingt schon sehr nach Zaubertrick. Und dass du ein Schmuckstück in Form einer indischen Sandale gefunden hast wird dir auch keiner glauben, ebensowenig wie das mit dem Zettel, der da aus dem Nichts aufgetaucht sein soll.

Nein, Edith, da musst du schon mehr liefern wenn du dich aus der Masse der esoterischen Spinner und Trickbetrüger herausheben willst.

"Hellhören", das klingt so also ob man daraus ein Experiment machen könnte. Was ist das genau? Sowas wie Gedankenübertragung? Oder hörst du nur Stimmen aus dem Jenseits?
Liebe Edith,
Schön, dass du mich als "blind" bezeichnest und nicht als "ignorant". So kan ich wenigstens nichts dafür, dass ich dich nicht verstehe.
Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass es mich interessiert, wie Menschen wie du zu ihren Vorstellungen kommen, zu Vorstellungen, die mir absurd erscheinen.
Ich suche nach Erklärungen und habe bisher nur die unbefriedigende Möglichkeit gefunden, dass es sich um eine Wahrnehmungsstörung handelt, etwas wie eine Halluzination. Auch Halluzinierende beharren eisern auf ihren Vorstellungen, egal wie offensichtlich falsch sie sein mögen. (Bitte jetzt nicht falsch verstehen: ich habe nicht geschrieben, dass ich dich für geisteskrank halte).
Dewegen fragte ich auch nach deinem "Hellhören". Das klingt so, als könne man ein Experiment daraus machen in dem Sinne, dass du etwas (hell-)hörst was vorher festgelegt wurde und was du sonst nicht wissen kannst. Das Experiment wäre eine Brücke zwischen unseren Welten. -->
--> und eine Sensation, da dergleichen noch nie gelungen ist.
Was natürlich meine Skepsis nährt.
Liebe Edith,
Hab grade bei Amazon in die Bücher von Alice Bailey reingeschaut. Offen gesagt: was für ein grausliches Zeug! Es geht um absolute, geoffenbarte Wahrheiten, mystisches Geheimwissen, sieben Strahlen, Astrologie etc. Das hört sich wirklich nicht gut an. Weisse Magie, kosmisches Feuer, sogar esoterisches Heilen.. ich find das furchtbar. Aber vielleicht deswegen, weil ich mich nicht damit beschäftigt habe. Es liegt bei dir, mir zu zeigen dass all das Zeug irgendwas mit der Wirklichkeit zu tun hat. Bitte verlang aber nicht, dass ich so ein Buch durcharbeiten soll.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Du sollst dir kein Bild machen! ich denke, das ist ein guter Ratschlag.
Es übersteigt einfach unser Vorstellungsvermögen. So jedenfalls empfinde ich es.
Ich möchte dafür plädieren, Heidi, dass wir mit unseren Wunschvorstellungen und Träumen von einer besseren Welt nicht hinterm Berg halten und mit diesen immer wieder das wirkliche Leben konfrontieren, auch die real existierenden Religionen. Wenn am Ende Gott meine Wünsche noch auf eine Weise zu toppen versteht, von der ich mir zuvor kein Bild machen kann, umso besser!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was ist mir lieber als jeder denkbare Gott?

Nun, uns wachsen in unserem Schädel gerade soviele Neuronen zu einem Gehirn (durch wen oder was auch immer!), dass wir zwar schon erkennen können, welch großes Geheimnis / Mysterium / Zusammenspiel sich da vermutlich in unserer Welt verbirgt. Dass es aber dennoch zuwenige sind, um an diesem allumfassenden Bewusstsein schon teilhaben zu können! Das empfinde ich als (fast) unerträgliche 'Gemeinheit' eines wie auch immer definierten Gottes ...
Das spannende Abenteuer ist ja gerade, dass wir 'faktisch' alles denken können (und dürfen - die Gedanken sind frei!), aber die zurück kommenden 'Denksonden' leider noch nicht weit genug in die 'Wirklichkeit' vorgedrungen sind ...
Peter, stell Dir vor, Du könntest alles, aber auch alles, was Du bisher von Deiner Zeugung an erlebt hast, ohne wenn und aber abrufen, oder die Erlebnisse tauchten unwillkürlich auf. Was für eine Flut an Gedanken. Ich glaube so oder so ähnlich könnte man es sich vorstellen, wenn wir auch das Göttliche/Geheimnis/Mysterium erfassen könnten. Spannend ist diese Überlegung schon und neugierig genug bin ich schließlich auch. Aber ich denke, nicht umsonst filtert unser Gehirn ohne unser Zutun aus.
Ja, die Filterfunktion in meinem Gehirn leistet bei mir wohl ganze Arbeit. Manchmal weiß ich morgens im Bad nicht, wer mich da im Spiegel so blöd angrinst ...
Ach herrje, da kann ich mit reden!
Du, aber wenn Du anfängst Stimmen zu hören und Du NICHT nachschauen gehst, dann kontaktiere bitte einen aRzt Deines Vertrauens, Peter.
@ Uwe Böhnert
Und wenn die Ungeschaffenheit zum Wesen Gottes gehört? Wir reden hier ja nicht über irgendwas. Geschaffenes muss nicht maßgebend für Schaffendes sein.
Kausalitätsprinzip: Ursache erschafft Wirkung, nicht umgekehrt ...
Und eine andere Bezeichnung für unverursachte Ursache ist Gott.
Das ist sehr einfach gesagt, stimmt aber! Die persönliche, innere Überzeugung, die Glaubensgewissheit,braucht keine so oder anders konstruierten "Gottesbeweise".
Sie taugen aber auch nicht dazu,dem areligiösen Menschen mit Vernunftgründen eine mögliche Existenz Gottes einsichtig zu machen.
Eine (z.B.) als "unverursachte Ursache" irgendwie angenommene Wesenheit ist ja völlig belanglos, ein reines Gedankenspiel, da sie "für mich", meine Existenz keinerlei Bedeutung hat.
@ Gisela & Karl
Es muss uns an der göttlichen Wirklichkeit ja nicht gleich alles emotional hinreißen. Manches ist in einem unspektakulären Sinn einfach nur logisch und rational und mag darum immerhin der Seelenruhe förderlich sein.
Die Transzendenz ist weder logisch noch rational...und hat gerade deshalb was mit der "Seelenruhe" zu tun!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren
Weitere Beiträge von diesem Nutzer