Darstellung des Himmelsgottes Varuna im Kampf mit Rama. Gemälde von Raja Rav ...
Darstellung des Himmelsgottes Varuna im Kampf mit Rama. Gemälde von Raja Ravi Varma, 19. JahrhundertFoto-Quelle: gemeinfrei

Was gegen die Götter spricht

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Menschen haben sich Götter erschaffen und jeder, der an so einen Gott glaubt, der wird in Diskussionen immer Stein und Bein schwören, dass dieser jeweilige Gott existiert. Das dürfte bei Zeus & Co. nicht anders gewesen sein wie heute bei Allah oder Christus.

Atheisten halten sich lieber an Fakten und erhalten von der Wissenschaft schon sehr viel Antworten über die Entstehung von Universum, Leben und dem Menschen. War zu Zeiten der Göttergeburten die menschliche Psyche und sein Verhalten noch ein großes Geheimnis, so wissen wir heute, wie der Mensch tickt und warum. Dass viel der aktuellen und früheren Götter im Drogenrausch „erschaffen“ worden sind, scheint auf der Hand zu liegen.

Aber obwohl der Glaube so abwegig erscheint, ein einziges Wesen hätte bereits existiert, ehe alles andere existiert hat und dieses tolle Wesen hätte dann die Welt erschaffen, genau nach seinem eigenen genialen Plan, halten bis heute noch Milliarden von Menschen daran fest.

Aber nicht nur die Menschen glauben an diese übersinnliche Macht in Form eines Gotteswesen, sogar riesige, schwerreiche Organisationen mit großem Einfluss und riesiger Macht fußen auf diesem imaginären Übervater.

Ist das ein Beweis dafür, dass Gott existiert? Natürlich nicht, Menschen hatten schon immer falsche Vorstellungen von der Welt und auch alle aktuellen Götter stammen aus der Zeit, in der noch an ganz andere verrückte Dinge geglaubt wurde. Von einem Urknall wusste niemand etwas, auch wenn ganz findige Köpfe diesen sogar in die Bibel hineininterpretieren wollen.

Das scheinbar schlagkräftigste Argument der Gottglauber ist immer wieder die Behauptung, dass nur ein Gott die Ursache für den Urknall gegeben haben kann, von selbst wäre überhaupt nichts passiert.

Aber ist das für ein logisch denkendes Gehirn nachvollziehbar, dass es eine Zeit gegeben hatte, in der nichts existierte, weder Materie, noch Energie. Aber gleichzeitig existierte bereits etwas, was noch viel mächtiger war, nämlich ein Gott. Woher kam der eigentlich?

Ohne einen Gott würde also nur ein riesiges Nichts existieren, denn erst Gott hat die Welt ja erschaffen. Aber dieser Gott musste nicht erschaffen werden, denn der existierte schon immer.

Gott ist also zumindest an einem Punkt existent, an dem Punkt, an dem das Denken nicht mehr weiterkommt, da greift Gott ins Geschehen ein, heute und früher. Dabei kann man auch diesen Gott mit den gleichen Argumenten wieder „abschaffen“, mit denen er „erschaffen“ wurde. Ebenso wie aus Nichts keine Welt entstehen konnte, konnte aus Nichts auch kein Gott entstehen.

Warum wird diesem Gott also zugestanden, er könne sich über sämtliche Naturgesetze hinwegheben? Hat er das jemals bewiesen? Wieso reicht es so vielen Menschen aus, dass die Existenz eines Gottes durch Zeugen bekräftigt wird, die ihn selbst ja niemals gesehen haben? Wieso wird ein altes Buch, teilweise von unbekannten Autoren geschrieben, als die unbedingte Wahrheit bezeichnet, die nie an Aktualität verlieren und nie Fehler beinhaltet, während sogar die Wissenschaft sich selbst ständig überprüft und in Frage stellt.

Es ist einfach, die Religionen sorgen vor, sie verbieten es einfach, ihren jeweiligen Gott in Frage zu stellen und damit hat es sich. Wer im Einzugsgebiet einer Weltreligion aufwächst, verinnerlicht aufgrund vielseitiger Erfahrungen, dass gegen Gott kein Kraut gewachsen ist, dass sich keiner erlauben darf, gegen Gott zu argumentieren. Wer es trotzdem tut, hat schwere Konsequenzen zu tragen. Auch wenn sich normalerweise kein Gott persönlich dem Zweifler annimmt, so tun das die Fans dieses Gottes. Wer nicht zur örtlich passenden Religion gehört, muss allerlei Ressentiments fürchten.

Haben Religionen den Menschen mehr genutzt oder mehr geschadet?

Ich behaupte, sie haben mehr Schaden angerichtet als sie den Menschen geholfen. Humanismus wäre die bessere Alternative gewesen, Menschen auf das Zusammenleben vorzubereiten. Wahrscheinlich hätte es ohne die Religionen nicht einen einzigen Krieg auf der Welt gegeben. Doch die Religionen bauen ja auf die Tatsache, dass die Menschen nicht gleich sind. Wer nicht dazugehört wird ausgeschlossen.

Nichts befremdet Menschen mehr, als wenn Mitmenschen einen anderen Glauben haben. Das erzeugt Abstand, Unsicherheit und Aggressionen. Das Gewissen wird ausgeschaltet, wenn ein Mensch für seinen Gott unterwegs ist.

Religionen sind böse, weil sie die Natur und die Würde des Menschen für unwichtig erklären. Wichtig ist nur noch der imaginäre Gott. Wer diesen Gott nicht ehrt, ist unwürdig. Einen anderen Menschen zu opfern um dem eigenen Gott zu gefallen, wo sollte da ein Unrecht bestehen, es geht doch um den Allergrößten. Für Gott tun manche Menschen alles und das sind nicht etwas die klügsten Köpfe!

Doch ich bin zuversichtlich, die Menschheit wird irgendwann den entscheidenden Schritt machen und die Probleme der Welt lösen. Dazu gehört vor allem die Abschaffung der größten Verdummungsmasche der Menschheitsgeschichte, die der Religionen.

Einem fanatischen Gläubigen ins Gesicht zu schauen genügt meist, um zu wissen was los ist. Die Religion ist dabei egal, es ist stets der Mensch, der sich falsch verhält. Die Religionen helfen nur dabei, das Feindbild zu taxieren.

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