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Höhle (Silberloch im Schweizer Jura)
Höhle (Silberloch im Schweizer Jura)Foto-Quelle: Gemeinfrei (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5c/Silberloch.JPG/1280px-Silberloch.JPG)

Wie der Mensch zu Grunde geht

Beitrag von wize.life-Nutzer

In einem mehr oder weniger bewussten Antworten auf die völlig offene Frage nach dem Grund allen Seins besteht das Leben jedes Lebewesens. Dabei können sich alle Lebewesen über den Grund des Seins täuschen; denn sie verbindet eine beschränkte Sensibilität. Die Wirklichkeit eröffnet ihnen nur wenige Blickwinkel, so dass sie unter allen Umständen einen Teil für das Ganze halten und einen vorderen Grund für den allgemeinen.

Daran hat sich nichts geändert, seit der Mensch Wissenschaft betreibt: das wissenschaftliche Menschenleben bleibt betörende Vordergrundforschung. Der rasante Fortschritt der Wissenschaft ist bloß ein beschleunigtes Täuschungsmanöver des Seins, dem der Mensch sich aussetzt. Der Seinsgrund bleibt auf diese Weise nicht nur verborgen, er wird gründlich verstellt. Die wissenschaftliche Gründlichkeit ist eine weltverändernde, aber keine offenbarende.

Als könnte es dem Menschen nicht schnell genug gehen, aus dem Sonnenlicht wieder in die Schattenwelt der platonischen Höhle zurückzukehren, und zwar so tief labyrinthisch hinein, dass an einen künftigen Wiederaufstieg nicht mehr zu denken ist. Unsere Art schaufelt sich ihr eigenes Grab – und wir sind dabei gewesen.


2 Kommentare

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Warum wird wissenschaftliche Grundlagenforschung immer wieder verwechselt mit den technischen Anwendungen, die teilweise daraus auch resultieren können?

Die grundlegenden Fragen befassen sich doch ebenfalls mit dem 'Woher, wohin, warum?'. Die Suche nach Antworten unterscheidet sich nur durch eine andere Methodik von der Suche der Philosophen und Theologen.
Auch die 'Frage nach dem Sinn allen Seins' versuchen Naturwissenschaftler mit dieser Methodik zu verstehen, allerdings sind endgültige Antworten darauf für uns alle nicht wirklich erkennbar. Je mehr Antworten gefunden werden, umso mehr neue Fragen stellen sich!

Aber daraus begründet sich kein 'Untergang unserer Art', der hat andere kausale Ursachen, die allerdings dann auch bei uns selbst zu suchen sind ...
Gegenfrage: Warum wird immer wieder so getan, als wäre es selbstverständlich, dass die (moderne) Technik im Sinne von "Anwendung" der (modernen) Wissenschaft nachgeordnet ist und nicht vielmehr umgekehrt ein Wille zur weitestgehenden technischen Naturbeherrschung für eine entsprechend methodisch disziplinierte Wissenschaft maßgebend geworden ist?

Das mag ja einzelne Forscher und nicht wenige Freunde der Wissenschaft von einer philosophischen Arglosigkeit nicht abhalten, wofür ich auch viel Verständnis habe. Über solche sympathischen Köpfe hinweg kann das machtgeschichtliche Verhängnis trotzdem seinen Lauf nehmen.
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