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Und wieder über Gott gelästert und gelacht!

Beitrag von wize.life-Nutzer

In einem Atheisten Forum war heute mal wieder Spaß angesagt. So richtig lästern über die ganzen Gottglauber, das tut gut in einer Welt, die immer noch von Organisationen manipuliert wird, die alte Legenden über allmächtige Herrscher als ihre Grundlage sehen.

Gott, ein übernatürliches Wesen, das von Nichts aus Nichts erschaffen wurde, allerdings nicht zeitlich begrenzt, da es ja schon immer da war, also unendlich lange, erzeugte das gesamte Universum aus Nichts, und zwar in sechs Tagen. Am siebten Tag ruhte es sich aus.

Darf man das, über solche Dinge lachen? Über die früheren Götter, die längst beerdigt wurden, wie Zeus und Odin darf man das. Da gibt es sogar schon Filme, in denen die veräppelt werden. Aber wie ist das bei "aktuellen" Göttern, also bei solchen, die noch "aktiv" sind, jedenfalls nach Ansicht ihrer Anhänger?

Laut deutschem "Gotteslästerungsgesetz", wird nur bestraft, "wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".

Dann kann es bis zu 3 Jahren Gefängnis geben.

Aber was heißt das? Stört es den öffentlichen Frieden, wenn ich hier über Gott lästere? Wohl kaum, ich tue das ja weitgehend anonym, so dass nicht zu befürchten ist, dass sich vor meinem Haus hunderte Demonstranten einfinden und dadurch den öffentlichen Frieden stören, zudem wohne ich ja etwas außerhalb.

Was sagen also die Juristen über dieses Gesetz? Wozu dient es und wie wird es ausgelegt? Ich habe nur Urteile wegen der Anzeige gegen einen Hersteller von T-Shirts mit gekreuzigtem Schwein gefunden. Das Verfahren wurde aber eingestellt. Es ging eigentlich nicht um den Inhalt. Ob jetzt Gläubige sich dadurch beleidigt fühlen oder nicht, ist irrelevant, entscheidend ist, ob dadurch der öffentliche Friede gestört wird.

Für mich ist das zwar eine schwer nachfollziehbare Rechtsauffassung. Normalerweise sollte eine Tat doch für sich genommen anhand der Schuld des Täters bestraft werden und nicht dahingehend, wie die Öffentlichkeit reagiert. Genauer gesagt finde ich, wenn eine einzige Person durch eine Straftat beeinträchtigt wird, dann muss man diese Tat bestrafen. Wenn es sich aber nicht um so eine strafbare Beeinträchtigung einer oder mehrerer Personen handelt, dann sollte man die auch nicht unter Strafe stellen können, egal wie der Mob deshalb reagiert.

Auf jeden Fall ist das eine sehr fragwürdige Sache, aber fragwürdig ist für mich ja der gesamte Umgang mit Religionen.

Religiöse Gruppen werden vom Gesetzgeber geschützt und dürfen sich Dinge erlauben, die andere Gruppen, auch solche mit gleicher Gesinnung nie dürften. Es gibt in den USA und in Deutschland z.B. Kirchen, deren Mitglieder dürfen Drogen konsumieren um "ihr religiöses Bewusstsein zu erweitern", weil das halt in ihren Satzungen so vorgesehen ist. Ein schmerzhaft Erkrankter hingegen darf nicht mit Cannabisprodukten versorgt werden, obwohl die ihm helfen könnten.

Aber das ist nur ein Beispiel, das größte Unverständnis löst bei uns ja immer noch die Sache mit der Kirchensteuer aus. Die wird vom Staat eingetrieben, staatliche Beamte kümmern sich darum, werden also ebenfalls von unseren Steuern bezahlt für eine kirchliche Tätigkeit, selbst wenn wir als Steuerzahler der Kirche gar nicht angehören.

Für mich sind die Religionen und der öffentliche Umgang damit der beste Beweis, dass die Menschheit als Masse unmündig, gefährlich und dumm ist. Mit Einzelpersonen habe ich selten Probleme, aber die Masse ist mir zuwider,je religiöser um so schlimmer, je mehr hooliganmäßig umso schlimmer, je mehr Autofans umso schlimmer, je mehr Helene Fischer Fans umso schlimmer!


14 Kommentare

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Hallo, Alfred Richards, du hast auch einen Glauben - nämlich nicht zu glauben - und das tust du sehr engagiert. Du willst die ultimative Bestätigung, dass es keinen Gott gibt? Nein, das weißt du ja längst - aber die anderen wissen das noch nicht. Bist du Missionar oder bist du ein Suchender? Niemand kann dir sagen ob du recht hast oder nicht. Trotzdem ist es wichtig darüber nachzudenken - ja, dazu sind wir geradezu verdammt, nachzudenken - bis zu unserem Tod.
Es spricht sehr wenig dafür, dass sich ein intelligenter Gott die Welt ausgedacht und sie dann nach seinem Plan "erschaffen" hat.

Wenn dieser abwegige Gedanke, die Welt wäre so wie sie ist, geplant, zutreffend wäre, dann würde das nicht dafür sprechen, dass Gott allwissend ist. Es würde eher für eine Testphase sprechen, oder wie sollte man das mit den ausgestorbenen Tieren, den Urmenschen usw. sonst verstehen?

Der Glaube an den allmächtigen, ewigen und unfehlbaren Gott kann nur aus einer Zeit stammen, in der die Menschheit noch viel naiver war als heute.

Aus reiner Logik heraus würde ich sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass es einen persönlichen Gott gibt, liegt bei 1 : 1 000 000 000, eher noch darunter. Aber völlig ausschließen kann man es, mangels Beweisen, nicht. Wenn Du das Glauben nennst, bitte, ich nenne es Überzeugung!
Du machst da einen Denkfehler. Jeder Computer kann dir Situationen vorausberechnen und das ist wirklich ein armseliger Vergleich für die Allmacht eines Wesens, das einen "Plan" entworfen hat. Es braucht keiner "Testphasen", denn alles liegt vor - von Anfang bis Ende (sind menschliche Begriffe). Die Zeit ist verbunden mit dem Raum - was liegt hinter dem Raum? Ich nehme an, du interessierst dich auch für populärwissenschaftliche Bücher über neueste Forschungen den Makro- und Mikrokosmos betreffend. Ich werde in solches Erstaunen versetzt - dunkle Materie, dunkle Energie ... wo steuern wir hin (obwohl uns Menschen das gar nicht mehr zu interessieren braucht, solange wir auf unserer Erde festgehalten sind). Das sind die Dinge die mich faszinieren und es mir dabei schwer fällt, nicht an einen allumfassenden Geist zu denken - sondern an was? Zufall, Automatismus, Selbstentzündung....niemand hat eine Antwort darauf. Nicht der aufgeklärteste Wissenschaftler.
Denkfehler?

Es gibt Dinge, die wir noch nicht wissenschaftlich erklären können. Sollte man die dann automatisch einem Gott zuordnen, nur weil Menschen seit tausenden Jahren immer neue Götter erschaffen?

Ich bin davon überzeugt, alles hat seine natürlichen Gesetzmäßigkeiten. Auch die sogenannte "dunkle Materie" wird sich irgendwann erklären lassen. Wenn nicht, heißt das allerdings auch nicht, dass es diese Erklärung nicht gäbe. Vor tausenden von Jahren knipste ein Gott das Licht täglich morgens an und abends aus. Das zeigt das Grundprinzip, was nicht verstanden wird, ist Gott.

Götter kommen und gehen. Wer heute nicht mehr an Odin und Wotan glaubt, wird nicht als Atheist bezeichnet. Wer in tausend Jahren den abrahamistischen Gott als Irrtum bezeichnen wird, liegt dann sicher richtig.

Übernatürliche Wesen werden nur gebraucht, solange die natürliche Ursache nicht erwiesen ist.

Ein Computer kann übrigens eigenständig gar nichts vorausberechnen, er braucht alle Daten von Menschen!
Natürlich braucht ein Computer den Menschen. Was hat das mit meiner Argumentation zu tun? Wenn der Mensch mit seiner kleinen Blechbüchse exakte Vorausberechnungen machen kann, dann meinst du, dass Gott erst Probeläufe veranstalten muss? Auch die andere Argumentation hinkt. Es wird immer Dinge geben deren Ursache wir nicht erklären können - das ist auch keine Beweis für Gott - habe ich nie behauptet. Ich habe gesagt, dass der Mikro/Makrokosmos so überragend ist (dürftig ausgedrückt), dass es mir schwer fällt - seine Existenz einem Automatismus zuzuschreiben. Du liest über Dinge hinweg die ich sage und packst deine eigene Interpretation hinein ...egal, ich werde dich sicher nicht überzeugen können, dass es "möglicherweise" doch Gott gibt. Aber ich habe trotzdem den Eindruck, dass du suchst ...sonst würdest dich mit dem Thema nicht so intensiv befassen.
Jenny, Du hast etwas missverstanden! Ich habe nicht gesagt, ein allmächtiger Gott müsse Probeläufe veranstalten. Ich sage ja, es gibt gar keinen Gott, aber wenn es ihn geben würde und er hätte die Welt erschaffen, dann hat er sie nicht perfekt geschaffen, denn die Natur hatte ja diese Probeläufe unternommen. Das Stärkere hat sich immer durchgesetzt. Wie ist das mit einem intelligenten Wesen zu erklären, welches seinen optimalen Plan hatte und den auch so umgesetzt hat?

Das ist doch avöllig absurd, zu glauben, es läuft nach dem perfekten Plan, aber alles kann durchkreuzt werden und völlig aus dem Ruder laufen. Der Mensch kann die Natur zerstören, zum Teil hat er das schon. Hatte Gott das geplant? Früher hatten Naturkatastrophen (Meteoriteneinschlag) das Leben verändert. War das geplant?

Wenn alles geplant und vorbestimmt ist, wieso sollte man dann beten? Ändert Gott seinen Plan, wenn möglichst viele Menschen beten? Nicht alle beten für das Gleiche, wie entscheidet er sich? Humbug!
Also, du stellst immer den Anspruch auf eine perfekte Welt. Immerhin wird durch Selektion die Welt weiterentwickelt, aber wir sind hier nicht im Paradies. Und frag mich nicht, wieso es soviel Leid auf dieser Welt gibt. Ich habe nur die Erklärung, dass der Schmerz an einem Punkt zu Ende ist ...und dass selbst Menschen, die wir für ausgesprochen glücklich halten, nicht viel glücklicher sind als der Rest der Menschheit. Wenn man jeden Tag im teuren Restaurant speist, genießt man das Essen weniger als Ärmste, der sich satt essen kann. Es ist eine gewisse Gerechtigkeit da, die aber nicht so augenscheinlich ist.
Das Gebet - es hat einmal eine wissenschaftl. Untersuchung gegeben. Hast du von der gelesen? Es wurden Kranke in 3 Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe wusste, dass für sie gebetet wurde, die andere nicht. Ich glaube, für die 3. Gruppe wurde nicht gebetet. Die, die um die Gebete wussten, haben sich gesundheitlich weniger gut entwickelt. Fortsetzung folgt
Offenbar war es psychisch nicht gut verkraftbar, dass schon gebetet werden musste. Jedenfalls hat es keinerlei Anhaltspunkt gegeben, dass Gebete helfen. Wäre auch zu naiv. Was dir hilft beim Gebet, ist die Zwisprache mit einem Wesen, in dessen Hände du dich vertrauensvoll begibst. Ja, ich bete manchmal auf eine eigentümliche Weise. Es ist eigentlich immer ein Dialog ob es ihn gibt oder nicht und dass ich mir natürlich lieber wünschen würde, dass es ihn gäbe und wenn ich Wünsche vortrage, dann füge ich hinzu, dass es natürlich viel wichtigere Wunscherfüllungen auf dieser Welt gibt als meine - außer es geht um Tod oder Leben. Aber jeder Psychologe wird dir sagen, dass das Gebet eben doch eine Wirkung hat, nämlich dein eigenes Gebet - es beruhigt dich innerlich sicher sehr viel mehr als wenn du dich als Spielball eines Automatismus siehst. Ich kann dir nicht helfen, ich weiß nicht mehr als du - aber ich fühle mich als Wesen und nicht als Ansammlung von Atomen, die nach meinem Tod
wieder eine andere Zusammensetzung bekommt und so wie ich ohne Eltern mich nie hätte entwickeln können, so habe ich auch diese Sehnsucht nach Gott.
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Kofuses Zeug!
Religionen sind nun mal meistens konfuses Zeug! Oder was soll man von dem Gott halten, der die Menschen liebt, ihnen aber Sintfluten und eine Hölle zumutet?
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Es stimmt, dass der Staat die Kirchsteuer einzieht. Lassen Sie sich mal darüber informieren, welchen Prozentsatz der Staat dafür einbehält.
Ob der tatsächliche Mehraufwand in der heutigen Zeit noch den Ausgaben für die Einnahme aus der Kirchensteuer entspricht möchte ich bezweifeln.
Endergebnis: der Staat verdient am Einzug der Kirchensteuer!
Das ist eine Aussage, die mir so neu ist und die ich gerne überprüfen würde, falls das überhaupt möglich ist. Ich werde einen Bekannten, der Mitarbeiter der Finanzbehörde danach fragen.

Wie gesagt, es ist mir völlig neu, dass der Staat etwas von der Kirchensteuer zurückbehält. Meine bisherigen Infos sind die, dass der Staat im Gegensatz dazu der Kirche zusätzlich zur überwiesenen Kirchensteuer noch weitere Summen zukommen lässt.
Für die Verwaltung der Kirchensteuer durch die Finanzämter entrichten die Religionsgemeinschaften eine Verwaltungskostenentschädigung. Sie liegt zwischen 2% und 4% des Aufkommens der Kirchensteuer.

Bayern
2%

Berlin
2,5

Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
3%

Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland
4%

Die Verwaltung der Kirchensteuer durch die Finanzämter ist keine unzulässige Verbindung mit dem Staat. Die in Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 WRV statuierte Trennung von Staat und Kirche wird nicht tangiert. Das deutsche Staatskirchenverhältnis erfordert geradezu - neben allem Trennenden - die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Dafür, dass alle steuererhebenden Religionsgemeinschaften sich zur Übertragung der Kirchensteuerverwaltung auf den Staat entschlossen haben, waren letztendlich verwaltungsökonomische und finanzpolitische Überlegungen maßgeblich.
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