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Hat Gott eine Schiedsrichterpfeife im Mund?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Egal welche der beiden derzeit größten Weltreligionen man auswählt, in jeder ist es absolut notwendig, an den einen Gott zu glauben, denn wenn man es nicht tut, dann fährt man direkt in die Hölle. Jedenfalls sind so die Regeln, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich denke aber, ich kann ein paar Argumente liefern, die darauf hinweisen, dass das so wohl eher nicht stimmen dürfte.

Gehen wir mal davon aus, diese Götter, bzw. dieser eine Gott, der ja nur verschiedene Namen trägt, ist der Schöpfer, allmächtig, allwissend, liebevoll aber auch streng, all das, was so in den verschiedenen Büchern steht.

Dieser Gott also möchte gerne, dass wir an ihn glauben, das ist Voraussetzung Nr. 1 um in den Himmel zu kommen und nicht in die Hölle. Voraussetzung Nr. 2 ist zusätzlich zum Glauben noch ein guter Mensch zu sein.

Also nur ein guter Mensch und dabei Atheist, das geht nicht, auch dafür droht die Hölle. Bei den Moslems heißt es sogar, dass gute Menschen, die aber nicht an Allah glauben auch dann in die Hölle kommen, wenn sie zwar an den einen Gott glauben, ihm aber einen anderen Namen geben. Das klingt kompliziert, aber höchstens für jemanden, dem die beiden großen Religionen nicht geläufig sind, die meisten werden wissen, um was es geht.

Gott zeigt sich nicht, wahrscheinlich aus Absicht, er will es ja nicht so einfach machen. Wäre er stets auf der Erde präsent und für alle sichtbar, kein Mensch würde mehr in die Hölle kommen, das darf aber offenbar auch nicht sein, wahrscheinlich braucht Gott auch eine gewisse Quote an ewig Verdammten.

Jetzt überlege ich Folgendes: In dem Moment, in dem der verstorbene Mensch erfährt, hey, diesen Gott gibt es ja wirklich, wird er doch zum Gläubigen. Und dann hat Gott doch gar keinen Grund mehr, den Menschen in die Hölle zu schicken, denn dann glaubt er ja.

Dadurch komme ich zu der Frage, die ich im Titel gestellt habe: Hat Gott die Pfeife im Mund, mit der er den Schlusspfiff nach einem Leben bläst und nach dem nichts mehr gilt? Sagt dieser Gott dann zu dem armen Menschlein: "Jetzt ist es zu spät an mich zu glauben, jetzt da du mich siehst, könnte das ja jeder. Du hättest sollen ins Blaue hinein glauben oder wenigstens den meist gut genährten und rententechnisch gut versorgten Männern in den Frauenkleidern oder denen mit den langen Bärten vertrauen sollen".

Ist das so wirklich denkbar, sollten wir Menschen uns tatsächlich auf so eine Konstruktion der Weltsicht einlassen?

Oder können wir darauf vertrauen, dass ein richtiger Gott sicher auch damit einverstanden wäre, wenn wir das Leben auf der Erde noch gelassen abwarten, ehe wir uns festlegen. Ich denke schon, dass man davon ausgehen darf. Wenn wir eine Seele haben, die nach dem Tod weiterlebt, dann wird Gott, falls es ihn tatsächlich gibt, doch sicher gnädig sein, wenn sie ihm erklärt, dass sie erst jetzt, nachdem sie ihn sieht auch an ihn glaubt.

Mensch, mal ganz ehrlich, wir würden an Gottes Stelle doch auch nicht so einen Zirkus veranstalten, also ich ganz sicher nicht. Ich wäre auf jeden Fall ein endlos gütiger Gott, der von keinem Menschen verlangen würde, an mich zu glauben, ohne mich je gesehen zu haben. Das ist ganz normal, wer ganz oben ist, kann großzügig sein, Rache dürfte keine Rolle spielen und die Hölle bliebe kalt. Sollte Gott etwa weniger gütig sein als so ein gewöhnlicher Durchschnittsmensch wie ich zum Beispiel? Was wäre das denn dann für einer, na ich weiß ja nicht.

Dann glauben wir doch lieber erstmal gar nichts!

102 Kommentare

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Lange konnte ich nicht verstehen, warum seit Kant'scher Zeit aufklärerisches Gedankengut nur so 'schneckenhaft' vorankommt, bis mir klar wurde, dass man die Menschen kaum durch 'Propaganda' von 'außen' erreicht.
Vielmehr muss der einzelne Mensch mit sich ringen, sich freiwillig um Erweiterung seiner Kenntnisse/Erkenntnisse bemühen, wobei eine immer bessere humanistisch ausgerichtete Bildung sehr hilfreich ist. Offensichtlich reichen Jahrhunderte für diesen Prozess nicht aus.
In meiner 'Sturm- und Drangzeit' bestand ich in Diskussionen auf einem 'entweder-oder'. Das trennt. Später erkannte ich, dass es vernünftig ist, das Nebeneinander ('und'), die Realität zu sehen. Noch vernünftiger ist es, wie ich hier aus den Beiträgen erkenne, das Miteinander ('mit') zu pflegen. Folglich sollte man sich nicht 'die Köpfe einhauen', maßvoll miteinander streiten und im Alltag, trotz unterschiedlicher Auffassungen, miteinander für die Durchsetzung des Vernünftigen wirken, jeder nach seinem 'Vermögen'.
Klar, im Alltag würde ich auch keinem Gläubigen vor den Kopf stoßen. Wer hier zu einem Thema schreibt, lässt sich ja ausdrücklich und freiwillig auf die Diskussion ein. Da muss ich dann auch nicht lange drum herumreden, da kann ich klar sagen, was ich denke!
Joachim Surek
Geht schon in Ordnung. Weiter so! Die Nuance ist such berechtigt.
Ich bin halt etwas zu sensibel für 'unbarmherzig' direkte Wortwahl im Gedankenaustausch und machte die Erfahrung, dass eine sanftere Infragestellung beim Widerpart wirksamer ankommt, sie/er nicht gleich 'die Hörner ausfährt', sondern, weniger stark angegriffen, selbst besonnener, bedachter reagiert, besser die Gegenmeinung durchdenkt und mitunter früher zu Einsichten kommt, zu der ich sie/ihn hinführen wollte.
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Joachim Surek

Renate Rathmann schrieb(26.07./8:49):
"Der Islam kennt nur schwarz oder weiß."

Renate Rathmann, Maxim llian schreibt(27.07./14:04):
"Deshalb kann nur wer an Jesus glaubt in das Himmelreich kommen"

'Kocht' das nicht 'in einem Topf'?

Christen wie Islamisten nehmen hin, dass Milliarden unserer Spezies ewig in der Hölle schmoren müssen! Offensichtlich auch, wenn die 'Unglücklichen' von Jesus oder Allah nichts gehört hatten.

Welches Urteil würde unsere gegenwärtige Gerichtsbarkeit bei ähnlich gelagertem Sachverhalt fällen?
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Nein Alfred, Gott hat sicher keine Trillerpfeife, mit der abpfeift. Und zu unterscheiden ist der Islam vom Christentum. Bitte nicht in einen Topf werfen. Allah ist ganz sicher nicht der Gott der Christen. Der Islam kennt nur schwarz oder weiß. Allah hat bereits alles schon festgelegt, ob jemand glaubt oder nicht. Allah kennt keine Güte. Du als Atheist und ich als Christin sind beide für die Hölle bestimmt. Es heißt: Allah für leitet recht,wen er wil und führt in die Irre, wen er will.
Für Dich wäre es sicher im christl. Sinne auch besser, wenn Du an Gott glauben würdest. Aber: Wenn Du ein anständiger Mensch bist, Gott nicht lästerst, also Dich auch nicht lustig über alle Zusammenhänge machst, stehen Deine Chancen gar nicht so schlecht. Mit Sicherheit besser, als für einen 'bösen' Christen. Gott möchte, dass alle Menschen vom Tode, also von der Hölle, dem Bösen, Satans Einfluss errettet werden. Deshalb kommt eine neue Chance. Nun frag mich aber bitte nicht, wie und wann. Die
Widergeburt wird in der Bibel nicht erwähnt, wird aber auch nicht negiert. Möglich, dass wir alle weiderkommen, öfter eine Chance erhalten. Für mich (und viele andere) ist diese Schlussfolgerung normal. Denn in diesen, mittlerweile durchschnittlich 80 Jahren eine Gott gefälliger Mensch zu werden, ist wohl kaum zu schaffen. Vielleicht haben wir/undsere Seele aber auch eine ganz bestimmte Zeit, die abzuleisten haben und kommen deshalb immer mal wieder. SChaut man mal wie viele Menschen bereits gelebt haben, ist es eine wahnsinnige Anzahl. Nehmen wir mal an, die meisten würden das ewige Leben erhalten und dann alle hier auf der Erde weilen. Dann gäbe es Platzprobleme. Allse Spekulation, wir wissen es nicht.
Hmm. jetzt bin ich ein weinig beleidigt.
Nein, Quatsch. Meine alte Wortkonkordanz hat nichts zu Wiedergeburt hergegeben. Und vorher im Netz zu schauen, auf die Idee bin ich nicht gekommen.
Dann muss ich das mal so hinnehmen, Maxim. Danke für die erhellende Info.
Also doch "rien ne va plus"?
Na egal. Vielleicht ist es in der Hölle ja ganz angenehm, wenn kein Gott einem Vorschriften macht. Und im Himmel kenne ich ja sowieso keinen Menschen.
Wenn Hölle die Abwesenheit Gottes ist, dann lebe ich ja jetzt schon in der Hölle. Gefällt mir ganz gut hier, bis jetzt...
Lieber Uwe,
"..Es geht primär um eine Liebesbeziehung zu Jesus.."

Das ist ein erklärungsbedürftiger Satz. Du wirst doch nicht eine homoerotische Beziehung zu einem virtuellen Partner meinen?
Und wie stellt man eine Liebesbeziehung zu einem Gott her, den man nie gesehen hat und der auch nicht auf entsprechende Avancen antwortet?
Läuft es nicht darauf hinaus, dass du dir das alles - pardon - einbildest?
Ich glaube zu verstehen was Du meinst Renate.

Meine extreme Haltung gegen die Religionen und den Gottesglauben richtet sich nicht gegen die Gläubigen. Die haben jedes Recht, zu glauben was sie wollen und sei es der allerletzte Mist, das respektiere ich vollkommen.

Ich sehe ganz einfach die Absurdität der Religionen und versuche dies auf meine Art auszudrücken. Überall dort, wo ich inhaltlichen Quatsch erkenne, formuliere ich den. Bisher hat mir noch niemand darlegen können, dass ich auf dem Holzweg bin. Die Aussagen berufen sich immer nur auf reine Spekulationen.

Wenn ich jemanden treffe, der einräumt, dass es einfach etwas geben muss, was wir Menschen noch nicht verstehen, dann kann ich mit dem gut umgehen. Wer jedoch einen der jeder Logik widersprechenden alten Glauben für bare Münze hält, den nehme ich nicht ernst. Je fundamentalistischer, umso lächerlicher wird es.

Dass der Quatsch sogar studiert werden kann, ist für mich eins der größten Rätsel der Menschheitsgeschichte!
Hallo Alfred,
wenn du von deiner Meinung sprichst,
dann benenne es auch so
und maße dich nicht an,
so wie die Kirchen und Religionen auch,
die alleingültige Wahrheit zu kennen.
die kennen wir alle nicht !
es ist und bleibt deine Wahrheit !
jeder hat seine Wahrheit, seine Modelle, Erklärungen Meinungen und das ist, denke ich, gut so
Der war gut, dass Uwe mir Jesus bewiesen hätte, guter Witz, danke!
Aber Du wirst doch in die Hölle kommen, wenn Du sagst, die Bibel hat recht. Oder können Milliarden von Moslems wirklich irren?

Alleine schon der Streit der ganzen Religioten untereinander beweist, wie irrsinnig das alles ist!
Nach der Vorstellung des Islam/Mohammeds waren im Grunde bereits Adam, Mose usw. Muslime, weil sie sich Gott unterwarfen.
Warum, wären Gott und Allah identisch, hätte Gott eine Veranlassung, gut 600 Jahre nach Jesu Himmelfahrt zu erklären: war alles Blödsinn was vorher war, ich mache das jetzt mal anders, leugne das Volk Israel und erkläre die Muslime zu den wahren Gäubigen und leugne meinen Sohn, ha keinen ock merh drauf, hab Euch alle veräppelt. Warum sollte er das tun?
Es gibt noch mehr Unterschiede, die zu erkären sprengt vermutlich hier den Rahmen.
Eins noch. Mohammed litt, vermutlich von Kindheit an, an Epilepsie. Die kann erst seit wenigen Jahren effizient behandelt werden. Im Anfall erleben viele Wahrnehmungen, Halluzinationen, entwickeln über die Zeit Psychosen.
Mohammed hörte z.B. Glockenklingen und verbot Glockengeläut. Seine 15 Jahre ältere Ehefrau Chadidsha unterstütze ihn und redete ihm ein, er sei etwas besonderes.
Die mekkanischen Koransuren sind noch eher poetisch,
die medinischen Suren werden aggressiver, enthalten Verhaltensvorschriften, die Mohammed vorgab. Der Koran ist nicht nach den 'Eingebungen' Mohammeds geordent, sondern anch der Länge der Suren.

Achso, laut Moh. soll Abraham und Isamel die Kaaba gebaut haben. Sie waren aber beide nie dort. Die Wanderung und damit auch die Niederlassungen Abrahams verlief viel weiter nördlich.
Gott braucht keine Menschen, um zu überleben. Das ist doch Quark!
Eines der Probleme, die Du hast, wenn Du eine andere Person liebst: Die Person kann sich freiwillig auch gegen Dich entscheiden! Du kannst ihr dein Wesen zeigen, und auch wenn es noch so toll ist, kann sie sich gegen dich entscheiden. Das ist eine Beziehungsfrage, keine Machtfrage. Und darum gibt es auch kein Überreden. Jesus sagt, wir sollen Zeugen sein, erzählen, wie Gott so drauf ist und was wir mit ihm so erleben, und auch begründen können, warum wir glauben, was wir glauben. That's it.
Wann und wer dann selber eine Beziehung mit Gott anfängt, ist dann außerhalb meines Einflusses. Das ist dann der freie Wille des Menschen. Das Schöne ist, dass ich mitkriege, dass sich jede Woche wieder Menschen für ein Leben mit Jesus entscheiden, und die Geschichten sind immer spannend! Ich selber hatte mich ein paar Jahre "gewehrt", bis ich Gottes Liebe erlebt habe. Manchmal dauerts eben....
Wenn Gott nur Einbildung ıst, bleibt das alles hinfällig.
Renate darf ich mal fragen, woher du das alles über den Islam wissen möchtest?
Ich habe recherchiert, warum?
Uwe sagte:
"Gott braucht keine Menschen, um zu überleben. Das ist doch Quark!"

Ich sage halt, ohne die Menschen gäbe es sie gar nicht, die tausende Götter, die bereits bekannt wurden und an die Menschen geglaubt haben.

Noch mal meine Frage: Warum sollte es den Gott Abrahams geben, nicht aber Allah, nicht Thor, nicht Wotan, nicht Zeus, nicht Poseidon, nicht Rübezahl?

Für alle Götter gab es Menschen, die fest geglaubt und "ihre" Götter bezeugt haben, auch gab es immer wieder angebliche Begegnungen.

Eine einfache Antwort auf die Frage, warum immer nur der Gott wahr ist, in dessen "Einzugsgebiet" man sozialisiert wurde, würde mir für heute mal reichen.
Ich bin zwar in dem "Einzugsgebiet" aufgewachsen, wurde aber nicht sozialisiert. Habe mich ja lange genug gewehrt.
In dem Zusammenhang interessant, dass die Gemeinden gerade dort am schnellsten wachsen, wo die Verfolgung am stärksten ist. Es gibt ja Länder, in dem es einem Todesurteil gleich kommt, Christ zu werden oder zu sein. https://www.opendoors.de/verfolgung/...sindex2014/
Warum sollte jemand, der in einem für den Glauben feindlichen Umfeld lebt, diesen annehmen? Da muss er schon sehr gute Gründe haben, die mit Sozialisation wohl nicht zu erklären sind.
Ja, das ist eine interessante Frage. Warum nehmen Gläubige für ihren absonderlichen Glauben solche Opfer auf sich?
Ich finde jedenfalls, dass der, der sich religiöser Verfolgung aussetzt, ein bisschen blöd ist. Oder fanatisch.
Es gib so viele Verfolgungen, denen man sich nicht entziehen kann. Die religiöse gehört nicht dazu. Wer in einem streng islamisch geprägten Land Christ sein will und das auch lauthals verkündet, der ist selber schuld. Mir tun diese "verfolgten Christen" nicht leid. Wenn mir einer nach dem Leben trachtete, weil ich eine bestimmte Religion hätte dann würde ich die Religion eben wechseln. Es ist so einfach. Viele, die wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer Hautfarbe oder wegen sonst einem unveränderlichen Merkmal verfolgt werden, haben es da wesentlich schwerer.
Nebenbei: die Missionare, die Christen zu solchen einem Verhalten anstiften gehören des Landes verwiesen! Und zu Hause ins Kloster eingesperrt.
Vielleicht ist es ja der Reiz des "Verbotenen" oder des Exotischen, die Leute in solchen Ländern zu Christen werden lassen. Ich habe auch einen Bekannten, der zum Islam konvertiert ist. Jetzt fühlt er sich von "Rassisten verfolgt", offenbar ist er mit dieser Rolle sehr glücklich! Dass der sie nicht alle hat, wusste ich allerdings schon vorher!
Nun, wenn jemand sein Leben riskiert, nur weil er etwas als wahr erkannt hat, muss dies wohl gute Gründe haben! Und mich verfolgt zu fühlen (etwas in Deutschland?) ist etwas anderes als zu wissen, dass mich das in den o.g. Ländern mein Leben kosten kann!
Lieber Uwe,
Ja, wenn er etwas als "wahr" erkannt zu haben glaubt. Das Erstaunliche ist aber doch, dass sich diese Leute nicht mehr davon abbringen lassen. Und oft sogar ihr Leben riskieren. Das ist nicht normal, das versteh ich nicht.

Wer über Leichen geht - und seis die eigene - ist ein Fanatiker. Die Kirchen haben diese Leute als "Märtyrer" dann als Vorbild hingestellt anstatt sie zurückzuhalten. Das ist unethisch und machtgeil.
Kann es sein, dass Du für Dich noch nie etwas als so wichtig und existentiell erkannt hast, dass Du dafür Dein Leben opfern würdest? Kinder, Partner o.ä.?
Lieber Uwe,
Vernüftig überlegt, gibt es nur sehr wenige Dinge, die einem höher stehen als das eigene Leben. Irgendwelche Religionen oder andere Ideologien gehören nicht dazu.
Sinnvoll wär es unter gewissen Umständen, sein Leben für seine Nachkommen zu opfern. Aber das sind seltene, hochromantische Situationen.
Die Aufforderung, sein Leben zu opfern, sei es fürs Vaterland, für den gemeinsamen Gott oder für sonstwas sind sämtlich schamlose Betrügereien. Am ehesten neigen wohl Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen dazu, darauf hereinzufallen. Sie möchten endlich was Großartiges vollbringen. Vielleicht steckt das auch hinter dem Verhalten der spinnerten "Märtyrer".
Für eine Religion würde ich mein Leben auch nicht geben, aber für eine Liebesbeziehung, die mir alles bedeutet, allemal.
Wenn Du etwas aus tiefstem Herzen für wahr erkannt hast, ist es dann plötzlich nicht mehr wahr, wenn es unbequem wird?
Da gab es doch gerade einen Artikel in der Welt: http://www.welt.de/debatte/kommentar...toetet.html
Lieber Uwe,
was nützt es, wenn man für eine Liebesbeziehung sein Leben gibt? Wofür soll das gut sein?
Wenn du etwas für wahr erkannt hast und deine Umgebung bedroht dich, weil sie anderer Meinung ist, dann heisst das vorsichtig sein und im Zweifel: Maul halten. Es ist dumm, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen wenn die Wand stärker ist. Dumm oder fanatisch.
Der Artikel in der "Welt" kann als Hetze gegen den Islam verstanden werden! Er fördert die Fremdenangst und schürt Aggressionen!
Wenn Menschen bedroht werden, wenn sie in die Kirche gehen, dann sollen sie doch in die Moschee gehen, schon sind sie sicher.
Wenn sich die Lage einmal ändert, kann man die christliche Riten ja wiederbeleben. Wenn nicht, isses auch egal.
Damit wir uns richtig verstehen: ich rede hier nicht religiöser Intoleranz das Wort. Natürlich ist religiöse Intoleranz etwas Verwerfliches. Aber wenn sie nun einmal da ist, hat es keinen Sinn, sich unter Lebensgefahr dagegenzustellen.
Also würdest Du alles, was Dir wichtig ist, verleugnen, wenn die Umgebung sich dagegenstellt?
Wer für eine religiöse Überzeugung stirbt, ist kein Held sondern ein Spinner, der Ansicht bin ich auch!

Wir leben nun einmal auf der Welt und müssen uns damit abfinden, von Verrückten umgeben zu sein. Natürlich gibt es auch Wahnsinnige, die nicht an Gott glauben, aber diejenigen, die gläubig sind und wahnsinnig, das sind die Schlimmsten, denn die sind zu allem fähig, da sie ja ein übersinnliches Wesen hinter sich zu wissen glauben.

Ein Aussterben der Religionen würde schlagartig zu mehr Frieden auf Erden führen. Nicht zum völligen Weltfrieden, es gibt außer den Religionen ja noch weitere kriegstreibende Einflüsse: Macht, Geld und Nationalstolz.
Wenn ich eine Meinung habe, habe ich sie auch, wenn sie andere nicht mögen..
Vor ein paar Wochen hat mein Chef mich aufgefordert, über einen Sachverhalt einen Kunden von uns anzulügen, damit wir mehr Zeit zum Reagieren haben. Ich habe ihm gesagt, dass es mir leid tut, aber ich lüge nicht. Fand mein Chef sehr unwitzig! Aber das war mir egal. Mit dem Kunden entsprechend gesprochen, und es gab trotzdem kein Problem.
Im Nachhinein hat mein Chef dann verstanden, dass ich ihn auch nicht anlügen werde, und das fand er wiederum cool! Ich habe Bekannte, die wurden wegen so einer Äußerung gekündigt.....
Das bedeutet es, zu seiner Überzeugung zu stehen. Alles andere ist ein wenig rückgratlos!
Ein schönes Beispiel, den Mund aufzumachen, auch wenn es lebensgefährlich sein könnte, ist dieses: Und das gilt sowohl für Blahyl selbst als auch für den Menschen, der ihn auf Jesus ansprach. Hätte auch anders ausgehen können: http://www.jesus.de/blickpunkt/detai...195079.html
Für ein imaginäres Wesen zu sterben ist für mich Spinnerei, wer dagegen für seine irdischen Ideale eintritt, ist ein Held.

Aber das liegt daran, dass ich es ja ablehne, sich eine Geistgestalt zu erschaffen anstatt sich dem wahren Leben zu stellen, deshalb mache ich hier den Unterschied.

Fü mich ist das konsequent, aber ich habe in dem Punkt Verständnis, wenn man das anders sieht. Wäre ich gläubig, würde ich das wohl auch aus der Sicht sehen!
Na, da sind wir doch mal einer Meinung!
Aber mit einem der grausamsten Kriegsverbrecher und Massenmörder zu sprechen und gegen diesen Horror arbeitet: Wie viele Menschenleben hat das gerettet? Und selbst wenn es nur das Leben von Blahyl gerettet hätte, hat sich das Risiko gelohnt!
Nochmal, irgendwie habe uch nicht geschrieben, was ich wollte
:
Na, da sind wir doch mal einer Meinung!

Aber mit einem der grausamsten Kriegsverbrecher und Massenmörder zu sprechen; der dadurch sein Leben ändert und dann sogar gegen den Horror arbeitet, den er selbst ausgelöst hat!: Wie viele Menschenleben hat das gerettet? Und selbst wenn es nur das Leben von Blahyl gerettet hätte, hat sich das Risiko gelohnt!
Ja, Uwe,
Ich würde alle Ideen, die mir wichtig sind, verleugnen, wenn ich so mein Leben schützen könnte.

Wenn du Fälle kennst, wo es letztendlich gut ausging, wenn jemand sein Leben einem Risiko ausgesetzt hat, dann ist das nicht weiter verwunderlich. Es geht auch (fast) immer gut aus, wenn man bei Rot über die Straße geht.

Aber für einen "Gott" ein persönliches Rikiko einzugehen, gar mein Leben zu gefährden, das würde mir nicht einfallen. Ein "Gott" ist es einfach nicht wert, dass man sich für ihn opfert.
Nochwas Uwe,
Wir sollten hier nicht mit so weit hergeholten Situationen spielen. "Grausamste Kriegsverbrecher" werden uns sehr wahrscheinlich nie über den Weg laufen. Das sind solche Typen wie der König oder der Räuber oder das Krokodil im Kasperltheater.
Hier gehts um den Alltag, die Wirklichkeit. Und auch z.B. darum, wie Menschen andere Menschen drangsalieren weil sie es einem "Gott" recht machen wollen. Ich denke da gerade an die geschiedenen Kindergärtnerinnen, die an katholischen Kindergärten keine Anstellung mehr kriegen.
Richtig! Da geht mir auch der Hut hoch! Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie Scheiße es ist, wenn eine Ehe zerbricht, wie lange man darum kämpft und sch dann doch trennt, weil man einfach nicht mehr kann. Und das gehst Du in Deine Gemeinde, suchst Hilfe, weil du in Deiner Verzweiflung nicht mehr weiter weißt, und kriegst dann noch mal so richtig eins aufs Dach! "Wer sich scheiden lässt, spuckt Gott ins Angesicht!" war ein Spruch während einer Predigt mit Blick auf mich, und das war noch einer der kleineren Geschütze. Ich habe in der Zeit viel Barmherzigkeit gelernt,mit Leuten, die in irgendeinem Lebensbereich versagen als auch mit denen, die immer auf der Gewinnerseite standen und so ein Versagen (noch) nicht kannten. Und ich habe gelernt, dass Gott mit versagen kein Problem hat (vor 2000 Jahren gelöst). Und wenn Du bei einem Menschen genau weißt, warum er versagt, bleibt nur noch Liebe für diesen Menschen übrig. Und auch darum ist Gott Liebe, weil er uns besser kennt als wir selbst!
Lieber Uwe,
Damit bin ich einverstanden. Aber um zu dieser Einstellung zu gelangen braucht man keinen persönlichen "Gott" oder irgendwelche "heiligen" Schriften. Es ist im Gegenteil nützlich, den ganzen Götterkram über Bord zu werfen und sich humanistischen Idealen zuzuwenden.
Lies doch mal bei Wikipedia die Kritikpunkte zum Humanismus.......
Lieber Uwe
Welche Kritikpunkte meinst du?
(Übrigens bist du mir noch die biblischen Prophezeiungen schuldig, die USA betreffend...)
Biblische Prophezeihungen bzgl. der USA habe ich nie erwähnt. Ich kenne auch keine!
Ich meine die Kritikpunkte, die Du zum Thema Humanismus in Wikipedia nachlesen kannst.
Sorry Uwe, hab dich mit dem Johannes verwechselt.
Ich guck jetzt mal in der Wikipedia nach Kritikpunkten, den Humanismus betreffend. Hättest ja auch einige erwähnen können...
Ist ein langer Artikel.. das dauert.
Eben darum habe ich auch keine erwähnt.....
Lieber Uwe,
Du hast keine erwähnt, weil du mir ein Haufen Arbeit machen willst?
Dabei wär uns geholfen, wenn ich wüsste, was DICH am Humanismus stört.
Vielleicht ist das kürzer: google doch mal nach den "10 Angeboten" des Humanismus.
Bin da auch nicht mit restlos Allem einverstanden. Besser als Götterglaube ist es allemal.
Habe ich. Bis auf den ersten Punkt und ein paar wenige Details genau das, was auch die Bibel empfiehlt. Lustig, das ihm das nicht aufgefallen ist.
Was hast Du gegen ein wenig Lesen und selber Gedanken machen?
Lieber Uwe,
„Was hast Du gegen ein wenig Lesen und selber Gedanken machen?“
Ich lese und mache mir Gedanken, nicht nur „ein wenig“. Aber ich finde es nicht sinnvoll, meinen Kopf mit Details über die Geschichte des Humanismusbegriffes vollzustopfen. Und wenn du den Humanismus kritisierst, warum bringst du nicht einfach selber Argumente, was dir daran nicht passt?

„Bis auf den ersten Punkt und ein paar wenige Details genau das, was auch die Bibel empfiehlt.“

Aber Uwe! Bitte! Das kann nicht dein Ernst sein! Die 10 Angebote sind etwas völlig anderes als das, was die Bibel empfiehlt.
1,2,3 und 9 stehen sogar in direktem Widerspruch.

In der Bibel steht ja vieles und noch mehr kann man hineininterpretieren. Aber es ist immer von (blindem) Glauben die Rede, niemals davon, dass man sich „seines eigenen Verstandes“ bedienen soll.

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-->
Lieber Uwe, ich kriege langsam den Verdacht, dass du mir jeweils ein, zwei Sätze antwortest und erwartest, dass ich diese dann mühsam Punkt für Punkt detailreich widerlege. Klar, damit macht man sich wenig Arbeit und ermüdet den Diskussionspartner. Ich finde das aber keine gute Taktik im Sinne des 2. Angebotes..
Natürlich findest Du alles in der Bibel, eben bis auf den ersten Punkt:
zu 2:. 2Mo 12,49 Ein und dasselbe Gesetz gelte für den Einheimischen und den Fremdling, der unter euch wohnt.
2Mo 23,9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.
zu 3.: 1Thess 5,21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
zu 4.: s. die zehn Gebote
zu 5.: Genau das erlebe ich ständig in meiner Gemeinde! Gerade heute wieder!
zu 6.: 1Thess 5,21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
zu 7.: Nur durch Zweifel und Hinterfragen entwickelst Du einen eigenständigen Glauben!
zu 8.: Amen dazu! Ich bin ein Feind jeglicher unreflektierter Tradition (und darum auch in einer Gemeinde, die ihre Gottesdienste in einer angesagten Disko feiert. Und mit feiern meine ich feiern!
zu 9.: Was soll ich denn sonst tun, als mein Leben zu genießen? Mir fehlt noch es zu entwickeln!
zu 10.: Genau das macht man ja im christlichen Glauben!
Du bist doch selbst Humanist, dann müsstest Du die Geschichte des Humanismus eigentlich kennen...... Also weniger Arbeit für Dich als für mich, wenn es um dieses Thema geht!
In der Bibel gibt es keinen blinden Glauben! Alles kann und soll überprüft, hinterfragt und auch bezweifelt werden, sonst kommt man doch in seiner eigenen Entwicklung nicht weiter!
Also meine Entwicklung hat durch die Diskussionen hier durchaus gewonnen. Früher war ich nur davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt, weil das absurd wäre. Jetzt finde ich sogar immer mehr Argumente, die diese Absurdität haarklein belegen.

Die Bibel ist unbrauchbar, da sie zu einer Zeit geschrieben wurde, die mit unserer nichts mehr zu tun hat und eigentlich an ein einziges Volk gerichtet war, aber nicht an unseres.

Der Gott der Bibel war der Gott der Israeliten und dieses Volk hatte er ausgewählt. Nicht seine Anhänger und Gläubigen waren dieses Volk, nein, die Israeliten und nur die!

Daran ändern auch die natürlich erfolgten Übersetzungen und Interpretationen nichts.

Aus heutiger Sicht ist so ein Gott nicht mehr zu halten. Religion ja, aber bitte nicht so spezifisch. Die Religion muss individuell gestaltbar werden und da kommt Jesus ins Spiel. Der war ein Mensch, angeblich ein charismatischer Prediger und angeblich, was umstritten ist, voller Liebe. Dieser Jesus taugt zum Star!
Diesem Jesus werden noch ein paar zuckersüße Worte in den Mund gelegt, die er überhaupt nie gesagt hatte, nur damit er passt. Schon hat man eine Religion, die vor allem in die Industrieländer passt, schön variabel, niemanden überfordernd, mann muss schließlcih keine heiligen Kriege mehr führen usw.

Der Einfluss der Religionen schwindet, zumindest in den Wohlstandsländern. Dort wo noch Not herrscht, suchen die Menschen nach einem Ausweg, einem Sinn, was bleibt da, außer den Religionen?

Bei uns haben die Menschen viel Zeit, um über sich und das Leben nachzudenken, da passt kein imaginärer Gott, dessen Existenz eher unwahrscheinlich als wahrscheinlich ist mehr rein. Deshalb haben sich so viele innerlich vom Glauben verabschiedet.

Ich bin überzeugt, wenn die ganze Welt so weit wäre, dass die Religionen verschwinden würden, dann wäre das ein gutes Zeichen, denn das wäre gleichbedeutend mit dem Wohlergehen der Menschen. Wer unzufrieden ist, braucht seinen Gott, wer zufrieden ist nicht!
Lieber Uwe,
du bist doch Bibelkenner. Ich muss dir jetzt nicht die Bibelstellen heraussuchen, die das Gegenteil von dem besagen, was du das zitiert hast. Die Fremdenhass etc gutheissen.
Selbstverständlich kann man die Bibel auch mit den 10 Angeboten irgendwie in Übereinstimmung bringen. Man kann ALLES mit der Bibel in Übereinstimmung bringen oder zumindest so hinbiegen.
Wenn Du Stellen aus dem Gesamtzusammenhang reißt oder gegen die Grundaussagen der Bibel stellst, kannst Du das. Darum waren ja so Sachen wie Unterdrückung der Frau, Hexenverbrennung und die Kreuzzüge überhaupt möglich.
Du kannst auch Stellen, die nichts miteinander zu tun haben, zusammenpacken: "Er erhängte sich." "Geh hin und tu desgleichen." Dann kann man auch behaupten, die Bibel stifte zum Selbstmord an.
Wo wird Fremdenhass gut geheißen?
Wenn Du Stellen kennst, die deiner Meinung nach das Gegenteil besagen, lies sie .erstmal im Kontext.
Wie schon mehrmals gesagt: Die Bibel ist ein Kommunikations-Tool. Und wie in jeder Kommunikation kann beim Empfänger was anderes ankommen, als der Sender beabsichtigt, weil der Empfänger immer (unbewusst) den Text interpretiert. Was gemeint ist, bestimmt der Sender, und den kann man direkt fragen oder zumindest den Gesamtzusammenhang nicht außer acht lassen. Hatte dazu schon einen Link geteilt.
Ach Uwe,
Ich als kleiner Hobby-Bibelkritiker kann doch die Bibel nicht so genau kennen wie diejenigen theologischen Experten, die aus ihr die Rechtfertigung für die von dir genannten Greueltaten herausgelesen haben. Und du wirst dich doch auch nicht zu den Spitzentheologen zählen, die ganz genau wissen, welcheBibelsprüche in welchem Zusammenhang gelesen werden müssen.
Das bedeutet doch, dass man in die Bibel alles mögliche hineininterpretieren kann und wenn man belesen genug ist, auch das genaue Gegenteil davon..
Wer sich die Bibel als Richtschnur für sein Handeln wählt, sucht nur eine Autorisation seiner ureigensten Ziele, indem er diese mit Bibelsprüchen unterlegt.
Insofern ist die Bibel als Informationsquelle unbrauchbar. Etwa so unbrauchbar wie ein frei erfundener Roman, in dem sicherlich auch beherzigenswerte Sätze und nichttriviale Weisheiten vorkommen. Um diese Dinge auf das konkrete, eigene Leben anzuwenden bedarf es genausogut einer Interpretation, die bei jedem Leser anders
--> ausfallen mag.
Leider liegst Du da vollkommen falsch. Natürlich kannst Du versuchen, eigene Ziele mit (aus dem Gesamt.-Kontext herausgerissenen) Einzel-Stellen zu rechtfertigen. Dass das oft gemacht wurde, ist bekannt. Wenn Du aber zum einen das Wesen Gottes kennst als auch den Gesamtzusammenhang der Bibel, wird das sehr herausfordernd, denn dann ist sie wie ein Spiegel, in dem Du deine eigenen Charaktereigenschaften, Einstellungen, Verhaltensweisen usw. überprüfen kannst. Für mich war das als "Neuling" damals extrem herausfordernd, da ich aus einer hoch traumatischen Familie komme, sehr hasserfüllt war und die Bilanz vor meiner Bekehrung zwei Mord- und sieben Suizid-Versuche waren. Das Tolle war, dass Jesus mir die Wurzel für mein Verhalten, meinen Haß, bei meiner Bekehrung einfach weggenommen hat, aber trotzdem waren so Dinge wie z.B. Sanftmut und faires Streiten vollkommen neu zu lernende Dinge. Und heute noch sehe ich in vielen Lebensbereichen immer noch Potential zur Entwicklung.
Ich passe also die Bibel nicht selektiv an meine Vorgaben an, sondern verändere mich durch das Vorbild und die Liebe Jesu und durch die Hilfe des Heiligen Geistes mehr und mehr in die Person, wie Gott sie sich gedacht hat. Boah, das klingt jetzt echt fromm
Uwe, Deine Biografie ist natürlich bestens geeignet, sich sofort wieder in eine Abhängigkeit zu stürzen. Das geht vielen traumatisierten Menschen so, das kenne ich vor allem aus meinem beruflichen Tagesgeschäft.

Ich wünsche Dir viel Glück und wenn Du in der Religion Deinen Halt findest, warum nicht, besser als in Alkohol oder Drogen ist das allemal. Hoffe ich jedenfalls, also ein wenig besser ganz bestimmt!
Nachtrag: Nur um mal zu visualisieren, wie stark die Bibel in sich strukturiert ist und wie sich einzelne Bibelstellen aufeinander beziehen: http://www.chrisharrison.net/index.p...ns/BibleViz
Lieber Uwe,
"...da zu einem das Wesen Gottes kennst..."
Da es diesen Gott ausserhalb deines Kopfes gar nicht gibt, kannst du sein Wesen auch nicht kennen. Du projizierst deine Wunschvorstellungen in diesen Gott hinein und untermauerst diese Wunschvorstellungen mit Bibelsprüchen, genau wie ich es geschrieben hatte.
Im Übrigen schliesse ich mich der Meinung von Alfred an: wenn du ein solch problematisches Leben hattest, dann ist es allemal sinnvoller, in einer Bibel Halt zu suchen als etwa im Alkohol.
Ich kann mich leider nicht in Menschen wie dich hineinversetzen. Vielleicht wär das der Schlüssel zum Problem, warum Menschen gläubig sein wollen.
Wenn die Frage nicht zu persönlich ist: was würde passieren, wenn du deinen Glauben nicht hättest? Würde der "Sinn des Lebens" verlorengehen? Würdest du anfangen zu trinken? Brauchst du unbedingt einen allmächtigen Chef, um mit der Welt im Klaren zu sein?
Wenn mich Jesus nicht so verändert hätte, wäre ich schon lange tot oder im Knast.
Wenn ich mir Gott selber ausgedacht hätte, wäre er mir irgendwie ähnlich, deutlich weniger herausfordernd, bequemer, weniger Ecken und Kanten, gefälliger, mehr zum Mainstrem gehörig.
Ist er aber nicht!
Tot oder im Knast.. Und ein Gott hat das verhindert?

Im Gegensatz zu den Behauptungen von Johannes Petzold im anderen Thread finde ich das nun sehr interessant. Ich vermute, hier liegt ein Puzzleteilchen vergraben, das mich weiterbringt bei der Frage: warum sind Menschen gläubig?

Wenn die Frage nicht zu persönlich ist: wie kann ein Gott verhindern, dass man im Knast landet oder stirbt? Darf ich ein Drogenproblem vermuten?
Hatte ich im Ansatz ja schon erzählt: Ich war ein so hasserfüllter Mensch, dass zwei Mord- und sieben Suizid-Versuche daraus resultieren. Echter Hass ist eine unglaubliche Triebfeder, aber vernichtet andere oder einen selbst. Oder beide. Um, eine lange Geschichte kurz zu machen: Nach einer christlichen Veranstaltung (wie ich als damaliger Glaubens-Feind da hingekommen bin, ist eine Geschichte für sich) fragte ich den Pastor, was denn das Besondere an diesen Menschen hier sei. Er: "Die haben eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus!" Daraufhin habe ich ihn so rund gemacht, da bist Du und Alfred Waisenknaben dagegen! Nach einem von beiden Seiten sehr heftigen verbalen Schlagabtausch kam von ihm der Vorschlag, wir könnten doch mal beten, dass Gott mir selbst zeigen soll, dass er existiert. Fand ich geil, dann hat ja dieser nicht-existente Gott den Schwarzen Peter, und das habe ich dann auch aus vollem Herzen gebetet, das er irgendetwas machen soll, was ich kapiere.
Habe dann zwei Minuten gewartet, ist nix passiert, und die Sache mit Glauben endgültig ad acta gelegt. Habe ich dem Pastor auch so gesagt. Nevertheless hat er mich dann noch zum Essen mit der Band, die an dem Abend gespielt hat, eingeladen, was ich sehr cool fand. Als wir gehen wollten, sagte er noch "Lass uns doch noch das Vater Unser beten....." Ok, was tut man nicht alles für ein Essen! Also angefangen zu beten. Habe ja eh mit dem Thema abgeschlossen. Als ich angefangen habe zu beten, fühlte ich eine Präsenz im Raum, die für mich nicht wirklich angenehm war. Trotzdem weitergebetet. Und bei den Worten "und vergib uns unsere Schuld" hatte ich das Gefühl, als ob mich jemand an Starkstrom anschließt, oder als ob ein Wasserfall durch mich durch geht, mir fehlen heute noch die Worte. Auf er einen Seite hatte ich eine Scheiß-Angst, auf der anderen war das total angenehm. Wir hatten gekniet, und das muss wohl einige Minuten angedauert haben, denn als ich aufsah, ......
.... saß der Pastor am Schreibtisch und war am Schreiben. Als er meinen irritierten Blick wahrnahm, meinte er "Ich hab gemerkt, dass der Heilige Geist an Dir arbeitet, da brauch er mich ja nicht dazu, dann habe ich hier ein wenig Arbeit erledigt." Wer bitte hat an mir gearbeitet? Keine Ahnung, aber ich hatte das ganz starke Bedürfnis, zu erzählen, was für einen Mist ich die letzten Jahre gebaut hatte. Eine Beichte aus dem Herzen heraus. Und das spannende war: Mein Hass war komplett weg! Diese zerstörerische Wurzel hat Jesus einfach entfernt! Mich haben am nächsten Tag einige Bekannte angesprochen, was mit mir los sei, ich hätte eine komplett andere Ausstrahlung, wirke nicht mehr so agressiv usw. Ich: "Keine Ahnung. Gestern zu Jesus gebetet, und seitdem ist irgendetwas anders." Was meine Bekannten genauso schräg fanden wie ich. Aber ich hatte drum gebeten, dass sich Gott mir so zeigt, dass ich es verstehe. Und dass mein Hass plötzlich weg war... schon spooky!
Aber da mir gesagt wurde, dass Gott aus Liebe die Herzen verletzter Menschen heilen will - das hatte ich erlebt! Und ich hatte ein vollkommen anderes Lebensgefühl! Und dann sind so viele abgefahrene Sachen passiert. Ein Beispiel: Einer von denen, die einen Mordversuch meinerseits überlebt hatten, war ab dem Zeitpunkt bewaffnet. Er wusste, dass ich immer bewaffnet war (i.d.R. Messer, Tschakko und Pistole) und musste sich im Zweifelsfall irgendwie verteidigen. Verständlich. Wir wussten, wenn wir uns irgendwo ohne Zeugen treffen: Der, der den ersten Hieb, Stich oder Schuß abgibt, wird das Ganze wohl überleben. Habe alle meine Waffen übrigens an dem erwähnten Abend abgelegt. Brauchte ich ja nicht mehr, Hass war ja weg. Ein paar Tage später stehe ich kurz nach Mitternacht in Darmstadt auf einem großen leeren Platz und warte auf meine S-Bahn. Sie kommt, ich gehe auf sie zu und höre eine Stimme: "Uwe, dreh dich um und geh zurück!" Ich wusste noch nicht, dass Gott auch so zu Menschen spricht..
... entsprechend war ich irritiert, dachte erst, mich verarscht einer. War auch echt spooky! Wollte erst nicht drauf hören, aber dann kam eine Wiederholung in einer Tonlage, die keinen Widerspruch zuliess, also habe ich mich wirklich umgedreht und bin zurückgegangen. Und wer kam auf mich zu? Genau der, von dem ich erzählt hatte! Ich mich gefreut, dass ich mich jetzt mit ihm versöhnen kann (Man bedenke: Drei Tage vorher hätte ich ihn sofort erschossen!) und gehe freudig mit ausgestreckter Hand auf ihn zu. Drei Tage vorher hätten mich seine hinter dem Rücken versteckten Hände sehr vorsichtig gemacht, aber der Gedanke war gar nicht da. Stehe irgendwann 1 1/2 m vor ihm, er schaut mich lange und sehr angespannt an, gibt mir ganz vorsichtig die rechte Hand und meint "Dann stimmt es also doch!" "Was?" frage ich. Er hatte vor ein paar Minuten gemeinsame Bekannte getroffen, die ihm erzählt haben, dass ich jetzt "frómm" sei und keine Waffen mehr trage. Stimmt, meinte ich.
Worauf er die linke Hand hinter seinem Rücken hervorzieht, in der er ca. 20 cm lange Stilett hielt, und meinte "Hätten die mir das gerade nicht gesagt, hätte ich dich einfach abgestochen!" Ich empfand das Timing als "göttlich", knapp, aber auf den Punkt. Und das allerbeste: Wir haben uns danach noch hingesetzt, die ganzen Missverständnisse zwischen uns aus der Welt geschafft, und seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen....
Und so könnte ich jetzt noch eine ganze Zeit weitererzählen.....
Interessante Story, Uwe.
Das ist wohl sowas gewesen wie ein "Erweckungserlebnis".
Es wäre interessant, dazu einen Psychologen oder Psychiater zu befragen, wie solches zu erklären ist.
Ich versuche dich zu verstehen.
Aber wieso findest du nicht mehr in die Wirklichkeit zurück? Du bist doch anscheinend deine Aggressionen los, egal wie. Du müsstest dich nun nicht mehr an die Existenz von "Göttern" klammern, könntest ein ganz normales Leben führen. Oder befürchtest du, wieder rückfällig zu werden?
Wenn Jesus meinen Haß nehmen konnte (und das war ja nur der Anfang einer sich ständig erweiternden und intensiver werdenden Beziehung mit ihm, wo ich teils noch krassere Sachen erlebt habe), warum sollte ich dann meinen weiteren Lebensweg nicht mit ihm gehen? Er hat doch bewiesen, dass er der ist, der er in der Bibel vorgibt zu sein!
Lieber Uwe,
Was wäre, wenn dein "Erweckungserlebnis" und die Folgeerlebnisse gar nichts mit der Bibel zu tun hätten?
Was wäre, wenn du dein Erlebnis nicht (zufällig?) in Gegenwart des Pastors, beim Beten gehabt hättest? Sondern vielleicht beim Hören irgendeiner Art von Musik? Oder beim Besuch eines indischen Tempels?
Würdest du dann ebenso auf die Musik oder die indischen Götter abfahren?
Das Ganze hat ja eine Folgegeschichte, die ich auch schon erzählt habe. Habe die Bibel sowohl im Experiment (u.a. Gebet für Kranke, Heilung von inneren Verletzungen usw.) als auch intellektuell durchgetestet, und das, was ich am Anfang und auch in den nachfolgenden 30 Jahren erlebt und entdeckt habe, hat sich mit den Aussagen der Bibel gedeckt. Manchmal bin ich in Gemeinden auch angeeckt, weil ich mir eben auch eigene und manchmal sehr schräge Gedanken gemacht habe, was dazu führte, dass manchmal ich und manchmal andere ganz neue Einsichten bekamen. Heute noch sage ich zu vielen Themen "Nach dem heutigen Stand meiner Erkenntnis sehe ich das so....". Eine lebendige Liebesbeziehung verändert sich, verschiebt Schwerpunkte, manchmal gibt es ein Kommunikationsproblem, dass ist zwischen einem Paar genauso wie zwischen Gott und Mensch, sofern er eine Beziehung haben will.
Uwe schrieb: "Er wusste, dass ich immer bewaffnet war (i.d.R. Messer, Tschakko und Pistole) und musste sich im Zweifelsfall irgendwie verteidigen. "

Das heißt nicht "Tschakko", sondern "Nunchaku", wenn Du damit so eng zu tun hattest, solltest Du das wissen! Ich selbst bin Lehrer fernöstlicher Kampftechniken, darin kenne ich mich bestens aus!

Deine Erfahrungen möchte ich nicht im Geringsten anzweifeln. Allerdings wäre es Dir in einem anderen Land der Erde wahrscheinlich so gegangen, dass Buddha für Dich das getan hätte, was Du jetzt Jesus auf die Fahnen schreibst! Da sind die mystischen Legenden austauschbar, die man auf sich beziehen kann, wenn man dazu einen Draht hat und die entsprechende Affinität.

Aber ich habe es an anderer Stelle geschrieben: Wäre ich in Deiner Lage, hätte Deine Gene, Dein komplettes Leben und Deine Erfahrungen, ich würde das gleiche getan haben, wie Du. Umgekehrt ist es genauso. Dies kannst Du weder bezweifeln noch bestreiten.
Das was Uwe erlebt, ist sicherlich interessant und wahrscheinlich für ihn auch sehr hilfreich. Man darf aber keine falschen Schlüsse daraus ziehen.
Viele Kinder haben einen "imaginären Freund", also jemand, den sie sich "einbilden", den niemand sonst wahrnehmen kann, mit dem sie sich aber unterhalten und "eine Beziehung haben".
Auch Uwe hat einen solchen imaginären Freund, er nennt ihn Jesus. Damit beginnt die Verwirrung: dieser Jesus soll identisch sein mit einer Person, die vor Jahrtausenden gelebt hat und über die eigentlich nichts sicheres bekannt ist.
Einen imaginären Freund zu haben ist zwar für Erwachsene ein bisschen seltsam. Aber was solls: wir haben ja alle eine kleine Macke.
Richtig falsch ist es aber, diesen imaginären Freund mit Berichten aus uralten Büchern in Verbindung zu bringen. Es ist ein Spleen - hier ausnahmsweise mal ein nützlicher Spleen. Sonst nichts.
Seltsam, dass sich das Leben von Milliarden von Manschen, die Jesus kennengelernt haben, in einer Art und Weise verändert hat, die mit den Aussagen der Bibel und dem Wesen Gottes in Übereinstimmung stehen. Die Heilung, Befreiung, Wiederherstellung von Beziehungsfähigkeit uvm. erlebt haben. Uns das in einer Intensität und Realität, dass sie sogar bereit sind, für ihren Glauben zu sterben. Aber da es nicht sein darf, dass Jesus in der Form wirkt, wie es die Bibel beschreibt, muss man natürlich alles umdeuten.... übrigens genauso wie ich vor 30 Jahren! Kann ich also schon nachvollziehen und hab allein schon allein deswegen damit kein Problem.
Lieber Uwe,
Nach allem, was du von dir erzählt hast, ist es für dich nicht sinnvoll von deinen Überzeugungen zu lassen. Ich will trotzdem für die anderen Mitleser deinen Beitrag kommentieren.
"Milliarden von Menschen" ist deutlich übertrieben. Eine so intensive Wirkung einer religiösen Vorstellung, wie du sie erlebt hast wird eher selten sein, ganz bestimmt nicht bei allen Christen auftreten. Um auf Milliarden zu kommen bräuchte man den größten Teil der Christenheit.

Die Aussagen der Bibel sind schwammig und widersprüchlich, deswegen ist auch das Wesen Gottes letzendlich gar nicht sicher zu beschreiben.

Heilung, Befreiung, Wiederherstellung von Beziehungsfähigkeit mag durch diesen psychologischen Trick einer religiösen Vorstellung möglich sein. Warum auch nicht? Psychotherapeutische Methoden gibt es viele und manche wirken sogar...
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Wenn man etwas in einer Intensität und Realität erlebt hat, dass man sogar bereit ist, dafür zu sterben - wenn dich dieses Phänomen also bis zu Selbstaufgabe beherrscht - dann sollten ein paar rote Warnlämpchen aufleuchten.
Und davor warnen: Achtung, du befindest dich in der Nähe einer Geisteskrankheit!
Dieses "für eine Sache sterben" kennen auch Süchtige die für ihren "Stoff" bereit sind alles zu tun, auch wenn sie dafür ihr Leben geben müssen.
Vernüftig betrachtet gibt es fast nichts, für das es sich (in jungen Jahren) lohnen würde zu sterben, oder? Wer sein Leben für eine Ideologie zu opfern bereit ist, ist entweder ein (nicht besonders intelligenter) Verführter oder ein Psychopath-sorry, dass ich das so hart ausdrücke.

Lieber Uwe, du hast letztendlich das Richtige gemacht: du hast dein verkorkstes Leben mit Religion wieder in vertretbare Bahnen gelenkt. Für andere Menschen ist das aber der falsche Weg. Religion kann auch viel Schaden anrichten. Sie ist nicht nebenwirkungsfrei!
Milliarden "von Menschen" ist vielleicht Deiner Meinung nach übertrieben. Ich habe schon Lebensgeschichten gehört und gelesen, da sind meine Erlebnisse noch absolut langweilig. Du hörst natürlich ständig solche Berichte und lässt Dir von Menschen ihre Erfahrungen mit Gott erzählen, um beurteilen zu können, wie das Verhältnis von "krassen" zu weniger spektakulären Bekehrungen ist. In der Veränderung im Herzen sind alle krass, auch bei denen, die vorher ein "angapasstes" Leben geführt haben. Dich in dem Bereich aufzuspielen, "ich sag mal den anderen, wie es wirklich ist", ist imho lächerlich. Dafür hast Du erfahrungs- und wissensmäßig zu wenig Background.
Was man am 2. Punkt sieht: Die Bibel schwammig, widersprüchlich, das Wesen Gottes nicht eindeutig: Wenn man an der Oberfläche bleibt, mag das so erscheinen. Komm mal mit konkreten Punkten!
Der Glaube ist keine Ideologie, sondern eine Liebesbeziehung zu Gott, die in der Intensität noch über der zu einem Partner stehen kann....
.... (und in beiden gibt es Höhen und Tiefen in der Beziehung, Kommunikationsprobleme, Frust und Enttäuschung), und für einen Menschen, den ich liebe, würde ich absolut mein Leben aufs Spiel setzen. Und für den, der mich so sehr liebt, dass er bereits für mich gestorben ist, erst recht!
Religion (definiert als der Versuch des Menschen, irgendwie Gott nahe zu kommen und ihn zu besänftigen) ist sogar eine Katastrophe, weil Du Druck, Zwang, Angst, und vieles anderer negative verspürst. Leider wurde der christliche Glaube in manchen Bereichen zu einer Religion gemacht. Denn Du musst nichts mehr machen oder leisten, Du bist einfach angenommen, so wie Du bist. Und das macht wahnsinnig frei, plus die lebensverändernde Kraft Jesu.... das hat Nebenwirkungen:
Galater 5, 22 (VOLX): Die Charaktereigenschaften, die bei euch entstehen, wenn der Heilige Geist euern Joystick in der Hand hat, sehen aber ganz anders aus: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, anderen verzeihen können, anderen Menschen Gutes gönnen und sich dafür einsetzen, treu sein,

In diesem Fall stehe ich auf Nebenwirkungen. Und da der Mensch von Gott auf genau diese Eigenschaften designt wurde, fühlt man sich auch entsprechend wohl in einer Gemeinschaft, in der dieses gelebt wird. Und das schöne ist: Ich muss mich für diese Veränderung nicht abkrampfen, das passiert einfach, wenn man dem Heiligen Geist das Ruder in die Hand gibt.
Unser Verstand kann sehr viel bewirken. Unser Unterbewusstsein steuert uns viel mehr, als wir uns vorstellen können.

Um all das, was Du beschreibst zu bewirken, braucht es keine übernatürlichen Kräfte, das liegt alles in Dir selbst.

Einen Gott, der in unser Leben eingreift, den gibt es nicht. Wenn es einen gäbe, so wäre der ein Stümper, denn dafür läuft auf der Erde viel zu viel falsch.

Es fällt mir immer noch sehr schwer zu verstehen, dass erwachsene Menschen wirklich an dieses Wesen glauben können, aber ich muss es akzeptieren!
Lieber Maxim
Du meinst im Ernst, ich höre mir eine Predigt von 1 Stunde 46 Minuten an? Da hab ich Besseres zu tun. Schreibs in deinen Worten, dann können wir drüber reden.
Lieber Maxim
Ich falle gleich mit der Tür ins Haus: welches Erlebnis war es bei dir, das dich über die Maßen belastet hat? Drogen? Alkohol? Schicksalsschläge?
@ Alfred: Und wieder nur Allgemeinplätze. Wirklich auseinandergesetzt mit einem Thema hast Du Dich hier noch nie!
Jetzt fühl ich mich ja gleich viel gesünder...
Uwe Spieß sagt:
"@ Alfred: Und wieder nur Allgemeinplätze. Wirklich auseinandergesetzt mit einem Thema hast Du Dich hier noch nie!"

Uwe, ich muss nicht auf einzelne Behauptungen eingehen, wenn bereits die Grundlage nicht gegeben ist. Es gibt diesen Gott nicht wirklich, er ist eine ausgedachte Figur, genauso wie Pinocchio und Superman es sind.

Dass ein Drittel der Menschen sich formal zu dieser Religion bekennen, der Rest etwas anderes glaubt, beweist nicht, dass die Chance, dass sie richtig ist, im Verhältnis 1:3 steht.

Alle Hinweise, dass der Gottglaube die Wahrheit sein könnte, steht nur in der jeweiligen Lehre dieses Gottes. Alles Wunderdinge, die manche (auch Du, Uwe) diesem Gott auf die Fahnen heften, gibt es auch bei anderen Fraktionen.

Die Buddhisten haben ihre Wunder, ebenso wie die Satanisten und die Astrologen. Auch alle möglichen Gurus heilen immer mal wieder Menschen.

Wieso müssen wir dann diskutieren, wenn es angeblich Beweise gäbe? Weil es sie nicht gibt!
Und warum diskutierst Du dann?
Lieber Maxim,
Du schreibst, der Herr im Video habe ein Liebesverhältnis zu Jesus. Das bedeutet, dass er schwul ist, denn Jesus ist/war ein Mann. Wie verträgt sich das mit der Ablehnung der Homosexualität durch fundamentalistische Christen?
Ich selber hatte noch nie ein Liebesverhältnis mit einem Mann und ich möchte auch keins haben. Insofern ist ein Christentum, das ein schwules Liebsverhältnis erfordert, erst recht nichts für mich. Aber vielleicht kann man damit erklären, dass so viele Frauen in die Kirche gehen...
@ Volker: Falls Du es noch nicht erlebt haben solltest (und das täte mir leid für Dich): Eine tiefe Liebe für einen Menschen zu empfinden, egal welchen Geschlechts,, hat nicht zwingend etwas mit Sexualität zu tun. Es gibt mehrere Arten von Liebe: Agape (die göttliche Liebe), Eros (die sexuelle Liebe), und Filia (die freundschaftliche Liebe). Meine Tanzpartnerin und ich z.B. sagen voneinander, dass wir uns lieben, und zwar aus tiefstem Herzen. Uns war sehr selten ein Mensch so vertraut und so nah. Ihr Partner weiß das und hat damit keinen Streß, er freut sich sogar, dass es seiner Freundin so unheimlich gut mit mir geht. Er hat den Unterschied verstanden.
Du scheinbar nicht......
Uwe Spieß:
"Und warum diskutierst Du dann?"

Na eben weil es diese Beweise nicht gibt. Wenn Du deinem Gott so aufmerksam zuhörst, wie Du meine Beiträge liest, dann wundert mich nicht, dass Du verstehst, was Du willst!
Lieber Uwe, lieber Maxim,
Vorneweg: diese Anrede ist eine Floskel. Ich liebe euch nicht. Egal in welcher Bedeutung des Wortes.
Damit zum Punkt: die Mehrdeutigkeit der Sprache und des Begriffes "Liebe".
Für mich ist "Liebe" ein Verhältnis zwischen zwei Menschen, das gekennzeichnet ist durch tiefes Vertrauen und Zuneigung - soweit sind wir uns einig. Aber nach meiner Definition reimt sich Liebe nicht nur auf Triebe, dieselben spielen dabei auch eine Rolle. Das muss nicht unbedingt der Wunsch nach Kopulation sein - gemeinhin Sex genannt - aber mindestens eine andere Facette des Selbsterhaltungs- oder des Arterhaltungstriebes. So ist die Liebe zwischen Eltern und Kindern sowie die Liebe zwischen Geschwistern oder sonstigen nahen Verwandten erklärbar.
-->
-->Liebe im Sinne eines Vertrauensverhältnisses und einer Zuneigung die auf "ewig" angelegt sind - so etwas halte ich, mit Verlaub gesagt, nicht für möglich und auch nicht für sinnvoll, wenn es weder Verwandte noch Fortpflanzungspartner betrifft (Schwule Liebe ist ja ein fehlgeleiteter Fortpflanzungstrieb).
Freundschaft ja, auch langjährige Freundschaft. Tiefes Vertrauen. Die Möglichkeit, mit dem Anderen über Gefühle zu reden, sich schutzlos, angreifbar zu machen ohne zu befürchten, dass diese Schwäche ausgenutzt wird, das alles ist möglich und gut. Aber ich nenne das nicht „Liebe“.

Nach soviel Begriffsdefinitionen das Wichtigste: das Vertrauen, das ihr „Liebe“ nennt in eine virtuelle Person, also eine Person, die gar nicht materiell existiert, das finde ich höchst problematisch.
-->
-->
Wenn diese Person „nur“ im Geiste existiert – und die leibliche Anwesenheit Jesu werdet ihr ja wohl nicht behaupten – dann existiert diese Person „nur“ in eurem Kopf. Sie ist mithin ein Teil von euch selber. Dass sie trotzdem als jemand anderes empfunden wird ist - gelinde gesagt - seltsam. Ich möchte vermeiden, hier Begriffe aus der Psychiatrie zu gebrauchen, weil ich andernorts dafür schon mit Beleidigungsklagen bedroht wurde. Aber es ist nun mal so, dass ein „Liebesverhältnis“ mit einer „anderen“ Person in eigenen Kopf etwas mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu tun hat. Oder wie seht ihr das?
"Lieber" Uwe,
Du hast Jesus nie persönlich getroffen, oder? Insofern hat er für dich nie leiblich existiert. Du konntest dich noch nie Angesicht zu Angesicht mit ihm unterhalten, oder? Dann ist er eine virtuelle Person. Und dass du mit Jesus telefoniert oder gechattet hast, wirst du doch auch nicht behaupten wollen...
Ich muss jetzt weg, bis später.
Es ist ebenso nicht zu beweisen, ob nicht noch viel bessere Menschen gelebt haben, als es dieser Jesus war.

Nicht mal die Evangelien geben für mich so viel her, dass ich den Typen glorifizieren würde. Nicht mal seine angeblich beherrschten Zaubertricks können mit denen von David Copperfield & Co. mithalten.

Man muss ihm, so er denn wirklich das war, was uns so ein paar verstrahlte Theologen weismachen wollen, vorhalten, dass es wirklich schon zu lange her ist, seit er das letzte Mal auf der Erde war.

Klar, dieser alte Gott der Israeliten hatte es ihm ja vorgegeben, wo er zu "wirken" hatte. Aber da ist doch längst mal eine Wiedergeburt überfällig.

Schaut Euch mal den Dalai Lama an. Sobald der eine weg ist, wird der nächste geboren. Das nenne ich Kundennähe. So muss es sein!
@ Volker: Gerade nur wenig Zeit. Vorbereitung auf ein Turnier, Umzug der Tanzpartnerin, Treffen der Lead Vocals für ein Gospel-Projekt - geht gerade hoch her.
Darum in Kurzfassung: Gebet ist ein Dialog mit Gott / Jesus / Heiliger Geist. Gebet mit einem Telefongespräch zu vergleichen ist gewagt, da viel intensiver.
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