Gott
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Gott

Beitrag von wize.life-Nutzer

Am Anfang war nichts, kein Raum, keine Zeit, keine Materie.

Doch Gott war schon da, schon immer. Dieser Gott wusste alles. Er erschuf die Welt, ohne Material zu besitzen aus dem völligen Nichts. Gott schuf Materie, Zeit und Raum. Natürlich hatte Gott seinen Plan. Er wusste ganz genau, was er tat. Er wusste auch ganz genau, wie seine Schöpfung aussehen würde. Er wusste auch ganz genau, wie es dann weitergehen würde, denn er ist ja Gott, allwissend, allmächtig.

Er ließ alles einige Milliarden Jahre dahinplätschern, nachdem er unser Universum, vielleicht noch ein paar andere erschaffen hatte. Für Gott ist die Zeit gar nichts, er hatte keine Langeweile. Ein paar Dinosaurier bevölkerten die Erde, irgendwann ließ er sie aussterben. Das hatte er ja vorher alles schon so geplant, er wusste ja, wie es weitergeht, er wollte das genau so haben.

Dann kam der Mensch. Der war ein ganz besonderes Modell von Lebewesen. Den Tieren ist der Mensch auch heute noch an Intelligenz überlegen. Der Mensch hat auch scheinbar einen freien Willen. Doch Gott kennt natürlich den Willen des Menschen. Er weiß, was jeder Mensch denkt, gedacht hat und denken wird. Gott ist ja allmächtig. Trotzdem verlangt Gott, dass der Mensch Gott in der Schöpfung erkennt, von wem sie stammt. Gott will, dass der Mensch an ihn glaubt. Dazu hat Gott mal vor tausenden Jahren einigen Menschen Gedanken in die Hirne geschickt und sie eine Anleitung zum Leben aufschreiben lassen. Als Beweis, dass alles echt ist, hat Gott ein paar Untergänge von Völkern und Städten vorausgesagt. Diese Anleitung konnten zwar nicht alle Menschen lesen, aber Gott ließ es damit zunächst bewenden.

Irgendwann schickte Gott auch noch seinen Sohn, der eigentlich eins mit ihm ist, genauso wie der heilige Geist, auf die Erde. Dieser Sohn sollte zuerst verkünden, wer Gott ist und sich dann opfern, damit die Menschheit von der Erbsünde befreit wäre. Auch das war natürlich Gottes Plan, er wusste schon vorher wie es läuft und er ließ es geschehen.

Dass nicht alle Menschen die Zeichen verstehen und die uneingeschränkte Allmacht und Güte Gottes erkennen, wusste Gott natürlich vorher, er ist ja allwissend und allmächtig. Trotzdem lässt Gott alles laufen, so soll es sein, so will er es, wir Menschen müssen das akzeptieren.

Nicht alle Menschen sind klug genug, an den richtigen Gott zu glauben, manche können auch nichts dafür, die hatten nie jemanden, der ihnen von dem einzigen wahren Gott erzählen konnte. Viele glauben auch an falsche Götter, obwohl Gott das gar nicht mag. Deshalb hat er ja seine Propheten berichten und aufschreiben lassen, dass dies die schlimmste aller Sünden wäre, an falsche Götter zu glauben oder an gar keinen.
Aber nicht mal alle Menschen, die von diesem Gott gehört haben, glauben die Geschichte. Viele Menschen glauben nur das, was sie sehen, hören, oder was Wissenschaftler herausgefunden haben. An einen Gott, der dies alles alleine erschaffen hat zu glauben, fällt ihnen schwer oder ist für sie unmöglich. Gott lässt die Leute in dem Glauben. Manche sterben sogar in dem Glauben, es gäbe gar keinen Gott. Für die kommt dann jede Hilfe zu spät, die landen in der Hölle. Diese Hölle hat ein Widersacher Gottes geschaffen, Satan. Auch dieser Satan ist ja ein Gottesgeschöpf, erinnert Euch daran, dass da NICHTS war und Gott alles erst erschaffen musste. Satan aber ist dran schuld, dass viele Menschen fehlgeleitet werden und nicht zu Gott finden. Zu fragen, warum Gott diesen Satan überhaupt zulässt, wenn er doch allmächtig ist, gehört sich nicht. Das wäre ungehörig und würde wie Zweifel an Gott rüberkommen. Da hilft nur beten und fromm leben. Den Menschen helfen dabei Kirchen, die sich um die Verbreitung des Glaubens an Gott kümmern. Es gibt leider auf der Welt auch Kirchen, welche für die falschen, gar nicht existenten Götter arbeiten. Gott wusste natürlich vorher, dass so etwas kommen würde. Aber er hat es nicht verhindert, es soll so sein. Trotzdem liebt er auch diese verblendeten Menschen. Aber Gott leidet nicht darunter, dass die in die Hölle müssen, obwohl er sie eigentlich liebt, denn Gott leidet natürlich nie. Nur sein Sohn, Teil von ihm, hat am Kreuz gelitten, als er hingerichtet wurde. Gott hat seinen Sohn geopfert, natürlich wusste er, dass sein Sohn unsterblich ist, da er ja ein Teil von ihm ist und da Gott sowieso alles weiß.

Gott hat Krankheiten geschickt. Gläubige, gute Menschen werden ebenso krank wie böse Atheisten. Selbst unschuldige Kinder werden krank. Gott hatte für alles einen Plan, auch für die Krankheiten. Gott könnte uns von diesen Krankheiten erlösen, aber das ist ein menschlicher Wunsch, der nichts mit Gottes Wille zu tun hat. Warum Gott auch Krankheitserreger erschaffen hat und ob er diese ebenso liebt wie seine übrige Schöpfung wissen wir nicht, sollen wir auch nicht wissen. Wir sollen nicht mal darüber nachdenken, wenn die Gefahr bestünde, negative Gedanken dabei zu haben. Mit Gott dürfen wir nur Hoffnung und Glaube, sowie Ehrfurcht und Demut verbinden. Aber wir sollen trotzdem die Lehre von Gott als frohe Kunde empfinden und sie auch so weitererzählen.

Menschen sollten nicht darüber nachdenken, was ein allwissender Gott davon haben sollte, eine Welt zu erschaffen und darauf Lebewesen zu installieren, die ihrerseits an ihn Glauben und ihn verehren sollen. Einen Gott fragt man nicht, was er sich bei seinen Taten denkt. Die Gedanken eines Gott kann man nicht mal Gedanken nennen, denn Gott ist viel größer, als ihn sich Menschen nur vorstellen könnten. Gottes Gedanken sind nicht vergleichbar mit menschlichen Gedanken, die ja nur biochemische Vorgänge in der Hirnsubstanz sind. Gottes Gedanken sind nicht messbar aber vorhanden. Gott ist auch nicht messbar, aber vorhanden. Gott ist nicht an Materie gebunden, aber vorhanden. Gott ist nicht vorhanden, aber Realität. Gott ist nicht von der Welt, aber existent.

Gott ist unbeschreiblich.

Wie geht es weiter? Wir wissen es nicht, Gott weiß es. Trotzdem beobachtet Gott uns ganz genau, scannt unsere Gedanken. Wir können uns eine schönere Zukunft im Reich Gottes sichern, wenn wir gottesfürchtig leben, gute Dinge tun, andere Menschen respektieren und lieben. Gott weiß bereits jetzt, wer von uns das schaffen wird und wer nicht, er hat alles vorausgeplant, wir sind nur unbedeutende kleine Wichte, doch Gott liebt uns. Wir haben einen freien Willen, aber wir sollten nicht denken, dass wir Gott deshalb an der Nase herum führen könnten. Unser Schicksal ist uns von Gott bestimmt. Wir können nur versuchen, im Rahmen dieser vorbestimmten Realität zu einem gottgefälligen Menschen zu werden. Schaffen wir das nicht, müssen wir dafür büßen. Gott wollte das nicht, hat es aber so geplant. Wir können das nicht verstehen, aber wir sind ja auch kein Gott. Wer jetzt enttäuscht ist, ist doch selber schuld. Soll er halt beten und nicht zu faul sein, Gutes zu tun. Soll er seinen Reichtum spenden und als armer Bettler in die Welt ziehen und Gott preisen. Dann wäre ihm ein Platz im Paradies sicher. Wer das nicht tut, ist selber schuld. Gott hat uns alle Möglichkeiten mitgegeben, dass er alles vorher geplant hat und dass nichts gegen seinen Willen geschieht, stimmt trotzdem. Dass wir das nicht verstehen, liegt daran, dass wir kein Gott sind. Aus und Ende, mehr muss man nicht darüber wissen.

Da ich in meiner Unvollkommenheit sowieso davon ausgehen muss, in die Hölle zu müssen, weil ich einfach nicht in der Lage bin, an diesen Gott zu glauben, mache ich weiter als Atheist und sage was ich denke. Vielleicht fühlt sich ja trotzdem jemand, der vorher nicht an Gott geglaubt hat, nach meinen Zeilen bekehrt und findet zu ihm. Oder ein bereits an Gott glaubender Mensch ist nach der Lektüre meiner unwürdigen und dummen Gedanken noch tiefer in seinem Glauben bestätigt, weil ich ja so doof rüberkommen und Gott einfach nicht gerecht werden kann. In beiden Fällen hätte ich ja ein gutes Werk getan und jemanden vor der Hölle gerettet. Vielleicht denkt derjenige dann im Himmel mal an mich, der ich währenddessen im ewigen Grillfeuer des Satans brüte. Das wäre mir eine Ehre!

Ich hoffe nur, in der Hölle gibt es wenigstens ab und zu kurze Pausen, in denen ich mich mit anderen Sündern und Atheisten unterhalten kann. Ich denke, das sind nicht die unsympathischsten Seelen, die dort in Ewigkeit schmoren werden. Irgendwie freue ich mich auch schon ein wenig drauf, ich bin wohl bereits hoffnungslos verloren, oder?

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