Wissenschaft und die existentiellen Erfahrungen des Lebens

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich habe hier ein paar Kontrahenten kennen gelernt, die den Eindruck erwecken wollen, dass ihre Argumentation wissenschaftlich untermauert ist. Das forderte mich direkt heraus, ihre Argumentationen zu hinterfragen. Hier also ein paar Gedanken dazu.

Zumindest erwecken sie bei den Lesern ihrer Beiträge den Eindruck, dass ihre Darstellungen wissenschaftlich sind. Offensichtlich finden sie ja auch Gehör. Dass ihre Argumentationen atheistisch sind, steht wohl außer Frage. Ob sie jedoch auch zutreffend und hilfreich sind für Menschen in existentiellen Lebenssituationen, bleibt zunächst offen. Bevor wir darauf eingehen können, ob ihre Art der Darstellung wissenschaftlich ist, oder ob sie nur ihrer eigenen Existenzangst zuzuordnen ist, sollten wir uns einmal dem Begriff Wissenschaft zuwenden.

Nach Wikipedia besteht

Wissenschaft darin, auf methodisch kontrollierte Weise neue Kenntnisse und Erkenntnisse zu gewinnen, die von jedem hinreichend Sachkundigen in prinzipiell allen Einzelheiten nachvollziehbar und überprüfbar sind.

Hier haben wir bereits ein erstes Problem mit ihren Thesen. Weder sind sie auf methodisch kontrollierte Weise zustande gekommen, noch gibt es auch nur den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass sie zutreffend sind. Mir scheint, dass da mehr der Wunsch der Vater des Gedanken ist denn kontrollierte Methodik, also Wissenschaft.

Eine Ablehnung Gottes hat nichts mit Wissenschaft, sondern mit Angst zu tun. Erinnern wir uns: Als die Menschen Gott aus ihrem Leben ausgeschlossen hatten, war die Folge Angst. Angst, dass Gottes Ankündigung wahr wird. Wie war ihre Reaktion? Sie versteckten sich. Adam und Eva versteckten sich hinter einem Feigenblatt und hinter Büschen – meine Kontrahenten verstecken sich hinter einer mehr als durchsichtigen Entwicklungstheorie, die sie als Wissenschaft verkaufen wollen. Wenn Gott etwas sagt, geschieht es. Wissenschaftlicher geht es nicht. Sein Wort ist methodisch kontrolliert in allen Einzelheiten nachvollziehbar und überprüfbar.

Betrug und Scharlatanerie war das Handwerkszeug des Teufels und sie nehmen es dankbar an. Als ob sie damit die Wirklichkeit, den Tod, beseitigen könnten. Wie viele Beweise müssen angeführt werden, damit die Wirklichkeit des Handelns Gottes akzeptiert wird? Ich wiederhole mich: „auf methodisch kontrollierte Weise neue Kenntnisse und Erkenntnisse zu gewinnen, die von jedem hinreichend Sachkundigen in prinzipiell allen Einzelheiten nachvollziehbar und überprüfbar sind“. Ausnahmslos jeder hinreichend Sachkundige kann nachvollziehen und überprüfen, ob die Aussagen und Ankündigungen Gottes zutreffen. Millionen Menschen haben es getan – ohne ihre Konsequenzen daraus zu ziehen – und weitere werden folgen.

Meine Kontrahenten können dem Handeln Gottes nur mit Aggressionen, Besserwisserei und Hochmut begegnen, ihn und die ihm Vertrauenden ins Lächerliche ziehen. Wissenschaft wird eben nur dort anerkannt, wo eigene Wünsche untermauert werden sollen! Fairness ist hier nicht angesagt. Wenn wir die Kriterien von Wissenschaftlichkeit betrachten, neue Kenntnisse und Erkenntnisse, die von jedem hinreichend Sachkundigen in prinzipiell allen Einzelheiten nachvollziehbar und überprüfbar sind, dann sieht es wohl ziemlich düster aus mit ihren Denkansätzen.

Wenn wir hier Wissenschaftlichkeit mit Scharlatanerie ersetzen, kommen wir der Sache wohl näher. Sie befleißigen sich, den christlichen Glauben ad absurdum zu führen ohne auch nur einen einzigen wissenschaftlichen Ansatz vorweisen zu können und verlangen von ihren Lesern, dass sie ihre inhaltlosen Behauptungen ernst nehmen. Wenn es allerdings ans Sterben geht, stehen solche dann ziemlich hilflos rum. Ein Sterbender will eben kein Blendwerk haben. Er sucht nach Wahrheit, er sucht nach echten Antworten auf seine Fragen.

Betrachten wir doch einmal seine Behauptungen:

„Das menschliche Gehirn hat sich, wie jedes andere Organ, durch natürliche Selektion im Rahmen der Evolution entwickelt.“

Wo ist der methodisch kontrollierte Nachweis, dass sich das menschliche Gehirn durch natürliche Selektion entwickelt hat? Jetzt komme mir keiner mit Hypothesen, sondern so, wie es als wissenschaftlich gefordert wird, mit nachvollziehbaren und überprüfbaren Nachweisen. Die Wissenschaft beansprucht eine Gültigkeit für ein gewonnenes Wissen solange, bis es widerlegt ist. Hat man sich je Gedanken darüber gemacht, diesen Anspruch auch auf älteres Wissen anzuwenden?

Gott sagt, er habe den Menschen vom Erdboden genommen und ihm von seinem Leben gegeben. Er hat auch die Macht, dieses Leben wieder zurück zu nehmen. Was machen meine Kontrahenten daraus? Man kann es in ihren Beiträgen nachlesen. Sie macht sich zu Spöttern über Gott! Als wüssten SIE besser Bescheid. Weder haben sie einen wissenschaftlichen Beleg für ihre Behauptungen - nachvollziehbare und überprüfbare Nachweise – vorzuweisen, noch haben sie den Anspruch Gottes widerlegen können. Nach der Gesetzmäßigkeit der Wissenschaft wären sie also gehalten, den Anspruch Gottes gelten zu lassen, bis sie ihn widerlegen können! – Fehlanzeige!

Alle Gefühle und Reaktionen des Menschen dienen ihrer Denkweise nach direkt oder indirekt nur einem Ziel: Der Weitergabe sowie dem Erhalt des Erbgutes und damit dem Überleben der Spezies Mensch.

Interessant dann die hieraus folgenden Schlussfolgerungen! Trauer – sowohl bei Tieren als auch bei Menschen zu beobachten - dient der Weitergabe sowie dem Erhalt des Erbgutes. Dümmer geht’s nimmer, würd’ ich dazu sagen.

Oder: Plötzliche Verliebtheit wird u.a. durch das natürliche Amphetamin Phenyläthylamin (PEA) hervorgerufen. Wird die Liebe z.B. nicht erwidert, endet die Ausschüttung von PEA. Die Folge sind Entzugserscheinungen. Wir nennen diese Entzugserscheinungen Liebeskummer.

Hier müsste man die Auswirkungen zweier Gefühle mit eben diesen Gefühlen gleichsetzen. Materialisieren wir doch einmal diese Argumentationsweise:

Du musst zum Klo. Der Darm ist voll. Nach meiner Kontrahenten Vorstellung wird das durch einen biochemischen Wirkstoff hervorgerufen. Ich weiß natürlich nicht, wie dieser Stoff heißt. Aber sie können bestimmt mit dem Fachbegriff aufwarten. Wird jetzt nicht darauf reagiert, endet die Ausschüttung dieses Stoffes. Die Folge sind Entzugserscheinungen. Wir nennen diese Entzugserscheinung dann Hartleibigkeit, es wird ja immer mehr Flüssigkeit entzogen. Na ja, wer’s glaubt ...

Hey ihr beiden, ihr seid nicht auf dem Laufenden, was die Genverwandtschaft betrifft – es gibt nach den Hypothesen der Evolutionisten nämlich mehr Ähnlichkeit des Menschen mit dem Schwein, vielleicht auch mit anderen Tieren. Wäre ja nicht verwunderlich, oder? Mit dem Schimpansen eint ihn bestenfalls die Körperhaltung. Aber macht ja nichts, ist eh egal. Wenn man aber so selektiv die Genverwandtschaft des Menschen betrachtet, ist das verzeihlich. Vielleicht ist eine ähnlich hohe Verwandtschaft mit dem Hai gegeben ... Wurde nur noch nicht untersucht. Wenn‘s doch bloß ins gewünschte Bild passen würde ... Wissenschaftlich sind solche Behauptungen jedenfalls nicht zu nennen. Ihnen fehlen die Kriterien, die an die Wissenschaft gestellt werden! Die Reproduzierbarkeit und die Überprüfbarkeit.

Zunächst einmal so viel dazu. Viel Spaß beim zermartern der armen Schädel. Ich beanspruche allerdings nicht die Vollständigkeit meiner Ausführungen. Ein erster Anfang ist aber gemacht …