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Ich will!

Von wize.life-Nutzer - Montag, 08.09.2014 - 09:33 Uhr

Ich weiß nicht… Es ist ein Zorn in mir, den ich nicht beschreiben kann. Aber ich spüre ihn. Ich spüre ihn als eine Energie, die mich treibt. Ganz hinten, ganz weit hinten in diesem Zorn ist etwas, das mich zu Tränen rühren will.
Es fühlt sich an wie Verzweiflung. Ist es das? Verzweiflung wegen was? Verzweiflung wegen der Vergangenheit oder Verzweiflung wegen der Gegenwart?
Die Vergangenheit… Ich kann mich kaum erinnern, berührt worden zu sein von dir. Du hast jedoch immer dafür gesorgt, dass ich dich berühren muss. Und du hast gewusst, dass ich dich berühren will. Meine Hingabe hast du gesehen und meine Liebe, nur nicht erkannt, jedoch benutzt. Und das tut weh.
Es tut weh, weil auch ich nicht erkannt, sondern nur gesehen habe, dass du mich benutzt. Wieviel besser hätte ich geben können, wenn ich weiser gewesen wäre? Und wie viel weniger Schmerz hätte ich erlitten?
Ich wünsche mir Hingabe! Nicht das, was man auf sexueller Ebene mit Hingebung verwechselt. Ich will dich, ich will mich, und ich will uns auf einer „gleichen“ Ebene. Ich will dir geben können, und ich will dir zeigen, wie du geben kannst – nicht, weil ich haben will, sondern weil ich mir wünsche, dass du geben kannst. Du brauchst es, und ich fühle, dass du es willst. Dann ist es egal, wem du gibst, aber es wird dich glücklich machen. Zuweilen. Und es wird dich stärken.
Nur… wenn ich das denke, wieso bin dann nicht ich so erstarkt aus meiner Hingabe? Warum bin ich so überhaupt nicht glücklich, da ich dir doch geben konnte? Vielleicht weil ich es musste? Ich meine: dir geben? Oder weil ich fühle, dass ich dir nicht genug gegeben habe?
Ich will da nicht wieder hin. Ich will nicht zweifeln, nicht trauern. Ich will nicht! Ich will nicht weinen aus Schmerzen, von denen ich nicht weiß, wie sie entstanden. Und ich will nicht Schmerzen zufügen, von denen ich nicht weiß dass ich sie zufüge. Und auch keine anderen.
„Ich will nicht“ ist der erste Schritt. Und der härteste. „Ich will“ nur der zweite. Und der schwerste. Aber er führt zu weiteren Schritten. In solche wie „Ich darf“, „Ich kann“…
Jeder dieser weiteren Schritte ist schön und erhöht die Bewegung, die dich dorthin führt, wo ich dich sehe: Ins Ich.
In ein Ich, das du noch nicht bist. Aber ein Ich, das in dir ist. Ein wunderschönes Ich – eines das strahlt und das wärmt. Hier liegt für mich deine Schönheit. Ich kann sie sehen. Nur nicht erkennen. Aber ich glaube sie dir. Und das genügt. „Ich glaube“ heißt „Ich weiß“. Und ich weiß es, weil ich dich liebe!

37 Kommentare

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Robert, dieser Text kann einen wachrütteln.
Möglich. Auf mich wirkt er eher peinlich, weil Vieles so falsch ist. Das einzige, was ich schön an ihm finde, ist die Kraft und dieses "Ich will", das für mich seit kurzem eine besondere Bedeutung hat.
was ist falsch Robert? In der damaligen Situation hast Du es so empfunden. Menschen ändern sich, damit auch die Einstellung zum Leben.
Akzeptiere es als ein Stück Vergangenheit.
Die Kraft von "ich will" ist fast greifbar.
Ich aktzeptiere es, Renate, und heute hilft es mir und stützt mich. Nur erinnert es mich auch, und das tut weh.
unser Leben besteht leider nicht nur aus schönen Momenten. Aber aus Vergangenem können wir viel für die Zukunft mitnehmen
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ohhhh Robert das musste ich jetzt einfach loswerden, das ist wieder so wunderschön und traurig und ich weiss nicht...... von Dir geschrieben, auch wsenn es schon einige Jahre her ist... Für manch einen ist er immer passend..... Deine kleinen Geschichten sind immer einfach super!!!! Danke Dir dafür
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das hat mich jetzt fast erdrückt. wars du in einer tiefen stimmung? oder liegts an mir,die deine leichtigkeit mag.
Ja, als ich diesen Text schrieb, stand ich wirklich reichlich neben der Kappe.
Ich lach' halt nicht jeden Tag - aber jeden Tag lache ich gerne
da siehste mal,wie doll ich dich spüre.immer lachen muß man nicht,sonst verliert sich,wie schön es ist
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Der Mensch, sein Verstand, seine Gefühle......
immer ein Widerspruch....
Schöner Beitrag
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Ach Robert, vorgestern hat den Beitrag wer gebraucht und du leistest mal wieder Hilfe Ich mag deine Art
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Da warst du aber irgendwie sehr zerrissen ??
Hilflos, kam man sagen
Ja, merkt man und so kenne ich dich gar nicht .
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Ach Robert, ich habe lange überlegt, ob ich was schreibe. Doch ich tue es. Diese Geschichte macht mich traurig. So etwas bin ich nicht von dir gewöhnt. Geht es dir gut?
Ja, perfekt im Moment sogar.
Dieser Text ist ein paar Jahre alt, und ich hab' ihn tatsächlich in einer Krise geschrieben. Eigentlich ist er viel zu persönlich, um ihn zu zeigen. Aber vorgestern war da jemand, der in möglicherweise gebraucht hat
Okay dann bin ich beruhigt. Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag.
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Die Geschichte des leben,s.Treffender konnte sie nicht auf gezeigt werden.Kleine Schritte führen zu ich ,zur selbstfindung.Was nicht immer leicht ist,so zu leben.Es hat mansches mal sehr weh getan und mich an Grenzen gebracht,wo ich nicht mehr weiter wußte.Aber ich war nicht alleine,ich habe einen wunderbaren Mann und Freunde,die mir Unterstützung gaben und mich auf den rechten Weg brachten.Aber unser Leben besteht nun mal aus der Vergangenheit--Gegenwart und Zukunft und diese Dinge aus zu klammern geht nun mal nicht.Daraus besteht nun mal unser Leben und sie läßt sich wunderbar in,s tägliche leben mit einbeziehen,denn man kann aus allem lernen.Weg laufen nützt da überhaupt nicht,s,das schadet nur bzw.das schadet.Obwohl auch ich nicht gerne an alles zurück denke.So ist nun mal das leben.
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Im Anschauen der Lebenspuzzle können wir uns selbst immer wieder neu entdecken.
Ein wunderschöner Text von Dir, Robert. Er berührt und ermutigt!
Danke fürs teilen.
Ehrlich gesagt deprimiert er mich eher, weil er zeigt, wie ich immer wieder mit dem Kopf an eine Wand gelaufen bin. Eigentlich ein eher unschönes Kapitel für mich.
... mir erzählt diese Geschichte auch von einem liebevollen und zugewandtem Mann, und sie erzählt auch von einer Suche. Das ist der schöne Teil Deiner Geschichte für mich.
Suchende sind wir alle. Bewusste oder unbewusst. Die Suche ist der Treibstoff des Lebens. Und klar sind solche Erinnerungen an das, was nicht sein konnte, deprimierend und machen auch traurig.
Wir bekommen nur das nicht, was nicht zu uns gehört, egal, wie sehr wir wünschen. Kluge Warheiten, allerdings trösten sie uns nicht... irgendwann geben wir dann auf.
In diesem Sinne ist es ein wunderschöner Text für mich, denn Du hast ihn einfühlsam geschrieben.
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Ich will!, ich wollte diesen Beitrag lesen und erst am Ende sah ich Deinen Namen, Tiefgehende Gedanken in klaren berührenden Worten, wäre schade gewesen den Beitrag nicht zu zeigen.
Danke, Kuni.
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