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Wie erträglich wäre das Leben ohne die Präsenz des Todes?
Wie erträglich wäre das Leben ohne die Präsenz des Todes?Foto-Quelle: © magann - Fotolia.com

Wie erträglich wäre das Leben ohne die Präsenz des Todes?

Von News Team - Mittwoch, 17.09.2014 - 12:07 Uhr

Der Reinhold Extrembergsteiger Reinhold Messner wird 70 Jahre alt. In einem aktuellen Spiegel-Interview spricht er über Grenzerfahrungen, die Präsenz des Todes - und seine Einstellung dazu.

"Ohne die Präsenz des Todes wäre das Leben unerträglich", dieser Satz stammt von ihm. Obwohl er häufig an der Schwelle des Todes stand - oder vielleicht gerade deshalb - fürchtet er ihn nach eigenen Angaben nicht.

Auf die Frage, ob er an irgendeine Form der Wiedergeburt glaube, antwortet er: "Nein, das heißt aber nicht, dass es nicht doch etwas jenseits unserer Bewusstseinsebene und unserer Erkenntnismöglichkeit gibt. Ich würde eher sagen, ich bin ein Possibilist und lasse alles offen. Nur verpatze ich mir das Leben im Hier und Jetzt nicht mit Hoffnungen an irgendein Jenseits. An jenseitige Versprechungen zu glauben und dadurch das Leben hier zu versäumen, wäre ein Betrug an mir selbst."

Wäre das Leben ohne die Präsenz des Todes unerträglich? Was meint Ihr?


Quelle: Spiegel online

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163 Kommentare

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länger?.....
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Zum Glück weiß niemand von uns, wann wo und wie das Lebensende lauert. Was unseren Geist nach dem physischen Ende erwartet, niemand kann es sagen . Interessant ist, was von vielen Menschen mit Nahtot Erfahrung berichtet wird. Die Berichte ähneln einander sehr. Betrachtet man unser physisches Leben in einem anderen Zusammenhang, liegt doch auf der Hand zu sagen , das wir unsterblich sind. Wir sind Gefangene der Erde und somit Teil eines stofflichen Kreislaufes. Wie es in der Bibel heißt , Asche zu Asche, Staub zu Staub. Wir sind ein Teil der Materie, von der wir umgeben sind, in der wir entstehen, leben, neues Leben entstehen lassen und nachdem wir unsere Aufgaben als Teil eines Ganzen erfüllt haben, Vergehen. Vielleicht sind wir zu begrenzt um zu sehen und zu verstehen, das wir in diesem ständigen Kreislauf eigendlich unsterblich sind.
Vielleicht ist die Unsteblichkeit einfach nur die Fortpflanzung!?
Es gibt ein Zitat dazu: "Die Unsterblichkeit - sie liegt nicht im Glied, sie liegt in der Kette"
Wobei so eine Kette nur so stark sein kann wie ihr schwächstes Glied. Reisst sie, bevor sie ihren Genetischen Code weitergeben konnte, ist alles vorbei.
Das Zitat ist so gemeint:
Alle Lebewesen sind unsterblich, weil sie sich fortpflanzen.
Die Fortpflanzung ist die Kette.
Auf das einzelne Glied kommt es dabei nicht an.
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es ist mir egal, was nach meinem tod passiert, da ich es eh nicht mehr beeinflussen kann. das was nach dem tod kommt, sollte man getrosst den hinterbliebenen überlassen. man geht, wie man gekommen ist, frei von reichtümern, frei von sorgen, schwierigkeiten und problemen, und vorher und nachher frei von schmerzen. der tod kommt wie ein trost. man sollte mit einem lächeln auf den lippen dieses leben verlassen können.
Das Leben mit einem Lächeln auf den Lippen zu beenden wünschen sich sicher viele. Ich auch. Aber leider sieht es häufig ganz anders aus.
Ein Bekannter verstarb vor einigen Tagen an einer Sepsis auf einer Intensivstation. Angeschlossen an Geräte. Und ganz bestimmt nicht lächelnd.
oje,das ist schlimm
Das war auch insofern sehr schlimm, als der Beginn der Sepsis nicht bemerkt wurde und er sich wochenlang mit den unterschiedlichsten Symptomen herumplagte.
ich habe für solche fälle eine patientenverfügung aufgesetzt, damit die ärzte nicht meinen , sie müssten mein sterben durch irgendwelche therapien verlängern. in würde, ohne schmerzen und luftnot sterben, das wärs.
Eine Patientenverfügung habe ich ebenfalls. Und eine Vollmacht. Luftnot enthält meine nicht. Obwohl ich COPD mit Emphysem habe.
Die Patientenverfügung wurde bei meinem Hausarzt gemacht. Werde ihn darauf ansprechen.
wichtig ist auch, dass man in eine patientenverfügung reinschreibt, dass schmerzmittel auch in höheren mengen verabreicht werden sollen, auch dann, wenn das zum tode führen kann.
Soweit ich erinnere, steht dies bei mir drin. Werde aber sicherheitshalber nachschauen.
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Wenn man sehr krank ist und schmerzen hat , ist für immer einschlafen eine Gnade . Ich habe das in der Familie erlebt .
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Schöner.
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Hierzu der letzte Absatz aus " Stufen" von Heinrich Heine

Vielleicht wird uns sogar die Todesstunde
neuen Räumen jung entgegen senden
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlanden Herz nimm Abschied und gesunde.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden......
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Herman Hesse

es ist mein Lieblingsgedicht und nicht von Heinrich Heine!
Bitte verzeihen Sie mir die Korrektur!
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Wir sind nun mal in einer Naturkette von Geburt und Tod!, Was uns als lebende Individuen als grausam, elendig, qualvoll erscheinen mag, kann uns in der "Anderen Bewusstseinsebene" sehr wundervoll erscheinen!? Warum kann es nach uns nicht noch eine weitere evolutionäre Energieebene geben die anders ist wie unsere jetzige? Das Universum bleibt für uns unendlich, in unserer beschränkten Sichtweite. Das wir beim sterben nicht unnötig leiden, wäre beim sterben schon eine gute menschliche Handlung.....
Da kann ich dir nur zustimmen
Gehen ohne zu leiden. Das wünsche ich mir auch.
und nicht so wie viele Krebskranke vollgepumpt mit Morphium
Was würdest du denn gegen die Krebsschmerzen geben? Momentan ist es wohl noch das stärkste Mittel. - Wen die Schmerzen noch nicht soo arg sind, kann ja auch Hanf verschrieben werden. Hat für den Kranken viele Vorteile.
Ja das glaube ich auch sehr!
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Diese Frage vergisst etwas sehr wesentliches gleich mit auszuschließen, nämlich das Altern und mit dem Alter verbundene Krankheiten wie Diabetes, Demenz und Parkinson. Innerhalb kürzester Zeit wäre die Welt ein Horrorkabinet aus Pflegenotstand , ,Massensuizid und Hungersnot. Und von anderen Möglichkeiten mal ganz zu schweigen,ich denke da spontan an Soilent Green und tausendjährige Reiche !
Neeeeeeee Leute, lasst mal stecken, ich liebe das beruhigende Gefühl , das alles endlich ist!
eine sehr gute einfache Einstellung!
Verstehe nicht ganz was Du meinst?
Ganz einfach erklärt, geht es bei Soylent Green um das staatlich geförderte und gedeckte recyclen von menschlichen Körpern. Diese werden zu sogenannten soylent green keksen verarbeitet und für viel Geld an die Bevölkerung verkauft. Ein sehr spannender Sience fiction film zum Thema Überbevölkerung und Endzeit
Ja richtig Gudrun, hatte den exakten titel vergessen. Schon zu lange her, aber unvergessen. Und natürlich nichts natürlich herangewachsenes mehr zum verzehren da, ausser der eigenen Spezies. Eine logische Folge von Überbevölkerung und Fehlernten durch Naturkatastrophen oder Weltkriege
Ja den Film von Charlson Heston sah ich auch!
Und genau das kam als Bild in mir hoch zu diesem Thema!
Unsterblichkeit ohne altern und Krankheiten, das wäre für viele erst recht der Startschuss zu noch mehr Machtmissbrauch und Perversität. Ganz sicher!
Danke für die Info, Peter
Oh Gott ,das ist ja furchtbar . Da ist mir der ewige Schlaf schon lieber und der ist ja gewiss
Ewiger Schlaf? Vieleicht ist man schneller wieder hier als einem lieb ist und vieleicht als afganisches Mädchen. Wer weiß, wer weiß.
ja ja
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"Ohne Präsenz des Todes wäre das Leben unerträglich". Weise Worte. Das sehe ich auch so. Aber nur, weil ich an das Jenseits glaube, versäume ich nicht das Leben. Für mich schließt das eine das andere nicht aus.
Das Leben gut gestalten was selbst machbar ist, und den Tod nicht fürchten im danach!
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Gott sei Dank ist die Palliativ-Medizin so weit, dass Schmerzen nicht mehr sein müssen. Ich glaube, der Tod ist nicht für den Sterbenden das Thema - es sind Familie und Freunde die darunter Leiden. Es fällt jedem schwer, jemanden wirklich gehen zu lassen. Dabei ist es so schön und wichtig, wenn man bewusst Abschied nehmen kann.
Gehen lassen fängt doch schon im Kleinen an: Kinder in den Kindergarten entlassen - in die Schule - in die Ausbildung. Alles ist doch Abschied! Nur der Tod ist endgültig - es seí denn, dass man sich in einem anderen Leben im Himmel oder sonst wo wieder trifft.
Jeder Abschied ist auch ein Neuanfang. Denken wir doch daran!
Ja, es ist total schwer jemanden gehen zu lassen. Wenn Paare sich zusammen tun, überlegt niemand, dass einer von beiden wahrscheinlich mal als erstes geht. Der Moment ist furchtbar. Das soviel Trauer und Traurigkeit überhaupt geht, hätte ich nicht gedacht.
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