Die Erkenntnis kommt aus dem Wort.
Die Erkenntnis kommt aus dem Wort.Foto-Quelle: c/2008 W.Dierl

GOTTESBEWEIS - GIBT'S DEN?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Alle Beiträge zu der Frage: "Gibt es Gott?" und wie verhält er sich zum Menschen, erscheinen mir eigentlich ausgerichtet auf die Frage: "Leben wir mit der Seele nach dem Tode weiter?" Darum geht es uns eigennützigen, in uns selbst verliebten Menschen wirklich - und Gott wird nur gebraucht, weil ja dieses jenseitige Leben von jemandem organisiert werden muss. Es ist aber verständlich, da es denkbar unlogisch wäre, warum Menschen, mit so vielen Fähigkeiten ausgestattet, sogar nachforschen - woher kommen sie - warum gibt es sie - wohin gehen sie - nach dem Absterben des irdischen Leibes einfach so im Nirwana verschwinden sollten. Ähnliches erleben wir, wenn wir das Bewusstsein verlieren, bei einer Betäubung, z.B. Narkose, und es ist nichts Besonderes dabei. So wäre es auch nichts Besonderes, wenn diese Bewusstlosigkeit nach dem Tod endgültig wäre. Dennoch sträuben wir uns dagegen. Vielleicht weil wir die Erfahrung machen, dass mit uns eine Seele lebt, die unser Leben begleitet, die mit uns denkt, mit uns spricht - modern ausgedrückt - mit uns kommuniziert. Wie, das möchten manche gern herausfinden, aber die verfügbaren Methoden eignen sich dazu nicht. Die Psychologie ist auf Deutungen des menschlichen Verhaltens angewiesen, und Rückschlüsse spiritueller Art sind wissenschaftlich nicht wirklich beweiskräftig. Also sind wir in der Frage: "Was ist der Sinn unseres Daseins, und lebt die individuelle Seele nach dem Tod weiter?" erst recht auf Rückschlüsse angewiesen. Die bekannten Ausdeutungen der Erlebnisse aus den sogen. Nahtoderfahrungen oder Offenbarungen Gottes sind umstritten, weil diese nur persönlich erlebt, keine eindeutigen Beweise sein können. So verwundert es nicht, wenn im Nachweis des Higgs-Boson das sogen. Gottesteilchen gesehen werden möchte. Das Higgs-Boson ist aber auch nur ein Materieteilchen, das beim Zusammenprall anderer Materieteilchen abgespalten wurde, und dabei eine Spur hinterlassen hat - es wurde also nicht AUS Energie - was die Wissenschaftler erhofften - sondern MIT Energie erzeugt. Mit physikalischen Methoden lässt sich Gott eben nicht beweisen. Selbst die dafür bemühte Energie kann nicht dargestellt werden. Wir erleben zwar ihre Wirkungen - manchmal recht schmerzhaft - können sogar ihre Wirkungen berechnen, aber Energie ist einfach da, kann nicht erzeugt, nur benutzt werden.
Weil wir also Gott nicht beweisen können, können wir auch nicht beweisen, was unsere Seele nach dem Tod erwarten wird. Ein gesichertes Wissen darüber wäre halt zu schön! Lassen wir uns daher überraschen. Wir wussten vor der Geburt ja auch nicht, welches Leben uns außerhalb des Mutterschoßes erwarten würde. Doch für den Fötus ist die Geburt das Gleiche wie der Tod für den geborenen Menschen. Damit haben wir den Beweis, dass wir jedenfalls schon ein zweites Leben leben. Ein drittes Leben macht uns der Schmetterling vor - erst Raupe - dann Puppe - dann Schmetterling, und alles in unterschiedlicher Gestalt. Die Chancen stehen also gut für eine Metamorphose in ein drittes Leben hinein. Wenn das keine gute Nachricht ist - was dann?