Nur Gott alleine kann wissen, ob er existiert, wie er aussieht, was er getan hat und wie alt er ist!

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Quellen, aus denen die Menschen angebliches Wissen über ihre Götter schöpfen oder geschöpft hatten, sind dubios. Nichts ist verbürgt, kein Zeitgenosse kann irgend etwas bestätigen oder sich dafür verbürgen.

Trotzdem ist wohl kein Wesen, egal ob imaginär oder real, so oft und genau beschrieben worden wie Gott. Alle Gottglauber haben eine Vorstellung von diesem Mythos, doch keiner sagt das, was wirklich wahrheitsgetreu wäre: "Ich habe nicht die geringste Ahnung wer oder was Gott ist, an den ich glaube!"

Die Bibel ist untauglich, ein Buch, das erst einer Interpretation bedarf, kann keine göttliche Anleitung für die Menschen sein. Die Menschen sind überall gleich, egal ob in Saigon oder in Stuttgart. Doch gerade die angeblich "heilige Schrift" wird weltweit miss- oder überhaupt nicht verstanden. So was soll von Gott sein? Nie und nimmer, darüber herrscht zumindest bei der Mehrheit der Menschen auf unserem Planeten Einigkeit. Höchstens ein Drittel gehört zumindest auf dem Papier einer der Religionen an, die sich auf die "Heiligen Schriften" der Bibel berufen, zwei Drittel aller Menschen dagegen hätte Gott von seinem eigenen, per Inspiration diktiertem "Bestseller" ausgeschlossen. So weit her kann es mit diesem Machwerk also nicht sein, es hat sein Ziel, die Welt zu erobern also nicht erreicht.

Trotzdem halten die Christen und Juden an dieser bestimmten Sammlung von alten Texten fest und das zum Teil mit extremen Auswüchsen, wie die Fundamentalistenbewegungen, die alles sogar noch wörtlich nehmen, beweisen.

Meine persönliche Einschätzung: Die Suche nach Gott, die Fantasie oder Vorstellung darüber, dass es vielleicht wirklich so etwas geben könnte, ist völlig in Ordnung. Auch die Sehnsucht, dass es einen großen Beschützer jenseits der Realität geben könnte, ist doch nichts Unehrenhaftes.

Aber zu behaupten, man hätte die Erkenntnis darüber, wie dieses Ding aus einer paradiesischen Welt wirklich aussehen würde, ist geschmackloser Blödsinn. Das weiß keiner, das kann und soll vermutlich auch keiner wissen. Das Wissen, woher wir kommen und woher wir gehen muss ein Geheimnis bleiben, wäre es das nicht, wäre auch kein vernünftiges Leben mehr möglich. Kein Mensch würde sich hier auf der Erde noch wirklich Mühe geben, wenn er seine wahre Zukunft kennen würde. Er würde wahrscheinlich nur noch auf sein Ende warten und die Zeit sinnlos verstreichen lassen.

In diesem Sinne, leben wir hier und jetzt so, dass wir uns nicht wegen unserer Taten schämen müssen und dass wir uns nicht allzu sehr wegen verpasster Gelegenheiten ärgern müssen.

Das Leben ist schön, wenn wir lieben und geliebt werden. Die Liebe eines realen Menschen ist dabei natürlich zweckdienlicher als die Liebe zu einem imaginären Zauberer, der angeblich aus dem Nichts eine unendlich große Welt aus dem nicht vorhandenen Ärmel schüttelt.