Eine unglaubliche Bewahrung!

Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit 15 Jahren lebe ich in einer christlichen WG, betreue und pflege meinen besten Freund, der durch einen Autounfall seit seinem 16. Lebensjahr ab dem 5. Halswirbel querschnittgelähmt ist. 2005 fuhr unsere WG gemeinsam auf meine Lieblingsinsel Santorini! Vor jeder Reise beten wir und bitten GOTT um die Gnade, alles Böse wie Unglück, Streit oder Krankheit fernzuhalten! Eines Freitags im September saßen wir am Frühstückstisch in der kleinen Bar unserer Pension und beratschlagten, was wir an diesem Tag unternehmen. "Lasst uns nach Akrotiri fahren," schlug ich vor. Vor ca. 60 Jahren hatten Archiologen die antike Hafenstadt entdeckt, die seit dem heftigen Vulkanausbruch vor ungefähr 4000 Jahren durch eine 60 Meter hohe Ascheschicht verschüttet war. Wir fuhren also hin und waren sehr knapp dran! Freitags wird schon um 12 Uhr mittags geschlossen. Wir sind kurz vor 12 noch rein und drehten unsere Runde, was mit dem Rollstuhl sehr beschwerlich war, denn das Gelände war nicht gerade behindertengerecht ausgebaut, dafür aber mit einem riesigen 'Shelterbuilding' geschützt, einem Gebäude aus Stahl und Glas, das die Hitze und Witterungseinflüsse abhalten soll. Unterwegs entdeckte Udo (der gelähmte Freund) ein Schild! Ich hatte es übersehen! An einer Stelle wurde auf dem Glasdach gearbeitet und die Besucher genau darunter aufgefordert, die Stelle zügig zu passieren! So als ahne man die Gefahr, die in der Luft lag! Wir kamen am Ausgang an (der Eingang ist daneben), als noch eine ganze Reisegruppe reinströmte! Wir blieben noch eine ganze Weile stehen und lauschten der Englisch sprechenden Reiseleiterin. Sie hatte interessante Details zu berichten. Dann gingen wir zum Ausgang und machten uns auf dem Weg zum Parkplatz. In dem Moment, kaum, dass wir das Gebäude verlassen hatten, stürzte es zusammen und begrub die Menschen im Inneren unter sich! Es gab 2 Tote und etliche Schwerverletzte! Wir hatten es zunächst nicht mitbekommen! Doch als wir abends zu unserer Pension zurückfuhren, lief uns Eva, unsere Gastgeberin, aufgeregt entgegen. Sie wusste, dass wir nach Akrotiri wollten, erfuhr aus den Nachrichten vom Unglück und hatte Angst um uns!