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Gottes Wille geschieht im Gebet!

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 29.10.2014 - 03:07 Uhr

Die Waagschalen

Was meine Großmutter uns aus der Bibel erzählte, das lebte sie uns im täglichen Leben vor. Sie war still, sonnig, immer freundlich und war eine treue Beterin. Ihr ganzes Leben war ein einziges Lieben und Ertragen von unsagbaren Nöten. Sie lebte an der Seite eines Mannes, der gerade das Gegenteil war. Hart, undankbar, ichsüchtig, ein Flucher, der nie zufrieden war. Hatte er seinen "schlimmen Tag", so mussten wir eilends das Haus verlassen. Schon unter der Tür klärte sie uns liebend auf und meinte: "Kinderchen, geht schnell, der Nordwind weht! Betet für den Großvater, er geht sonst verloren!" Oft verstanden wir die Großmutter nicht mehr und sagten: "Wenn er so ist, dann hat er es auch nicht anders verdient!"
Als ich einmal zu ihr sagte: "Großmutter, gib doch dein Beten für den Großvater auf, es hat doch keinen Sinn, er wird ja immer nur noch schlimmer zu dir", da nahm sie mich an der Hand und führte mich in die Küche. Dort stellte sie eine Küchenwaage auf den Tisch und gab mir folgende Erklärung: "Diese Küchenwaage hat zwei Waagschalen. Nun stell dir einmal vor, Gott habe eine solche Waage für uns bereitgestellt. Hier wird alles, was wir tun, gewogen. Und nun denke dir, in der einen Waagschale sitzt dein schwer gebundener, hartherziger Großvater. Er hat mit seinem steinernen Herzen schon ein ganz beachtliches Gewicht. In der andern Schale aber liegen die schwachen Gebete deiner Großmutter und die von euch Kindern. Vergleichst du so ein Gebet mit dem Gewicht eines Kalenderzettels, so ist dies, im Vergleich zu dem schweren Großvater, gar nichts! Nimmst du aber einen Jahreskalender mit 365 Zettelchen auf die Hand, dann ist es schon ein wenig schwerer. Und nun denke dir 50 ganze Kalender! Die sind schon gehörig schwer! So lange bete ich jetzt für den Großvater. Ich bin überzeugt, es kann nicht mehr viel fehlen, bis unsere Gebete mehr wiegen als Großvater, und sie werden ihn zum Himmel emporziehen. Wäre es nicht schade, wenn wir jetzt müde würden in unserm Beten? Wenn du täglich treu mit betest, wird Gott uns erhören." Und so betete ich noch sieben Jahre mit der Großmutter um die Errettung des Großvaters. Nachdem sie 57 Jahre im Gebet für ihren armen Mann durchgehalten hatte, nahm der Herr Jesus sie zu sich. Sie starb, ohne die Freude der Bekehrung des Großvaters erlebt zu haben.
Erst am Sarge der Großmutter brach der hartherzige Großvater zusammen und übergab sein Leben dem Heiland mit unbeschreiblichen Reuetränen. Gerade ich, die vor sieben Jahren noch der Grußmutter den Rat gab, nicht mehr zu beten, durfte mit dem 83jährigen Greis niederknien und seine Umkehr erleben. Der einst so gefürchtete Tyrann wurde zu einem sanften, liebenden, treu betenden Großvater, der jeden seiner Besucher unter Tränen ermahnte, sein Leben dem Herrn zu geben. Das Gewicht der Gebetswaagschalen hatte also den alten Großvater doch noch nach oben gezogen. Und Großmutter darf nun im Himmel dafür danken.

C.H. Spurgeon

5 Kommentare

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Die Geschichte klingt gut, doch für einen "Ungläubigen" sehr schwer nachzuvollziehen. Ich versteh schon, was diese Geschichte uns sagen will, doch sie ist einfach zu "abstrakt" für einen Menschen, der Gott sucht, denn dieser Mensch erwartet, daß der Großvater "zu Tode" kommt, weil er die Familie tyrannisiert. Dem ist nicht so. Ich habe am eigenen Leib solche Dinge verspüren müssen - jahrelang. Ich habe gebetet und auch die Gemeinde hat für mich gebetet - jahrelang. Nach 30 Ehejahren konnte ich gehen und ein neues Leben beginnen. Ich habe "Berge versetzt", doch mein "gegenüber" nahm mich aus und blieb......eine lange Geschichte.....
Ich will nur damit sagen, da gehört ein sehr starker Glaube dazu, bis zur Aufgabe (ich hatte mich schon fast aufgegeben), dann auf einmal geht alles....ganz anders, als man es denkt. Ich habe auch in meinem neuen Leben ebenfalls eine ähnliche Geschichte durchmachen müssen und dann passierte etwas, womit keiner gerechnet hat. Man betet eigentlich und es tritt immer das ein, was man nicht denkt.
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Nanu? Keine Kommentare?
Woran das wohl liegt? Womöglich ist die ganze Geschichte mit der 'Waagschale' nur erfunden, um Anhänger im Glauben zu bestärken und neue zu gewinnen. - "Charles Haddon Spurgeon war ein englischer Baptistenpastor. Er gilt als einer der bekanntesten Prediger des 19. Jahrhunderts"(Wikipedia) und hatte tausende Zuhörer - vor 1900 - ziemlich lange her - eine Zeit, als die Massen kaum Zugang zu Bildung hatten, kaum aufklärerische Ideen kannten und demzufolge noch sehr 'anfällig' für 'frohe Botschaften' waren.
Gläubige oder gar Priester wurden mitunter Atheisten und umgekehrt. Über die letztere Entwicklung von Menschen würde J. P. sicher recht beglückt sein.
Manchmal bewirken auch relativ kurzzeitige Lebenserfahrungen einen radikalen Lebenswandel. Mich würde interessieren, wie J. P. zu seiner Frömmigkeit kam. Sich einer Großmutter und eines Kindes zu bedienen, um Menschen zum 'treuen Beten' anzuhalten, um Böses zu besiegen - das erinnert an ähnliche Metapher in der Bibel und in Märchen - übliches Prediger-Tun.
Ich kannte Jahrzehnte hindurch eine überaus gütige Dame, die eine innere Ruhe ausstrahlte, die beeindruckte und fragte eines Tages, wie sie das schaffe, immer freundlich und hilfsbereit zu sein, auch zu Menschen, die ihr Böses antaten(besonders ihr Mann). Sie sei während ihrer angstvollen Kindheit im Krieg(Bombennächte) und während ihrer Jugend in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren an ihrer Glaubens- und Gebetswelt schier zerbrochen und sehr verbittert geworden. All ihre Zeit für Kirchgänge und Gebete brachten ihr nichts. Eine Aufforderung, die sie bei Goethe las, beeindruckte sie unversehens und nachhaltig. Sie änderte ihr Leben und ihren Berufswunsch. Fortan entfielen ihre kirchenbezogenen Wochenstunden(Messen, Bibel- und Gebetsstunden), die sie, ziemlich abrupt, als vertane, vergeudete Zeit empfand. Statt dessen nutzte sie ihre Zeit, um anderen Menschen mit ihren eigenen, materiell bescheidenen Mitteln und ihrem Zuspruch tatkräftig zu helfen, erfuhr viel Dank und Freude und entschloss sich gar nach ihrer Studienzeit zum Kirchenaustritt. Mit dieser eingebildeten, dieser Scheinwelt wollte sie nichts mehr zu tun haben und statt dessen immer danach streben, 'edel, hilfreich und gut' zu sein, was, zugegeben, nicht immer einfach wäre. Ihr Urteil: Wer einen Gott zum Gutsein brauch und ewig unter seinen Engeln Leben will, soll ihn sich nehmen, aber darauf achten, mit der Lebenszeit sinnvoll umzugehen und den gesunden Verstand anderer nicht vernebeln zu wollen.
Sie jedenfalls, sei mit ihrem Glauben, zu dem man sie erzogen hatte, schwach gewesen und erst durch das Besinnen auf sich selbst innerlich frei und anderen gegenüber wahrhaft unvoreingenommen geworden. An ihren Kindern hätte sie sich andernfalls erzieherisch 'versündigt', war aber diesbezüglich durch Einsteins Bemerkungen rechtzeitig auf die viel humaneren Grundwerte gekommen, die sie ihren Kindern für eine sinnvolle Lebensführung, ohne Indoktrination, vermitteln konnte.
Wer glaubt, sei innerlich nicht frei(ob er sich dessen bewusst sei oder nicht), und ist, zumindest unausgesprochen, distanziert zum Ungläubigen. Insbesondere Eltern in Sekten stürzten ihre heranwachsenden Kinder unter etwa gleichaltrigen in arge 'Gemütsnöte', weil sie deren exzentrisches Denken und Handeln als 'blöd' empfinden. Sie war Lehrerin und wusste, wovon sie sprach!

PS auch ihr Mann weinte bitterlich an ihrem Grab. Zu seiner verbliebenen Familie wurde er von Stund an ein sehr zum Guten gewandelter Mensch, in nach wie vor atheistischer Gedankenwelt. Wie nuancenreich doch das Leben verläuft!
Du hast Recht, Joachim. Das Formenwesen der Kirchen verschüttet meist das, was Gott den Menschen mitgegeben hat. Deine Ausführung hat da wohl einige logische Fehler.

"Sie jedenfalls, sei mit ihrem Glauben, zu dem man sie erzogen hatte, schwach gewesen und erst durch das Besinnen auf sich selbst innerlich frei und anderen gegenüber wahrhaft unvoreingenommen geworden."

Sag, welchen Glauben hatte sie?

"An ihren Kindern hätte sie sich andernfalls erzieherisch 'versündigt', ..."

Wie kann ein Atheist sich versündigen? So etwas kommt im Atheismus nicht vor.

"war aber diesbezüglich durch Einsteins Bemerkungen rechtzeitig auf die viel humaneren Grundwerte gekommen, die sie ihren Kindern für eine sinnvolle Lebensführung, ohne Indoktrination, vermitteln konnte."

Wer denn nun, Einstein oder Goethe? Von welchen "humaneren Grundwerten" sprichst Du? Von welcher Indoktrination sprichst Du?

Wenn Du schon ein atheistisches Gegenstück zusammen bastelst, solltest Du die entsprechenden Systemregeln schon einhalten, damit das nicht als Bastelei auffällt. Hier jedenfalls gibt es zu viele Widersprüche in Deinen Ausführungen.
J. P.:
"Wenn Du schon ein atheistisches Gegenstück zusammen bastelst, solltest Du die entsprechenden Systemregeln schon einhalten, damit das nicht als Bastelei auffällt. Hier jedenfalls gibt es zu viele Widersprüche in Deinen Ausführungen."
Fein, wenigstens das hat J. P. richtig erkannt - meine Wahrnehmungen in unserer bekannten Familie als - " ... atheistisches Gegenstück, ...", wenn auch mit einer Unterstellung, denn es kann ja wohl nicht sein, was nicht sein darf, dass sich aus menschlicher Stärke heraus, ohne Gott, Menschen zum Guten wandeln können. So was kann halt nur gebastelt sein! So nuancenreich kann doch das Leben nicht verlaufen!
Auf dieser so 'christlichen' Sicht unterlaufen J. P. zwangsläufig bedenkliche Ausführungen.
1. J.P.:
"Sag, welchen Glauben hatte sie?" Diese Frage erstaunt mich.
Ich kann's nur vermuten. Sie sprach von "Messen, Bibel- und Gebetsstunden." Der glaubenskundige J. P. müsste doch die Konfession auf Grund der genannten Begriffe kennen?!
Inwiefern ist das wichtig, aus welcher Kirche sie austrat?
2. J. P. zitiert mich:
"An ihren Kindern hätte sie sich andernfalls erzieherisch 'versündigt', ..." Andernfalls bedeutet im Kontext, sie hätte ihre Kinder im Glauben erzogen. Versündigt steht im Apostroph und bedeutet, sie hätte vom Atheistischen Standpunkt aus falsch erzogen. Sie hatte sich doch weiter entwickelt, gewandelt! Tut mir Leid, J. P. überfordert zu haben.
3. J.P.:
"Wie kann ein Atheist sich versündigen? So etwas kommt im Atheismus nicht vor." - Was für ein Quatsch in diesem Kontext!
4. J. P. zitiert mich:
"war aber diesbezüglich durch Einsteins Bemerkungen rechtzeitig auf die viel humaneren Grundwerte gekommen, die sie ihren Kindern für eine sinnvolle Lebensführung, ohne Indoktrination, vermitteln konnte."
Wo ist hier von Goethe die Rede? Wie kann man nach diesem Zitat fragen, wie J. P.:
"Wer denn nun, Einstein oder Goethe?"- Zu tief 'ins Glas' gesehen?

Tja, da müsste J. P. sich im Gedankengut großer Geister der Neuzeit etwas auskennen. - Ist vielleicht ein Anstoß für J. P., Scheuklappen abzulegen, um einen besseren Rundumblick in der geistigen Welt der Moderne zu bekommen und nicht nur in der teils tumben geistigen Welt des Altertums verbleiben. Zumindest sollte man wissen, wem 'edel, hilfreich und gut' sein zu sollen zu zu ordnen ist. Dann könnte man auch auf diesem Wege schlussfolgern, dass Bemerkungen zur Erziehung in diesem Kontext zu Einstein führen.
Dass ein arg indoktrinierter Mensch für seine Weltanschauung passende Bibelstellen kennt und im Logischen des säkularen Gedankengutes Widersprüche erkennt ist doch logisch! Oder?

5. J.P.:
"Von welchen "humaneren Grundwerten" sprichst Du?"
J. P. forderte schon oft auf, in der Bibel nachzulesen. Ich schlage vor, er liest mal bei Einstein zu dessen Gedanken über Erziehung nach.
6. J. P.:
"Von welcher Indoktrination sprichst Du?"
Ich schlage vor, mal 'Die Zehn Angebote des evolutionären Humanismus.' zu lesen und hoffe, dass J. P. keine Nachhilfe brauch.
Etwas mehr belesen, 'breitbändiger' zu sein und nicht nur auf die Bibel fokussiert, wäre schon wünschenswert für einen fruchtbaren Gedankenaustausch und vor allem beim Wesentlichen zu bleiben und das war hier - wahrzunehmen und anzuerkennen, dass auch Ungläubige sich wandeln können. Auf meine Frage ging J.P., nicht ein. Auch nicht auf Bibelstellen, die ich mal für ihn in anderen Beiträgen zitierte, die ihn und seines Gleichen drastisch verurteilen. Und ich er innere an das, was ich wiederholt äußerte, ein jeder kann glauben, was er mag, aber ... .
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