Heinrich Schliemann
Heinrich SchliemannFoto-Quelle: gemeinfrei

Gibt es einen Gott oder was hat Heinrich Schliemann mit der Bibel zu tun?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit der Aufklärung glauben viele Menschen, nur das, was sie mit ihren fünf Sinnen wahrnehmen können, sei existent. Vor allem jene Dinge, die sich einer oberflächlichen Betrachtung entziehen, gehören nicht in den Bereich „ihrer“ Wirklichkeit.

Heinrich Schliemann war überzeugt, dass Homer nicht nur irgendwelche Hirngespinste (heute würde man vielleicht Romane) aufgezeichnet hat. Er wurde deshalb ausgelacht. Für ihn hat Homer von wirklichen Städten geschrieben, wenn von Troja und Mykene die Rede war. Aus diesem Grunde machte er sich von seiner norddeutschen Heimat auf den Weg nach Kleinasien und suchte die Stätten, von denen Homer geschrieben hat. Er wurde belächelt und als Spinner bezeichnet, bis er Troja ausgegraben hatte und die Schätze von Mykene an das Licht der Neuzeit hervor hob. Auf einmal rissen sich alle um ihn.

So, wie man Heinrich Schliemann auslachte, weil er an Hirngespinste eines alten Griechen glaubte, lachte und lächelte man seit der Aufklärung mancherorts über Christen, die an die Aussagen der Bibel glaubten. Noch Anfang des letzten Jahrhunderts glaubte man, dass in der Bibel ca. 30.000 sachliche Fehler enthalten seien, weil viele enthaltene Angaben außerhalb der Bibel nirgendwo erwähnt wurden. Durch die Ausgrabungen Heinrich Schliemanns jedoch betrachteten viele die Aussagen der Bibel in einem anderen Licht und es begann die moderne Archäologie. Viele der alten Stätten, von denen ausschließlich in der Bibel berichtet wurde, kamen schon zutage.

Babylon wurde ausgegraben mit dem berühmten Ischtartor (Berlin), Ur am Euphrat, Meggido um nur einige wenige zu nennen. In den Ausgrabungsstätten wurden teils ganze Bibliotheken in Keilschrift gefunden. Nachdem auch ein Stein gefunden wurde, der einen Text in mehreren Sprachen enthielt, war es möglich, diese Schriftstücke – Tontafeln - zu entschlüsseln. Auf einmal wurde die ganze Geschichte wieder lebendig.

Man entdeckte Schriftstücke von Personen, die man als Märchenfiguren hingestellt hatte, weil sie nur aus der Bibel bekannt waren. In Wirklichkeit waren sie Persönlichkeiten mit Rang und Namen. Je mehr Funde gemacht und entschlüsselt wurden, umso leiser wurden die Spötter und Besserwisser. Heute spricht die Fachwelt nur noch von wenigen ungeklärten Aussagen der Bibel. Wenn man aber bedenkt, dass noch zigtausende von Handschriften unbearbeitet auf ihre Entschlüsselung warten, ist dies sicher zu verschmerzen. Heute ist mit Sicherheit ein geschichtlicher Rückblick in die Zeit der Bibel bis ca. 1200 v. Chr. möglich geworden.

Wenn wir nun unseren Verstand einschalten und einmal hinterfragen, dass immerhin ca. 80 % Prozent der biblischen Aussagen mittlerweile durch die Archäologie belegt sind, können wir uns auch der Frage zuwenden: Gibt es einen Gott? Es gibt kein antikes Schriftstück außerhalb der Bibel, von dem erwiesenermaßen mehr als 20 % belegt ist – und sie werden alle als historisch relevant anerkannt. Was spricht dann dagegen, die Echtheit der biblischen Aussagen ebenfalls als historisch relevant anzuerkennen, wo doch hiervon rd. 80 % als historisch gesichert nachgewiesen werden können? Einzig die Entscheidung, es nicht tun zu WOLLEN! Doch das ist dann keine sachliche Ebene mehr.

Üblicherweise versuchen die Gegner Gottes die Bibel lächerlich zu machen, indem sie z. B. anführen:

Kain zog in ein anderes Land, nahm sich dort eine Frau - wo kam diese Frau her?

Maria wurde schwanger – ohne dass ein Mann im Spiel war.

Um nur diese beiden meistgebrauchten Argumente für die Unglaubwürdigkeit der biblischen Aussage über Gott zu nennen. Ein Problem wird hierbei allerdings übersehen. Wer den Anfang nicht kennt, wird die Mitte und das Ende kaum verstehen.
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Gehen wir also zum Anfang.

Auf den ersten Blättern dieses alten Buches wird geschildert, dass ein intelligentes Wesen eine Willenserklärung abgibt: Lasst uns etwas tun – und dann genau das ausführt, folglich entsprechend handelt. Der Anfang spricht also von Intelligenz, Kreativität, Logik, Fachwissen und Fähigkeit.

Betrachten wir unsere erlebbare Welt, stellen wir fest, dass NICHTS sich grundlegend Veränderndes auf dieser Welt OHNE Intelligenz abläuft. Dies bezieht sich auf eine Entwicklung zu einer größeren Komplexität. Um ein kleines Beispiel zu nennen – es bedurfte der Intelligenz eines ganzen Heeres von Wissenschaftlern, eine Aminosäure künstlich herzustellen. Und diese soll ja immerhin EIN Baustein des Lebens sein!

Wir können also mit unseren Sinnen wahrnehmen und mit unserem Verstand begreifen, dass Intelligenz erforderlich ist, Komplexität zu schaffen. Es gibt nicht einen einzigen überprüfbaren und nachvollziehbaren Hinweis darauf, dass sie aus purem Zufall zustande käme. Es gehört gewiss keine besondere Intelligenz dazu zu begreifen, dass eine Uhr vom Uhrmacher und nicht vom Zufall geschaffen wurde, ein Haus von einem Architekten entworfen, von einem Maurer gebaut wurde, ein Flugzeug von einem Flugzeugbauer.

Wenn schon diese primitiven Dinge intelligente Wesen voraussetzen – ist es dann nicht logisch, bei einer noch viel komplexeren Welt von einem intelligenten Wesen auszugehen? Je tiefer die Wissenschaftler in die Geheimnisse des Lebens vordringen, um so mehr erkennen sie, wie viele Faktoren sich einander bedingen, damit etwas Vernünftiges zustande kommt. Wenn wir in der Lage wären, auch nur ein komplexes Gebilde ohne die Beteiligung von Intelligenz entstehen zu sehen, könnte vielleicht der Gedanke aufkommen, es gäbe keinen Gott. Doch wo finden wir ein Solches?

So, wie wir hergehen und sagen: ich mache jetzt dieses und ich mache dann jenes – und wir schaffen damit eine komplexe Sache, sollte es wohl auch logisch sein, diesen Vorgang auf diese Welt anzuwenden. Mit dem Unterschied, dass der Schöpfer dieser Welt um einige Nummern größer sein muss als wir, da wir ja bereits an dem Bau einer Brücke, eines Schiffes oder eines Hauses zu knabbern haben (Statik, Funktionalität, usw.) – siehe


Die Brücke am Tay in Schottland stürzte am 28. Dezember 1879 auf Grund von Fehlern der Konstrukteure ein und riß einen ganzen Postzug mit Passagieren in den Tod. Wir vergessen nicht, dass diese Brücke nicht das Produkt eines Zufalls war, wie uns Atheisten immer glauben machen wollen, sondern dass darin die ganze Intelligenz von Persönlichkeiten steckte!

Die Titanic wurde von Ingenieuren entwickelt und als unsinkbar verkauft. Am 15. April 1912 war es mit der Errungenschaft der intelligenten Menschen vorbei und sie steuerte auf den Meeresgrund zu. Auch hier wollen wir nicht vergessen, dass dieses Schiff nicht das Produkt eines Zufalls war, sondern dass darin die ganze Intelligenz von Persönlichkeiten steckte!

Das World Trade Center, ein Wahrzeichen in New York, wurde so gebaut, daß es auch einer Kollision mit einem Flugzeug standhalten könnte, haben seine Erbauer prophezeit. Nun, die Wirklichkeit kennen wir, obwohl das World Trade Center auch das Produkt eines Heeres von Ingenieuren war, die alle Intelligenz in ihr Werk gelegt haben.

Und ausgerechnet solche Wesen, die zwar mit Intelligenz ausgestattet sind, wollen der Welt weismachen, dass die viel komplexere, belebte Welt einfach so aus purem Zufall entstanden sei. Mir ist kein einziges Haus, Schiff, Flugzeug oder anderes Bauwerk bekannt, das nach einer genügend langen Wartezeit – diese wird ja bei Evolutionisten als Grundvoraussetzung benötigt – einfach so von sich aus entstanden sei.

Wenn ich dennoch behaupten würde, dass im Laufe der Entwicklung (Evolution) aus einer Hundehütte durch Selektion oder andere Ursachen im Überlebenskampf Schloß Neuschwanstein entstanden sei, die Evolutionisten wären gewiß die Ersten, die mir einen Besuch beim Psychiater empfehlen würden. Und ich müsste ihnen darin sogar zustimmen. Es ist absurd, das auch nur im Entferntesten anzunehmen.

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