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Briefmarke zum Thema Hunger
Briefmarke zum Thema HungerFoto-Quelle: DEF

Gott will nicht Opfer im Tempel, sondern dass wir etwas tun!

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Montag, 10.11.2014 - 12:10 Uhr

Eine starke Bibelstelle, die auch für unser Leben jetzt noch gewaltige Kräfte freisetzen kann, darum geht es in der DEF-Monatsandacht zum November.


Monatsspruch November:
Lernt Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!
Jesaja 1,17 (E)

Diese Sätze aus dem Buch Jesaja stehen am Ende einer langen Anklage gegen das Volk Israel.
Der Gott Israels ist zornig und verlangt Buße von seinem Volk. Er will nicht mehr ihre Opfer im Tempel, noch ihre Gottesdienste. Der Prophet spricht im Namen Jahwes: Eure Neumonde und Feiertage hasst meine Seele. Sie sind für mich Belästigungen; ich bin müde, sie zu ertragen. Als Buße verlangt er: Wascht, reinigt euch! Schafft die Bosheit eurer Taten aus meinen Augen fort! Hört auf zu schaden, lernt Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!

Das Volk Israel glaubte, seine Pflichten gegenüber Gott zu kennen: Das war der Gottesdienst im Tempel, das waren die Opfer, die man darbringen musste und das war das Gebet und die Einhaltung der Feiertage.

Und jetzt wird das alles für unwichtig, ja sogar für schädlich erklärt. Gott will etwas ganz anderes von den Menschen. Sie sollen sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzen und die Schwachen schützen. Witwen und Waisen waren zu der Zeit die Menschen, die sich nicht selbst helfen konnten. Sie brauchten männliche Fürsprecher. In allen Religionen der damaligen Zeit gehörte der Schutz der Witwen und Waisen zu den Königspflichten. Sich für diese Menschen einzusetzen, ist der wahre Gottesdienst.

Es ist viel leichter, den/die andere(n) zu übersehen, seine/ihre Not und Hilflosigkeit nicht zu erkennen, sondern achtlos an ihm/ihr vorbei zu gehen. Wenn wir aber diesen Menschen, die uns brauchen, nicht helfen, dann trennt uns das von Gott. Und diese Trennung betrifft unser Leben. Gott zeigt uns in diesem Bußaufruf, dass er uns ernst nimmt. Wir sind ihm wichtig, deshalb dieser Mahnruf, unser Leben zu ändern, uns einzusetzen gegen Unrecht und Ungerechtigkeit, damit wir ein erfülltes Leben führen. Ein Leben, in dem uns Gott nahe ist.

Das galt nicht nur zur Zeit Jesajas, sondern gilt auch heute. Auch Jesu setze sich für die Witwen ein, bei dem Jüngling zu Nain, den er auferweckte, oder in dem Gleichnis von der armen Witwe.

Unterdrückte, Witwen und Waisen gibt es auch heute noch. Wir nennen sie anders, Kinder, Behinderte, Flüchtlinge, Migranten, Asylsuchende... Sie können häufig nicht für sich selber sprechen. Daher müssen wir uns für ihre Rechte einsetzen. Auch heute noch wird ihnen ihre Würde genommen, werden sie als Menschen 2. Klasse behandelt. Dies als Unrecht zu benennen und die Politik aufzufordern, diskriminierende Gesetze zu ändern, ist unsere Pflicht.

Dann erfüllen wir unsere Pflichten gegen Gott und dürfen ihn im Gottesdienst anrufen, dass er uns Kraft und Mut gibt, den rechten Weg zu finden.

"Herr, gib du uns Augen, die den Nachbarn sehn,
Ohren, die ihn hören, und ihn auch verstehn.
Hände, die es lernen, wie man hilft und heilt,
Füße, die nicht zögern, wenn die Hilfe eilt."

Friedrich Walz, 1981

Inge Gehlert, Bundesvorsitzende DEF und 2. Landesvorsitzende des DEF Bayern.

11 Kommentare

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Starker Text! Hatten wir gerade letzten Sonntag, wie wichtig es ist, ganz praktisch anderen weiterzuhelfen und nicht so sehr auf sich selbst zu schauen:
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Ich würd mich mal gerne mal mit Gott unterhalten, hier bei uns auf der Terasse bei einem gut gekühlten Bier. Wenn ihr ihn seht schickt diesen mal vorbei...
Wenn Du dich mit Gott unterhalten magst, dann sprich ihn doch an. Er ist doch die ganze Zeit bei Dir. Schalte Radio, TV und PC aus, setz Dich, nimm Dein Bier und sprich mit ihm. Ich wünsche Dir ein interessantes Gespräch.
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Sorry aber ich habe habe ganz andere Erfahrungen mit Gott.
Es ist der rächende Vatergott des Alten Testamentes, vielleicht liegt es daran...
Gott war zu keiner Zeit strafend oder rächend. Auch hier im Text wird er - wierder einmal - als zornig dargestellt. ER/SIE IST ES NICHT! Nie gewesen. Leider immer nur verfälscht dargestellt. Welche Veranlassung hätte Gott so zu sein, wenn er uns doch bedingungslos liebt?
Natürlich ist Gott auch zornig, das siehst Du ja auch an Jesus. Ich würde mir auch lieber einen "relaxteren" Gott basteln wollen, das würde mir mehr liegen. Aber dem ist leider nicht so. Denke in der letzten Zeit immer mehr, dass wir überhaupt nicht wissen oder begriffen haben, was Gottes Heiligkeit überhaupt bedeutet.
Ich erkläre es mir zwischenzeitlich so, dass Gott wie ein liebender Vater ist, der uns aber vor Schaden bewahren will. Und wenn ich als Kind immer wieder auf die heiße Herdplatte fassen will, wird mich ein liebender Vater immer versuchen, davor zu bewahren. Er wird mir Regeln geben. Ich kann dann sagen "Dein Wille geschehe" und mich an die Regeln, die zu meinem Schutz sind, halten. Dann lebe ich im Segen. Ich kann auch sagen, dass mir seine Regeln egal sind. Dann sagt Gott zu mir: "Dein Wille geschehe", und ich verbrenne mich heftig und muss auch alle Konsequenzen für mein Handeln selber tragen. Wir haben ja in jedem Lebensbereich jederzeit die Wahl, zwischen Segen und Fluch zu wählen. Beides hat Auswirkungen: 2. Mose 34,6 HFA:
Er zog an Mose vorüber und rief: "Ich bin der Herr, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende! Ich lasse Menschen meine Liebe erfahren über Tausende von Generationen. Ich vergebe die Schuld und die Bosheit derer, die sich gegen mich aufgelehnt haben, doch ich strafe auch. Wenn jemand mich verachtet, dann muss er die Folgen tragen, und nicht nur er, sondern auch seine Kinder, Enkel und Urenkel!"
Harte, aber klare Worte! Aber wie gesagt: Es ist unsere Wahl, ob wir Segen oder Fluch wählen!
Gott ist einzig unser Schöpfer. Kein Vater, kein Herr, kein Herrscher. Ein Freund! Jesus war auch Mensch mit menschlichen Gefühlen, eben auch mal Zorn. Ist aber flott verraucht. Er hat sich mächtig aufgeregt, hat die Leute aus dem Tempel vertrieben und gut war.
Du musst wirklich bedenken, dass die Worte Gottes in der Bibel durch das menschliche Gehirn gegangen sind. Und welche Zeit war das!
Das Abwenden von Gott = alleine wurschteln wollen. In aller Wahrheit geht eben kein Weg an Gott vorbei. Das war erst einmal befremdlich, weil wir immer was anderes 'gepredigt' bekommen, aber ich finde es toll! Nein, Gott bestraft uns nicht. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht die Konsequenzen für unser Handlen spüren würden. Aber es war UNSERE Wahl, die wir getroffen haben. Wenn wir uns zu Gott hinwenden, dann bringt er uns auch voran.
Durch die ganze Bibel hindurch, und Jesus betont es sogar massiv, wird er als Vater vorgestellt. Siehe z.B. Joh. 14,6: 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Herrscher, Herr: Sogar Jesus wird als unser Herrscher und Herr beschrieben: Jud 4: Denn es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist; Gottlose sind sie, missbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre Ausschweifung und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus.
Sogar als König bezeichnet sich Gott (und Jesus übrigens auch!): 1Tim 1,17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
Zu dem Gesamt-Thema gibt es eine ganz krasse Aussage in der Offenbarung, und zwar über Jesus selbst: Offb. 19, 15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
Klingt nicht nach schnell verrauchtem Zorn..... Für mich eine der krassesten Stellen, weil es ja sowas meinem Gottesbild widerspricht, wie ich es gerne hätte, weil ich selber eigentlich mehr ein lieber und netter bin. Und ein selbst erdachtes Gottesbild ähnelt dem eigenen Wesen normalerweise sehr! Ich verstehe langsam, dass Gott anders ist, als ich ihn gerne hätte, und beschwere mich auch bei ihm darüber, frage, was das soll, warum er so ist. Das Spannende ist: Ich bekomme nicht zwingend eine Antwort, merke aber, wie sich meine Herzenseinstellung zu diesen Thema mit der Zeit ändert.
Ich bedenke, dass die Worte Gottes durch menschliche Gehirne gegangen sind. Nur was sagt Gott selbst über sein Wort? Offb. 22, 18 Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
Wieder eine extrem klare Aussage (das liebe ich an der Bibel: Klar und eindeutig!). Und gerade in der Offenbarung geht es um Heiligkeit Gottes, um Gerechtigkeit, und deswegen auch um Strafe, und das nicht zu knapp.
Nach Deiner Meinung müsstest Du die gesamte Offenbarung und ca. 1/4 bis 2/3 der gesamten restlichen Bibel streichen - ich sprach ja schon von der Edding-Mentalität. Dann empfehle ich Dir aber lieber, ehrlich zu sein und zu zu geben, dass Du aus den Resten, die übrig bleiben, nur Deiner eigenen Meinung einen "christlichen" Anstrich geben willst. Oder pseudo-christlich? Wie würdest Du es nennen in dem Bewusstsein, dass Du große Teile des Wesens Gottes einfach ausblendest, nur weil es deinen Vorstellungen nicht entspricht? Und ein Gott, der seinen eigenen Vorstellungen entspricht, ist ein religiöses Spielzeug, ein spirituelles Kuscheltier, mehr nicht.
Uwe, warum soll ich vor Gott Angst haben? Wenn er zornig sein kann, dann muss ich immer in der Angst leben, ihn mit irgendwas verärgern zu können.
Gott ist absolut, das betonte ich schon mehrfach. Will heißen, dass Gott alles beinhaltet. Wir beinhalten auch alles. Das ganze Spektrum. Warum ist das so? Das ist so, weil wir Gottes Schöpfung sind, nach 'seinem Bilde'. Wir sind also ein Teil Gottes. Wenn Gott strafte, würde er sich selber strafen. Es gibt keinen Grund dafür, weil er uns ohne jede Bedingung liebt. Er gab uns den freien Willen.
Nur weil ich sage, ich habe keine Angst mehr vor einer Strafe, wie Höllenfeuer und behaupte, Gott ist Schöpfer und Freund, halte ich mich für nicht weniger gläubig, als alle anderen.
Die Vorstellung, dass nun all die Bösewichte dieser Welt, die Hitlers, Stalin, Mengeles, Vergewaltiger, Peiniger usw. auch nicht von Gott bestraft werden, muss man erst einmal verdauen. Das ist harter Tobak. Das ging mir genau so, als ich das las.
Es geht einzig darum, dass wir unsere Seele erweitern, dass wir dazulernen, bzw. gar nicht lernen, sondern uns daran erinnern, dass wir von Gott kommen, unsere schöpferische Kraft leben und uns von Gott als nicht getrennt erkennen. Das ist eine sehr einfache Botschaft. ABer das ist genau das, was die Bibel letztlich, gerade durch Jesus vermittelt.
Ich empfehle 'Gespräche mit Gott' zu lesen. Ich wei´ß, es ist nur ein einfacher Mensch der Moderne, der es gewagt hat, da was zu veröffentlichen. Und dann behauptet der auch noch, dass er mit Gott gesprochen hat! Gott spricht durch viele Menschen, hat es immer getan. Am Anfang durch die Bibelschreiber. Was ist daran ungewöhnlich. Nichts. Und nein, nix da vom Teufel geleitet. Maximal unverständlich wiedergegeben. Den Teufel gibt's schon gar nicht! Gott sei Dank!

Nein, ich werde dieses irdische Leben nicht mehr als Jammertal empfinden, auch wenn es manchmal nicht so einfach ist. Dieses 'Jammertal' ist reine Eigenkreation, von mir selber, oder auch gemeinschaftlich mit anderen zusammen. Das, was wir als Nation oder auch als Weltengemeinschaft erleben, haben wir, bzw. unsere Vorgänger kreiert. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer spricht von Jammertal? Ich nicht!
Aus eigener Erfahrung weiß ich leider sehr gut, dass es den Teufel gibt. Nur haben wir eine ziemlich falsche Vorstellung von ihm, zu viel Volks-Aberglauben mischt sich da rein. Zum einen war ich mit meiner alten Gemeinde auf einem Missions-Einsatz in Wales und haben uns da ohne unser Wissen mit einer ortsansässigen Satanskirche angelegt. Damals habe ich auch nicht wirklich an den Teufel und Dämonen geglaubt, auch wenn das in der Bibel steht, aber bei dem, was da passiert ist, haben wir uns relativ schnell bei Jesus abgeschaut, wie er mit Dämonen umgegangen ist. Drei aus unserem Team wären bei dem Einsatz fast gestorben..... Zum anderen habe ich in verschiedenen Gemeinden einige ehemalige Hohepriester der Satanskirche kennengelernt, die mir ein wenig von ihren ehemaligen Aktionen erzählt haben. Danach liest Du die Bibel anders!
Wenn Du wissen willst, was man über die unsichtbare Welt, die die Bibel beschreibt, wissen kann, gibt es ganz viele Bücher und Websiten, aber auch diese Serie: https://www.icf-muenchen.de/media/po...t-club.html

Aber das war ja eigentlich nicht das Thema. Warum solltest Du denn vor Gott Angst haben? Klar hat er uns nach seinem Bilde gemacht, aber auch mit freiem Willen, und der freie Wille beinhaltet, sich auch gegen Gott wenden zu können. Und schon deswegen braucht es etwas, was gegen Gott agiert, damit der Mensch sich auch dort hin wenden kann. Er wollte ein Gegenüber mit Entscheidungsfreiheit und und keinen Roboter, der ihn automatisch liebt.
Da ein Mensch mit freiem Willen so ziemlich jeden Bock schießen kann, der möglich ist, hat Gott schon vor (!) Erschaffung der Welt beschlossen, Jesus als Messias zu schicken. Der Mensch wird rebellieren, wird sich gegen die Gebote Gottes stellen usw. Er musste ja eine Lösung haben, wie die Menschen da raus kommen. Und das funktioniert eben nur durch Jesus. Da könnte ich jetzt sehr viel zu schreiben, da bewegt man sich einmal durchs "Alte" Testament, was Jesus übrigens in seiner Gesamtheit bestätigt und bekräftigt! Da man dazu ein paar Zusammenhänge wissen muss, gab es dazu mal eine der längsten Serien überhaupt in meiner Gemeinde, die die Gemeinde (und auch mich) in ihrem Denken und Glauben ziemlich verändert und begeistert hat: https://www.icf-muenchen.de/media/po.../roots.html
Empfehle dir daraus "Das Kleingedruckte - Gottes AGB's" (Bund mit Abraham, Gott als liebevoller Versorger), "Regeln brechen mit System" (Bund mit Mose, die Regeln eben) und "Gottes DNA ist menschlich?" (Jesus eben). Diese drei nehmen einem komplett die Angst vor Gott, auch in dem Wissen, dass er heilig und gerecht ist und das wir (ja, ich auch!) ganz oft gegen seine Gebote und sein Wesen sündigen. Ist eine sehr spannende Reise!
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