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Der Trost der Freundinnen

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Dienstag, 07.04.2015 - 11:25 Uhr

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.
Mt 27,54 (nach Luther)


"Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!"


Der Tempelvorhang zerriss, die Erde bebte, es wurde dunkel auf Erden. Felsen spalteten und Gräber öffneten sich! Was für eine Gewalt! Was für überirdische Kräfte waren dort am Werke ... Und während sie das sahen und mitten in dieser Gewalt waren, sagten die Männer, die das Kreuz mit dem toten Jesus daran bewachten: "Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!"

Da ist unsere Position mit einem zeitlichen Abstand von mehr als 2000 Jahren doch etwas schwieriger. Wir sind diejenigen, die "nicht sehen und trotzdem glauben" (sollen)... (Joh. 20,29) Als Christinnen kennen wir Jesus als historische Persönlichkeit. Und wir kennen ihn als Glaubende durch unsere christliche Erziehung, aus der Bibel, von Predigten, Liedern und Gebeten. Aber trotzdem fragen wir wahrscheinlich oft: Wer war dieser Jesus? Erlöser, Messias, Retter, ein großer Prophet, ein außergewöhnlicher Mensch, Gottes Sohn...

Die Sünden der Welt sind immer noch da


Er hat "die Sünden der Welt" getragen, auf seine Schultern genommen, er hat für uns gelitten, ist für uns gestorben... Aber "die Sünden der Welt" - sie sind immer noch da, im Kleinen bei uns selber, im Großen, wie wir es Abend für Abend in den TV-Nachrichten sehen können. Gelitten und gestorben wird überall um uns herum.

Warum wurde Jesus durch sein Leiden und Sterben "unsterblich"? Wer ist dieser Jesus, der den Tod überwindet und uns zu Ostern singen lässt: "Jesus lebt! Hallelujah, Jesus lebt!"

Eine wirkliche Antwort habe ich (als Nicht Theologin) nicht. Nur ein Ahnen, ein Gespür für die große Botschaft, die er bringen wollte, die er gebracht hat und die die Welt verändert hat. Eine Zeit "vor Christi Geburt"und eine Zeit "nach Christus".

In Jesu Namen wurde und wird in unserer Welt viel Gutes getan: Menschen helfen einander, stehen füreinander ein, erziehen Kinder, pflegen Alte und Kranke nach dem Bibelwort: Was du dem Geringsten der meinen getan hast, das hast du mir getan!

Im Namen des gleichen Jesus, Gottes Sohn, werden Kriege geführt, wird gemordet und wird Menschen unendliches Leid und Unrecht zugefügt. Wie ist das alles möglich?

Der Trost der Freundinnen


Ich bleibe zurück mit mehr Fragen als Antworten. Es verwirrt mich und es tut oft weh, diese Diskrepanzen auszuhalten und trotzdem zu glauben: Er ist wahrhaftig Gottes Sohn.

Einen Trost bieten mir die letzten Zeilen dieses Bibelabschnittes bei Matthäus:

55) Auch viele Frauen waren dort und sahen von weitem zu; sie waren Jesus seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient.
56) Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Sie schauten von Weitem zu - auch auf Abstand, so wie wir jetzt ... Aber sie waren da, sie blieben bei ihm, sie waren treu, sie waren Jüngerinnen, seine Freundinnen. Ich bete oft, dass ich auch eine solche Freundin sein möge, bis zum Schluss, auch wenn es manchmal echt schwierig ist.

Monatsandacht zu Ostern und zum Monat April
aus dem Andachtenheft des DEF Bayern

2 Kommentare

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Was mir an dieser Besinnung gut gefällt: Es ist noch ein Raum für Fragen und auch Zweifel und nicht alles perfekt.
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