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Glaube

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 14.05.2015 - 14:38 Uhr

Gedanken zu Himmelfahrt


Erst vor kurzem habe ich mit einem Mann gesprochen, der sich für Menschen einsetzt, die am Rand unserer Gesellschaft stehen. Er erzählte mir von seinem Leben. Es sagte mir: Mein Leben war nicht immer einfach. Vor allem die Zeit der Krankheit, wo ich total am Boden war, und nahe dran war zu sterben. Gerade in dieser Zeit, habe ich erfahren, dass ich Freunde habe. Menschen, die mir geholfen haben und die mich verstanden haben. Da habe ich gespürt, was es heißt für andere da zu sein und ihnen zu helfen. Und jetzt wo ich wieder gesund bin, möchte ich das, was ich erfahren habe weitergeben. Deshalb engagiere ich mich für all diejenigen, die meine Hilfe brauchen.
Wo wir für andere Anwalt und Helfer sind, da ist schon hier auf Erden ein Stück Himmel.

Das Fest Christi Himmelfahrt will auch uns verwandeln, wie den Mann, der durch die Hilfe seiner Freude zu einem anderen Menschen geworden ist.
Aber was wandelt sich durch das Fest Christi Himmelfahrt?
Himmelfahrt heißt doch, dass Jesus zu seinem Vater zurückkehrt.
Jesus verlässt uns. Und wir sind auf den ersten Blick gesehen auf uns allein gestellt. Was können wir schon anders machen als andere Menschen ohne Jesus. Wenn er weg ist dann kommt Resignation, weil sich bei uns zu wenig wandelt. Vielleicht liegt es daran, dass wir zu weit weg sind von Jesus und dass wir ihm zu wenig nachfolgen. Möglich dass wir die Spur Jesu in unserem Leben nur ansatzweise erkennen.

Das heutige Evangelium sagt, dass die Himmelfahrt Jesu Christi nicht bedeutet, dass wir weit entfernt sind von ihm.
Mit der Aufforderung Jesu: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen“ werden aus Schülern Lehrer.
Diese Lehrer sind aber nicht auf sich allein gestellt. Der Herr ist mit ihnen, er steht ihnen bei, so hörten wir es im Evangelium. Und nicht nur das. Die Jünger empfangen den Heiligen Geist. Mit diesem Beistand gehen sie hinaus und werden Apostel. Apostel sind Menschen, die auf den Spuren Jesu gehen. Sie sind von Jesus Christus ausgesandt, um stellvertretend in seinem Namen das Evangelium zu verkünden. Dies tun sie mit der Hilfe des Heiligen Geistes.

Für mich ist dies in meiner aktuellen Situation sehr beruhigend.
Nach der Zeit des Studiums und der Ausbildung, der Rente beginnt jetzt für mich die Zeit der Verkündigung. Wo ich zu den Menschen gesandt bin, um die Botschaft des Himmelreichs zu verkündigen. Aber ist dies überhaupt möglich? Kann ich das leisten?
Fragen, die ich mir gestellt habe und die mich zur Zeit noch umtreiben. Eines ist sehr trostreich. Nicht ich muss alles leisten. Es ist Gott selbst, der durch seinen Heiligen Geist in der Gemeinde und in mir gegenwärtig ist.
Der gute Geist Gottes ist in uns.

Aber sind wir einmal ehrlich, ist das nicht eine schöne Illusion. Glauben wir selbst an das Wirken des Geistes. Rechnen wir mit dem Geist Gottes.
Keiner kann ihn sehen und doch soll er da sein. Wie können wir den Geist erkennen?
Aber der unsichtbare Geist ist da. Und wir müssen auf ihn vertrauen an ihn glauben. Mit ihm rechnen. Nur dann kann er in unserem Leben wirken und ist die Macht mit uns. Wenn wir an den guten Geist Gottes glauben und auf ihn unsere Hoffnung setzen, werden wir erfahren, dass sich etwas ändert. Vielleicht werden wir zufriedener, fröhlicher, aufmerksamer, dankbarer.
Oder wir finden in unserem Leben Spuren Jesu. Spuren seiner Botschaft vom Himmelreich.
An uns liegt es den Spuren Jesu zu folgen. Der gute Geist Gottes hilft uns dabei. Er leitet uns, wenn wir auf ihn vertrauen. Wenn dies geschieht wird sich unser Leben verwandeln. Unmögliches wird möglich. Dann wird schon hier unter uns ein Stück Himmel auf Erden Wirklichkeit.
Genau dies will uns das heutige Fest Christi Himmelfahrt sagen.
Schon jetzt und hier ist „der Himmel auf Erden“. Amen.

3 Kommentare

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Danke für deinen Beitrag.
Er findet hier wenig Beachtung.....leider.
Die Botschaft ist klar, aber man will sie wohl nicht mehr hören.
In welcher Gemeinde lebst du?
In meiner Umgebung gibt es nicht viel zu Auswahl: Babtisten, 2 freie ev. Gemeinden - ich gehe zu beiden. Meine pfingstliche Heimatgemeinde Bethel ist in Baden/Schweiz.
Ich arbeite im Marburger-Kreis mit....besuche aber auch gerne die freie Gemeinde in der einige meiner Freunde sind.
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