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Kreationismus

Von wize.life-Nutzer - Samstag, 06.06.2015 - 22:23 Uhr

"Der Auswurf des Mt. St. Helen ist 340000 – 2800000 Jahre alt (mit radiometrischen Messungen), auch wenn er gerade mal vor 35 Jahren ausgeworfen wurde. Sehr zuverlässig. allein schon die Bandbreite."

So etwas wird von Kreationisten als Argument benutzt, zu beweisen, dass die Bibel doch recht hat und die Erde vor ca. 6000 Jahren von einem Gott geschaffen wurde mit allem drum und dran.
Was soll man dazu noch sagen???

Ich nehm dieses Beispiel hier im Themenforum mal zum Anlass, um vielleicht mit Hilfe ja einiger seriöser und talententierterer Autoren als ich hier mal endgültig mit diesen Irrlehren aufzuräumen, die im Zusammenhang mit Sekten-Gehirnwäsche immer noch auf gutgläubige Menschen hereinprasseln - auch hier.

10 Kommentare

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Dieses Thema wird immer so emotional diskutiert, weil dahinter ja auch die Frage nach der eigenen Identität, dem eigenen Ursprung steht. Und dann werden von beiden Seiten die Scheuklappen extra eng gezogen. Jeweils die eigenen Meinung muss ja wahr sein, und dann wird von beiden Seiten mit (Schein)Argumenten aufeinander eingedroschen.
Was gar nicht nötig ist, wenn man sich den Schöpfungsbericht der Bibel mal genau anschaut und ein wenig über die hebräische Sprache weiss.
Die sieben Tage: Der dort benutzte Ausdruck für Tag ist "Jom", und Jom ist im hebräischen ein beliebig langer Zeitraum. U.a. eben auch ein Tag, aber nicht zwingend. Können auch Milliarden Jahre sein..... Darum ist dieses Sieben-Tage-Ding nicht zwingend eine zeitliche Woche.
Das andere ist, dass Gott in der Schöpfungsgeschichte nur drei mal aktiv etwas erschafft, bei allen anderen Dingen steht eine passive Form: Es entstehe. Irgendwie, irgendwann, könnte man hinzufügen. Auch hier kein Widerspruch zur Evolution.
Nur an drei Punkten steht ein aktives Wort: Und Gott schuf. Und das sind genau die Punkte, an denen die Wissenschaft nach wie vor keine klare Antwort hat: Die Entstehung des Universums per se, die Entstehung von lebenden Wesen, und die Entstehung des Menschen.
Sehe hier also keinen Widerspruch, mehr eine Ergänzung zur Wissenschaft, eben von einem anderen Blickwinkel.
Dazu gab es vor einiger Zeit mal einen guten Beitrag von einem Freund, den ich vor zwei Wochen mit einem Wissenschaftler über String-Theorie und Wechselwirkungs-Teilchen diskutiert hat (ich bin irgendwann innerlich ausgestiegen....). Ein Theologe, der eigentlich Wissenschaftler ist, zum Thema Wissenschaft und Glaube: https://www.icf-muenchen.de/media/po...keiten.html
In der Tat widersprechen sich Gottglauben und Wissenschaft nicht automatisch.
Kritisiert wird hier nur dieser extreme Kreationismus, dessen Vertreter jegliches logische Denken beiseite lassen, sogar Schulbildung ablehnen und blind alles verleugnen, was nicht in deren eingebleutes Denkschema passt. Die Scheuklappen sind da schon recht einseitig verteilt.
--> << ... Die sieben Tage: Der dort benutzte Ausdruck für Tag ist "Jom", und Jom ist im hebräischen ein beliebig langer Zeitraum. U.a. eben auch ein Tag, aber nicht zwingend. Können auch Milliarden Jahre sein..... Darum ist dieses Sieben-Tage-Ding nicht zwingend eine zeitliche Woche.>>

Verweis dazu:
<< Kreuzer: "Tag" heißt also für die Fundamentalisten "Tag" - und nichts anderes.
König: Richtig. Heute wissen wir aber - jedenfalls ist das Gemeingut in der christlichen Theologie - daß es sich hier um ein großes Bild handelt, um eine große bildliche Abfolge dessen, was in großen Zeiträumen vor sich gegangen ist. >>
--> https://www.seniorbook.de/themen/kat...agstauglich

Oder, wie schon Albert Einstein feststellte: "Zeit ist relativ!"
Es ist schon interessant, dass man auch hier wieder sehr oberflächlich vorgeht.

"Jom" OHNE ZEITLICHE BEZUGSANGABE kann ein beliebig langer Zeitraum sein. Wenn man ein wenig des aramäischen mächtig ist, wird im Schöpfungsbericht jedoch "Jom" im Zusammenhang mit "es wurde abend, es wurde morgen" genutzt.

Und welche Bedeutung hat nun im aramäischen der Begriff "Jom" in diesem Zusammenhang?
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Du hast schon Recht, Knight Mover, Du bist gutgläubig. Du stehst immerhin zu der Gehirnwäsche, die sich in den letzten 150 Jahren durchgesetzt hat. Bei Dir offensichtlich mit Erfolg. Und wer nicht bereit ist, sich dieser Gehirnwäsche zu unterziehen, kommt nicht - wie in Nordkorea - in ein Umerziehungslager, sondern wird verächtlich als Kreationist betitelt.

Übrigens - diesen Unsinn von den 340.000 – 2.800.000 Jahren verbreiten jene, die sich noch immer nicht einig sind, was sie nun sagen sollen und das dann als wissenschaftlich verkaufen. Ich kenne auch keinen Kreationisten, der das von sich geben würde um zu beweisen, dass die Bibel Recht hätte. Viel eher geht es doch darum aufzuzeigen, wie groß die Toleranz sein kann, wenn man Hypothesen aufstellt und wie verlässlich sowas ist.
Du hast ja suggeriert, dass die Auswurfmasse das Alter des Ausbruchs, also 35 Jahre haben müsste. Das hat mir ja nochmal die Unlogik deiner Beiträge verdeutlicht.
Falsch, Knight Mover. Ich habe nichts suggeriert.

Wenn Dir die "wissenschaftlichen" Berichte bekannt wären, Du Dir also etwas Sachkenntnis angeeignet hättest, wüßtest Du, dass der Mt. St. Helen 1980 ausgebrochen war, von dem die untersuchte Auswurfmasse stammt. Wenn ich also halbwegs richtig rechnen kann, war das vor 35 Jahren. Vollkommen suggestionslos - aber nach Deinen Worten unlogisch.

Was suggeriert wird ist, dass nach den "wissenschaftlichen" Untersuchungen je nach Methode, die Auswurfmasse 340.000 Jahre alt sei oder gar 2.800.000 Jahre. Ja, was denn nun? Übrigens wurden für diese Altersbestimmung unterschiedliche radiometrische Messverfahren angewandt. Zu dumm aber auch.

Aber da Du von Kindesbeinen an mit dieser evolutionistischen Lehre manipuliert wurdest und Dir suggeriert wurde, dass unmöglich am Anfang ein Schöpfer stehen könne, bist Du offensichtlich das Opfer einer umfassenden Gehirnwäsche geworden. Ist aber auch verständlich, da diese Gehirnwäsche schon einige Jahrzehnte vor Deiner Existenz begonnen hat. Nur wirst Du, da Du es nicht anders kennst, das niemals zugeben können.
Deine Masche hab ich nun wirklich endgültig durchschaut.
Deine Unlogik entlarvt dich sehr schön an diesem Beispiel, denn Das Alter ausgeworfenen Materials hat nix mit dem Zeitpunkt des Vulkanausbruchs zutun und das ist offenbar für dich nicht nachvollziehbar.
Es hat zwar Manipulierungsversuche tatsächlich in meiner Kindheit gegeben. Diesen bin ich aber längst entwachsen und deshalb ja ein wenig sensibel, wenn mir von Gehirnwäsche-Versuchen geprägtes Gedankengut begegnet.
Aber klar doch, Du hast auch eine plausible Erklärung für die immense Abweichung der Datierungen, nicht wahr?
In der Tat hab ich auch da eine logische - mal abgesehen davon dass deine Angaben da erst noch geprüft werden müssten.
Dass es gewisse Messungenauigkeiten gibt bestreitet ja niemand und bei flüssigem zuvor bewegtem Material kann dann schon nach Auswurf und Erstarren verschieden altes auf engstem Raum zu finden sein.
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