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Mein Wort zum Sonntag: Die neun Milliarden Namen Gottes

Von News Team - Samstag, 25.07.2015 - 23:30 Uhr

So hieß eine originelle Sciencefiction-Kurzgeschichte von Arthur C. Clarke. Aber wieviele Namen hat Gott wirklich?
Es kann uns egal sein, wie Gott "heißt" und ob er einen oder 100 Namen hat, ob wir sie aussprechen oder nicht einmal denken dürfen. Hauptsache, wir glauben an Ihn, in welcher Form auch immer. Doch wirft die Namensgebung auch ein Licht auf die Religion. Sie zeigt zudem die Schwierigkeiten des Monotheismus: Die antiken Götter hatten alle ihre Namen, sonst hätte man sie nicht unterscheiden können. Aber der einzige wahre einmalige Gott - braucht der überhaupt einen Namen? Und wie darf/soll/muss ich ihn ansprechen, wenn ich mich an Ihn im Gebet wende?

Gottes Namen im Judentum

In "Exodus" beauftragt Gott den einfachen Hirtenjungen Moses, zum Pharao zu gehen und um die Freilassung seines Volkes zu bitten. Auf seine Bedenken und Einwände hin erhält Mose Gottes Zusage: „Ich werde mit Dir sein.“ Auf seine weitere Nachfrage, welchen Namen er den Israeliten als Auftraggeber nennen solle, erhält Mose die Antwort: ’ehyeh ’aʃer ’ehyeh', was etwa heißt: „Ich bin, der Ich bin“ und auch „Ich werde sein, der Ich sein werde“. So kommt es im Vers 14b zur grotesken Aussage: „So sollst du zu den Israeliten sagen: Der ‚Ich-bin-da‘ hat mich zu euch gesandt.“
Der jüdische Gott wird gelegentlich "Elohim" genannt, was eindeutig Mehrzahl ist und in etwa "die Starken" bedeutet. Ob es sich hier um einen "Pluralis Majestatis" oder um eine Erinnerung an alte babylonische Gottheiten handelt, gar um Neben-Götter, Engel oder Über-Menschen, das wissen wir nicht. Jedenfalls dauerte es, bis sich die vier Buchstaben JHWH als Bezeichnung für Gott durchsetzten. Ihre Bedeutung ist verloren gegangen. Am einleuchtendsten ist noch ein Bezug zum Verb "wehen": Der Gott der Israeliten war ursprünglich ein Wettergott.

Gottes Namen im Christentum

Die Frühchristen hatten das Problem, dass sich die römischen Kaiser ebenfalls als "Herr und Gott" anreden ließen, weshalb sie ihren Gott manchmal "Pantokrator" (Allherrscher) nannten. Im Christentum ist die Sache in zweierlei Hinsicht kompliziert: 1.) Der Gottesbegriff stammt aus dem Judentum, die Christen mussten sich aber davon absetzen. Das schafften sie, indem sie "JHWH" durch "Herr" ersetzten (Ausnahme: Zeugen Jehovas, Mormonen). 2.) Es gibt (mindestens) zwei göttliche Wesen, nämlich Vater und Sohn. Auch dieses Problem löste sich zwanglos: Jesus verwendete die aramäische Anrede Abba („Papa“) und lehrte seine Jünger im Vaterunser, Gott als „Vater“ anzurufen.
Aus Rücksicht auf die jüdische Tradition verfügte Papst Benedict XVI, Gott solle von Katholiken nicht mehr mit seinem jüdischen Namen bezeichnet werden, sondern nur noch mit "Herr" in der jeweiligen Landessprache. Unser Ausdruck "Gott" leitet sich vom mittelhochdeutschen "got" ab und bedeutet "(an)rufen". Danach wäre Gott das durch ein Gebet oder ein Zauberwort angerufene Wesen.

Gottes Namen im Islam

Der Ausdruck Allah entstand durch das Zusammentreffen des Artikels al und ʾilāh (Gottheit), also „der Gott“. Sprachgeschichtlich ist allāh verwandt mit dem hebräischen elōhîm. Der Ausdruck Allah darf von Nicht-Muslimen nicht verwendet werden. Im Januar 2010 kam es in Malaysia zu mehreren Anschlägen auf christliche Kirchen, die durch die Verwendung des Wortes „Allah“ durch die christlichen Ureinwohner Malaysias hervorgerufen wurden. In der Sprache der Malayen bedeutet Allah ebenfalls Gott.
Bekannterweise hat Allah nach alter Überlieferung 100 Namen, die sich aus seinen Eigenschaften ableiten. 99 dieser Namen kann und hat der Gläubige im Gebet zu nutzen, der hundertste Name ist unaussprechbar und den Menschen unbekannt. Interessanterweise lauten die ersten beiden Namen Allahs "der Erbarmer" und "der Barmherzige", Bezeichnungen, von denen Menschen, die in seinem Namen morden, offenbar noch nichts gehört haben.

16 Kommentare

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Wer weiß was 9 Milliarden sind? Es ist eine Zahl mit der die meisten Menschen nichts anzufangen wissen. Warum auch? Unsinn ist es aber auch dies mit Religion oder Gott in Verbindung zu bringen. Wichtig ist es, daß nicht der Fundalismus siegt. Fundalismus in Form von Religion und Politik und das noch in gemischter Form bringt nur Gewalt hervor. Glaube ist ein Hilfsmittel um das Leben in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Hier spielt der Name eines Gottes keine große Rolle.
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Hier gilt einiges zu beachten. Zum einen ist die offizielle Version bzgl. Religion, Bibel etc. vorgegeben von den obersten Funktionären dieser Vereine. Dem sollte man mit Skepsis gegenübertreten, wie Politikern. Stimmt das was sie sagen? Wer sich tiefgründig mit Geschichte beschäftigt, merkt schnell, das kann so alles gar nicht stimmen. Die Lehrmeinung ist eine Leermeinung. Sie ist konstruiert um die Menschen zu beherrschen. Es ist kein Geheimnis das der Vatikan mit der City of London (Finanzzentrum der Welt) und dem militärische Arm in D.C. zusammenarbeitet.

Doch zum Artikel: Die neun Milliarden Namen ist symbolisch. Die Sichtweise des Autor basiert darauf das Gott jemand übermenschliches irgendwo da draussen ist. Diese Annahme basiert auf Unterwerfung zu dieser Religion. Gott hat neun Milliarden Namen weil jeder Mensch (ca. 9 Mrd., ganz grob) Gott ist. Wer ist den Gott? Es ist der Schöpfer. Wenn ein Mensch (keine Person) Kinder zeugt, Kunst erschafft, Nahrung anbaut, was ist er dann? Ein Schöpfer. So ist das gemeint. Aber viele fallen auf die Religion rein, bei der es immer dieses unterdrückende oben und unten gibt. Das ist Machtausübung. Die Kirche in Rom ist die Vorlage für jeden Weltkonzern. Schaut mal genau hin.
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Eine Korrektur: Die Zeigen Jehova nennen Ihren "Gott" Jehova und nicht Jahwe. Den Passus: "Aus Rücksicht auf die jüdische Tradition verfügte Papst Benedict XVI..." finde ich als sehr aufschlussreich! Und jegliche Äußerungen bezüglich Dinge von denen man keine Ahnung hat, finde ich nicht nur destruktiv, sondern auch unwürdig. Diese Menschenseelen sind Bedauernswürdig...
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Diese ganzen Gottesvorstellungen, Religionen sind Menschenwerk und so auch seine Namen. Davon bin ich von Tag zu Tag mehr überzeugt. Auch SB hat dazu beigetragen in jüngster Zeit und ich danke daher den Missionaren für die weitere Aufklärung.
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... es wäre echt schön, wenn der Inhalt richtiger wäre.

z.B: Die Verwendung des "Kyrios" / "Herr" der Christen für Gott ist eine direkte Übernahme aus der jüdischen Tradition - man (Christen) war ja noch einige Zeit Jude - nie den Gottesnamen (Jahwe) auszusprechen, sondern als Ersatz immer "mein Herr" = "Adonai" zu sagen. Da der Großteil der antiken Juden Griechisch verwendete, sagten sie wie die Christen einefach "Kyrios". Es gab also kein Absetzten oder Ersetzen von Begriffen durch die Christen, sondern man sprach einfach wie die Juden. Der Unterschied, der beide dann zu getrennten Religionen werden ließ, ist und war, dass Christen auch Jesus Christus als "Herrn" und damit Gott glauben.

....und Papst Benedikt XVI empfahl und verfügte nicht!!! usw.
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Gott -er/sie/es- hat vielleicht einen Namen, braucht aber keinen. Die Menschen 'brauchen' einen Namen für Gott und sei es nur 'Herr' oder 'Vater'. Schließlich möchten sie, wenn sie schon mal das Gespräch suchen, 'jemanden' ansprechen.
Gott muss unbedingt einen Namen haben, damit der Mensch ansich nicht ins Leere betet, damit man weiß, mit wem man es zu tun hat auch im Gespräch mit anderen.

Doch wie verhält es sich mit uns Menschen? Nein, natürlich soll niemand angebetet werden (obwohl das auch manchmal schön ist ).

Gott muss also mit einem Namen, egal welcher es nun auch sei, angesprochen werden. Doch die allermeisten Menschen sind nicht in der Lage ihr Gegenüber, mit dem sie gerade reden, beim Namen zu nennen. Wie oft am Tag hört man seinen eigenen Namen? Wenn man gerufen wird, vielleicht. Oft funktioniert das auch ohne. Wenn man zu zweit allein ist, dann erübrigt sich das vielleicht auch, den Namen zu nennen. Oft wird ein Kosenamen eingesetzt, meist aber nur das 'du' hergenommen.

Dabei ist es doch schön, wenn man mit Namen angesprochen wird. Ich finde, es ist auch eine gewisse Wertschätzung, wenn der/die andere den Namen nennt und dann sagt, was er/sie sagen möchte...

Nein, Gott 'braucht' keinen Namen. Er ist unerheblich, denn Gott weiß schon, wann er gemeint ist. Die Menschen brauchen einen Namen. Sie meinen allesamt den selben Gott und wenn sie damit ihre Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, ist das völlig in Ordnung. Leider aber schreiben sie ihm unterschiedliche Eigenschaften zu und aus diesem Grunde gibt es so viel Verwirrung, welcher nun 'der richtige' sei.
Michael, danke für Deinen wertschätzenden Kommentar.
Ich weiß nicht, ob Gott seinen namen bekannt gemacht hat und ob er sich überhaupt einen gegeben hat. Bei den Idianern heißt er Manitou und in einer Geschichte von Erich Kästner, in der er Zeus begegnet (sehr unterhaltsam!) erklärt Zeus, dass über ihm noch einer ist, ohne Namensnennung. Das nur am Rande und nicht (ganz) ernst zu nehmen.
Wenn wir von Gott, Jehova, Jawe, Manitou oder auch Allah sprechen, meint doch jeder zwar 'seinen' Gott aber trotzdem, das weißt Du genauso gut wie ich, gibt es nur einen. Um uns zu verständigen, ist es auch sinnvoll einen Namen zu benutzen, letzlich sind den Namen auch Eigenschaften zugeordnet. Und ich finde viele Eigenschaften gar nicht mal so gut. Das darf ich auch, weil es menschliches Interpretieren und Zuordnen ist.

Was ich nun meine ist, dass Gott keinen Namen BRAUCHT, weil er gar nichts braucht. Gott ist einzig! Es gibt nun nichts aber auch rein gar nichts, was er jemals brauchen könnten würde müsste, was er sich nicht selber geben kann. Gott hat schlichtweg keine Bedürfnisse. Wenn er Bedürfnisse hätte, wäre er/sie nicht Gott.
Du verstehst, was ich meine?
! Da stimme ich doch mal mit Dir überein. Das passiert ja nicht allzuoft. Aber guck mal, wenn man in einer Richtung am Strang zieht, ist alles gleich leichter, als wenn man ein Tauziehen veranstaltet.
Auf diese sehr wichtige erkennende Aussage von Dir, komme ich u.U. zurück!
Ich bin der ich bin das ist der Name Gottes
In meiner Todesnot stellte sich Gott mir als der "ICH BIN DA" vor, was gleichgestellt dem Namen "Ich bin, der ich bin" ist.
Darf ich das noch etwas ausführen ?
Es gibt noch weitere Übersetzungsmöglichkeiten des Namen Gottes.
Ich bin was/wie ich bin.
Ich verursache was/wie ich verursachen werde.
Ich werde sein, was/wie ich sein werde.
Ich werde verursachen was/wie ich verursachen werde.
Er verursacht, was ins Sein kommt.
Ich werde wirkend sein, wie ich wirkend sein werde.
Ich werde mich erweisen, als was ich mich erweisen werde.
Er veranlasst zu werden.
Danke euch alle für diese ausführliche Infos,hat mich gefreut
so was zu hören.
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Guten Tag
Peter Ripota

Vielen Dank für diese Ausführungen!
Es ist in unserer modernen Zeit, wenig übrig geblieben bei den Menschen die Gott anerkennen. Die bösen Mächte dieser Welt wollen gar nicht einen Herrscher noch einen der in der Lage ist über alles Macht zu haben. Sie und Jürgen Block bringen zum Ausdruck, Er ist verantwortlich und hat alles in seinen Händen.
Aber genau wie in alten Zeiten damals wurden durch Abgötterei die eigenen Vorstellungen und Wünsche zum Vorteil der Menschen eingebracht, sogar Säuglinge wurden geopfert. Alle Macht wurde dem Alleinigen Gott abgesprochen, somit wollte der Mensch frei sein und handelte sich Unfreiheit ein, denn wenn der oder die nicht diesem fixen Gott anerkannte so waren schreckliche Strafen vorgesehen.
Unsere Zeit hat auch viele neue Götter kreiert und die Menschen sollen ihnen folgen. Moderne hat genauso ihre Götter wie damals. Alles läuft wieder auf einen Punkt im Zeitgeschehen hin wo der Mensch dem einzigen Gott die Gefolgschaft verweigert weil er meint er ist schon so Klug und technisch bewandert, er wisse nun wie alles funktioniert und kenne alle Zusammenhänge - obwohl Vieles fehlt ist er Stolz und bringt täglich neue Errungenschaft in der Wissenschaft hervor. Er will der Herr sein und hinterlässt Dem der über alles regiert einen Müllhaufen auf dem Lande und den Meeren im Menschen und seinem Geist.
Ich habe von noch keinen Wissenschaftler gehört er wäre mit Affen verwandt und seine Linie würde dies beweisen. Täglich wird im TV und Medien darüber berichtet eine neue Erde zu finden sie wären nahe daran. Übrigens würde angeblich das viele Wasser der Meere der Erde durch Meteoriten etc. auf die Erde gelangt sein. Der Urknall ist gar nicht möglich wegen der schwarzen Energie und die Unendlichkeit ist eben über den Horizont von 900 Trillionen und mehr Lichtjahren gar nicht sichtbar. Gravitation ist im Zusammenhang mit schwarzer Energie der Netzfeldenergie vorhanden sie schließt einen Urknall aus.
Immer neue Erkenntnisse stellt man bei abgeschlossen Bereichen fest.
Der Mensch will ohne Gott klarkommen, ich sehe dies bei der Realität zurzeit unter keine Umständen so.

Ich danke für Ihren Beitrag
Mit freundlichen Grüßen
Eric Hoyer
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Danke für den Beitrag!
Wir wissen alles über dich,Denk an dein Urteil
Du wirst bald!!!!!!!!!!!!!!!! noch kannst du deine Seele retten,
Kehre um du bist vom Weg abgekommen,es ist noch nicht zu spät.
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