Erleuchtung 3

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Erleuchtung, die aus der Ablegung der Knechtschaft der Körperlichkeit resultiert, ist im allgemeinen eine Wahrnehmung der Selbstvergöttlichung. Diese Erhebung des ICH führt viele zu der Schlußfolgerung, daß sie gar Gott seien. Der monotoistischen Anschauung nach ist eine solche Schlußfolgerung völlig logisch, da der Schöpfer und das Geschaffene alle gleicheer Essenz sind. Wird die Erleuchtung in dieser Weise erfahren, wird Gott zu einem unpersönlichen Prinzip reduziert. Es ist vorbei mit allen Vorstellungen von Gericht und moralischer Rechenschaftsverpflichtung. Die eigene Erleuchtung wird zum Schiedsrichter aller Taten und zum Maßstab aller Wahrheit. Alle Vorgänge, die zur Erleuchtung führen, und alle kultischen Systeme, die ihre eigene Erleuchtung erlangen, müssen auf folgenden Voraussetzungen basieren: 1. Das Denken und der Körper behindern das Vordringen zur Wahrheit durch die begrenzende Wahr- nehmungsfähigkeit der Sinne, 2. eine universale Einheit des Geistes durchdringt das Universum, deren Essenz schließt die Natur Gottes und die Seelen der Menschen mit ein, und 3. Zeit, Raum und Materie sind illusionär, deswegen unfähig, das Gute wahrzunehmen.

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