Gibt es Gott?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Alle philosophischen Gottesbeweise können nur eins beweisen: daß es so nicht geht, daß Gott nicht zu beweisen ist. Wie könnte es auch anders sein, denn wären sie - oder wenigstens einer von ihne n - schlüssig, so könnte nur Dummheit Gott verneinen.. Atheismus aber ist in seinem Zweifel an Gott keine Dummheit, kein Mangel an intelligenz, sondern ein Mangel an Vertrauen, an Glaubensfähigkeit. Mit In- telligenz hat dieser Zweifel viel weniger zu tun als man zunächst meint, denn intelligent sind wir alle, die wir uns ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen! Nicht Mangel an Intelligenz, sondern ihr einseitiger Überhang führt zum Zweifel. Diese anfrage, ob es IHN gibt, kann daher allenfalls in ihrer Form über die Intelligenz des Fragenden unterrichten, in ihrer Tiefe zeigt sie seinen sellischen Zustand an. Die Frage ob es IHN gibt, ist daher nicht zu verstehen. Sie setzt widerstand und Verlassenheit voraus und rührt nicht an Fragwürdiges, sondern Ungeheures, nämlich an die Möglichkeit, es gäbe IHN nicht. Man dieser Frage, wenn sie Beweise fordert, nicht beantworten, aber man braucht sich ihr daher auch nicht zu unterwerfen. Man muß ihr standhalten. Man darf sie sogar verachten, wie es Rilke tat, als er in sein Tagebuch schrieb:>Oh, ihr Menschen, wenn sie euch Gott bringen, die braven, gelehrigen Hunde, die ihn mit Lebensgefahr, apportiert haben, dann nehmt ihn und schleutert ihn wieder hinaus in die Unermeßlichkiet. Denn Gott soll nichts ans Ufer gebracht werden von den braven, gelehrigen Hunden. Er ist nicht in Gefahr auf seinen wogenden Wassern, und eine große künftige Welle wird ihn an Land heben, welches seiner würdig ist.< Der Atheist möge die Beweislast tragen , er möge seine Zweifelslat "apportieren" und beweisen, daß es Gott nicht gibt. Es gibt auch keine Bweise gegen Gott. Sir Karl Popper, der Erkenntnistheoretiker sagt folgendes:"Es gibt kein Kriterium , an dem wir die Wahrheit erkennen können", so folgert er und fährt dann fort:"Es gibt aber Kriterien, die es uns ermöglichen, Irrtümer und Unwahrheiten als solche zu erkennen." Wenn das gewiß ist - so sagt Popper, dann ist es unzulässig, weil unsinnig, nach Beweisen für als Wahrheitskriterium für die Existenz Gottes zu fragen. Es bliebe allenfalls möglich zu fragen, ob der Glaube an Gott ein Irrtum oder eine Unwahrheit ist, die sich eindeutig als solche erweisen läßt Es bliebe also: Beweise anzubringen für einen solchen Irrtum - aber das wäre, wie schon gesagt, Sache der Atheisten.
Joachim Illies

Der gefeierte australische Atheist und Politiker Bill Hayden konvertierte im Alter von 85 Jahren zum Christentum. Der ehemalige Aussenminister wurde einst zum «Humanist des Jahres» gewählt. Doch ihn quälte die Sinnfrage, die er im christlichen Glauben beantwortet wusste. Heute sagt er: «Ich werde für Gott bürgen.»

Der Physiker Albrecht Kellner zeigt, dass es für Menschen, die es gewohnt sind, logisch zu denken, kein Widerspruch ist, an Gott zu glauben. Im Gegenteil: Die Bibel will auch mit dem Verstand gelesen werden. Der Autor gibt ehrliche Einblicke in seine persönliche Entdeckung, dass das Christentum keine Religion ist, bei der es darum geht, blind Regeln einzuhalten, sondern einer befreienden Revolution gleichkommt. Ein Plädoyer für den Glauben an den Gott der Bibel.