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Michael Schmidt-Salomon - Einflussreicher Ideengeber und Philosoph

Michael Schmidt-Salomon - Einflussreicher Ideengeber und Philosoph

20.09.2018, 07:19 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Michael Schmidt-Salomon:

"Wir leben im Zeitalter des Empörialismus. Wer auf die Gefahren des politischen Islam hinweist, wird im Handumdrehen als Rassist abgestempelt, wer aufzeigt, dass nicht alle Muslime vom Dschihad träumen, als unverbesserlicher Gutmensch vorgeführt", so Michael Schmidt-Salomon. Er setzt sich mit der Polarisierung, den Prinzipien der offenen Gesellschaft und den Grenzen der Toleranz auseinander. Der Philosoph und Schriftsteller zählt zu den einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum und plädiert in einer neuen Streitschrift dafür, die offene Gesellschaft zu schützen durch eine zunächst paradox anmutende Formel: "Abschreckung durch Freiheit". (YouTube)

Buch-Tipp: "Die Grenzen der Toleranz: Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" (2016) von Michael Schmidt-Salomon

19 Kommentare

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Selbst der Dalai Lama empörte sich in einer öffenlichen Veranstaltung über die Kriege, die "im Namen Allahs oder Gottes" ausgefochten werden.
  • 20.09.2018, 12:55 Uhr
Sehr gut fand ich den Satz von Schmidt-Salomon, "je größer das Geltungsbedürfnis um so größer ist das Vergeltungsbedürfnis." !

Auch was er über Lagerdenken sagt, überzeugt: z.B. Wenn ein Argument der AfD stimmt, dann ist das zu akzeptieren.

Natülich zerfällt ein so langes Gespräch in viele Facetten, die alle jeweils eine intensivere Diskussion verdient hätten.
  • 20.09.2018, 16:52 Uhr
Richtig, es handelt sich ja auch um ein Interview.
  • 20.09.2018, 18:54 Uhr
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Nix gegen Schmidt-Salomon, obwohl ich nicht immer mit ihm einverstanden bin.
Ein halbstündiges Video ist mir zu lang, ich gehe mal davon aus, dass du das Thema zusammengefasst hast.

Ich hab mir dazu das letzte Sarrazin-Buch gekauft und jetzt erst verstanden, warum so viele Menschen vor dem Islam Angst haben.

Ich vertrat und vertrete immer die Ansicht, dass eine Minderheit von Muslimen, die nach Deutschland kommt, im Laufe von wenigen Generationen ihre Tiefgläubigkeit ablegen wird, das ist jedenfalls meine Erfahrung in meiner Umgebung hier auf dem Land. Wer im Süden Berlins wohnt, wird wahrscheinlich einen anderen Eindruck haben.

Ich halte die offene Ablehnung des Islam (wie auch aller anderen Religionen) für grundfalsch. Man kann Zuwanderern nicht mit Gewalt ihre Religion entreissen, das zeigen doch Erfahrungen aus der Geschichte. Das Gegenteil wird erreicht: sie igeln sich ein, fühlen sich (zu Recht) diskriminiert und lehnen ihrerseits die bestehende Gesellschaft ab. Das Gegenteil wäre richtig: bereitwilliges Eingehen auf und Interesse an der "fremden" Religion würden Zuwanderer eher die Vorteile unseres Gesellschaftssystemes erkennen lassen und die Lockerung ihrer überkommenen religiösen Vorstellungen bewirken. Kein Mensch sollte dann etwas dagegen haben, das der Islam so etwas wie die "dritte Konfession" neben Katholen und Evangelen werden würde - mit zunehmender Bedeutungslosigkeit, wie das bei den Christenkirchen ja auch der Fall ist.
  • 20.09.2018, 08:38 Uhr
Deutsche Protestanten haben in dem erzkatholischen Polen jahrhundertelang friedlich zusammengelebt.
Die konfessionellen Unterschiede waren natürlich nicht so erheblich wie die zwischen Christen und Muslimen.

EInfach zuzuwarten, was sich hier "von allein " an Übereinstimmung ergibt, halte ich für falsch und kulturblind.
Da wir das Gastland sind, sollte den muslimischen Einwanderern von allem Anfang klar gemacht werden, was hier einfach nicht mehr geht: Verschleierung der Frau, Uhterdrückung der Frau, Ehe zu fünft, und als Erfordernis die absolute Trennung von Religion und Staat.

Arabische Clans mit eigener Rechtsprechung gehören nicht in dieses Land.
  • 20.09.2018, 17:21 Uhr
wize.life-Nutzer Wenn du auf dem Land lebst erklärt das mir ein wenig besser deine Sichtweise. Die Brennpunkte des Geschehens auch im Zusammenhang mit Islam sind in Städten.
  • 21.09.2018, 08:42 Uhr
Knight,

Da bin ich einverstanden. Wer mal durch den Süden von Berlin fährt (ich mache da manchmal Fahrradausflüge) der wundert sich, weil er da in eine ganz andere Welt eintaucht. Da kann man schon den Eindruck gewinnen, diese Gesellschaft könnte sich evl. in Deutschland ausbreiten und befürchten, eine Masseneinwanderung könnte unsere ganze Kultur überwuchern.

Man darf aber nicht übersehen, dass es sich nur um einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung handelt.
Ich halte es weiterhin für grundfalsch, sich von diesen Menschen zu distanzieren. Sie dürfen nicht zu Ansicht kommen, dass sie von den Einheimischen nicht und nie akzeptiert werden, weil sie sich dann einigeln und auf Dauer eine eigene Subkultur bilden. Sie sollten aus ihrem Ghetto herauskommen, z.B. ihre Arbeitsplätze ausserhalb haben, Bekannte und Freunde dort finden und - ganz wichtig - auch Einheimische heiraten.

Haben sie sich erst einmal in ihrem Ghetto eingerichtet, daran gewöhnt von illegaler Arbeit zu leben - wie Drogenhandel etc. - und den deutschen Staat nur als Hartz 4 -Bezahler wahrnehmen, dann ist es sehr schwer, diese Ghettoisierung wieder aufzuheben. Bildung dürfte das Wichtigste sein! Wer sieht, dass sein Nachbar etwas gelernt hat, sein Deutschkenntnisse verbessert hat und dann schliesslich gutes Geld verdient, kann sich das zum Vorbild nehmen. Diese Hartz 4-Ghettos gibt es übrigens auch bei der einheimischen Bevölkerung!

Die Einwanderer müssen in die deutsche Gesellschaft "hineindiffundieren". Sie werden aber immer anders sein, eine andere Hautfarbe, eine andere Religion haben, andere Feste feiern etc. Das darf uns nicht stören, wir sollten es als willkommene Bereicherung nehmen.
  • 23.09.2018, 11:06 Uhr
Grad in Berlin war auch ich zeitweise viel mit Fahrrad unterwegs.
Ich sehe da keine Bereicherung, wenn sich da Banden bilden, Clans und auf Kosten unserer Sozialkassen gelebt wird oder von kriminellen Aktivitäten. Da muss aus meiner Sicht mehr Klarheit und Härte her.
Und ganz speziell diesem Islam sehe ich äußerst kritisch, solang da keinerlei reformatorische Ansätze erkennbar sind. Allah sollte nicht in Deutschland bestimmen und sooo wenige sind es ja nun auch nicht, die auf dem Trip sind.
Wer sich nicht als Gast benehmen kann, gehört raus. Diesbezüglich bin ich nicht kompromissbereit.
  • 23.09.2018, 11:33 Uhr
Knight,

Was Härte gegen Kriminelle betrifft, bin ich gerne einverstanden, solange dieselbe Härte für Zuwanderer wie für Einheimische gilt.

Bandenbildung und Clans auf Kosten unserer Sozialkassen sind nicht die Ursache für Fremdenfeindlichkeit sondern deren Folge.

Wer es Zuwanderern unnötig schwer macht sich zu integrieren, wer Zuwanderer mit dem Generalverdacht belegt, sie gehörten einer Bande an oder sie würden unsere Sozialkassen betrügen der fördert gerade die Dinge, die er anprangert.

Im Übrigen ist es leider so, dass Einheimische die Sozialkassen sehr viel stärker plündern und betrügen als Zuwanderer. Zuwanderer können die Laschheit der Kontrollen nur deswegen ausnutzen, weil diese Kontrolle im Interesse von gewissen Einheimischen so lasch gehandhabt werden.

Was die Religion betrifft: es scheint tatsächlich so zu sein, dass sich manche Muslime uns Einheimischen überlegen fühlen, weil sie meinen, sie hätten als Einzige die "richtige" Religion. Das war auch für mich überraschend und verstörend, wird uns doch offiziell gepredigt, die Zuwanderer kämem zu uns, um unseren (Asyl-)Schutz zu suchen. Seinem Beschützer fühlt man sich ja im Allgemeinen nicht überlegen. Ich sehe das so, dass Zuwanderer selber merken müssen, dass sich ihre eingebildete Überlegenheit höchstens auf ihre Religion bezieht (auch Christen meinen ja manchmal, sie müssten Muslime "bekehren"), und dass sie als Zuwanderer trotzdem ganz unten auf der sozialen Leiter anfangen müssen. Wir Einheimischen sollte aber dafür sorgen, dass sie es schaffen, von den untersten Stufen aufzusteigen, sonst kriegen wir genau die Zustände, wie wir sie grade in bestimmten Ghettos erleben.
  • 23.09.2018, 17:27 Uhr
Deine Meinung kann ich so nicht teilen.
Gerade so Familienclans sind ja gezielt eingewandert - u.a. in Berlin, um hier ihr Unwesen zu treiben und unserer Staat hat da nicht genügend hingeschaut.
Mehrfachidentitäten wie bei Zuwanderern findet man bei Einheimischen nicht und diese werden auch konsequenter kontrolliert.
Es sind nach wie vor 100-tausende illegal im Land.
Ich finde dein Bild von der Sachlage ziemlich verschroben.
  • 23.09.2018, 19:07 Uhr
Knight,
Es können doch nicht einfach Familienclans einwandern, wie sie wollen. Dafür braucht man Visa, Aufenthaltsgenehmigungen etc. Das einzige Einfallstor ist das Asylrecht.
Ich gebe dir da recht, auch mir scheint es, dass da allzu großzüging verfahren wird.
Wenn solche Familienclans als Asylanten eingereist sind und kriminell werden (wahrscheinlich waren sie das von zu Hause aus so gewohnt) muss der Staat natürlich eingreifen. Kriminelle Asylanten sollten abgeschoben werden.
Mehrfach-Identitäten und Illegale müssen bekämpft werden, auch da gebe ich dir recht. Man sollte deswegen aber nicht alle Asylanten unter Gereralverdacht stellen. Schwarze Schafe gibts auch bei Einheimischen.
Jedefalls ist das alles kein Grund zur Panik oder gar für Fremdenhass. Lasst die Kirche im Dorf!
  • 27.09.2018, 12:39 Uhr
Volker, man meint, Du lebst irgendwie abgeschottet in deinem kleinen Dorf. Seit 3 Jahren spitzt sich die politische SItuation zu, in allen größeren Städten gibt es arabische Clans, die ihrer eigenen Gesetzgebung folgen, die nicht im entfernstesten etwas mit INtegration am Hut haben, und du lebst ganz naiv in den Tag hinein.

Allerdings vermute ich eher, dass gewisse User gar nicht den Mut haben, sich politisch einzumischen.
  • 27.09.2018, 12:48 Uhr
Volker es geht u.a. auch darum, dass nur ein Bruchteil der speziell seit 2015 einreisenden wirklich Asylanten sind. Deine - leider von vielen anderen auch gepflegte Verharmlosung der illegalen Migration und deren unheilvolle Wirkung im Land finde ich schon erschreckend.
  • 27.09.2018, 13:17 Uhr
Knight,
Ich hab auch schon gelesen - vor Jahren schon - dass über 90% der Asylanträge abgelehnt werden sollen. Ich versteh auch nicht -falls das stimmt - wieso nicht mehr Schein-Asylanten abgeschoben werden. Ob die Entscheidung schwierig ist? Oder sind es keine 90 %? Ich weiss es nicht.
  • 30.09.2018, 16:09 Uhr
Edith,
Jeder kann nur aus den eigenen Erfahrungen lernen. In meiner Umgebung gibt es diesbezüglich kaum Probleme. Eher von seiten der Chinesen und Thais, die eigene Restaurants eröffnen und das Finanzamt bescheissen.
  • 30.09.2018, 16:11 Uhr
Volker, Wenn du nicht einmal weißt, warum die abzuschiebenden Asylanten, d.h. 80 % , im Land bleiben und geduldet werden, liest du wohl keine Zeitung oder informierst dich nicht , was im Land so vor sich geht.

Manche LÄnder sind nicht bereit, ihre Landsleute wieder zurückzunehmen, zumal einige ja schon als Kriminelle aufgefallen sind.
2. erscheinen diese leute überhaupt nicht zum AbFlugtermin, sondern müssen vorher in einem Haus, keinem Gefängnis, bewacht und eingeschlosen werden.

Die bürokratischen Hürden sind so groß, dass man lieber alle Augen zudrückt. Die so Geduldeten ziehen dann vor Gericht - der Staat zahlt ja alles - , das dauert schon eine gewisse Zeit, ein paar Jahre locker auf der faulen Haut liegen, das nimmt man gern mit.

Und dann entstehen diese Kreise, in denen mit Drogen gehandelt wird, mit Messern Streit ausgetragen wird etc.
  • 30.09.2018, 17:18 Uhr
Edith,

Ich hätte auch nichts dagegen, dass abgelehnte Asylbewerber im Land bleiben, wenn sie sich integrieren können. Das wird ja grade unter dem Stichwort "Spurwechsel" diskutiert. Einziges Gegenargument ist anscheinend, dass man damit nur noch mehr Schein-Asylanten ins Land locken könnte.

Diese "Kreise, in denen mit Drogen gehandelt wird" entstehen deswegen, weil diese Menschen nicht arbeiten dürfen. Es gibt sicher auch solche, die nicht arbeiten wollen. Aber Arbeitswilligen und -fähigen das Arbeiten zu verbieten führt ja zwangsläufig zu solchen Gesellschaften.

Dabei wär es so einfach, die Integrationsfähigen von den Anderen zu trennen: über eine Art "zweiten Arbeitsmarkt", wo die Betreffenden gemeinnützige Arbeiten verrichten und gleichzeitig Sprachkurse besuchen können. Wer nach einer gewissen Zeit eine Sprachprüfung nicht besteht und in keine richtige Arbeit vermittelt werden kann UND nicht als Asylant anerkannt wird, muss gehen. Der kriegt kein Geld mehr und wird abgeschoben - basta.
  • 03.10.2018, 13:41 Uhr
wize.life-NutzerDu hast offenbar noch eine Idealvorstellung von einer funktionierenden Bürokratie.
Die wurde spätestens seit 2015 im Bezug auf Zuwanderung völlig überlastet und außer Kraft gesetzt mit Nachwirkungen bis heute.
Das ganze spielt sich bevorzugt in größeren Städten ab, so dass du davon viell. echt nix mitbekommst.
  • 03.10.2018, 14:52 Uhr
Knight,

Oh nein, ich kenne die Bürokratie leider ziemlich genau...
Sie mahlt langsam, ist aber letztendlich erfolgreich.

Aber klar, ich wohne nicht in der Großstadt. Ich sehe hier auf dem Land gut integrierte Muslime, mit Deutschen verheiratet, allesamt seit Jahren erfolgreich in ihrem Beruf. So sollte es doch sein, nicht wahr. Hier gibt es keine Probleme, ausser denen, dass Einheimische andauernd die Zuwanderer als Terroristen verdächtigen...
  • 06.10.2018, 07:09 Uhr
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