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Martin Heidegger - Sein und Zeit

Martin Heidegger - Sein und Zeit

23.09.2018, 23:59 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Sein und Zeit

ist das Hauptwerk der frühen Philosophie von Martin Heidegger (1889–1976). 1927 erschienen, gehört es seitdem zu den Jahrhundertwerken der Philosophie im 20. Jahrhundert.
Heidegger versucht in ihm, die philosophische Lehre vom Sein, die Ontologie, auf ein neues Fundament zu stellen. Hierzu vereint er zunächst unterschiedliche methodische Strömungen seiner Zeit, um dann mit ihnen sukzessive die traditionellen philosophischen Auffassungen als verfehlt zu erweisen (zu „destruieren“). Die philosophischen Vorurteile prägen nach Heidegger nicht nur die gesamte abendländische Geistesgeschichte, sondern bestimmen auch das alltägliche Selbst- und Weltverständnis.

Das Werk, das häufig als SZ, seltener SuZ abgekürzt wird, gilt als Anstoß der modernen Hermeneutik und Existenzphilosophie und prägt bis heute die internationale philosophische Diskussion. Es ist grundlegend für ein Verständnis der Hauptwerke von Philosophen wie Jean-Paul Sartre, Hans-Georg Gadamer, Hans Jonas, Karl Löwith, Herbert Marcuse und Hannah Arendt. Einflüsse und Anreize empfingen außerdem die Philosophen Maurice Merleau-Ponty und Emmanuel Levinas und die japanische Kyōto-Schule. In der Psychologie griffen Ludwig Binswanger und Medard Boss Ideen auf, in der Psychoanalyse Jacques Lacan. Der französische Strukturalismus und Poststrukturalismus sowie Dekonstruktion und Postmoderne verdanken Heidegger entscheidende Anregungen. (Wikipedia-Auszug)

Martin Heidegger - Sein und Zeit (Vortrag aus dem Jahr 1962)

16 Kommentare

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Aus Versehen bin ich einmal im 2. Semester in eine Vorlesung von Heidegger geraten. Meinen Eindruck habe ich einmal so zusammengefasst:
"Nach der Vorlesung musste A. sie trösten, denn sie hatte nichts verstanden. "Un-Zuhause" hatte sie allerdings verstanden, während die einheimischen Studenten sich daran stießen. Sie, die Heimatlose, die Unbehauste, die Ausgestoßene, die Vertriebene, die Kriegswaise, die Randexistenzielle, die Armseiende, die dem Nichtsein-Entkommene, im Sein-Noch-Nicht-Angekommene. A tröstete sie mit dem Hinweis, selbst für ihn im 5. Semester sei Heidegger eine echte Herausforderung, sie solle doch lieber eine Einführung in die Philosophie belegen." (Auszug)

Hoffentlich hat er die Sprache in diesem Vortrag nicht so g e f o l t e r t , wie er es damals tat.

Dann bin ich ja gespannt, ob ich etwas j e t z t verstehe, nach all den Einführungen in die Geheimnisse der Zeit, die man hier schon entdecken durfte.
  • 24.09.2018, 09:17 Uhr
Zuerst einmal finde ich seine Intonation unangenehm.
Was den Inhalt angeht, finde ich ihn genau so verworren wie damals, also ich bin in 50 Jahren nicht klüger geworden.

Ist seine Aussage nun mit Einsteins Erkenntnis deckungsgleich. ? ?

Ich konnte es nicht zu Ende anhören - es kommt einer sprachlichen und lautlichen Folter gleich.

Sein =? Anwesen? ..... grauenhaft

Frank, kannst du den Inhalt mal in 10 kurzen Sätzen zusammenfassen?

Jetzt kommt auch noch ein Abwesen - nein, das halte ich nicht aus!
  • 24.09.2018, 13:26 Uhr
wize.life-Nutzer
Heideggers Stimme erinnert an diejenige des Vorsitzenden des Staatsrats der DDR, Walter ULBRICHT... und die klang sehr unsympathisch.

Wie konnte sich die Hannah Arendt nur in diese Stimme verlieben, er muss etwas anderes Liebenswertes an sich gehabt haben, oder?
  • 24.09.2018, 15:20 Uhr
Ach, deswegen ...

Warum ist der so berühmt geworden? Manches lässt sich einfach nicht verstehen.
Er soll, glaube ich, auch jemand verehrt haben, der Deutschlands Ansehen auf ewig geschadet hat.
  • 24.09.2018, 15:25 Uhr
SEIN & ZEIT:
"Heideggers Sprache ist gewöhnungsbedürftig. Er benutzt altertümliche Satzkonstruktionen, viele Neologismen und Bindestrich-Wörter (etwa In-der-Welt-sein, Zeugganzes).

Dies entspringt Heideggers Vorhaben, sich von der bisherigen Philosophie zu lösen und Wörter neu zu gebrauchen, um ausgetretene Denkpfade zu verlassen.

Hinzu kommt, dass Heidegger viele Wörter verwendet, die zwar aus der Alltagssprache bekannt sind, mit ihnen aber etwas ganz anderes meint (etwa Sorge, Angst)."

"Verschiedene Kritiker machen Heidegger die schlechte Verständlichkeit des Werks zum Vorwurf. Einige Kritiker – so etwa der Philosoph und Soziologe Hans Albert – sind der Ansicht, das Werk sage im Ganzen recht wenig, jedenfalls wenig Neues, und verschleiere dies mit vielen Worten." (Wikipedia-Zitate)
  • 24.09.2018, 15:27 Uhr
Dass Du es schaffst, mit Hilfe von Wikipedia einen weltberühmten Philosophen so zu entthronen, spricht ja nun wieder für Dich

Aber vielleicht haben die Verfasser von Wikipedia eben auch noch nicht die Feinheiten des Werks erkannt.
Damals bin ich regelrecht erschlagen aus dem Hörsaal getaumelt. Dachte, nun ist alles vorbei.
Später - d.h. vor ein paar Jahren als Gasthörer .- habe ich einen großartigen jungen Professor über Nietzsche reden hören. Der war brillant und mutig, denn jahreöang hatte man sich um Nietzsche herumgedrückt.

Und Prof. Halfwassen, Verfasser eines Werks über PLotin, war super., Er sagte z.B. auch u.a., man könne GOtt nur NEGATIV definieren.
Daraufhin schrieb ich ihm eine Email , das stünde auch in den Veden (neti neti) ! Diese Übereinstimmung fand ich brillant.

Leider bekam er immer im SS Heuschnupfen und dann fiel die Hälfte der Stunden aus.

Meine Bemühungen um die Philosophie versackten sozusagen immer im Ungewissen oder Unerfreulichen. Muss ich das als Hinweis verstehen
  • 24.09.2018, 15:38 Uhr
wize.life-Nutzer
Die kritischen Stimmen sind ja nicht die Stimmen von Wikipedia.

Wikipedia bündelt diese Stimmen lediglich und zitiert sie.

Ergo, nicht Wikipedia "entthront" Heidegger, sondern Fachleute, die bei Wikipedia lediglich zu Wort kommen.

Vielleicht solltest du dich mal etwas näher mit dem Sinn & Zweck von Nachschlagewerken beschäftigen?
  • 24.09.2018, 15:53 Uhr
Du unterschätzt mich ZIEMLICH: Ist doch klar, dass wikipedia von Laien erarbeitet worden ist.- DU nennst sie Fachleute, das ist in jedem Fall zu überprüfen.
Es ist ganz allgemein ein Zugeständnis an die Trägheit der Menschen und/oder ihren Zeitmangel, dass dieses Werk entstand. Es hilft dem, der sich mit oberflächlichem Wissen zufrieden gibt.

Damit kann hoffentlich jeder leben. Warum sollte man kostspielige Enzyklopädieen kaufen, wenn es so ein praktisches kostenloses Angebot gibt.
Ich nutze es vorwiegend zu anderen Zwecken.

Vielleicht solltest du dich mal etwas näher mit deiner Herablassung beschäftigen, die du gern so ganz lässig rüberbringst
  • 24.09.2018, 16:29 Uhr
Ich lese jetzt S. , nutze also Deine Zeit vollwertiger Trotz Einstein hat der Tag immer noch zu wenige Stunden für alle Bedürfnisse.
Vielleicht sollte der Mond etwas langsamer laufen, aber wer bettelt schon um sowas.
  • 24.09.2018, 16:32 Uhr
wize.life-Nutzer
Laien - Dilettanten - Kenner - Fachleute - Spezialisten?

Auch Laien können Richtiges und Spezialisten viel Unsinn schreiben.

Das ist nicht nur bei Wikipedia so, sondern im ganzen Internet bzw. sonstigen Info-Quellen.

Ich stelle fest, dass du vom Enzyklopädie-Prinzip bei Wikipedia nichts verstehst, denn sonst wüßtest du, dass es bei Wikipedia sehr viele Experten-Artikel (Exzellenz-Artikel) gibt, über deren Querverweise, und das daraus resultierende Schneeballprinzip, der Interessierte sehr tief in bestimmte Themenbereiche eindringen kann.

Man sollte sich eben immer darüber informieren WAS und mit welcher QUALITÄT man etwas liest.
  • 24.09.2018, 16:50 Uhr
wize.life-Nutzer
>>> Damit kann hoffentlich jeder leben. Warum sollte man kostspielige Enzyklopädieen kaufen, wenn es so ein praktisches kostenloses Angebot gibt.
Ich nutze es vorwiegend zu anderen Zwecken. <<<
____________________

Du scheinst in diesem Bereich wenig Ahnung zu haben, denn traditionelle, gedruckte Enzyklopädien, sind nach wenigen Jahren veraltet und die Verlinkung ist auch nicht in dem Maß wie bei Wikipedia möglich.

Wikipedia ist nicht ALLES, aber mit Wikipedia ist im Bereich des "Infotainment" sehr viel möglich und machbar.
  • 24.09.2018, 16:56 Uhr
wize.life-Nutzer
Im übrigen, nur weil deine ESOTERIK in vielen Wikipedia-Artikeln ziemlich kritisch bzw. zurückhalten bewertet wird, muss Wikipedia nicht minderwertig sein, ganz im Gegenteil. Was "Wolkenkuckucksheim" ist, wird bei Wikipedia auch meistens so benannt.
  • 24.09.2018, 17:02 Uhr
Da hast du nun mal wieder viele Möglichkeiten gehabt, deine gewisse Engstirnigkeit als fortschrittlich darzustellen.
Da ich das nun hinreichend gewöhnt bin, lasse ich es einfach unter den Tisch fallen.
  • 24.09.2018, 17:42 Uhr
Mehr sage ich nicht, sonst erscheint ja immer Frau ALP, ein super Beispiel für Deine Resilienz!!!
  • 24.09.2018, 17:43 Uhr
Fortschritt ist ein sehr volatil-relativistischer Begriff.
  • 24.09.2018, 17:58 Uhr
Hattest nicht DU die Resilienz bereits für DICH reserviert?
  • 24.09.2018, 17:59 Uhr
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