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Philosophie des Geldes

Philosophie des Geldes

24.09.2018, 17:46 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wie die Einstellung zum Geld den Charakter verrät

In einem seiner Hauptwerke, der "Philosophie des Geldes", entwickelt Georg Simmel 1900 sehr anschaulich die These, dass das Geld immer mehr Einfluss auf die Gesellschaft, die Politik und das Individuum erhalte. Die Verbreitung der Geldwirtschaft habe den Menschen zahlreiche Vorteile gebracht, wie die Überwindung des Feudalismus und die Entwicklung moderner Demokratien.

Allerdings sei in der Moderne das Geld immer mehr zum Selbstzweck geworden. Sogar das Selbstwertgefühl des Menschen und seine Einstellungen zum Leben würden durch Geld bestimmt. Er endet mit der Erkenntnis "Geld wird Gott" indem es als absolutes Mittel zu einem absoluten Zweck werde, veranschaulicht Simmel durch ein prägnantes Beispiel: Die Banken sind inzwischen größer und mächtiger als die Kirchen. Sie sind zum Mittelpunkt der Städte geworden. Alles sinnlich Wahrnehmbare hat mit Geld zu tun. Der Mensch habe jedoch die Freiheit, nach Dimensionen zu streben, die mehr als Geld sind.

Dies kann durch die Bildung solidarischer Gemeinschaften, die sich mit dem Geistesleben auseinandersetzen, geschehen. Durch Handeln kann die Macht des Geldes, beispielsweise in der Kultur, eingeschränkt werden. So arbeitet ein Künstler nicht allein des Geldes wegen, sondern um sich in seiner Arbeit geistig selbst zu verwirklichen.

Georg Simmel (* 1. März 1858 in Berlin; † 26. September 1918 in Straßburg) war ein deutscher Philosoph und Soziologe. Er leistete wichtige Beiträge zur Kulturphilosophie, war Begründer der „formalen Soziologie“, einer Stadtsoziologie und der Konfliktsoziologie. Simmel stand in der Tradition der Lebensphilosophie, aber auch der des Neukantianismus. (Wikipedia-Auszüge)

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16 Kommentare

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Das Püppchen sollte ohne Hut einem Interviewer gegenüber sitzen und auf seine Fragen antworten.
Hier verfehlt alles, aber auch alles, das Ziel. Und der Zuschauer erkennt sofort die Absicht und ist verstimmt.

Geld an sich ist Energie, das sich als Vereinfachung eines Tauschhandels als nützlich erwies.

Dass die Mehrzahl der Menschen meint, sich Glück kaufen zu können, ist ja nichts weiter als eine Chimäre. Dennoch sind Schönheit des Lebens, Freiheit und Bildung ohne Geld kaum zu erreichen.

Macht, Geld und Sex sind wohl die drei größten Versuchungen des Menschen.
  • 24.09.2018, 21:03 Uhr
Versuchungen? ...du solltest ZIELE nicht mit Versuchungen verwechseln, denn wenn man Macht, Geld und Sex produktiv nützt, wird das persönliche Leben und derer, die daran Teil nehmen dürfen, nicht schlechter, sondern besser, falls man kein Anhänger einer christlichen Sklavenmoral ist.
  • 24.09.2018, 22:55 Uhr
Predigst du mir? Dann liegst du ziemlich falsch mit deiner Unterstellung.

Ich habe z w e i Sätze geschrieben, die meine Einstellung zum Geld aufzeigen.

Aber du reagierst auf e i n e n - das ist immer diese schnelle oberflächliche Reaktion, die ich inzwischen von deiner Seite her kenne.

"Macht, Geld und Sex sind wohl die drei größten Versuchungen des Menschen."
Ist das eine Feststellung oder eine als Vermutung gekennzeichnete Aussage?

Und dabei bleibe ich auch.
Geld als Ziel - entsetzlich! Geld ist die Belohnung für Arbeit.
Macht als Ziel - entsetzlich Wenn sie sich nicht mit Humanität verbindet.
Sex als Ziel - missverstanden. Sex EREIGNET sich.
  • 25.09.2018, 09:04 Uhr
wize.life-Nutzer:
>>> "Macht, Geld und Sex sind wohl die drei größten Versuchungen des Menschen."
Ist das eine Feststellung oder eine als Vermutung gekennzeichnete Aussage? <<<
_________________________________

Es ist eine wenig differenzierte und deshalb unterkomplexe, moralische BEWERTUNG, auf die ich geantwortet habe.

1. Wir arbeiten (fast) ALLE, weil wir das Geld als Ziel haben. Also ich z.B. habe immer gearbeitet, um zu leben, aber ich habe nicht gelebt um zu arbeiten.
Dass Arbeit auch das Leben bereichern kann, kann ein wundervolles Geschenk gewisser Berufe sein.

2. Ohne Macht (Einfluss) können bestimmte Ziele nicht erreicht werden. Du solltest Macht nicht mit Gewalt verwechseln, denn es gibt positive, konstruktive Macht, aber leider auch negative, destruktive Macht.

3. Sex ist im reproduktionsfähigen Alter eines der wichtigsten Ziele überhaupt damit die Menschheit auch Übermorgen noch existieren.

Ergo, auch puritanische Moralisten könnten bestimmte VERSUCHUNGEN (z.B. Geld, Macht, Sex) in konstruktiv-produktive Ziele kanalisieren, man darf nur nicht alles so einseitig negativ bewerten.
  • 25.09.2018, 15:37 Uhr
"Dennoch sind Schönheit des Lebens, Freiheit und Bildung ohne Geld kaum zu erreichen."

Diesen Satz habe ich v o r dem anderen Satz geschrieben, und er drückt sehr genau aus, wozu Geld wichtig ist.
Das hast Du einfach über-lesen!

Macht hat man oder nicht, aber sehr wenige können damit verantwortungsvoll umgehen. Dazu gehört dann eine hohe Bewusstseinsstufe (sorry für das Wort., das noch nicht in deinem persönlichen Vokabular vorhanden ist).

Sex hat man sein ganzes Leben lang mit verschiedenen Partnern, nicht nur um Nachkommen zu haben.
Man kann auch eine Weile darauf verzichten, - aus mehreren Gründen.

Aber auch hier ist die Versuchung sehr groß, ihn zu missbrauchen - Da muss man nur in den aktuellen SPIEGEL schauen.

Allein diese kleine Einsc hränkung habe ich gemacht.
Als ZIELE würde ich sie nie setzen.

ABer vielleicht sehen das Männer anders - ich habe nichts dagegen.
___________

Ich selber habe die größte Armut erlebt - nach dem Krieg und später den absoluten Gegensatz - damit bin ich höchst zufrieden. Es war nie eine Suche nach Geld , Macht und Sex - es waren Geschenke, die mir zufielen.
  • 25.09.2018, 15:52 Uhr
wize.life-Nutzer:
<<< "Dennoch sind Schönheit des Lebens, Freiheit und Bildung ohne Geld kaum zu erreichen."

Diesen Satz habe ich v o r dem anderen Satz geschrieben, und er drückt sehr genau aus, wozu Geld wichtig ist.
Das hast Du einfach über-lesen! <<<
____________________________

Nein, nicht überlesen. Du hast relativ schnell erkannt, dass du mit deiner "VERSUCHUNGS-Hypothese" auf dem Holzweg bist. Deshalb hast du mit - "Dennoch sind Schönheit des Lebens, Freiheit und Bildung ohne Geld kaum zu erreichen." - deine einseitige moralische Bewertung relativiert, was ja eine gewisse Flexibilität und Offenheit deinerseits zeigt, die ich durchaus anerkenne.
  • 25.09.2018, 16:23 Uhr
wize.life-Nutzer:
>>> Sex hat man sein ganzes Leben lang mit verschiedenen Partnern, nicht nur um Nachkommen zu haben.
Man kann auch eine Weile darauf verzichten, - aus mehreren Gründen. <<<
________________________

Verständlich, denn wenn es beim Sex NUR um die Reproduktion ginge, wären VIELE Menschen nicht sehr erfolgreich in ihrem Leben gewesen.
  • 25.09.2018, 16:27 Uhr
wize.life-Nutzer:
>>> Aber auch hier ist die Versuchung sehr groß, ihn zu missbrauchen - Da muss man nur in den aktuellen SPIEGEL schauen.

Allein diese kleine Einsc hränkung habe ich gemacht.
Als ZIELE würde ich sie nie setzen.

ABer vielleicht sehen das Männer anders - ich habe nichts dagegen. <<<
________________________

Na ja, so in etwa scheinst du mich verstanden zu haben.

Es gibt wenig ZIELE im Leben, die wichtiger sind als das ZIEL genügend GELD, MACHT & SEX zu haben.

Es ist eine BINSENWEISHEIT, dass man kein ZIEL "überspannen" sollte, denn sonst können Ziele sehr schnell zum IRRWEG werden. Aber darum ging es ja nicht, oder doch?
  • 25.09.2018, 16:32 Uhr
DU hast doch die "Reproduktion" akzentuiert - und warum sind dann kinderlose Menschen nicht erfolgreich? Komische Verknüpfung!

Ich finde Mittelwege gelegentlich schön, Abwege, Umwege , Höhenwege haben ihren Sinn.

DU meinst immer, du hättest alles im Griff, Du verstündest alles, - du bist genau so unterwegs wie die anderen, wie ich auch.
Du musst dem anderen immer mitteilen, er sei halbblind, halbtaub, vieleicht auch halbverrückt.
Warum tust du das? Langmut ist besser als Hochmut, von Demut will ich mal gar nicht reden. Anmut passt besser zu Frauen, Unmut zu Männern.

Großmut sollten alle üben.

Und jetzt bin ich müde ...
  • 25.09.2018, 16:39 Uhr
wize.life-Nutzer:
>>> DU hast doch die "Reproduktion" akzentuiert - und warum sind dann kinderlose Menschen nicht erfolgreich? Komische Verknüpfung! <<<
______________________

Das musst du KINDERLOSE fragen, denn ich habe genügend Kinder um mich deshalb NICHT nicht erfolgreich zu fühlen.
  • 25.09.2018, 17:17 Uhr
? ? Brinkhaus hat gewonnen - interessiert mich jetzt noch mehr
  • 25.09.2018, 17:19 Uhr
wize.life-Nutzer
>>> DU meinst immer, du hättest alles im Griff, Du verstündest alles, - du bist genau so unterwegs wie die anderen, wie ich auch.
Du musst dem anderen immer mitteilen, er sei halbblind, halbtaub, vieleicht auch halbverrückt.
Warum tust du das? Langmut ist besser als Hochmut, von Demut will ich mal gar nicht reden. Anmut passt besser zu Frauen, Unmut zu Männern.

Großmut sollten alle üben.

Und jetzt bin ich müde ... <<<
__________________________

Da ich (leider) sterblich bin, habe ICH überhaupt NICHTS im Griff. Auch das hatten wir schon mal: Menschen haben grundsätzlich nichts WIRKLICH im Griff.

Du FÜHLST dich nur so, nämlich: "halbblind, halbtaub, vielleicht auch halbverrückt." Ich teile das nicht mit, sondern es ENTSTEHT allein in DEINEM Kopf und deshalb solltest du nicht ANDERE für deine negativen Vorstellungen verantwortlich machen.

Ja, du machst zunehmend GEDANKENFEHLER, ruhe dich besser mal aus und lass' dir bitte alle Zeit der Welt, okay?
  • 25.09.2018, 17:26 Uhr
Ich bin froh, dass ich heute weniger Fehler mache als vor Jahren. Ich bin dankbar, dass ich von allen Menschen bereit bin zu lernen.
Ich bin erstaunt, dass ich so schwierige Menschen wie einen gewissen Frank A. freundlich und großzügig behandeln kann.

Deine Gemälde habe ich nicht negativ bewertet, ich habe gesagt, ich finde sie !absolut interessant".
Jeder darf sie zu deuten versuchen. Das ist das Recht des Betrachters. Im Grunde ist es die FLucht in die Irrationalität als Gegenbewegung zur extremen Rationalität .
Insofern kannst du die beiden divergierenden Wesensanteile verbinden.

(Ich könnte das in einer Formelsprache kennzeichnen, die du aber nicht verstehst, deshalb lasse ich das.)
  • 25.09.2018, 17:35 Uhr
wize.life-Nutzer
So aktuell ist sonst keine Enzyklopädie, außer Wikipedia:
Am 25. September 2018 setzte sich Brinkhaus in einer Kampfabstimmung um den Posten des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit 125 zu 112 Stimmen gegen Amtsinhaber Volker Kauder durch.

Anm.: Endlich ist der alte "Kaudel" weg.
  • 25.09.2018, 17:35 Uhr
Ja, ich weiß, danke. Ich höre n-tv, gerade, auch die Kommentare von anderen dazu. Vielleicht eine Göttinnendämmerung.
  • 25.09.2018, 17:36 Uhr
wize.life-Nutzer
>>> Deine Gemälde habe ich nicht negativ bewertet, ich habe gesagt, ich finde sie !absolut interessant". <<<
________________________

Aber negativ beschrieben!
...und wie gesagt, genau dazu sollen meine Bilder anregen, denn jeder soll in den Bildern das sehen, was er von sich aus auch erkennen kann und wenn das bei dir NEGATIVE Gedanken sind, dann ist das allein deine Sache und nicht meine.
  • 25.09.2018, 17:42 Uhr
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