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Satire: Der Philosoph

Satire: Der Philosoph

25.09.2018, 10:18 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Satire, Satire, Satire
Den Philosoph von der Volkes Seite gesehen.
Philosophen, Plural von Philosoph, altdeutsches Wort, das vom Mittelalthochdeutschen philo (sprich "vielo") = viele, und sophen (sprich "soufen") = trinken (im Volksmund auch bekannt als Saufen, sprich mit Alkohol betrinken)(s.Wise Guys: "die Philosoffen, waren alle besoffen").
Eine Person, die viel Alkohol (meist Wein) trank und dadurch sehr redegewandt wurde, hatte im Mittelalter (1968), als die antike Philosophie in der Schweiz erfunden wurde eine große Macht, und kann mit einer heutigen Prinzessin verglichen werden, siehe z.B. Heidi Klum.

Philosophen sind heute beinahe ausgestorben und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Sie werden von der Gesellschaft diskriminiert und gejagt, weil sie einfach allen mit ihren sinnlosen Fragen auf den Sack gehen. Insgesamt schätzt man die Zahl von Philosophen in Deutschland auf ca. 120. Ihr natürlicher Lebensraum ist ihr Zimmer, wo sie philosophieren (was in dem Zimmer geschieht, wenn sie philosophieren, ist bis heute unbekannt, jedoch hört man diverse Geräusche wie "fap fap fap fap" und Stöhnen), man sichtet sie jedoch ebenfalls öfters in Bibliotheken, wo sie in einer Ecke sitzen und komische verstaubte Bücher lesen, und in Bücherhandlungen, wo sie sich lauthals über die Preise philosophischer Fachliteratur und das Fehlen der 2. Auflage von 1842 aufregen. Aufgrund ihrer starken Auslastung der Stimmbänder, ihres Auftretens und ihrer mangelnden Hygiene haben sie auch nur eine geringe Lebenserwartung. Doch soll es auch schon vorgekommen sein, dass einige Exemplare dieser vermutlich außerirdischen Spezies das menschliche "Rentenalter" erreicht haben oder zum jetzigen Zeitpunkt kurz davorstehen. Ermöglicht wurde das durch günstige Umweltbedingungen, wie zum Beispiel die Anstellung in einer Lehranstalt, im Volksmund Schule genannt. Ihre Art ermöglicht es ihnen jedoch nicht, in diesen Anstalten unerkannt zu bleiben, wodurch sie viele natürliche Feinde haben.

Philosophen sind eigentlich Menschen, die den ganzen Tag damit verbringen über etwas nachzudenken und - wenn sie die Lösung haben - über diese nachzudenken. Dabei gelten sie als friedlich aber sehr redegewandt. Stellt man einem Philosophen eine Frage so kann man nicht, wie weitläufig angenommen, eine interessante Antwort erwarten, sondern man erhält einen Einblick in die tiefsten Ursprünge der Frage und dem Sinn des Lebens, welcher allgemein hin Ansichtssache und/oder 42 ist. Es wird in einem Gespräch mit einem Philosophen empfohlen, nicht direkt das angepeilte Thema anzusprechen, sondern ein nah verwandtes, um den Philosophen auf artgerechte Weise dorthin zu führen. Gehen sie direkt auf das von ihnen angestrebte Thema ein, besteht die 98%-prozentige Chance, dass er nicht auf dieses Thema antwortet. Außerdem ist es empfehlenswert, den Dialog mitzuschreiben- wie es schon Platon getan hat- , weil Philosophen manchmal plötzlich auf das Thema von vor 5 Minuten eingehen.

Philosophen philosophieren über ihr Wissen, was sie sich mühsam mithilfe eines Studiums, Büchern oder des WDR's aneignen, um letzten Endes zu erkennen, dass alles richtig und alles falsch ist und alles, was sie gelernt haben, eigentlich nichts ist. Also philosophieren sie und bilden sich, um zu erkennen, dass sie dumm sind. Die Dummheit ist aber absolute Königsdisziplin und nur wenige Philosophen erreichen ihr Ziel lebend. Der Philosoph hat seinen Ursprung in der Zeit und sein Ziel ist das Erreichen einen höheren Ziels welches er sich zum Ziel gesetzt hat.
Philosophen sind unnütze Querdenker, deren Gedankenfindungswege so kompliziert sind, wie nichts anderes. Die gefundenen Gedanken sind darüberhinaus dann im ersten Moment so unwahrscheinlich unlogisch und unnötig kompliziert, dass man sich fragen könnte, ob diese Wesen nicht doch aus der nächstbesten Irrenanstalt ausgebrochen sind oder gar mit böser Absicht dort freigelassen wurden. Dies ist eine Kinderkrankheit der Philosophen: Sie sind zum größten Teil wahnsinnig und psychisch nicht zurechnungsfähig. Da sie immer weiter philosophieren, verschlimmert sich die Krankheit und der Zustand der geistigen Gesundheit kontinuierlich, es ist ein Teufelskreis, aus dem sie nur schwer ausbrechen können. Das einzig bekannte Gegenmittel ist RTL, was die meisten Patienten(Philosophen) jedoch nur unter Gewalteinwirkung einnehmen.

Voraussetzung für eine Tätigkeit als Philosoph scheint das tägliche Lesen aller bis dato erschienenen Ausgaben des Spiegel und des Stern, mindestens dreier, völlig unverständlicher und uninteressanter, Fachwerke von unbekannten und uninteressanten Autoren (vermutlich handelt es sich hierbei um die Vorgänger der Wesen, die jetzt auf diesem Planten leben), 2 französischer, 5 deutscher(mindestens eins jeweils von Nietzsche und Kant) und 6 griechischer Werke, der Konsum von einer Flasche Wein täglich, ein Eintrag wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und viel Zeit zum Erstellen unlogischer und schwachsinniger Tafelbilder (zumindest für oben genannte Tätigkeit in einer Lehranstalt). Hiermit wird ausdrücklich vor einem Leben als Philosoph gewarnt (es ist auch noch nicht ganz sicher, ob ein Wechsel in diese Gattung möglich und ungefährlich ist)! Als Philosoph hat man keine Freude, keine Freunde und eigentlich auch kein Leben.
Manche Philosophen halten sich für "bessere Menschen"; das Gegenteil ist jedoch Realität. Genau genommen sind sie nach den biblischen Plagen die achte und mit Abstand schlimmste.

Nach den neusten Forschungen hat sich zum Thema "Philosophen" einiges geändert. Nachdem man, einen eingefrorenen Philosophen gefunden hatte, bei dem es sich um keinen geringeren, als Diogenes handelte, taute man seine Leiche (die man übrigens in einer Tonne fand) wieder auf und sezierte seine Leiche.
Anhand seiner Körperhaltung und vielen anderen Untersuchungsmerkmalen fand man heraus, dass jener Philosoph ein großer Problem hatte: Er war des Alkohols abhängig.
Man fand in seinem Blut auch Spuren von Drogen. Es liegt auf der Hand, dass die Philosophen ihr Dasein damit fristeten, zu Trinken und Drogen zu konsumieren. Das ist es auch, was ihre Schriften erklärt. Männer wie Sokrates liefen umher und fragten nichtsahnende Passanten nach dem Sinn des Lebens, weil sie ihn bisher selbst nicht herausgefunden hatten. Philosophen waren stark eingeschränkt in ihrer Denkweise. Nicht allein wegen des Alkohols und den Drogen, sondern auch weil sie alle ein einsames Leben fristeten. Die wenigsten hatten eine feste Beziehung zu einer Frau und hingen nicht selten im Bademantel am Tresen ab. Bekanntestes und abschreckendes Beispiel: Dittsche. Um das zu überwinden, griffen sie nach jenen Stimulanzien. Zudem waren Philosophen nie erfolgreich und unfähig, und nur deswegen stelle Sokrates fest: "Ich weiß, dass ich nichts weiß".

Wenn man also nichts weiß, geht man anderen Menschen auf den Wecker, damit man von ihnen erfährt, was man wissen muss. Aber da man alten, dummen Spinner (verzeihen sie die Ausdrucksweise) damals nun mal keine Antwort gab, konnten die Philosophen ihren Wissenshunger nicht stillen, aber dafür den nach Drogen. Kein Wunder, dass das Thema Philosophie auch an Schulen gelehrt wird. Einfach, weil Lehrer und Philosophen keine Ahnung haben und wissen, dass sie nichts wissen. So fragen beide einfach andere und und hoffen sich auch so ein Leben in anderen Umständen als gewöhnliche Menschen (beispielsweise einer Tonne)
Wer sich einem Philosophen nähern möchte oder sich täglich mit einem rumschlagen muss, sollte dies nur im Wissen um einige Dinge tun:

Tipps für den Umgang mit Philosophen

1. Philosophen beginnen sofort mit einem sehr ermüdenden Gespräch.
2. Philosophen sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie mit einem Erdbewohner reden. Sie nutzen Worte, die nicht jeder versteht.
3. Philosophen haben den sog. sechsten Sinn. Sobald man nur so tut als würde man ihnen zuhören, fällt ihnen dies sofort auf. Die Folgen können derzeit noch nicht vorhergesagt werden.
4. Philosophen erkennt man an ihrem verwahrlosten Aussehen. Sobald sie einen solchen Menschen sehen, der Sie schon wie eine sehbehinderte Katze anstarrt, laufen Sie. Laufen Sie, so schnell Sie können!

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17 Kommentare

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Bin ich jetzt auch Einer, wenn ich nach eine Verfassung frage und nicht nach dem GG.
Jetzt um 23.25 Uhr
  • 30.09.2018, 23:27 Uhr
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Satire ist Wahrheit, die des besseren Verständnisses wegen im Gewand des Humors daherkommt.
  • 26.09.2018, 10:45 Uhr
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Rolf

beim zweiten Lesen Deines Beitrags um 15.37 musste ich viel mehr lachen als heute Morgen um 10.46.
Deshalb habe ich jetzt diesen Satz aus einem Deiner früheren Beiträge VERSTANDEN, in dem Du sagtest, jeder Augenblick sei wie ein loses Blatt aus einem Buch (das unser Leben ist).
In der Tat - heureka, das habe ich jetzt endlich verstanden.

Ich tauge nicht zur Philosophin, obwohl ich da irgendwie hinbefohlen wurde. Deshalb bin ich ja außerordentlich dankbart für diese Nachhilfe - angebote.
  • 25.09.2018, 15:39 Uhr
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Deine etymologischen Hinweise bringen auch viel Licht in die Angelegenheit
Man sollte den Begriff nun endlich auch neuhochdeutsch orthographisch ändern: Z.B. 'Vielsäuferie'

Im Hörsaal sollten dann überall Bierdosen stehen, denn irgendwie muss der deutsche Intellekt angeregt werden, wenn er schon solche Höhen erklimmen muss.

Für den Professor stünde eine Flasche Wodka bereit.

Mal sehen , ob unsere Wissenschaftsministerin dafür auch ein paar €€ erübrigen kann
  • 25.09.2018, 15:07 Uhr
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FRiedhelm , man wird ja oft - wider Willen - gezwungen, sich mit Philosophie ernsthaft zu befassen. Warst du nicht auch ein solches Opfer, zumal du doch auch die höheren Weihen bekommen hast.

Es gab noch eine Zeit in Deutschland, wo ein Philologiestudent tatsächlich nach 4 Semestern eine Prüfung in Philosophie machen musste.

Das war eine durchaus steile Hürde. Und ich war sehr froh, dass ich wenigstens einen englischen Philosophen von Habermas zugeteilt bekam. Mit dem Hinweis, ich müsste aber auch Kants praktische oder reine Venunft (vergessen) lesen - mit einem Kommentar.

Zu der Prüfung nahm ich gleich einen Freund mit, der draußen warten musste mit der Auflage, mich danach zu trösten

Es ging, ich ließ den Habermas rauchen, was er inbrünstig tat, und ich sprach, was mir damals schwerer fiel als heute.

Aber nachher sank ich erlöst in die Arme meines Freundes.
  • 25.09.2018, 14:48 Uhr
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... oder: "Philosophie ist ein Abfallprodukt der Langeweile." ?
Richard David Precht
  • 25.09.2018, 12:21 Uhr
Hat er sich selber auf die Schippe genommen?
  • 25.09.2018, 14:41 Uhr
Darüber darfst du nun philosophieren
  • 25.09.2018, 19:41 Uhr
Dann ist er durch zu viel Langeweile reich geworden.
  • 25.09.2018, 19:55 Uhr
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Danke,Rolf, für diesesn wahrhaft aufklärerischen Beitrag, der dazu beitragen kann, ein erhellendes Licht auf bisher unbekannte oder zumindest nur wenigen Eingeweihten zugängliche Fakten zu werfen. Ohne Zweifel ist es Dir mit diesem Beitrag gelungen, Dich einzureihen in die Reihen derer, die den Mut haben, einer gemeinhin irrenden, tumben oder verblendeten Masse die ungeschminkte Wahrheit 'vor den Latz zu knallen' (ich benutze ganz bewusst die volksnahe Ausdrucksweise, denn nur diese versteht der gemeine Plebs). Es darf nämlich - ja, es muss sogar - die bisher noch unbeantwortete Frage in den Raum gestellt werden: Wozu sind Philosophen überhaaupt nutze? Welchen Zweck hatte die Evolution (oder aber der göttliche Schöpfer) im Hinterkopf, als sie (oder er) den allerersten Philosophen schuf. Womöglich handelt es sich ja dabei um ein unbeabsichtigtes 'Abfallprodukt', um eine Art 'Kollateralschaden', Man könnte auch von 'Ausschuss' sprechen, wie er bei vielen Produktionsgängen entsteht. Mit anderen Worten: diese Philosophen sind zu nichts nutze - jedoch sie richten auch keinen /oder nur sehr geringen) Schaden an. Im Gegenteil: wegen ihrer Absonderlichkeiten sind sie für die meisten 'normalen' Menschen eine Quelle der Erheiterung und dienen zu deren Unterhaltung (neudeutsch: Entertainment). In dieser Funktion können sie sogar sehr nützlich sein, indem sie nämlich für die leicht zu aufrührerischem und rebellischem Verhalten neigenden unzufriedenen Massen als Beruhigunsmittel dienen, indem sie Letzteren mit simplen Parolen ('Wir sind das Volk') vorgaukeln, dass es auf sie ankommt. Das rückt die Philosophen in die Nähe von Politikern, zumal beiden das besondere Talent zugeschrieben werden kann, mit vielen blumigen aber nichtssagenden Worten so etwas Paradoxes wie ein 'inhaltsleeres Nichts' zum Ausdruck bringen zu können.
Ich bemerke gerade, dass ich auf dem besten Wege bin, mit Philosophen und Politikern in einen Wettstreit zu treten, was die zuletzt geschilderten Eigenschaften angeht. Um dem aus dem Wege zu gehen, sei hiermit ein 'Punkt' besetzt. Basta!
  • 25.09.2018, 11:47 Uhr
  • 25.09.2018, 12:25 Uhr
wize.life-Nutzer
Super geschrieben, vielen Dank.
  • 25.09.2018, 13:58 Uhr
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Die Warnung kommt zur rechten Zeit, Rolf!
Ich wollte diesen Tag schon als "mühselige Diskussions-Bemühung" abtun., da finde ich deinen liebenswerten und humorvollen Beitrag, eine akribische Analyse vorhandener und abwesender Philosophen.

Wer lebt, liebt und genießt, sollte sich anderen Berufsträgern zuwenden, z.B. den Bodybuildern oder Hellsehern, die nicht lange nachdenken müssen, sondern alles lange vorher einfach wissen.

In der Tat, wer wie du oft u n t e r w e g s ist, was ich gar nicht näher beschreiben oder gar interpretieren möchte , MUSS sich in der Tat über dies krampfartige Bemühen belustigen, die diese armen Menschlein anstellen, um etwas WAHRES herauszubekommen.

Ich sitze manchmal am Neckar und träume. Man könnte mich hineinschubsen, aber niemand tut das. Sie gehen vorüber und lächeln. Sie haben viel vom Leben verstanden, mehr als die Philosophen, die ihren Kopf in Büchern vergraben und sich die Haare raufen, weil sie trotzdem nichts wissen.

Vielen Dank !
  • 25.09.2018, 10:46 Uhr
hihi - letztens hatte ich auch n kleines Gedicht zu dem Thema gemacht als Antwort auf deins - finds aber auf die schnelle nicht mehr.
Was für dich der Neckar is, is für mich ja die Saale. Sitze da aber meist auf dem Damm auf Bänken und nicht direkt am Ufer.
  • 25.09.2018, 11:47 Uhr
Ja, alles fließt
  • 25.09.2018, 12:02 Uhr
Bei Fluß denke ich auch immer wieder an Siddhartha und den Fährmann Vasudeva. Denke du kennst das Werk von Hesse.
  • 25.09.2018, 12:04 Uhr
wize.life-Nutzer
Ja, Hesse passt da gut.
  • 25.09.2018, 14:01 Uhr
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