Atheisten sind auch gläubig, nur auf andere Art

Beitrag von wize.life-Nutzer

Wissenschaftlich kann man weder Gottes Existenz beweisen, noch seine Nicht-Existenz. Korrekt ist da also nur die Haltung der Agnostiker, die auf die Frage nach der Existenz Gottes sagen "Es ist nicht geklärt", "Es ist nicht beantwortbar" oder "Es ist nicht relevant".

Wenn die Atheisten also behaupten, dass es keinen Gott gibt, so haben sie dafür keinen Beweis, sondern sie glauben es nur, so wie die Gottgläubigen an seine Existenz glauben.

Doch was ist das für ein Gott, den es laut Atheismus nicht gibt? Kann man etwas definieren, was es nicht gibt?
Der Gott, dessen Existenz die Atheisten bestreiten, ist der, an den die Religiö­sen glauben. D.h., die Atheisten überlassen den Religiösen die Definition dessen, an was sie selbst nicht glauben. So wie Pubertäter (noch) keine eigenen Werte und Regeln haben, sondern ihre Einstellung nur aus der Verneinung elterlicher Werte und Regeln beziehen.