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Atheisten sind auch gläubig, nur auf andere Art

03.10.2018, 16:28 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wissenschaftlich kann man weder Gottes Existenz beweisen, noch seine Nicht-Existenz. Korrekt ist da also nur die Haltung der Agnostiker, die auf die Frage nach der Existenz Gottes sagen "Es ist nicht geklärt", "Es ist nicht beantwortbar" oder "Es ist nicht relevant".

Wenn die Atheisten also behaupten, dass es keinen Gott gibt, so haben sie dafür keinen Beweis, sondern sie glauben es nur, so wie die Gottgläubigen an seine Existenz glauben.

Doch was ist das für ein Gott, den es laut Atheismus nicht gibt? Kann man etwas definieren, was es nicht gibt?
Der Gott, dessen Existenz die Atheisten bestreiten, ist der, an den die Religiö­sen glauben. D.h., die Atheisten überlassen den Religiösen die Definition dessen, an was sie selbst nicht glauben. So wie Pubertäter (noch) keine eigenen Werte und Regeln haben, sondern ihre Einstellung nur aus der Verneinung elterlicher Werte und Regeln beziehen.

23 Kommentare

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Thema: "Atheisten sind auch gläubig, nur auf andere Art2

Das sehe ich auch so, denn Atheisten sind ANDERSGLÄUBIGE und deshalb keine UNGLÄUBIGE.
  • 04.10.2018, 03:03 Uhr
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wize.life-Nutzerter
Ich habe über Agnostizismus erst kürzlich Artikel eingestellt:

1. "Ist der Agnostizismus ein logischer Fehlschluss"

wize.life/themen/philosophie/84452/ist-der-ag...fehlschluss
________________________

2. "Russels Teekanne oder die Konsequenzen aus der Nichtwiderlegbarkeit Gottes"

wize.life/themen/philosophie/80411/russels-te...keit-gottes
  • 04.10.2018, 02:55 Uhr
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Man kann zwar eine Behauptete Gottesexistenz in der Tat weder beweisen noch widerlegen.
Es gibt aber schon wissenschaftliche Methoden, Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen.
Für mich geht die Wahrscheinlichkeit eines Gottes wie in Bibel, Koran und so beschrieben schlicht und einfach gegen Null, was einer Nichtexistent gleich kommt. Es gibt keinerlei belastbare Hinweise auf die Existenz eines so beschrieben Wesens, welches ja sogar noch einen "Satan" benötigt, um seine Fehler abzuschieben und so der "Gute" zu beiben.
Also ich bin inzwischen überzeugter Atheist, nach zugegeben auch einer agnostischen Phase.
  • 03.10.2018, 19:23 Uhr
"... Für mich ist 'Gott' jedenfalls weder Wesen noch materiell zuortbar. Es ist für menschliches Erkenntnisvermögen unvorstellbar, eigenschaftslos und nur 'jenseits' unseres Diesseits verortbar. Es darf aber widerspruchslos als die Ursache allen Seins vermutet werden, beweisen lässt es sich natürlich nicht! Und deshalb können 'Gottesbeweise' auch kein zeitgemäßes Erklärungsmodell für diese Welt sein."
wize.life/themen/philosophie/67849/von-zeitge...en--1.-teil
  • 04.10.2018, 10:16 Uhr
Nun gut - vermuten kann man vieles. Für mich ist allerdings alles sehr unwahrscheinlich, wenn es nix anderes als Vermutungen darüber gibt und keinerlei belastbare Hinweise darauf.
  • 04.10.2018, 10:29 Uhr
nun, es gibt indizienbasierte Hinweise darauf, was 'Gott' (oder das 'Jenseitige') nicht ist, bzw. nicht sein kann. Wie im Beitrag beschrieben ... nicht mehr, aber auch nicht weniger!
  • 04.10.2018, 11:00 Uhr
Ich gehe eben solange von Nichtexistenz aus, bis mir zumindestens eben solche Indizien vorliegen, die auf eine Existenz hindeuten. Bibel und Koran haben mir keine geliefert.
  • 04.10.2018, 11:05 Uhr
Wie bei vielen Welteigenschaften gilt auch hier: Es gibt bei der Erkenntnissuche kein "absolut unmöglich", und kein "100% sicher" ... bewertet werden Wahrscheinlichkeiten unterschiedlicher Grade. Und den Grad bestimmt jeder für sich, im Kontext seiner eigenen Weltsicht (die wiederum bestimmt wird von Qualität und Quantität erkannter Welteigenschaften).

--Für mich-- ist dabei der Wahrscheinlichkeitsgrad eines 'waltenden Gottes' sehr gering (außer Wotan natürlich, dem wahren Walter der Welt ).
  • 04.10.2018, 11:15 Uhr
hihihi - und dass mit den Wahrscheinlichkeiten is mir als Mathematiker wohl bekannt...
  • 04.10.2018, 11:20 Uhr
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Agnostizismus ist keine Lösung.
Denn man muss sich auf jeden Fall entscheiden, weil die Zeit fortschreitet.
Der Agnostiker sagt: "Ich weiß nicht ob es einen Gott gibt."
Gegenfrage: "Gehst du in die Kirche? Ja oder nein?"
Spätestens, wenn der Gottesdienst vorbei ist, hat der Agnostiker eine Entscheidung getroffen.
Wer einen Weg von A nach B gehen will, kommt an eine Wegegabel. Er weiß den richtigen Weg nicht, die Situation des Agnostikers. Verhungert er nun an der Wegegabel? Nein. Er wählt einen Weg, trifft eine Entscheidung. In dem Moment ist er kein Agnostiker mehr, sondern einer, der einer gefällten Entscheidung folgt. Dass er nach der Wahl immer noch nicht weiß, ob es der richtige war, tut dann nichts mehr zur Sache.
  • 03.10.2018, 18:55 Uhr
Zwischen "sich für die Gottesfrage nicht interessieren"
und "Gott negieren",
sehe ich einen Unterschied.
  • 03.10.2018, 18:59 Uhr
Hallo
Christian, schön, dass du dich wieder mal meldest! Bei deinen Beiträgen gibt es immer was zu knobeln.
"Agnostizismus ist keine Lösung...."
Ich habe mich dabei an deinen Spruch im Profil erinnert (und gleich noch einmal nachgeschaut.
"Ich bin ein frommer Agnostiker" steht da!
Was'n nu?
Bin gespannt auf deine Lösung.
Mir wird sicher dazu noch mehr einfallen - denn bei dir kommen eigene gute Ideen zum Zuge und nicht nur einstündige Videos, wie es hier z. Zt. Mode geworden ist.
  • 03.10.2018, 21:07 Uhr
Lies auch, was drumrum steht.
Über den Wert des Gebetes. Das ist schon mal eine Entscheidung.
"Agnostiker" im hiesigen Diskussionszusammenhang bedeutet, dass ich mein persönliche Haltung zu Gott nicht öffentlich mache. Ich verrate nicht, welchen Weg ich gehe. Das ist meine Privatangelegenheit.
Ich begnüge mich damit aufzuzeigen, dass die hier Diskutierenden nicht präzise denken. So ein bisschen Sokrates.
  • 04.10.2018, 08:30 Uhr
Habe ich doch. Ich will auch nichts aus dir "herauslocken". Was in deinem Profil steht, sagt genug über dich aus: Du bist ein frommer Agnostiker, dem das Gebet wichtig ist.
Für mich kann ich sagen, ich bin ein spiritueller Agnostiker, dem die Meditation wichtig ist.
Wenn ich in die Kirche gehe, treffe ich damit nur die Entscheidung, dass ich gern dabei sein möchte, wenn Kinder aus der Umgebung das Krippenspiel aufführen, wenn geheiratet, getauft oder konfirmiert wird oder wenn jemand aus dem Umfeld zu Grabe getragen wird.
Oder ich treffe die Entscheidung, mir dort wundervolle Musik anzuhören, wie das Requiem von Brahms. bei dem ich regelmäßig Gänsehaut bekomme oder auch die diversen Messen, besonders Bachs h-moll-Messe.
Aber ich gestatte mir auch ab und an Zweifel, ob diese wundervolle Musik göttlich ist oder nicht.
In der Bibel steht ein für mich wichtiger Satz: Du sollst dir kein Bildnis und kein Gleichnis machen... Freilich, wenn man die Stelle weiter liest, kommt man zum muslimischen Bilderverbot und zum rachsüchtigen Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.
Das ist für mich auch Agnostizismus, dass ich den ersten Satz sehr nützlich finde, und den Rest unsinnig. Beides aber wohl kaum von einem wesenhaften Gott so dem Moses in den Mund gelegt oder gar von Gottes Hand selbst in die Gesetzestafeln eingebrannt.
So wie ich denken ziemlich viele Menschen.
Es wäre schön, wenn es Tempel für alle gäbe, wo man Musik hören, sich an schönen Texten erfreuen, Rituale abhalten kann. Aber das wird es leider eher selten geben, denn für einen evangelikalen Christen ist ja das Abbrennen eines Räucherstäbchens schon Götzendienst.
  • 04.10.2018, 09:30 Uhr
wize.life-Nutzer
Das mit dem letzten Absatz hat auch schon Däniken geschrieben:
"Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für Es, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig."
Buchauszug hier:
http://www.peter-becker.de/Peter/Reli/ES.htm
  • 04.10.2018, 09:50 Uhr
Heidi:
"So wie ich denken ziemlich viele Menschen."
Ich auch ...
  • 04.10.2018, 10:12 Uhr
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Streng genommen, ist der Atheismus kein Glaube, sondern lediglich eine Entscheidung, nämlich dass Gott oder Götter im Leben der Menschen keine Rolle spielen.

Nicht-Gott-Gläubige sind aber keine Ungläubige, nur weil sie an keine Götter glauben, sie sind ANDERSGLÄUBIGE, denn ohne jeden Glauben lebt kein Mensch, zumindest habe ich noch keinen getroffen.
  • 03.10.2018, 18:42 Uhr
wize.life-Nutzer
Na endlich kommt mal wieder was vernünftiges von Dir, ich hatte mir schon Sorgen gemacht.
  • 03.10.2018, 20:36 Uhr
wize.life-Nutzer. Also ich habe deinen Kommentar eine lesenswert gegeben weil ich festgestellt habe das dich widersprichst. Entweder glaubt man oder man glaubt nicht. Du schreibst das kein Mensch ohne einen Glauben leben kann. Der Atheist tut es.
#„Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht“ das ist der das wonach der Gläubige lebt.#
  • 03.10.2018, 21:10 Uhr
Das ist so ein ding mit dem Glauben den Glauben heißt ich weiß es nicht aber ich glaube daran.
  • 03.10.2018, 22:22 Uhr
wize.life-Nutzer
Kein Widerspruch! ...zumindest nicht für mich.
Nur weil man glaubt, muss man noch lange nicht an Gott und Götter glauben.
Es gibt anstatt transzendenter Glaubensinhalte (z.B. Gott/Götter) auch immanente Glaubensinhalte (z.B. ideelle Werte), die mit Religion, Gott & Göttern nichts zu tun haben.
  • 03.10.2018, 23:01 Uhr
Kein Widerspruch? „Nur weil man glaubt, muss man noch lange nicht an Gott und Götter glauben. Es gibt anstatt transzendenter Glaubensinhalte (z.B. Gott/Götter) 😉
Ideelle Werte, Humanismus sind ja in Ordnung.
  • 04.10.2018, 07:05 Uhr
Eben.
  • 04.10.2018, 08:33 Uhr
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