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Sind die Maschinen bald schlauer als wir?

Sind die Maschinen bald schlauer als wir?

04.10.2018, 04:18 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz werden unsere Zukunft entscheidend prägen

Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass von ihr die Rede ist: Wir nennen sie KI, die Künstliche Intelligenz. Intelligente Autos, intelligente Telefone, intelligente Computer und intelligente Überwachungssysteme – sie bestimmen zunehmend unseren Alltag. Der Siegeszug intelligenter Geräte scheint unaufhaltbar. Werden sie bald schlauer sein als wir? Oder uns sogar ersetzen?

Stephen Hawking publizierte im Mai 2014 zusammen mit anderen herausragenden Wissenschaftlern des Future of Life Institute einen offenen Brief, der sich wie ein Warnruf an die Menschheit anhörte: Angesichts der jüngeren Fortschritte der künstlichen Intelligenz müsse man befürchten – und antizipieren –, dass diese „Super-Intelligenzen“ in einer nahen Zukunft dem Menschen in allen Bereichen überlegen sein könnten. Mächtige Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook und IBM, die heute bei der Forschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz führend sind, entwickeln und nutzen sie bereits in zahlreichen Bereichen. Werden intelligente Geräte bald schlauer sein als wir? Oder uns sogar ersetzen? Was kann die künstliche Intelligenz, die dabei ist, unsere Welt zu verändern? Werden wir irgendwann Maschinen erleben, deren Intelligenz es mit Menschen aufnehmen kann?

Ob automatische Bilderkennungssysteme bei Facebook, medizinische Diagnostik etwa bei Krebserkrankungen, autonom fahrende Autos, die Produktion von Werbespots oder virtuelle Dialogsysteme wie Chatbots – künstliche Intelligenz ist omnipräsent und wird in Zukunft immer mehr Bereiche unseres Lebens erobern.

Und schon heute übertrifft sie den Menschen bei zahlreichen „intellektuellen“ Aufgaben. KI-Systeme können Softwareprogramme entwickeln, die bereits lernfähig sind und ihr Wissen ständig aufgrund von Erfahrungen erweitern. Sie werden schlauer als der Mensch selbst. Die Befürchtungen von Stephen Hawking und seinen Mitbegründern des Future of Life Institute scheinen alles andere als Science-Fiction zu sein. Wir können heute überhaupt noch nicht abschätzen, welchen Platz künstliche Intelligenz tatsächlich in unserem Leben einnehmen wird. Doch sicher ist: Die Begegnung zwischen Mensch und Maschine wird unsere Zukunft entscheidend prägen. (YouTube)

18 Kommentare

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Es ist schon hoch interessant welche Vorstellungen mit "KI" in Verbindung gebracht werden.

Als die erste Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth geplant wurde war es ähnlich.

Aber mach Euch nichts draus selbst unsere Regierenden verstehen es nicht, genauso wie die Digitalisierung.
  • 04.10.2018, 09:57 Uhr
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Wer möchte im Alter oder im Krankheitsfall von Robotern gepflegt werden?
Wird man auf eine un-emotionale "Person" durchaus normal reagieren oder wird das Leben, weil es Gefühle braucht, steriler werden?
Oder wird man dann erst den Wert von tiefen Gefühlen schätzen lernen?
Werden Menschen angesichts der Technischen Intelligenz Minderwertigkeitskomplexe bekommen?

Meine Einstellung dazu ist gespalten. Man hatte ja auch lange Zeit vor der fauchenden Lokomotive Angst ... es wird wieder eine neue Stufe in der Evolution des Menschen erreicht werden, die viele beflügeln und andere zurücklassen wird.
  • 04.10.2018, 09:09 Uhr
Die Verbindung zwischen "emotionalem Erleben und Intelligenz" wird ja durch ein neuronales Netzwerk in der Amygdala realisiert. Durch entsprechende kybernetische Vernetzungen könnte so etwas (vermutlich) auch KI verfügbar gemacht werden. Also technische Entwicklung, keine --prinzipielle-- Barriere ...

>>Die Amygdala ... spielt allgemein eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen ... Sie verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen dazu ein. Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2004 belegen, dass die Amygdala bei der Wahrnehmung jeglicher Form von Erregung, also affekt- oder lustbetonter Empfindungen, unabdingbar ... ist.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Amygdala
  • 04.10.2018, 09:52 Uhr
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Hinweis:
>>Die Menschheit wird sich daher im weiteren Verlaufe mehr und mehr, ob sie das nun wünscht oder nicht, den Entscheidungen technischer Intelligenz anvertrauen müssen, auch wenn sie deren Argumente und Ratschläge immer häufiger blind wird akzeptieren müssen, weil sie nicht mehr dazu in der Lage ist, ihr Zustandekommen zu durchschauen. Was das kulturell und historisch bedeuten würde, liegt auf der Hand.<<
wize.life/themen/politik/36662/kuenstliche-in...er-hoffnung
  • 04.10.2018, 08:48 Uhr
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Der Begriff "Intelligenz" ist nicht dehnbar. Er ist eine Erfindung des Menschen, der definieren muss, was er als intelligent bezeichnen möchte und wenn er Intelligenz "skalieren" möchte, muss er dafür allgemein gültige Parameter festlegen. Hat er sich darüber nicht eindeutig verabredet, kann er die Vokabel natürlich auch nicht eindeutig mit Sinn füllen.
"Kosten" sind eine Erfindung des Menschen. Sobald KI in der Lage ist, sich selbst zu optimieren, sich optimiert zu reproduzieren und mit Energie zu versorgen, spielen "Kosten" keine Rolle mehr. Die Rechenpower wird in Zukunft nicht von einzelner Hardware bestimmt, sondern KI wird sich vernetzt über den gesamten Globus - und darüber hinaus? - erstrecken und gleichzeitig an jedem vernetzten Ort der Erde präsent sein, so wie es jetzt schon mit den Inhalten des Internets der Fall ist. Die "Rechenkraft" einzelner Zellen oder deren Ausfall wird keine Auswirkungen auf die globale, vernetzte Intelligenz haben. Also ist auch "die verwendete Hardware völlig sekundär".
  • 04.10.2018, 07:56 Uhr
Warum soll denn der Begriff "Intelligenz" dehnbar sein?
  • 04.10.2018, 08:41 Uhr
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Ich denke künstliche Intelligenz wird die Welt grundlegend verändern und ob zum Guten, müssen wir entscheiden, möglichst jetzt schon und hier.
  • 04.10.2018, 05:26 Uhr
Nehmen wir an die "Forscher" erschaffen echte künstliche Intelligenz. Dann bleibt die Frage warum diese Intelligenz uns noch bräuchte?
Stoff für Hollywood. Dank totaler Datenkontrolle, Erfassung wer sich wo wann befindet und die Abschaffung des Bargeldes ist die Ausweitung der bestehenden Diktatur ein Kinderspiel.
  • 04.10.2018, 07:58 Uhr
",,,,ist die Ausweitung der bestehenden Diktatur ein Kinderspiel. "

Das ist aber eine sehr possimistische Einschätzung der Entwicklung und der Möglichkeiten, die uns der technische Fortschritt und die KI bringen werden. Zwar müssen wir uns stets der Gefahren bewusst sein, die - wie schon seit Anbeginn der Geschichte der Menschheit - jeder technische Fortschritt beinhaltet. Schon der steinzeitliche Faustkeil konnte benutzt werden, um z.B. eine harte Nuss zu knacken oder aber einem ungeliebten Nachbarn den Schädel einzuschlagen. Es liegt an uns selbst, wie wir unsere Intelligenz nutzen, zum Wohl oder Wehe der Menschehit.
  • 04.10.2018, 08:25 Uhr
Ja, noch haben wir die Zukunft der KI in der Hand. Erstmal werden Millionen Jobs wegfallen. Hoffentlich entstehen genug neue und die Arbeitslosen können schnell genug eingearbeitet werden.
  • 04.10.2018, 08:39 Uhr
Eine der spannenden Fragen ist doch, ob die Maschinen bald schlauer sind als wir und wann das sein wird.
  • 04.10.2018, 08:43 Uhr
wize.life-Nutzer
Sie werden, ohne wenn und aber. Wenn sie erst selbst replizierend sind, hält sie nichts mehr auf. Sie entwickeln ihre eigene Intelligenz weiter in rasender Geschwindigkeit. Eine neue Spezies erobert dann diese Welt.
  • 04.10.2018, 08:53 Uhr
Wenn der Mensch mit der Maschine verschmilzt, werden/sind wir unsterblich... interessant, aber für mich leider zu spät, oder?
  • 04.10.2018, 08:57 Uhr
wize.life-Nutzer
Warum so pessimistisch? Ein Versuch wäre es wert.
  • 04.10.2018, 08:58 Uhr
Hans Dominik, wie man früher sagte: ein Zukunftsschreiber aus den 30er Jahren hatte dieses Thema schon damals aufgegriffen. Leider wurden seine Bücher nach der Kapitulation nicht mehr veröffentlicht, hätte er doch zuviel Deutschland verherrlicht. (Nicht die Nazis)
  • 04.10.2018, 09:02 Uhr
Für mich ist die Entwicklung der KI ergebnisoffen.
Wie sich das ganze entwickeln wird, weiß niemand, auch kein Herr Dominik.
Kalr werden viele Jobs wegfallen und genau deshalb auch bin ich für bedingngsloses Grundeinkommen, damit sich Menschen mit kreativerem beschäftigen können als derzeit noch oft aus der Not des Gelderwerbes heraus mit prekären Jobs.
  • 04.10.2018, 09:17 Uhr
"warum diese Intelligenz uns noch bräuchte?"
Mit der wirklichen Intelligenz kommen auch das Bewusstsein, und damit die Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz. Sollten je wirklich intelligente Maschinen gebaut werden, werden sie die gleichen psychischen Probleme bekommen, wie die Menschen. Die Geschichte von HAL 9000 ist durchaus realistisch (bis auf die Tatsache, dass es ihn noch nicht gibt).
Was heute als KI bezeichnet wird, ist für mich als ehemaligem Fachmann nichts weiter als hohe Leistungsfähigkeit. So was steckt bereits in Gehirnen einfacher Tiere. Die Algorithmen sind aus dem menschlichen Denken einfach nur kopiert, eine Weiterentwicklung ohne menschliche Programmierer ist nicht möglich. Denn zur eigenen Weiterentwicklung bräuchten die Maschinen ein Ziel, das sie bewusst verfolgen.
  • 04.10.2018, 09:24 Uhr
Ich hab mich ja auch als Mathematiker mit solchen Themen mal befasst.
Es kann da wirklich alles passieren. Von sehr nützlichem für die Menschen, wenn sie die Kontrolle behalten bishin zu deren Untergang, wenn sie diese verlieren.
Wie Kontrollverlust geht haben wir ja in der Politik 2015 erlebt, auch wenn das jetzt ein anderes Thema ist, aber schon ein gutes Beispiel dafür.
  • 04.10.2018, 09:28 Uhr
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