Naturalismus

Beitrag von wize.life-Nutzer

Der Naturalismus behauptet, daß Wahrnehmung und Wissen entweder identisch mit dem Gehirn sind oder ein Nebenprodukt davon; sie entstehen durch das Funktionieren der Materie. Ohne dies Funktiu- nieren gäbe es kein Denken. Aber Materie funktioniert ihrer eigenen Natur gemäß. Es besteht kein Grund zu denken, daß Materie irgendeien Interesse hat, ein bewußtes Wesen zu geneuer Wahrneh- mung oder zu logischen 8daß heißt richtigen) Schlüssen anzuleiten, die auf exakter Beobachtung und wahren Voraussetzungen beruhen. Die einzigen Lebewesen im Weltall, die sich um solche Angelegenheiten bekümmern, sind Menschen. Aber Menschen sind an ihre KLörper gebunden. Ihr Bewußtsein entspringt aus einer komplexen Wechselbeziehung von hochgradig >geordneter< Materie. Doch warum sollte diese Materie, wessen sie auch immer inne sein mag, auf irgendeine Weise mit der wahren Wirklichkeit verbunden sein? Gibt es Kriterium dafür, daß man Illusion von Realität zu unter- scheiden vermag? Die Naturalisten verweisen auf Methoden der wissenschaftlichen Untersuchung, auf pragmatische Tests und so fort. Aber alle be4nutzen sie dasselbe Gehirn, welches sie untersuchen. Je- der Test könnte also eine nutzlose Übung sein, nur die innere Folgerichtigkeit einer Illussion ausspinnt.
Für den Natrualismus existiert nichts außerhalb des eigenen Systems. Es gibt keinen Gott, täuschend oder nict täuschend, vollkommen oder unvollkommen, persönlich oder unpersönlich. Es existiert nur der Kosmos, und der Mensch ist sein einziges bewußtes Wesen, aber der Mensch ist ein "Spätzünder". Er erhob sich, aaber wie hoch?Kann er seinem Geist, seiner Vernunft trauen? Wenn Darwins Natruralismus wahr sein sollte,gibt es keinen Weg, seine Glaubwürdigkeit auch nur festzulegen, noch weniger zu beweisen. Das Vertrauen auf logische schlüsse wird für unzulässig erklärt. Darwins eigene Theorie des menschlichen Ursprungs muß deshalb durch einen Glaubensakt anerkannt werden. Man muß akzeptieren, daß ein Gehirn, ein Ding, daß durch natürliche Auswahl und durch vom Zufall geförderte Mutation entstanden ist, tatsächlich wissen kann, daß eine oder mehrere Thesen wahr sind. C.S. Lewis drückt die Sachlage auf folgende Weise aus: "Wenn alles, was in der Natur existiert, daß große unvernünftige, verbindende Ereignis, wenn unsere tiefsten Überzeugungen NUR Nebenprodukte eines irrationalen Vorgangs sind, dan gibt eindeutig nicht die die geringste Ursache anzunehmen, daß unser Empfinden von Zweckmäßigkeiten und unser folgender Glaube an die übereinstimmung der Ding3e mit unserem Bewußtsein uns irgend etwas Wahres über die Wirklichkewit außerhalb unseres Selbst wiedergibt. Unsere Überzeugungen sind einfach Tatsachen über uns - wie dei Frabe unseres Haars. Wenn der Naturalismus wahr ist, haben wir nicht einmal Ursache, unsere Überzeugung zu trauen, daß die Natur mit sich selbst über- einstimmt." Was wir für solche Gewißheit benötigen, ist die Existenz eines "Vernunft-Geistes", der außerhalb unseres Selbst und außerhalb der Natur steht von dem unsere eigenen Urteilsfähigkeit abgeleitet werden könnte. Der Theismus setzt einen solchen Grund voraus; der Naturalismus nicht. "Die Welt aus der Sicht der anderen."

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