Der König aller Löwen
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Erkenntnis oder Meditation?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich sitze auf der Ruderbank der Plicht auf meinem Segler in einer sanften Abend Brise, direkt über dem Wasser des Ozeanes. Leise schaukelt der Segler und gleitet geschmeidig durch die Wellen. Es gluckert und rauscht das Wasser am Bootskörper vorbei, der sich sanft an die Wellen schmiegt, in der Take-lasche summt der Wind. Wenn ich mich umdrehe sehe ich die Spur des Fahrwassers vom Boot das sich langsam in den Wellen auflöst und in den unendlichen Weiten verschwindet. Vor mir der Bug, der die Wellen zerteilt und die untergehende Abendsonne, die die Wellen in ein blaues, graues, rotes diffuses Licht hüllt, am Horizont wo sich Wellen und Abendrot zu verschmelzen scheinen Blut rot. Eine sanfte Gischt baut sich vor dem Bug auf und die winzigen Tröpfchen legen sich sanft, leicht streichelnd auf meine Haut. In der warmen Abend Brise wohltuend und entspannend. Schmeichelnd nimmt mich das Meer auf, lullt mich ein, doch nicht ganz, muss ich doch auf der Hut sein, schnell kann die Laune der Natur umschwenken und wenn der „Blanke Hans“ auf dem Meer geweckt wird ist es mit der Sanftmut vorbei. Ich bin fast alleine auf dem Meer, säßen nicht ein paar Möwen vorne auf dem Bugspriet und ruhten sich in der leichten Abend Briese aus. Eine unwirkliche Stille liegt über dem Meer, strahlt es eine schiere Unendlichkeit aus. Es wiegt das Boot und mich sanft in den Wellen der langen Dünung. Ich schaue voraus in die Weite, immer das Meer den schlafenden Riesen im Auge, eine Hand für mich, eine für das Boot. Ich fühle wie winzig ich als Mensch mit meinem Boot auf dieser riesen Wasserfläche bin. Aber irgendwie vermittelt mir der Ozean das ich dazu gehöre, aber auch ihm ausgeliefert bin, wenn ich nicht aufpasse. Im Moment ist er friedlich und schaukelt mich. Das Gluckern und zischen des Wassers begleitet mich. Ich strecke mich, atme tief durch, die salzhaltige Luft des Meeres öffnet meine Lungen, durchströmt sie, ein wunderschönes freies Gefühl. Jeder Atemzug lässt mich mehr mit der ewigen Weite und dem Meer verschmelzen ganz allein auf dem Ozean, nicht ganz, sitzen doch die Möwen noch auf dem Bugspriet und schauen auf das Meer. Ein schönes Gefühl erfasst mich mit den Wellen dem Wind zu verschmelzen, gar eins zu sein. Seltsamer Weise fühle ich mich nicht allein, die Abendsonne wärmt noch, das Licht verschwindet langsam und ich erkenne, das Große, das Komplexe und ich bin damit eins.

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