Blick vom Saaledamm
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Worte

Beitrag von wize.life-Nutzer

Viele Worte tun dem geheimen Sinn nicht gut.
Das sagte der Siddhartha in Hesses geĺeichnamigen Werk.

Ich erlebe grad aktuell wieder hier sehr wortreiche Beiträge.
Oft sind sie unstrukturiert und schwer zu lesen schon deshalb unabhängig vom Inhalt.
Es wird viel auf mehr oder weniger bekannte Wissenschaftler verwiesen, deren Glaubwürdigkeit auch oft umstritten ist, um dem Beitrag Gewicht zu verleihen. Oft sind auch gar keine eigenen Gedanken in Beiträgen zu finden. Nur Zitate oder Links irgend wohin.

Ich verstehe den Siddhartha so, dass Weisheit nicht durch viele Worte bzw. gar nicht durch Worte mitteilbar ist.
Wissen kann man mit Worten mitteilen, Weisheit nicht. Das steht so oder ähnlich an anderer Stelle in dem benannten Buch.
Die einen legen dann großen Wert auf die Strukturierung der Texte, auf korrekte grammatikalische Formulierung und schimpfen, wenn deren Ansprüche diesbezüglich nicht voll erfüllt werden - nur sollte es nicht auf den Inhalt ankommen?

Als Mathematiker habe ich gelernt zu abstrahieren und speziell in der Mengenlehre geht es darum, nur die notwendigen Gesetze zu deren Beschreibung zu erkennen. Dies kann man auch auf die sprachliche Formulierung von Inhalten aller Art anwenden.
Natürlich kann man nicht alles mit wenigen Worten oder Sätzen erklären, aber schon den Kern benennen, was gesagt werden soll.

Nun habe ich auch viele Worte geschrieben für meine Verhältnisse und Kern dieses Beitrages soll es sein, mal über die Ausdrucksweise nachzudenken und vor allem jedem die seine zu lassen ohne Meckerei.

Es kommt immer auf den Inhalt an und den Zweck von Beiträgen. Ist es Selbstdarstellung-andere belehren oder informieren wollen-diskutieren über Inhalte, ...?

Fazit: weniger Worte können oft mehr sein. Ergänzen kann man immer bei Bedarf.

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