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Freimaurer
FreimaurerFoto-Quelle: Aus Freimaurer Loge

Von Geheimwissenschaften

Beitrag von wize.life-Nutzer

Das sind die drei Leitsätze der Freimaurerei für die Arbeit am rauen Stein.
Schau in dich. (Lehrling)
Schau um dich. (Geselle)
Schau über dich! (Meister)
Diese lassen wenig Raum für Magie und Okkultismus. Lediglich im Meistergrad wird der Blick auf die Transzendenz gerichtet, um sich aus dem Erkannten Leitlinien für ein erfüllteres Leben in dieser Welt zu erarbeiten. Im 18. Jahrhundert war die Freimaurerei in Frankreich und Deutschland Einflüssen der Magie ebenso wie solchen der Alchemie, der Kabbala und der Mystik ausgesetzt. Ihre Symbolik, die an sich durch die Lichtsymbolik magische Elemente enthält, wurde von manchen Systemen mit Magie förmlich durchtränkt. Da es in der Freimaurerei kein Dogma gibt, aber in ihr durch den Symbolismus eine erhebliche empirische Komponente enthalten ist, so gab und gibt es immer wieder einzelne Brüder, die ihre eigene esoterische Herangehensweise an die freimaurerische Arbeit haben. Es ist eine über die verschiedenen Gruppierungen und Lehrarten hinweggreifende Geschichte, die an den Grenzen der freimaurerischen Regularität nicht Halt macht.
Quelle: Julius Stinde, * 1841, † 1905, humoristischer und naturwissenschaftlicher Schriftsteller, Mitglied der 1902 gestifteten Freimaurerloge "Zur grünenden Tanne" in Bad Harzburg.
Es gibt gar vieles, dessen Tatsächlichkeit der Gebildete von heute nicht zugeben darf, wenn er nicht in die Acht der Unaufgeklärtheit getan und als Leichtgläubiger oder geistig Beschränkter verlacht werden will. Und doch scheint das Verlachen und Verleugnen dem Ringen nach Erkenntnis auf jene Gebiete nicht länger Einhalt tun zu können, das seit alters her als das Gebiet des übernatürlichen bezeichnet wurde. Es gibt Vorgänge, Erscheinungen des Natur- und Seelenlebens, die von der offiziellen Wissenschaft nicht anerkannt werden, deren Untersuchung als unstatthaft gilt, weil ihre Ursachen den Sinnen verborgen sind und sich der üblichen Messung und Wägung entziehen. Die Erforschung dieser geheimen, verborgenen Ursachen ist die Aufgabe der Geheimwissenschaft, die daher ihren Namen hat, neuerdings auch kurzweg Okkultismus genannt wird. Zu den Erscheinungen des Natur- und Seelenlebens genannter Art gehören die wissenschaftlich verrufensten Dinge wie: der böse Blick, das zweite Gesicht, die Wünschelrute, Wahr- und Warnträume, Doppelsehen, Fernwirkung Sterbender, Somnambulismus, magische Heilungen, Gedankenübertragung, Tischrücken, Klopftöne, Geister- und Spukerscheinungen, Medien, Spiritismus. Von dieser Liste wendet sich der moderne Aufgeklärte schaudernd ab und preist die heutige helle Zeit, in der solche Erzeugnisse des finstersten Aberglaubens schon von einem Schulknaben als vernunftwidrig verworfen werden. Trotzdem aber sprechen sich vernünftige Männer, sogar hervorragende Gelehrte der exakten Wissenschaften dahin aus, dass es geboten sei, jenen sogenannten übersinnlichen Erscheinungen nachzuforschen, um dem Aberglauben, der sich an sie knüpft, zu zerstören und durch ihre Erforschung die Erkenntnis des Menschen zu fördern.
Viele glaubwürdige Männer sind Zeugen übersinnlicher Erscheinungen gewesen, und zwar auch in der jüngsten Zeit; nachdem sie auf das peinlichste feststellten, dass weder Selbsttäuschung noch Betrug vorlag, wurden sie zu Jüngern der Geheimwissenschaft. Von den Vielen sei hier besonders Alfred Russel Wallace, der englische Zoologe genannt, der von sich selbst sagte, dass Spencer, Daniel Stauß und Karl Vogt seine Propheten waren, und er keinen Platz in seinem Kopfe für die Vorstellung einer geistigen Existenz hatte oder für andere Wirkungskräfte im Universum, als für Kraft und Stoff finden konnte, bis sogenannte übersinnliche Tatsachen ihn zu einem eifrigen Anhänger der Geheimwissenschaft machten. Ähnlich erging es dem Professor der Physik Crookes, dem Entdecker des Thallium und der strahlenden Materie, dem Professor der Chemie Butterlow in St. Petersburg, Lombroso, dem italienischen Gelehrten, der zugleich mit dem berühmten Astronomen Schiaparelli zu dem Schluss kam, dass die von ihm beobachteten unerklärlichen Erscheinungen nicht auf künstliche Weise hervorgebracht, und dass solche Phänomene einer wissenschaftlichen Beachtung würdig seien.
Professor Zöllner wurde bekanntlich, als er den übersinnlichen Erscheinungen mit mathematischen Erklärungen nahe trat, für geisteskrank erklärt; dem englischen Astronomen Huggins, dem Mathematiker Morgan, dem Elektriker und Begründer des Kabeltelegraphen Varley geschah dergleichen nicht, als sie für die Wirklichkeit des verschrieenen übernatürlichen wissenschaftlich eintraten, weil in England die Forschung etwas freier ist, als anderwärts. So alt geschichtliche Aufzeichnungen sind, ebenso alt sind die Nachrichten von übersinnlichen Erscheinungen. Die Keilinschriften des Akkader berichten von unerklärlichen Klopftönen, das Alte Testament bringt zahlreiche Zeugnisse von Wahr- und Warnträumen, von Magie und Zauberei, die griechische und römische Literatur nicht minder, und jetzt, da die Hieroglyphenschrift nur noch wenig Rätsel birgt, stellt sich heraus, dass in Alt-Ägypten die Hypnose ebenso zu Heilzwecken benutzt wurde, wie heute. Wißmann fand bei den Mawembas ein dem Gottesurteil entsprechendes Verfahren, Diebe und gestohlenes Gut zu entdecken, das nichts als eine abgeänderte Art des Gedankenlesens ist, und die Medizinmänner der Bella Koola-Indianer aus dem hohen Norden, die vor einigen Jahren in Europa gezeigt wurden, verstehen sich auf spiritistische Betrügereien, wovon ich mich selbst überzeugte, so gut, dass anzunehmen ist, ihnen sind von jeher übersinnliche Erscheinungen bekannt, die sie zur Wahrung ihres Ansehens künstlich nachahmen, wenn sie sich nicht einstellen, geradeso, wie ertappte Berufsmedien es häufig genug machen. Dass der Asiate dieselben unerklärlichen Erscheinungen kennt, wie der Afrikaner und der Nordamerikaner, dass der Wilde ohne geschriebene Überlieferung Dinge weiß, wie sie ähnlich seit Jahrtausenden unlesbar in Hieroglyphen aufbewahrt wurden, muss jedem auffallen, der sich noch wundern kann. Nach Tyndall aber ist es gerade eine wesentliche Eigenschaft des Forschers, sich an der richtigen Stelle wundern zu können, denn die Verwunderung soll der Ausgangspunkt neuer Untersuchungen sein, aber nicht die Forschung mit dem Ausdrucke schließen, dass wir vor Unerforschlichem stehen. Man könnte die Frage also stellen: "Was ist es um den Aberglauben? Was ist Wahres daran, was Tatsächliches, was Selbsttäuschung, was Betrug? Welcher Art sind die Kräfte, die scheinbar den uns bekannten Naturgesetzen nicht gehorchen?" So alt wie die Erscheinungen sich auch diese Fragen und die Versuche ihrer Beantwortung. Zur wissenschaftlichen Bearbeitung eines Gebietes gehört vor allem seine Festlegung, die in diesem Falle mit der geschichtlichen Behandlung beginnt. Den ersten Schritt hierzu hat K. Kiesewetter in seiner "Geschichte des neueren Okkultismus" (Leipzig. W. Friedrich) getan, indem er die geheimwissenschaftlichen Systeme von Agrippa von Nettesheim bis zu Karl du Prel, vom Jahre 1530 bis auf unsere Zeit, so übersichtlich der vergleichenden Betrachtung unterzog, dass auch der, der nur aus Zeitungsberichten vom Okkultismus vernahm, sich über die geistige Bewegung der Geheimwissenschaft seit 400 Jahren trefflich unterrichten kann.
Wir erfahren, wie die besten Geister ihrer Zeit nach dem jeweiligen Standpunkte ihres Wissens die Ursachen übersinnlicher Tatsachen erforschen und zu erklären suchten und Erscheinungen kannten, die in unserer Zeit erst wieder neu entdeckt werden mussten, wie z. B. die des Hypnotismus, die den Schlüssel zu vielen vermeintlichen Fabeln des Mittelalters geben. Jemand, der damals Hypnose hervorrufen konnte, imstande war, Suggestionsheilungen zu bewirken, wie jetzt Professor Forel in Zürich, Professor Bernheim in Nancy, Dr. von Schrenck-Notzing in München, Dr. Moll, Dr. Großmann in Berlin, Dr. Wetterstrand in Stockholm u. s. w. galt der Zauberei verdächtig. Und doch war kein Teufesltrug dabei, wie ausfolgender Stelle eines Briefes hervorgeht, den Agrippa von Nettesheim an einen Mitstrebenden schrieb: "Dies ist jene höchste, wahre und geheimste Philosophie von den Wunderwerken der Natur. Der Schlüssel dazu ist das Verständnis, denn je höher sich unser Verständnis entwickelt, desto größere Kräfte erlangen wir, umso leichter und mächtiger vollbringen wir die schwersten Dinge. Wenn aber unser in das vergängliche Fleisch eingeschlossener Intellekt nicht das Fleisch überwindet und seiner angeborenen Natur sich entäußert, so kann er nicht mit jenen göttlichen Kräften ausgerüstet werden und ist gänzlich unfähig, die verborgensten Geheimnisse Gottes und der Natur zu durchschauen. - Du sollst wissen, dass wir die Ursachen so großer Wirkungen nicht außer uns suchen sollen; in uns ist ein wirkendes Wesen, welches alles, ohne Beleidigung Gottes und der Religion, erkennt und vollbringt, was die Astrologen, Magier, Alchimisten und Nekromanten versprechen.
Ich sage, in uns ist der Urheber jener Wunderdinge." Und das ist es, was die Geheimwissenschaft von der sog. exakten Wissenschaft unterscheidet: "Die Erscheinungen hängen mit der geistigen Beschaffenheit des Menschen zusammen." Sanitätsrat Dr. Bruno Schindler sagt: "Der Hauptfaktor alles Zauberglaubens ist die im moralischen Geiste liegende Kraft auf die Außenwelt zu wirken. Es ist dies eine vom Anbeginn der Geschichte unbewusst und ungekannt im Menschen tätige Kraft, welche ihrer rätselhaften Natur zufolge stets verschieden ausgelegt wurde, wenn sie sich auffällig äußerte: sie führte auf den Scheiterhaufen oder zur Heiligsprechung." Schindler erklärt: "Es ist die Wahrheit, dass der Mensch das Vermögen hat, auf die Außenwelt zu wirken, was er bald mit der ganzen Kraft seines Willens und Glaubens, bald unbewusst ausübt." Allmählich entwickelte sich die Lehre von der magischen Kraft der Seele weiter und zwar zunächst durch die Experimente des englischen Forschers Prof. William Crookes. Er selbst war nicht in dem Besitze jener Kräfte, von denen Agrippa von Nettesheim sagt, dass sie der Schlüssel sind, sondern experimentierte mit dem Medium Mr. Home. Unter einem Medium ist ein Mensch zu verstehen, in dessen Gegenwart übersinnliche Tatsachen zur Erscheinung gelangen, von unerklärlichen Klopftönen, Bewegungen unberührter Gegenstände bis zum Sichtbarwerden von Körperteilen und Körpern, zur Materialisation, d. h. Verkörperlichung geisterhafter Wesen. Über die Medien herrschen große Meinungsverschiedenheiten. Einige verwerfen sie als Betrüger, andere sehen in ihnen die eigentümlich veranlagten Mittelspersonen zur Erzielung geheimwissenschaftlicher Tatsachen und zur Verbindung mit den außer unserer gewohnten Erscheinungswelt stehenden geistigen Wesenheiten, den Intelligenzen der Spiritisten.
Manche Medien verbinden, des Gelderwerbes wegen, die ihnen eigentümliche Kraft mit taschenspielerischen Nachhilfen, zumal wenn ihre magischen Kräfte sich verlieren. Die echten Medien sind über ihre Fähigkeiten meist nicht derart Herr, dass sie die Erscheinungen beliebig hervorrufen können, sondern Diener der Kraft sind. [!] Daher verwirft die Mehrzahl der Naturforscher die Geheimwissenschaft. Über die Bedingungen, die erforderlich sind, dass ein Mensch ein Medium wird, wusste man wenig, wenn auch bekannt war, dass Beschaulichkeit, das Überwinden des Fleisches durch den Intellekt jene Medien hervorbringt, die in Indien als Fakire, als Assiouas in Nordafrika Unerklärlichkeiten ausführen, die in alter Zeit auch schon den indischen Weisen, wie den äthiopischen Gymnosophisten möglich waren. Es hatte niemand im Abendlande den Versuch gemacht, seine Kraft zu entwickeln. Von höchstem Interesse ist daher die Abhandlung des Herrn D. A. Lampa, Assistenten für Physik an der Universität Wien, in dem Juniheft der von Hübbe-Schleiden herausgegebenen Monatsschrift "Sphinx" (Braunschweig, Schwetschke), worin zum ersten Male mitgeteilt wird, wie durch ernstes Bemühen, durch Experimentieren, sich jene Kraft entwickelt, die den Menschen zum Medium macht. Dr. Lampa selbst war es, der an sich erfuhr, wie der anfangs geringe Grad von Mediumschaft sich derart steigerte, dass er gezwungen war, die Versuche einzustellen. Es kam dahin, dass seine Nachtruhe durch Klopflaute gestört wurde, dass er im wachen Zustande Geisterscheinungen hatte, die ihn furchtbar erschütterten - möglicherweise bloß Halluzinationen, wie er selbst sagt - aber diese Phänomene waren so quälender Natur, dass er sie wieder beseitigen musste und zwar durch energischen Willen und Beschäftigung mit Mathematik und Physik. Prof. Crookes arbeitete mit dem Medium Home unter allen Vorsichtsmaßregeln gegen Betrug. Das Resultat war, dass Crookes zu demselben Ergebnis kam, wenn auch auf anderem Wege, wie Agrippa von Nettesheim: auf die Kraft im Menschen, der er den Namen "physische Kraft" gab.
"Die Theorie der physischen Kraft ist an sich selbst nur die Anerkennung," schreibt Crookes, "dass unter gewissen Bedingungen, die bis jetzt vollkommen unermittelt sind, und innerhalb einer begrenzten, aber bisher noch unbestimmten Entfernung aus den Körpern gewisser Personen, welche eine besondere Nervenorganisation haben, eine Kraft hervorwirkt, durch die eine Wirkung in die Ferne verursacht wird und hörbare Töne in festen Substanzen (Tischen, Möbeln u. s. w.) hervorgebracht werden." - "Aber", heißt es weiter, "ich und alle, welche die Theorie von der physischen Kraft als Agens annehmen, durch welches die Erscheinungen hervorgebracht werden, behaupten damit nicht, dass diese physische Kraft nicht zuweilen von einer anderen Intelligenz, als dem Geiste des besonders organisierten Menschen, ergriffen und gelenkt werden kann."
Diese "anderen Intelligenzen" sind nun die sog. Spirits, die Geister der Spiritisten, welche behaupten, es seien die Geister Verstorbener, die sich offenbaren. Hierüber äußert sich Prof. Crookes: "Die Identität einer verstorbenen Person festzustellen, ist der Hauptzweck gewesen, den ich in den letzten drei, vier Jahren vor Augen gehabt habe, und ich habe keine Gelegenheit versäumt, mich über diesen Punkt aufzuklären. Während dieser ganzen Zeit habe ich den Beweis gewünscht, dass die Toten wiederkehren; ich habe aber noch kein einziges Mal den befriedigenden Beweis erhalten, dass dies der Fall ist. Alles, wovon ich überzeugt bin, ist, dass unsichtbare, intelligente Wesen existieren, welche die Geister abgeschiedener Personen zu sein vorgaben." Anders urteilt Wallace, der berühmte Zoologe, er sieht nicht ein, warum die Geister Verstorbener nicht wiedererscheinen sollen. Nach Carl du Prel sind wir Menschen im tiefsten Grunde unseres Wesens schon jetzt Geister, und das Wirken in unserer materiellen Welt als geistiges ist ein sehr eingeschränktes. Nur in Ausnahmefällen und in beschränktem Maße können wir transzendentale Physik und Psychologie - Geheimwissenschaft - treiben. Ebenso schwer mag es den Geistern werden, aus ihrer Welt in unsere Sinnenwelt einzugreifen. Die Geister sind ihrer Welt angepasst, so gut wie wir der unsrigen. - "Wir nehmen nach dem Tode unsere seelische Grundrichtung mit hinüber, und das bestimmt unser Verhalten im Jenseits. Unnatürlich wäre es, wenn der Tod Gedanken, die fest in unserer Seele wurzeln, auslöschen würde."
Gehen wir in ein Jenseits, so waren wir in einem Jenseits, und unser Erdenleben ist nur eine Teilerscheinung unserer ewigen Existenz. Nach den Materialisten sind wir Eiweißgeschöpfe, und unser Geist ist ein Produkt des Eiweißstoffwechsels. Die Geheimlehre führt zu dem Schlusse, dass unser Geist war - den irdischen Eiweiß- (Protoplasma) Leib nach seiner Beschaffenheit bildete - und wieder sein wird mit einem anderen Leibe, dem der Geisterwelt.
Seit Jahrzehnten verfolgt, wie du Prel klagt, die Tagespresse mit wenig Ausnahmen die Tendenz, den Materialismus, in kleine Münze umgesetzt, unter das Volk zu bringen. Die Geschichte hat oft gezeigt, welche Verwüstungen der Materialismus anzurichten vermag. Schopenhauer prophezeite, dass der theoretische Materialismus zum praktischen Bestialismus - zum Anarchismus - führen werde. Keine Weltanschauung vermag Theorie zu bleiben, sie drängt sich ins Leben. Aus dem Materialismus geht die Herrschaft des Egoismus hervor, des Genusses und der Rücksichtslosigkeit.
Gar vielen ward vor ihrer Affenähnlichkeit bange, die ihnen tagtäglich in den Zeitungen gepredigt wurde, und da die Aufklärung ihnen die Religion genommen, wandten sie sich dem übernatürlichen zu, wie es ein Zweig der Geheimwissenschaft, wenn auch ein sehr entarteter, ihnen entgegenbrachte, dem Spiritismus. Der Spiritismus ist amerikanischen Ursprungs, d. h. in der landläufigen Form. In Wirklichkeit sind seine Erscheinungen alt, wie die geheimwissenschaftlichen Beobachtungen, deren Deutung von Just. Kerner reiner und klarer ist, als alle angloamerikanischen und französischen Verschrobenheiten. Nach dem Rechenschaftsbericht des Parisers internationalen Spritistenkongresses gab es 1889 einige Millionen Spiritisten in Amerika; darunter Longfellow, Edison, Professoren, Schriftsteller, Beamte und Geistliche.
Der Spiritismus - in seiner Eigenschaft als Pfuschreligion - ist durchaus zu verwerfen. Die spiritistischen Epidemien im Mülsetal und Nordböhmen haben zur Evidenz erwiesen, dass die der Beschäftigung mit dem Spiritismus zu Grunde liegenden Tatsachen Gift für ungebildete, den Einflüssen gewissenloser Agitatoren ausgesetzte Volksschichten sind.
Durch die unwissenschaftliche Behandlung der übersinnlichen Tatsachen wird der Aberglaube - nicht der Trieb zur Erkenntnis - genährt. Die Religion aber, durch die der Mensch sich zu Gott erhebt, wird vernachlässigt, da er sich am Spuk und am Gespenste genügen lässt.
Darum ist es gut, sich mit dem Aberglauben zu beschäftigen, um zu sichten, zu trennen und zu wissen. Denn nur der Wissende kann Irrende auf rechte Bahn leiten.
Quelle
http://www.ub.fu-berlin.de/~goerdten/stinde92.html

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40 Kommentare

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Aufgemacht (und verlockend) mit der Freimaurerei, verflacht dann leider zunehmend ins "weltfremde" ...
Den Freimaurern und ihren zugrundeliegenden Ideen bin ich ja durchaus zugeneigt, aber den folgenden spekulativen Behauptungen nicht.
--> wize.life/themen/geschichte/13895/freimaurere...zeitgemaess

>>... Freimaurerloge "Zur grünenden Tanne" in Bad Harzburg ...<<
Ja, da wäre ich wohl gern zugegen, in meiner frühen Heimat (allein, die Sachzwänge ...)

>>... Von dieser Liste wendet sich der moderne Aufgeklärte schaudernd ab ...<<
Gewiss, eine zeitgemäße Weltsicht geht anders! Und individuelle Weltsichten werden geprägt von den jeweiligen Erkenntnissen der Welteigenschaften des 'Sehenden'. Und da gibt nun mal unzählige Blickwinkel und Perspektiven!

>>Und das ist es, was die Geheimwissenschaft von der sog. exakten Wissenschaft unterscheidet: "Die Erscheinungen hängen mit der geistigen Beschaffenheit des Menschen zusammen."<<
Richtig, ist wohl der einzige Satz im Beitrag, dem ich uneingeschränkt zustimme. Warum, habe ich oben begründet.

Lebt lange, und in Frieden ...
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"Schau in dich" = Lehrling
Selbsterkentnis ist also der erste Schritt. Da sollte die Psychologie sich für andere Disziplinen öffnen, die sie früher im Angebot hatte.
Z.B. Graphologie. Da wurden in den 50er Jahren noch 3-semestrige Kurse an der Uni HD angeboten. Hoch interessant und überzeugend!

Oder Chiromantie, Physiognomik und natürlich an allererster Stelle Astrologie! Die klass.griechische, aber auch die indische, chinesische, indianische - alles alte weise Lehren.
________
"Schau um dich" = Geselle
Natürlich sind Kontakte mit anderen die besten Spiegel. Im Vergleich mit anderen entdeckt man Vorzüge und Schwächen, lernt, damit umzugehen.
________
"Schau über dich" = Meister
Deshalb ist die Meister-Schüler- Beziehung in den alten indischen Weisheitstexten absolut notwendig, da allein schon durch die hohe Energie des Meisters persönliches Wachstum stattfinden kann.

Allein die Erwähnung dieser 3 Stufen machen den Text sehr lesenswert.
Darüber könnte lange und interessant diskutiert werden.
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"Ich sage, in uns ist der Urheber jener Wunderdinge." Und das ist es, was die Geheimwissenschaft von der sog. exakten Wissenschaft unterscheidet:" (R.Mühle)

Das ist die Essenz des Textes. Er stammt zwar aus früheren Quellen, zeigt aber durchaus an, worauf es ankommt und ist frei von destruktiven Vorurteilen.

Ernst Peter Fischer ist einer der Wissenschaftler der Gegenwart, der in e i n e m Begriff - Komplementarität - zusammenfasst, worauf es ankommt. Jede Erkenntnis kommt zustande, wenn man t i e f genug I N eine Sache hineingeht, um dann im A U S S E N zu einer Erkenntnis/Erfahrung zu kommen.
_______

Dennoch, Rolf
Wer über keine entsprechende Erfahrung v e r f ü g t, wird vielleicht - das wäre positiv - staunen, aber verstehen kann er es nicht. Und es wird von seiner E i n s t e l l u n g abhängen, ob er diese Art von Erfahrung einmal machen wird.

Glücklicherweise gibt es aber bereits sehr viele Menschen, die sehr positive außergewöhnliche Erfahrungen gemacht haben.
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"Viele Worte tun dem geheimen Sinn nicht gut" - das zeigt sich auch hier wieder offenbar.
Mehr als 20 Sätze hintereinander zu lesen, sollte man vielleicht noch können.
Aber mit der Ausdauer scheint es ja nicht so weit her zu sein.

Es reicht jedenfalls immer zu einer kritischen Bemerkung.
Wer Kritik übt, ohne sie zu begründen, ist ein Scharlatan!
Das kann ich. Ist nur die Frage, ob ich es immer will. Bei dem Beitrag hier tat ich es, verlor nur irgendwann dann die Geduld.
Seltsam, die Energie , negative Kritik zu üben, ist IMMER da.
Aber sich die Voraussetzungen zu erwerben, die einen überhaupt erst kritikFÄHIG machen, das wird abgelehnt.

Schon sehr aufschlussreich - wer sich nicht mehr konzentrieren kann/will, sollte doch besser schweigen.

Geduld ist alles (Rilke)
Was das Ertragen von Kritik betrifft, so bist du, Edith, alles andere als ein leuchtendes Beispiel. Wie gerade eben an anderer Stelle: du wirst schnell zynisch um beleidigend. Aber dein hohes Ross lässt dich in meinen Augen nur hilflos und unsicher erscheinen.
Viele Worte muss nur machen, wer verschleiern muss, dass er in Wirklichkeit nichts von Bedeutung zu sagen hat.
Was du nie siehst, ist dich selber, Heidi. Du kannst dir jeden STrang ansehen, wer da sofort aggressiv auftritt, bist Du.
Es gehört überhaupt nicht zu meiner Lebenseinstellung, auf Menschen so brüsk vorzugehen, wie das hier passiert.
Und ich scheue mich nicht mehr, mit demselben Schrot zurückzuschießen.

Ich werde aber in Zukunft nur noch mit Menschen reden, die etwas zum Thema beitragen können und nicht nur dummes Zeug daherschwafeln, ja dummes Zeug daherschwafeln.

Pass auf, dass du nicht eines Tages vom hohen Ross herunterfällst. Mit einer Zen-Buddhistin hat dein Verhalten aber auch nicht das geringste zu tun.

Herr Becker, Ihre wenigen Worte strotzen geradezu von "Bedeutung".

Adieu und viel Spaß weiterhin beim Hetzen und Jagen!
Nett, dieser Wieder-Einmal-Abgang!
Achduje - bin grad on aus anderem Grund und hab diese Seite mit auf.
wize.life-Nutzer mich haste ja schon oder noch blockiert. Das zeigt schon klar, deine offenbar sehr beschränkten Kommunikationsfähigkeiten, was du hier wieder schreibst.
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Ist ein sehr langer aber interessanter Bericht aber das erklärt mir noch nicht das Leben nach dem Tode .
Ja - sehr lang und ich wurde irgendwann müde, weiter zu lesen.
Erklärt is eigentlich nix trotz vieler Worte.
"Du sollst wissen, dass wir die Ursachen so großer Wirkungen nicht außer uns suchen sollen; in uns ist ein wirkendes Wesen, welches alles, ohne Beleidigung Gottes und der Religion, erkennt und vollbringt, was die Astrologen, Magier, Alchimisten und Nekromanten versprechen.
Ich sage, in uns ist der Urheber jener Wunderdinge." Und das ist es, was die Geheimwissenschaft von der sog. exakten Wissenschaft unterscheidet: "Die Erscheinungen hängen mit der geistigen Beschaffenheit des Menschen zusammen." (Mühle)

In diesem kurzen Abschnitt ist das Anliegen des Verfassers ganz klar zusammengefasst.

Es geht lediglich darum , die Fülle von Phänomenen, die noch nicht von der Wissenschaft einwandfrei erklärt werden können, zu benennen und auf den URSPRUNG hinzuweisen.

Nicht jeder kann ein Manuel Neuer sein oder ein David Garrett. Jeder entwickelt sich in die eine oder andere Richtung.
Menschen, die paranormale Fähigkeiten haben, haben sich eben "so" entwickelt .
Was soll daran so seltsam sein. ? ?
Dann schau dir mal im Internet die Geister Akte an wize.life-Nutzer
"Geisterakte" bei google eingeben?
Ich hab es mir nicht angeschaut, offenbar haben die Filmer großen Erfolg mit diesen Spukfilmen.

Ich weiß das aus anderen Quellen, z.B. der Autobigraphie von Rainer Maria Rilke, der in diesem Buch berichtet, wie er einmal mit der Familie beim MIttagessen saß und sich plötzlich die Tür öffnete und eine ältere Frau hereinkam , durch das Zimmer ging und durch die andere Tür verschwand.

Dr. Lucadou hat solche Spukgeschichten untersucht. Die lassen sich nicht als Trick oder dgl. erklären.

Außerdem berichtet Rupert Sheldrake, dass es ein Schloss in England gibt, wo sich das Fell der Katzen sträubt, wenn sie an einer geöffneten Tür eines großen Saals vorbeigehen. Natürlich sehen oder spüren diese Katzen etwas, was uns wegen unserer mangelhaften Sinne entgeht.

Es gibt neben solchen Geschichten auch sehr positive.
Ich habe auch Berichte gelesen wo Menschen im Krankenhaus gestorben sind und die auf dem Türrahmen gesessen haben und zugesehen wie sie die Ärzte behandelt haben und was die gespritzt haben als er wieder zurück in Leben gehohlt haben. Als meine Schwiegertochter gestorben ist hat sich im Wohnzimmer nach 3 Monaten die Glastür vom Schrank geöffnet und von selbst wieder geschlossen darauf hin habe ich nachgesehen ob da keine Schur oder was anderes dann war aber ich habe nichts gefunden irgend wie ist das seltsam
Ja, Peter, da gibt es seit Dr. Moody in den USA Tausende von Nahtodberichten, die mehr oder weniger alle denselben Inhalt haben.

Ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass die Materie nicht ALLES ist, sondern dass Leben unendlich ist
Edith da muss ja was dran sein
Wünsche dir eine gute Nacht ich gehe auf die 2 Meter.
"Ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass die Materie nicht ALLES ist, sondern dass Leben unendlich ist " wize.life-Nutzer
Was für ne Aussage - nur leider ohne jede Grundlage.
Klar is Materie nich alles - nur ne Art Energie. Nur Leben unendlich is echt fraglich.
Schön, dass so vieles für dich fraglich ist. Ob morgen die Sonne scheint, ist auch fraglich. Aber es erhöht die Spannung, nicht wahr, wenn so vieles oder alles fraglich ist.
Reiz-Ersatz offenbar
"Reiz-Ersatz" brauch ich nicht. Bin zufrieden mit den realen täglich.
Klar weiß ich nich, wie das Wetter morgen ist und ob der Wetterbericht stimmt. Das macht mir aber nix aus.
Ob Leben unendlich ist, is schon ne interessantere Frage. Für mich ist es endlich. Alles was geboren wird stirbt irgendwann.
Das kann sogar auf Universen zutreffen, wenn mans mal richtig durchdenkt.
Natürlich kann und wird wohl immer neues leben entstehen und neue Universen, wenn man so Multiversum-Theorien folgt.
Was auch immer du damit ausdrücken willst, ich deute es mal als Zustimmung.
Da ich deinen neuen Beitrag wegen Blockade nicht beantworten darf, so hier:
Reimen kannst du, aber Realität erkennen offenbar nicht.
Ich habe d i c h nicht blockiert, das ist ein Versehen. Da schaue ich mal nach, aber zwei andere habe ich blockiert, weil ich Gespräche nicht als "Hennen/Hahnenkämpfe" ansehe. Wenn nicht ein Mindestmaß an Respekt vor einem anderen Menschen vorhanden ist, gehe ich lieber aus dem Weg.
In einer solchen respektlosen und würdelosen Welt bin ich lieber stumm.
Man wird geboren um zu sterben mann wir beerdigt oder verbrand ist ganz egal .Aber der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch und Blut er hat auch ein Fein stofflichen Körper mit einer Aura. Das Leben ist ein Kreislauf wie auch der Blut und Wasserkreislauf .Halten wir uns mal an den Wasserkreislauf das Wasser im Fluss im See im Meer verdunstet steig in den Himmel bildet Wolken und kommt dann als Regen runter wo es wieder verdunstet .Mann kann auch sagen das Wasser wird destiliert .Nimmt aber auf dem Weg nach unten Dreckpartikeln mit zur Erde und reinig die Luft .Wenn man weiter geht dann stirb ein Mensch oder Tier wird beerdigt verfault und dient den Pflanzen als Dünger wir mit der Pflanze oder dem Baum einst und steig so in das Universum wo er oder sie Wiedergeboren wird . denn wir stecken in einem Körper der sich löst nach dem Tote.Und alles ist ein Kreislauf in dieser Welt
Und ein Kreis ist u n e n d l i c h.
Genau so ist es Edith
Ein Kreis is sehr wohl endlich und durch seinen Umfang beschränkt.
Ein Kreis hat kein Anfang und kein Ende Gell wize.life-Nutzer
Das mag so sein, aber sein Radius bzw. Umfang is klar beschränkt.
Ein Kreis mit 10 cm Durchmesser hat weder Anfang noch Ende und ist innerhalb der 10cm Durchmesser nicht beschränkt
hihi n Deckel drauf der größer is und keiner sieht den Kreis mehr.
hi
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