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Konstruktivismus in den Sozialwissenschaften
Konstruktivismus in den SozialwissenschaftenFoto-Quelle: D.R. 2018

Konstruktivismus in den Sozialwissenschaften

Beitrag von wize.life-Nutzer

"Konstruktivismus ist eine Position der Erkenntnistheorie, entwickelt hauptsächlich in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Mehrere Strömungen werden aufgrund des gemeinsamen Namens manchmal irrtümlich für übereinstimmend gehalten. Die meisten Varianten des Konstruktivismus gehen davon aus, dass ein erkannter Gegenstand vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert wird. In der Fachsprache der Philosophie ausgedrückt, nehmen sie damit eine nominalistische Position zum Universalienproblem ein.
Während im Radikalen Konstruktivismus die menschliche Fähigkeit, objektive Realität zu erkennen, mit der Begründung bestritten wird, dass jeder Einzelne sich seine Wirklichkeit im eigenen Kopf „konstruiert“, glauben Anhänger des Erlanger Konstruktivismus an eine gemeinsame Konstruktionsweise, d. h., dass es mit Hilfe einer besonderen Sprach- und Wissenschaftsmethodik möglich sei, „das naive Vorfinden der Welt“ zu überwinden und durch „methodische Erkenntnis- und Wissenschaftskonstruktion“ zu ersetzen. Ob dieses gemeinsam Konstruierte auch unabhängig von seiner Konstruktion existiert oder bloß einen Konsens belegt, ist dagegen ein anderes Problem. Der Erlanger Konstruktivismus ist wesentlich angeregt von der Konstruktiven Mathematik, die wie der Radikale Konstruktivismus eine nominalistische Anschauung vertritt."
(Quelle: Wikipedia)


3 Kommentare

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Ich meine, es war Kant, der festgestellt hat, dass wir das "Ding an sich" niemals erkennen können, wir können nur die Sinneseindrücke kategorisieren, die auf dieses Ding zurückzuführen sind.

Dass "ein erkannter Gegenstand vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert wird" scheint mir missverständlich ausgedrückt. Das "Ding an sich" wird sicher nicht vom Erkennenden konstruiert, es existiert auch ohne das Erkennen - nur dass das (konstruierte) Bild des Erkannten im Hirn des Erkennenden fehlt.

Aber sicherlich haben die Philosophen zu diesem Thema schon solch abgehobene und komplizierte Theorien entwickelt, dass wir Durchschnittsmenschen da sowieso nicht mehr mitkommen. (Manchmal könnte man zu der Überzeugung kommen, das Letztere sei die eigentliche Aufgabe eines Philosophen...)
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"dass ein erkannter Gegenstand vom Betrachter selbst durch den Vorgang des Erkennens konstruiert wird. "
Ich sage ja schon lange, dass 90% des "Rechtsextremismus" und der "Ausländerfeindlichkeit" in den Köpfen der Gutis konstruiert wird, weil sie das "erkennen".
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