Pythagoras - Mathematiker und Mystiker

Beitrag von wize.life-Nutzer

Pythagoras – Mathematiker und Mystiker

„Das schönste und tiefste Gefühl, das wir empfinden können, ist das mystische. Es ist der Keim jeder wahren Wissenschaft. Jeder, der dieses Gefühl nicht kennt, der nicht fähig ist, sich zu wundern oder tiefste Achtung zu empfinden, ist, als ob er tot wäre.
Meine Religion besteht in einer demütigen Bewunderung des erhabenen und unbegrenzten Geistes, der sich in den winzigsten Phänomenen, die wir mit unseren schwachen und unvollkommenen Sinnen ermitteln können, offenbart. Meine tiefe Überzeugung eines unbegrenzten und erhabenen Geistes, dessen Vorsehung das unverständliche Universum bezeugt, IST MEINE VORSTELLUNG VON GOTT.“ (Albert Einstein, S. 10f.)

Frédéric Lionel, Kybernetiker, Geisteswissenschaftler und Schriftsteller, zeigt in seinem Werk „Das Vermächtnis des Pythagoras“ auf, dass sich eine zeitlose Weisheitslehre aus 3 Dingen ergibt: „1. der Philosophie der Zahlen
2.der esoterischen Geometrie und
3 der heiligen Astrologie.“ (S. 14)

Die Entdeckung der rhythmischen Beziehungen im Kosmos (griech. Ordnung/Harmonie) enthüllt die Geheimnisse der geoffenbarten Welt.
Die Zahlenmystik habe die geistige Entwicklung des Abendlandes entscheidend beeinflusst.
Die Übereinstimmung der Rhythmen des Makrokosmos mit denen des Mikrokosmos bildete eine Mysterienwissenschaft heraus, die stets mit dem Namen Pythagoras verbunden bleibt.

Pythagoras spricht von der „Einheit des Universums“.
„Wie oben, so unten“ stand auf der „Tabula Smaragdina“, die dem ägyptischen Gott Thot, später von den Griechen 'Hermes' genannt, zugeschrieben wird. Sie sagt aus, dass nur ein Gesetz alle Energien im Kosmos lenkt.

Pythagoras prägt die Metapher vom „Gesang der Spähren“: Zahl, Figur und Sterne spielen da eine besondere Rolle. Dabei schöpft er aus dem Schatz der pharaonischen Wissenschaft.

Es waren 5 besondere Botschafter, die um die gleiche Zeit die gleichen Dinge sagten, 500 Jahre vor Christi Geburt: Zarathustra, Buddha, Laotse, Konfuzius und Pythagoras. Jesus fügte ihre Weisheit in dem Satz „Liebet einander“ zusammen. (S. 32)

xxx

Es gibt nur 10 Zahlen.
Jede Zahl versinnbildlicht 3 Aspekte:
1. archetypisch
2. symbolisch
3. wissenschaftlich

1 = Ureinheit
2 = Yin – Yang (Polarität aller Dinge)
3 = Ausgleich von Gegensätzen (Kind z.B.)
4 = Begrenzung des Daseins (Quadrat)
5 = Logik
6 = Harmonie, Kreativität
7 = ewiges Werden
8 = Ineinanderwirken aller Energien
9 = vollendetes Werk
10 = Vollkommenheit (Archetyp), Erleuchtung (Symbolik), Reife (Intellekt)

Der Mensch mit den waagerechten Armen und gespreizten Beinen findet im 5-zackigen Stern seinen Platz.
Die Außenwinkel ergeben 108°.
108 ist die symbolische Geheimzahl der Sonne.
108 Perlen hat der buddhistische Rosenkranz und die japamala, der hinduistische Rosenkranz.

3 = Ausgleich von Gegensätzen (wäre für wize.life beachtenswert)

Treffen zwei Menschen mit gegensätzlichen Interessen aufeinander, sollte immer eine 3. Person eingeladen werden, die BEIDE Interessen kennt. ! ! !

„Die Arbeiten von Planck, Schrödinger, Heisenberg und Einstein beweisen, dass das Universum ein „eurhythmisches Ganzes“ ist (S. 53)
Pythagoras, Archytras, Euklid, Platon. Nikomahus, Paccioli, Dante, Leonardo da Vinci, Dürer, Kepler, Descartes , Hamilton, Goethe sind dieser Meinung.

xxx

In der Folge geht Lionel auf die „Figuren“ ein, die z.B. die Architektur der Kathedralen bestimmten. Er kann damit die „Heiligkeit der Geometrie“ beweisen.

xxx

Im letzten Drittel des Buches beschäftigt sich Lionel mit den Sternen.
„Jeder Blumenkelch, der sich öffnet, jedes Diagramm, jedes Zahlensystem, jede geometrische Figur, jede Planeten- oder Sternenbahn bezeugt in ihrer Verbundenheit dem Eingeweihten die Ur-Einheit des Kosmos....
Den eingeweihten Priestern des Altertums oblag es, den Schleier zu heben, der die sichtbare Welt von der unsichtbaren scheidet. Sie konnten dank ihrer übersinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten die jeweilige Himmelskarte auslegen.“ (S. 77)

Hipparkus lehrte vor 2500 Jahren, dass der Zodiak alle Geheimnisse des Universums widerspiegelt.Platon spricht von den 12 Urenergien
Die Heliozentrizität war bekannt, bevor sie vergessen wurde. Kopernikus gibt zu, sie dank Platon und Pythagoras WIEDERENTDECKT zu haben.

Widder: Feuer des Geistes, Aufopferung, Wahrheit
Stier: Samen, Füllhorn
Zwillinge: Beziehungen untereinander entdecken
Krebs: 2 Pole, zwischen denen sich alles Bestehende offenbart
Löwe: großes kosmisches Mysterium, höchste Vernunft
Jungfrau: schöpferisches Potential des ewig Weiblichen
Waage: im Gleichgewicht zur Ruhe kommen
Skorpion: Wanderer hat den goldenen Schlüssel gefunden. Das Wesentliche enthüllt sich.
Schütze: Überbewusstsein, Sehnen nach Erleuchtung
Steinbock: Übergang der mentalen Wahrnehmungsfähigkeiten zu den übermentalen; schöpferische Kräfte
Wassermann: Brüderliche Welt statt einer Welt der Widersprüche
Fische: das Band zwischen den zwei Fischen zeigt die transzendentale Kraft der Liebe an.

xxx

Zusammenfassung:
Die Wahrsagekunst durch Zahlen kann als Krönung der pythagoreischen Lehre angesehen werden.
Die Astrovision kann eine tiefe Einsicht gewähren.

„Makrokosmos und Mikrokosmos wirken ineinander.“ (S. 114)

„Man ist sich bewusst, die Welt nicht ändern zu können, aber man versteht, dass eine brüderliche Haltung jedem gegenüber Vertrauen erweckt, und sich dann etwas ändert.“ (S. 125)
_________

(c) ez


Lit.: Frédéric Lionel, „Das Vermächtnis des Pythagoras“, 1990.

Anm.:Um die Zahl herauszufinden, die das eigene Leben bestimmt, braucht man nur die Zahlen seines Geburtsdatums zusammenzuzählen. (Quersumme)
z.B. 12.5.1975 = 30 = 3