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A Course in Miracles

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 13.11.2018 - 21:16 Uhr

A Course in Miracles – Ein Kurs in Wundern

1976 wurde ein Aufsehen erregendes Buch in Kalifornien veröffentlicht: „A Course in Miracles“ - ins Deutsche übersetzt „Ein Kurs in Wundern“.
Es wurde ein Welt-Bestseller.

Da saßen Passagiere im Flughafen von Bangalore und studierten den Text.
Eine Bekannte in Heidelberg las täglich einen Abschnitt und hoffte, nach einem Jahr Wunder vollbringen zu können.
Am Strand vom Toten Meer in Israel saß jemand und las stundenlang in dem dicken Buch.
Es schien mich zu verfolgen. Also kaufte ich es, las es aber nur diagonal (wahrscheinlich aus Zeitmangel) , stellte es wieder in den Bücherschrank. Es forderte zu viel vom Leser, fand ich (damals).

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Die Entstehung dieses Buches , das aus 3 Teilen besteht, einem Text, einem Arbeitsbuch für Studenten und einem Handbuch für Lehrer, das 1187 Seiten hat, ist ebenso merkwürdig wie sein Titel.

Im Vorwort (How It Came) beschreiben Helen Schucman und William Thetford, beide Professoren für Klinische Psychologie an der Columbia University in New York, beide ATHEISTEN, wie es zu diesem Buch kam.

Der Anlass war eine Auseinandersetzung über den rüden Ton, der an diesem Institut gang und gäbe war.
Es folgten 3 „startling months“ (merkwürdige Monate) in denen Helen symbolische Träume hatte und seltsame Bilder empfing.
Danach hörte sie eine innere Stimme, die ihr diktierte: „This is a course in miracles.“ Sie nennt den Vorgang ein „schnelles, inneres Diktat“, das sich jederzeit unterbrechen ließ und das zu anderen Zeiten an derselben Stelle fortgeführt werden konnte.
Heute würde man diesen Vorgang Hellhören oder Channeln nennen und ihn zu jenen außergewöhnlichen Gaben zählen, die ein Sensitiver entwickeln kann.

Sieben Jahre lang nahm sie den Text auf, der Leiter der Abteilung, Prof. Thetford tippte ihn, und beide empfanden diese Arbeit als Antwort auf ihre gemeinsame Unzufriedenheit über den kollegialen Umgang miteinander an ihrem Institut.

Im Vorwort präzisiert Helen die Aufgabe des Textes: „It's only purpose is to provide a way in which some people will be able to find their own Internal Teacher.“
Einige Schüler würden durch das Lesen dieser Texte ihren „eigenen Inneren Lehrer“ finden.

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Über „psychic powers“ sagt der Text: „Wer diese Grenzen (Beschrämktheit der Sinne) auf irgendeine Weise überschreitet, erreicht eine höhere Stufe der Natürlichkeit. Das ist nichts Besonderes und hat mit Magie/Zauber nichts zu tun (S. 59, Manual for Teachers).

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Wer ist der Autor dieses Buches, da Helen Schucman und William Shetford nur Sekretäre sind. Sie nehmen täglich Texte auf, die als tägliche Lektüre für 365 Tage gegliedert sind. Der Leser wird aufgefordert, die Ideen im Text ANZUWENDEN, sie nicht zu beurteilen. Nur dann würde ihre Wahrheit zutage treten.

Gleich zu Beginn wird eine fundamentale Unterscheidung zwischen knowledge und perception (Wissen – Wahrnehmung) gemacht. Wissen ist die Welt Gottes, Wahrnehmung gehört zur Welt von Zeit. Unsere Wahrnehmungen beruhten auf Projektionen.

Als Autor gibt sich der Son of God zu erkennen. Es sei allerdings absolut unwichtig, dies zu wissen. Einzig und allein wichtig sei die Anwendung der im Tagestext angegebenen Ideen.

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Als eines der wichtigsten Lernschritte wird die VERGEBUNGSBEREITSCHAFT genannt.
Es könnte sein, dass ein regelmäßiger Leser dieses Buches im Laufe eines Jahres eine Transformation, eine Transzendenz-Erfahrung macht. Seine Ausdauer, seine Beharrlichkeit und seine Integrität würden allerdings geprüft.

© ez
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Lit.: A Course in Miracles, 1976.

6 Kommentare

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Interessant dass die VERGEBENSBEREITSCHAFT als ein wichtiger LERNSCHRITT bezeichnet
wird

In einem viel älteren Buch wird auch über Vergebung / vergeben berichtet.

„HERR, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“ (Matthäus 18:21). Petrus hielt seinen Vorschlag wahrscheinlich für recht großzügig. Gemäß der damaligen rabbinischen Tradition mußte man dasselbe Vergehen höchstens dreimal vergeben.*

*Gemäß dem babylonischen Talmud lautete eine rabbinische Tradition: „Wenn jemand einmal eine Sünde begeht, so vergiebt man sie ihm, zum zweiten Mal vergiebt man sie ihm ebenfalls, zum dritten Mal vergiebt man sie ihm ebenfalls, zum vierten Mal vergiebt man sie ihm nicht mehr“ (Joma 86b)

Stellen wir uns daher die Überraschung des Petrus vor, als Jesus erwiderte: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal“ (Matthäus 18:22). Die Wiederholung von sieben bedeutet soviel wie „auf unabsehbare Zeit“. Für Jesus gab es praktisch keine Grenze dafür, wie oft man vergeben sollte.
Danke, Siggi, diese Ergänzung ist sehr wichtig.
Es gibt aufgeschlossene Ärzte, die z.B. eine Krebserkrankung immer auf eine "Kränkung" zurückführen, die nicht verziehen worden ist.
Verzeihung/Vergebung sollte im Leben an erster Stelle stehen, aber jeder weiß, dass das gar nicht einfach ist.
Deshalb auch dieses "Spiel mit Zahlen" in der BIbel.
Verzeichen ja, aber Vergebung, das ist ein großes Wort. Vergeben kann nur Gott. Wir Menschen sind zu klein, um den Begriff Vergebung auch als solches zu begreifen, was ein Vergehen für den anderen bedeutet, dem etwas schlimmes angetan wurde.
Nein ich vergebe nicht, ich verzeihe, wenn ich es als verzeihlich einstufe. Der Täter der andere, dem obliegt es mit dieser Schul zu leben und wie weiterzuleben. Mir steht da Urteil zu.
Für mich waren das immer Synonyme, Rabeah. Verzeihen ist für mich dasselbe wie vergeben. Wenn ich einem Menschen etwas vergebe, trage ich ihm nichts mehr nach.

"Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern." Das ist ein Satz aus dem Vaterunser.

Aber natürlich kann da jeder nur für sich selber entscheiden, ist schwer genug.
Eben dieses vergebe auch Deinen Schuldigern, das ist nur im christlichen Glauben. Das hatte ja ursprünglich auch mit der Beichte zu tun.
Für mich gilt, die einfache Form der Entschuldigung und in härteren Fällen die Verzeihung. Vergebung, nein, das ist zu groß für mich.
Dem anderen nichts nachtragen ist eine Seite des Charakters. Niemand kann mal eben vergeben und meint gleichzeitig, dass da auch nichts mehr nachgetragen wird. Wer nachtragend ist, tut sich sehr schwer mit einem Verzeihen.
Einige andere Übersetzungen zeigen noch ein wichtiges Detail im "Vaterunser":
"Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben H A B E N . die an uns schuldig geworden sind." (Die Gute Nachricht). Mit anderen Worten zuerst müssen wir vergeben und dann vergibt uns Gott
Übrigens gilt die hier erwähnte Vergebung für alle Menschen, nicht nur für Christen.

Ich erlaube mir einige Punkte aus der Zeitschrift Erwachet Nr.1 - 2018 zu posten.

DER WEG DES GLÜCKS
Vergebung

„IN MEINER KINDHEIT WAREN GESCHREI UND BELEIDIGUNGEN AN DER TAGESORDNUNG“, sagt Patricia. „Ich habe damals nicht gelernt, wie man vergibt. Auch als Erwachsene hat es mir oft Tag und Nacht keine Ruhe gelassen, wenn mich jemand verletzt hatte.“ Ein Leben voller Groll und Verbitterung ist weder glücklich noch gesund. Laut Studien sind unversöhnliche Menschen stärker gefährdet, . . .

durch Wut und Verbitterung Freundschaften zu zerstören, was zu Einsamkeit führt

verletzlicher, ängstlicher oder sogar depressiv zu werden

sich so sehr auf das erlittene Unrecht zu fokussieren, dass sie ihr Leben nicht mehr genießen können

sich mit Schuldgefühlen zu quälen, weil sie dem anderen eigentlich verzeihen sollten

gestresster zu sein und krank zu werden, was Bluthochdruck, Herzkrankheiten sowie Arthritis, Kopfschmerzen und andere chronische Schmerzstörungen einschließen kann*

WAS IST VERGEBUNG? Vergeben bedeutet, jemandem, der einen verletzt hat, zu verzeihen und Gefühle wie Wut, Verbitterung und Rache loszulassen. Es bedeutet jedoch nicht, das Unrecht gutzuheißen, herunterzuspielen oder so zu tun, als wäre nichts geschehen. Vergebung ist vielmehr eine bewusste Entscheidung.

Wer vergibt, zeigt auch, dass er verständnisvoll ist. Er sieht ein, dass jeder mal etwas Falsches sagt oder tut (Römer 3:23). „Fahrt fort, ... einander bereitwillig zu vergeben“, heißt es in Kolosser 3:13.

Wie es auf der Website der Mayo Clinic heißt, führt Vergebung zu . . .

besseren Beziehungen, was Mitgefühl und Verständnis für denjenigen einschließt, der einen verletzt hat

einer gesünderen Psyche und Frieden mit Gott

weniger Stress, Ängsten und Groll

abnehmenden Symptomen einer Depression

SICH SELBST VERGEBEN. „Sich selbst zu vergeben ist für die Gesundheit offensichtlich das Wichtigste, aber auch das Schwierigste“, heißt es in der Zeitschrift Disability & Rehabilitation. Doch wie kann man es schaffen, sich selbst zu vergeben?

Keine Perfektion von sich erwarten und akzeptieren, dass jeder Fehler macht (Prediger 7:20)

Aus Fehlern lernen

Geduldig mit sich sein. Viele Schwächen und Gewohnheiten verschwinden nicht von heute auf morgen (Epheser 4:23, 24)

Den Kontakt zu Menschen suchen, die positiv sind und einem guttun, aber auch ehrlich zu einem sind (Sprüche 13:20)

Dafür geradestehen, wenn man jemanden verletzt hat, und sich möglichst schnell entschuldigen. Wer Frieden schließt, hat Frieden mit sich selbst (Matthäus 5:23, 24)

DIE PRINZIPIEN DER BIBEL FUNKTIONIEREN WIRKLICH!

Mithilfe der Bibel lernte Patricia zu vergeben: „Endlich bin ich frei von all der Wut, die mein Leben vergiftet hat. Ich leide nicht mehr, und andere leiden nicht mehr wegen mir. Die Prinzipien der Bibel zeigen, dass Gott uns liebt und das Beste für uns will.“

Und Ron sagt: „Ich konnte nicht beeinflussen, was andere denken und tun. Aber was ich selbst dachte und tat, konnte ich sehr wohl beeinflussen. Wenn ich also Frieden haben wollte, musste ich die Verbitterung loslassen. Mir wurde bewusst: Verbitterung und Frieden sind wie Nord- und Südpol. Man kann nicht an beiden Orten gleichzeitig sein. Endlich habe ich ein gutes Gewissen.“

Quellen: Mayo Clinic, Johns Hopkins Medicine sowie das Journal Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology.


Wer also vergibt, . . .

hat inneren Frieden und ein besseres Verhältnis zu anderen

erspart sich oft Stress, Ängste und Groll

ist körperlich und psychisch gesünder und hat Frieden mit Gott
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