A Course in Miracles

Beitrag von wize.life-Nutzer

A Course in Miracles – Ein Kurs in Wundern

1976 wurde ein Aufsehen erregendes Buch in Kalifornien veröffentlicht: „A Course in Miracles“ - ins Deutsche übersetzt „Ein Kurs in Wundern“.
Es wurde ein Welt-Bestseller.

Da saßen Passagiere im Flughafen von Bangalore und studierten den Text.
Eine Bekannte in Heidelberg las täglich einen Abschnitt und hoffte, nach einem Jahr Wunder vollbringen zu können.
Am Strand vom Toten Meer in Israel saß jemand und las stundenlang in dem dicken Buch.
Es schien mich zu verfolgen. Also kaufte ich es, las es aber nur diagonal (wahrscheinlich aus Zeitmangel) , stellte es wieder in den Bücherschrank. Es forderte zu viel vom Leser, fand ich (damals).

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Die Entstehung dieses Buches , das aus 3 Teilen besteht, einem Text, einem Arbeitsbuch für Studenten und einem Handbuch für Lehrer, das 1187 Seiten hat, ist ebenso merkwürdig wie sein Titel.

Im Vorwort (How It Came) beschreiben Helen Schucman und William Thetford, beide Professoren für Klinische Psychologie an der Columbia University in New York, beide ATHEISTEN, wie es zu diesem Buch kam.

Der Anlass war eine Auseinandersetzung über den rüden Ton, der an diesem Institut gang und gäbe war.
Es folgten 3 „startling months“ (merkwürdige Monate) in denen Helen symbolische Träume hatte und seltsame Bilder empfing.
Danach hörte sie eine innere Stimme, die ihr diktierte: „This is a course in miracles.“ Sie nennt den Vorgang ein „schnelles, inneres Diktat“, das sich jederzeit unterbrechen ließ und das zu anderen Zeiten an derselben Stelle fortgeführt werden konnte.
Heute würde man diesen Vorgang Hellhören oder Channeln nennen und ihn zu jenen außergewöhnlichen Gaben zählen, die ein Sensitiver entwickeln kann.

Sieben Jahre lang nahm sie den Text auf, der Leiter der Abteilung, Prof. Thetford tippte ihn, und beide empfanden diese Arbeit als Antwort auf ihre gemeinsame Unzufriedenheit über den kollegialen Umgang miteinander an ihrem Institut.

Im Vorwort präzisiert Helen die Aufgabe des Textes: „It's only purpose is to provide a way in which some people will be able to find their own Internal Teacher.“
Einige Schüler würden durch das Lesen dieser Texte ihren „eigenen Inneren Lehrer“ finden.

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Über „psychic powers“ sagt der Text: „Wer diese Grenzen (Beschrämktheit der Sinne) auf irgendeine Weise überschreitet, erreicht eine höhere Stufe der Natürlichkeit. Das ist nichts Besonderes und hat mit Magie/Zauber nichts zu tun (S. 59, Manual for Teachers).

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Wer ist der Autor dieses Buches, da Helen Schucman und William Shetford nur Sekretäre sind. Sie nehmen täglich Texte auf, die als tägliche Lektüre für 365 Tage gegliedert sind. Der Leser wird aufgefordert, die Ideen im Text ANZUWENDEN, sie nicht zu beurteilen. Nur dann würde ihre Wahrheit zutage treten.

Gleich zu Beginn wird eine fundamentale Unterscheidung zwischen knowledge und perception (Wissen – Wahrnehmung) gemacht. Wissen ist die Welt Gottes, Wahrnehmung gehört zur Welt von Zeit. Unsere Wahrnehmungen beruhten auf Projektionen.

Als Autor gibt sich der Son of God zu erkennen. Es sei allerdings absolut unwichtig, dies zu wissen. Einzig und allein wichtig sei die Anwendung der im Tagestext angegebenen Ideen.

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Als eines der wichtigsten Lernschritte wird die VERGEBUNGSBEREITSCHAFT genannt.
Es könnte sein, dass ein regelmäßiger Leser dieses Buches im Laufe eines Jahres eine Transformation, eine Transzendenz-Erfahrung macht. Seine Ausdauer, seine Beharrlichkeit und seine Integrität würden allerdings geprüft.

© ez
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Lit.: A Course in Miracles, 1976.