Kattegat
Kattegat

Den Klabautermann, gibt es ihn wirklich?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Klabautermann, gibt es den wirklich?
„Die Windsbraut „erbaut 1922 als sehr schnelle, schnittige Segelyacht für einen Industriellen aus dem Ruhrgebiet gebaut, in den Kriegswirren des 2. Weltkriegs vergessen und vernachlässigt, Herren los. Ich entdeckte den rotten Pot zufällig 1970 in einer vergessenen kleinen zugewachsenen Bucht an der Schlei. Schnell erkannte ich als alter Blauwasser Segler, was für eine Rarität ich da entdeckt hatte.
Der halb auf der Seite liegende Bug ließ erkennen was für ein genialer Segler Riss da vor mir lag. Lang, schlank mit langem Kiel. Ich fuhr näher heran, bahnte mir einen Weg durch das Dickicht umzusehen ob da noch was zu retten war. Der Rumpf Eiche auf Eiche eine Seltenheit. Das Bugspriet, der lange Klüverbaum gebrochen, der Mast in der Spitze genickt ein erbärmlicher Anblick. Ich verließ die Bucht und segelte zurück nach Masholm. Dort angekommen meldete ich erstmal meine Besitzansprüche an für Herren loses Gut.
Nach langer mühevoller Restauration ist endlich, aus der alten heruntergekommenen Hafenschlampe wieder eine junge Bild hübsche Lady geworden.
Stolz liegt „Die Windsbraut“ mit Mast Höhe von 19 Metern einer Länge über „Alles“ von 19 Metern wovon der Bugspriet (Klüverbaum) alleine 5 Meter lang ist, wie eh und je an der Hafenmauer begierig es mit den ihr angestammten Elementen Wasser und Luft auf zu nehmen. Ein Probe schlag über die Ostsee Richtung Dänemark hat die Lady schon mit Bravour gemeistert, bei niedrigem Wind ca. 5 Bft = 29 - 38 km/h = 17-21Kt. = frischer Wind, mäßige Wellen mit ausgeprägter langer Form.
Überall weiße Schaumköpfe (vereinzelt Gischt), hat sie schon eine beachtliche Geschwindigkeit von 7,3 Knoten erreicht. Nun ja, ich hatte das Kielschwein verstärken lassen und den Kiel bis zum Bug durchgehend verlängern lassen umso noch höher an den Wind gehen zu können ohne, dass die Lady Leegierig wurde, alles war inklusive Nautik auf den neuesten Stand gebracht worden. Vieles von der heutigen Elektronik und GPS waren noch völlig unbekannt, da war noch echtes Können gefragt. Auch musste man noch auf dem Wasser wie auf einer Straße lesen können about Strömung Untiefen etc.
Ich saß vor mich hinträumend in der Plicht, mein Hund Kuddel saß vorne am Bug Korb und beobachtete das Wasser. In mir reifte der Gedanke von der Ostsee über Dänemark dem Kattegat, dann in das Skagerrak die Nordsee zu segeln.
Das Kattegat, schwedisch Kattegatt (niederländisch: "Katzenloch", ist das 22.000 km² große und durchschnittlich rund 80 Meter tiefe, äußerst schwierig zu befahrende Meeresgebiet zwischen Jütland (Dänemark) und der schwedischen Westküste.
Bei Skagen grenzt es an das Skagerrak. Das Kattegat wird entweder als ein Arm der Ostsee, ein Arm der Nordsee oder, nach traditioneller skandinavischer Auffassung, als keines der beiden gesehen. Gedacht, gemacht. In den nächsten Tagen komplettierte ich den Proviant für einen 14 Tage Törn, in der Zeit sollte ich es geschafft haben in der Nordsee Helgoland anzulaufen. Der schöne warme Sommertag ging zu Ende ich saß in der Plicht genoss das Abendrot und wollte früh in die Koje um am nächsten Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen auszulaufen.
Wie ich da vor mich hin sinniere sehe ich plötzlich ein altes graues Männchen auf meinem Klüverbaum sitzen mit einer Tabakpfeife im Mund einem Südwester auf und lächelt mich an. Ich reiße meine Augen auf, was war das? Aber ich musste mich getäuscht haben das Männchen war fort. Plötzlich mitten in der Nacht ich lag in meiner Koje im Achterschiff fing Kuddel an zu bellen und dann hörte ich es auch, es klopfte wie mit einem Hammer Mittschiffs im Rumpf. Erstaunt eilte ich Mittschiffs, ich wischte mir die Augen; träumte ich? Da war das kleine graue Männchen und prüfte mit einem Hammer die Schrauben und Bolzen am Kielschwein auf seine Festigkeit. Als es mich sah, grüßte es freundlich und verschwand. Am nächsten Morgen machte ich See klar und legte ab. Eine leichte Brise von der Seite erlaubte es mir nach verlassen des Hafens die Segel zu setzen und mit achterlichem Wind als Flieger vor dem Wind zu laufen, in der Höhe von Schleimünde änderte ich den Kurs auf Dänemark durch den großen Belt Richtung Kattegat. Der Wind frischte weiter auf langsam aber stetig bis auf 7Bft. auf, ca. 50-60 Km/h oder bis 33 Knoten. Die See türmt sich auf; der beim Brechen der Wellen entstehende weiße Schaum beginnt sich in Streifen in die Windrichtung zu legen, Wellenhöhe etwa 4-5 Meter.
Der Bug der „Windsbraut“ durchschneidet die Wellen als wären sie Butter, die Krängung liegt bei 9 Grad, ganz passabel für die Lady, der Knoten Messer zeigt 9,8 Kt. Eine tolle Leistung für einen Segler dieser Größe und plötzlich ist es wieder da, das Männchen, sitzt bei dem schweren Wellengang auf dem Klüverbaum raucht seine Pfeife, lächelt, Wind und Wellen ziehen über ihn weg als säße er in einem Glashaus.
Am Kattegat angekommen fängt es richtig an zu stürmen, ich nehme an Zeug (Segel) weg soviel ich kann um den Sturm unbeschadet zu überstehen. Mittlerweile habe ich einen Wellengang von 7-8 Metern, nach jeder 7. Welle eine Grundsee von 12-14 Metern. „Die Windsbraut“ fliegt dahin die Grundseen teils unterschneidend, alle Schotten sin dicht, ich habe meinen Lifebelt um an dem Strecktau eingehakt um nicht ungewollt über Bord zu gehen.
Der Sturm tobt, die Lady schlägt sich wacker, es kommt weder die Unsicherheit noch Angst auf, schlägt sie sich doch brillant mit den Elementen herum.
Plötzlich höre ich wieder das Hämmern unter Deck nur schneller und härter, ich schau durchs Bulleye nach innen, ist es mir doch zu gefährlich bei diesem Seegang ein Schott zu öffnen, was sehe ich, das Männchen klopft den ganzen Rumpf ab, prüft hier prüft da und ist wieder verschwunden. Ich hebe den Blick, das sitzt er schon wieder auf dem Klüverbaum winkt mit zu lächelt und schmaucht sein Pfeifchen. Langsam flaut der Sturm ab, der Seegang ist zwar noch heftig aber der wird sich auch bald legen.
Nach dem ich meinen Kurs geprüft habe bin ich baff, ich bin durch die gefährlichste Meerenge vom Kattegat ins Skagerrak unbeschadet im Sturm geschippert, was vielen Skippern schon den Tod und den Verlust des Schiffes gebracht hat und da sitzt lächelnd der graue Mann auf dem Klüverbaum und raucht sein Pfeifchen. Sitzt? Nein er ist fort es hängt nur noch der Geruch seiner Pfeife in der Luft, der im Husch auch verschwunden ist.
Als ich diese Geschichte bei den Fischern auf der Nordseeseite erzählte wurden die ganz blass, Du hast den mächtigsten Kobold der Meere zum Freund, den Klabautermann, nur mit ihm und unter seinem Schutz hast Du den „Blanken Hans“ in der Nordsee bezwungen, 2 Fischer von uns hatten in diesem Sturm nicht soviel Glück, dem einen hilft er, die anderen holt er.
Erscheint Dich und Deine schöne alte Lady zu lieben, sonst hätte er Dich niemals beschützt und begleitet.
Der Klabautermann ist ein kleines unsichtbares Fabelwesen der nordischen Mythologie.
Er entsteht aus dem Geist eines Kindes, dass vor seiner Taufe verstorben ist. Als willkommener Schiffsgeist beschützt er die Besatzung und das Schiff selber. Er ist ein Naturgeist oder Ahnengeist, der entfernt mit den Kobolden und Hausgeistern verwandt ist
Kategorie:
Naturgeister
Mythologie: nordisch
Existenz: halbgöttlich
Lebenserwartung: langlebig
Abstammung: Menschen
Merkmal: gut, brummig
Element: Wasser
Elementbereich: Meer
Behausung: Schiff
Vorkommen: Weltweit
Ein Klabautermann wird ungefähr 30 cm groß. Sein Alter ist sehr schwer zu schätzen, da er fast immer greisenhaft mit kindlichen Zügen ausschaut. Typisch für ihn sind feuerrote Haare und sein weißer wuscheliger Bart. Eigenartigerweise hat der Klabautermann meist grünliche Zähne. Eine wirklich gelungene wissenschaftliche Erklärung ist den menschlichen Zahnärzten dazu aber noch nicht eingefallen.
Körperlich können Klabautermänner zierlich oder auch kräftig dicklich sein, aber sie tragen immer Seemannskleidung und lieben große Kapitänshüte. Ihre Hände sind fein und zierlich, wie die eines Menschenkindes und ihre Stimme meist hoch und dünn. Ein Klabautermann hat immer einen Kalfaterhammer bei sich, mit dem er Schiffswände auf ihre Dichtheit überprüft.
Lebensart des Klabautermann
Klabautermänner sind meistens unsichtbar und machen sich nur durch ein kräftiges Klopfen gegen das Schiffsholz bemerkbar. Im Allgemeinen sind Klabautermänner nicht wirklich unfreundlich, doch sie gönnen sich gerne den einen oder anderen Schabernack mit der Schiffsbesatzung. Grundsätzlich liegt ihnen das Wohl des Schiffes sehr am Herzen und sie schützen es vor allen Gefahren der See. In seinen Ruhephase raucht der Klabautermann gerne seine geliebte Pfeife und gönnt sich einen Schluck aus seinem kleinen Rumfass.
Besonderheiten des Klabautermann
Man sollte absolut Abstand davor nehmen, einen Klabautermann wütend zu machen. In einem solchen Fall kommen die gemeinen Züge von ihm zum Ausdruck. Der Klabauter wirft dann mit allen möglichen Gegenständen um sich, löst Taue und bringt immer wieder Unordnung auf das Schiff. Doch niemals wird er zu einer wirklichen Gefahr für Schiff und Seeleute.
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Beschreibung Klabautermann
Ein Klabautermann entstammt als Naturgeist der nordischen Mythologie und dem Aberglaube der Seeleute. Sein berühmtester Vertreter ist der Pumuckel von Ellis Kaut. Wobei Pumuckel aber ein Nach-, Nach-, Nachfahre der aktiven Klabautermänner ist.
Ein Klabautermann kann sich, ebenso wie Kobolde unsichtbar machen und hat auch einige Zaubertricks auf Lager. Allerdings gehört er im weitesten Sinne zur Familie der Hausgeister. Er ist ein absoluter Einzelgänger und sieht seinen Lebensinhalt im Schutz und der Erhaltung von seinem Schiff und der Schiffsbesatzung.
Die normalen Matrosen bekommen so gut wie nie einen Klabautermann zu sehen. Es sei denn, sie sind an einem 22. Februar geboren. Doch sein Wirken an Bord kann unmöglich von ihnen nicht bemerkt werden. Um ihn bei Laune zu halten und ihn freundlich zu stimmen, stellt die Schiffsbesatzung ihm gerne ein Glas Milch in eine geschützte Ecke. Sie darf aber auch nicht vergessen, ein Gläschen Rum für ihn parat zu halten, wenn an Bord gefeiert wird.
Einzig der Kapitän hat eine große Chance den Klabautermann zu Gesicht zu bekommen. Wenn er ein würdiger Vertreter seiner Zunft ist und die Regeln und Gesetze der See einhält, gesellt sich der Klabautermann gerne zu den Mahlzeiten mit in seine Kabine. Der Klabautermann liebt es, mit dem Kapitän zu fachsimpeln, die Route zu planen und auf eventuelle Gefahren hinzuweisen.
Im normalen Schiffsbetrieb achtet ein Kobold darauf, dass die Mannschaft ordentlich arbeitet. So mancher Faulpelz weiß von unsichtbaren Tritten oder Hieben zu berichten, die wahrscheinlich von der Anwesenheit eines Klabautermannes herrühren. Kennzeichnend für seine Anwesenheit an Bord ist das Klopfen an den Schiffswänden. Es ist dem Klabautermann egal ob er dabei den Schlaf der Matrosen stört oder am Tag bei Windstille den Matrosen eine Gänsehaut beschert. Er klopft wann er es für richtig hält und gibt dem Kapitän Bescheid, wenn dringende Ausbesserungsarbeiten notwendig sind.
Der Ursprung eines Klabautermanns ist seit Generationen überliefert. Es heißt, dass er aus dem Geist eines totgeborenen oder ungetauft verstorbenen Kindes, das unter einem Baum vergraben wurde, entsteht. Die Seele des Kindes wird vom Baum aufgenommen und gelangt beim Bau eines Schiffes, mit dem Holz dieses Baumes, als Klabautermann unwiderruflich auf das Schiff. Der Klabautermann würde auch niemals freiwillig das Schiff wieder verlassen. Nur bei einem vernichtenden Schiffsunglück oder einem unwürdigen Kapitän, sucht der Klabautermann das Weite. Wohin er sich dann allerdings wendet ist niemandem bekannt.

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