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Frisst der Kapitalismus die Demokratie?

Beitrag von wize.life-Nutzer

Kapitalismus

"bezeichnet zum einen eine spezifische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, zum anderen eine Epoche der Wirtschaftsgeschichte. Die zentralen Merkmale sind in Anbetracht des historischen Wandels und der zahlreichen Kapitalismusdefinitionen sowie ideologischer Unterschiede umstritten. Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht. Als weitere konstitutive Merkmale werden genannt: die Akkumulation, für manche das „Herzstück“, Hauptmerkmal und Leitprinzip des Kapitalismus, und das „Streben nach Gewinn im kontinuierlichen, rationalen kapitalistischen Betrieb“.
Als Epoche der Wirtschaftsgeschichte versteht man unter Kapitalismus eine wirtschaftsgeschichtliche Periode, die heute noch andauert. Sie folgte auf die Epochen des Feudalismus des europäischen Mittelalters bzw. des Merkantilismus zur Zeit des Absolutismus. In historischer Betrachtung wird dabei die Epoche des Kapitalismus in unterschiedliche Phasen oder Entwicklungsstufen eingeteilt."
(Quelle: Wikipedia)

Demokratie

"(von altgriechisch δημοκρατία deutsch ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κρατός kratós „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen. Dieses wird entweder unmittelbar oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, beteiligt. In demokratischen Staaten und politischen Systemen geht die Regierung durch politische Wahlen aus dem Volk hervor. Typische Merkmale einer modernen Demokratie sind freie Wahlen, das Mehrheits- oder Konsensprinzip, Minderheitenschutz, die Akzeptanz einer politischen Opposition, Gewaltenteilung, Verfassungsmäßigkeit, Schutz der Grundrechte, Schutz der Bürgerrechte und Achtung der Menschenrechte. Da die Herrschaft durch die Allgemeinheit ausgeübt wird, sind Meinungs- und Pressefreiheit zur politischen Willensbildung unerlässlich. Viele der existierenden Demokratien sind außerdem Republiken.
Demokratie ist in den meisten demokratischen Ländern formell ein tragendes Verfassungsprinzip, so in Deutschland (Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 GG), Österreich (Art. 1 B-VG) und der Schweiz (Präambel der schweizerischen Bundesverfassung).
Dies ist auch in vielen Staaten der Fall, deren demokratischer Charakter umstritten ist, wie beispielsweise im vorrevolutionären Libyen durch Das Grüne Buch (dort: „Die Lösung des Demokratie-Problems“, 1975).
Moderne Monarchien sind mit dem Demokratiebegriff in vielerlei Hinsicht vereinbar geworden – so haben sich gemischte Staatsformen wie die parlamentarische Monarchie herausgebildet, die entscheidende Elemente einer Demokratie in sich vereinen.
Es gibt verschiedene Formen der Demokratiemessung. Nach dem Demokratieindex von 2016 leben nur rund 4,5 % der Weltbevölkerung in „vollständigen Demokratien“, der Rest in „unvollständigen Demokratien“, teildemokratischen (teils autoritären) Systemen oder Autokratien."
(Quelle: Wikipedia)

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17 Kommentare

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Allein schon das Recht Privateigentum zu erwerben und sogar es für seine Interessen zu benutzen (Artikel 14 GG), hebelt die Demokratie aus. Somit stimmt es, daß der Kapitalismus die Demokratie frißt. Mehr später.
Ja, das solltest du vielleicht etwas genauer erklären, denn Privateigentum ist nicht automatisch ein Feind der Demokratie, ganz im Gegenteil, das kann eine Demokratie evtl. sogar stabilisieren.
Wenn ich Eigentümer von Produktionsmitteln bin, habe einen wesentlichen Einfluß auf die Stellung in der Gesellschaft. Somit ist der Erwerb von Eigentum die Ursache von Ausbeutung, Entfremdung und Aufbau einer Klassengesellschaft. Da der Staat, die Erhaltung des Eigentums
gesetzlich legitimiert, unterstützt er die Willkür des kapitalistischen Systems.
Demokratie ist dadurch schlichtweg zur Farce geworden. Und der "Begriff Eigentum verpflichtet" zum Wohle der Gesellschaft ist völlige Verarschung. Wer Eigentum an Produktionsmitteln besitzt , hat einfach die Macht. Und wer die Macht hat, hat auch das Recht.
Okay, aber dann ist der Besitz von Privateigentum nur DANN eine Gefahr/ein Feind für die Demokratie, wenn dieser Besitz MISSBRAUCHT wird, d.h. das Privateigentum ist nicht PER SE ein Feind der Demokratie, denn wenn der Besitz von Privateigentum NICHT missbraucht wird, dann ist es auch KEIN Feind der Demokratie, oder wize.life-Nutzer?
So seh ich das nicht wize.life-Nutzer. Wenn ich in Besitz einer z.B. Rolexuhr bin, kann ich keinen Menschen in Abhängigkeit bringen. Aber Privateigentum an Produktionsmitteln schon eher, Denn aus (Abhängigkeit und Ausbeutung =Produktionsfakto)r, existiert die (Marktwirtschaft = Kapitalismus). Hinter den Werkstoren hört die Demokratie auf. Deren Druckmittel ist die Androhung von Arbeitslosigkeit.

Dazu Friedrich W. Nietzsche:
Seht mir doch diese Überflüssigen! Reichtümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese Unvermögenden!
[Friedrich Nietzsche: Werke und Briefe: Die Reden Zarathustras. Friedrich Nietzsche: Werke, S. 6411 (vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 315) (c) C. Hanser Verlag]
Du hast ja gar keine Rolex, du Angeber, oder wize.life-Nutzer?

Jesses, nur weil man Privateigentum hat, hat man doch noch lange kein Eigentum an PRODUKTIONSMITTEL.

Wenn man aber Produktionsmittel hat, dann KANN man andere auch ausbeuten, das bestreitet doch niemand, und deshalb besitzen Christen ja auch am liebsten Produktionsmittel.

Anm.: Kapitalismus und Demokratie schließen sich nicht grundsätzlich aus, außer du behauptest, was du erst mal beweisen müsstest, dass es in KEINEM kapitalistischem Land eine funktionierende Demokratie gibt.
1. Bin ich kein Angeber. 2. Ich habe keine Rolexuhr. Wozu auch. Du hast mein Kommi nicht verstanden. Und was deine Anm. betrifft, so liegst Du da völlig falsch. Denn wenn der Kapitalismus sich bedroht fühlt, hebelt sie über die Politik die Demokratie aus. Siehe Aufstieg Adolf Hitler und die NSDAP. Kapitalisten haben eine konsequent materialistische Weltanschauung. Nicht der Mensch zählt im Mittelpunkt, sondern die materielle Bereicherung. Dadurch ist der Kapitalismus nach meiner Meinung eine ständige Bedrohung der Demokratie.
Also schließen sich, nach deiner Meinung, Kapitalismus und Demokratie GRUNDSÄTZLICH aus! ..und deshalb gibt es in KEINEM kapitalistischen Land eine funktionierende Demokratie!

Das halte ICH für eine krasse, weil unhaltbare Behauptung, die nicht belegt werden kann, oder wize.life-Nutzer?
Du hast es schon wieder nicht verstanden wize.life-Nutzer. Demokratie als politischer Überbau unter der Herrschaft des Kapitals funktioniert nur so lange wie die Existenz des Kapitals nicht ins Wanken gerät. Damit nach meiner Meinung das kapitalistische System nicht in Frage gestellt wird, dafür sorgt schon der Staat z,B. mit vorgeschriebenen Lehrsätzen in den Schulen, oder
wize.life-Nutzer
Klar, wenn etwas ins Wanken gerät, dann funktioniert es nicht mehr. Das heißt, wenn die Menschen im Kapitalismus hungern müssen, dann wankt auch die Demokratie und funktioniert letzten Endes nicht mehr.

Aber, mein guter Junge, bisher haben die Menschen vor allem in nicht-kapitalistischen Ländern gehungert und deshalb wankte dort der nicht-demokratische Sozialismus/Kommunismus und scheiterte letztendlich.
Mit der Demokratie in kapitalistischen Ländern würde es nicht anders gehen, das bestreitet ja niemand, oder wize.life-Nutzer?
Nein, lieber Franz Apaz,

dieses bestreitet auch niemand. Kapitalismus und Kommunismus hat sehr vielen Menschen das Leben gekostet. Den Kommunismus leninistischer und stalinistischer Prägung halte ich für pervertierten Kapitalismus. Da geht es genau wie im Kapitalismus um Macht und Gier der gesamten Menschheit.
So in etwa isses.
Kommunismus leninistischer und stalinistischer Prägung gab es einfach nicht.
Wohl Sozialismus leninistischer und stalinistischer Prägung. Kommunismus hat es noch nie gegeben. Man kann nur vom Sozialismus reden. Allerdings hat wize.life-Nutzer recht. Ob Kapitalismus oder internationaler Sozialismus haben das gleiche Ziel. Unterdrückung, Ausbeutung des Volkes und Zerstörung der Nationalität
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Ob die Demokratie so wie wir sie kennen, die nächsten 50 Jahre überlebt ist fraglich. Autokratien sind auf den Vormarsch. China strebt nach der Weltherrschaft. Ihr Ziel, 2049 zum hundertjährigen bestehen der Volksrepublik, größte Wirtschaftsmacht und Militärmacht zu sein. Ihr Motto „Zum Wohle der Menschheit“.
Wir werden derzeit nicht von Demokraten sondern von Oligarchen regiert. Und mal ehrlich sein, durch Hände ehrlicher und fleissiger Arbeit, wird man allermeist selten reich. Kapitalismus bedeutet in der heutigen Zeit für mich nichts anderes als nackte und schamlose Ausbeutung. Der Unternehmer und Arbeitgeber, streicht seine Profite und Gewinne ein, die der Arbeiter oder besser Lohnsklave für ihn produktiv erarbeitet hat. Der beste Beweis in unserer Zeit, sind die asozialen, prekären Arbeitsverhältnisse. Von einem sozialen und gerechten Arbeitsmarkt kann hierbei schon längst nicht mehr die Rede sein. Wie wäre es, meine Herren Unternehmer, wenn ihr eure produktiven Mitarbeiter anteilig am Gewinn teilhaben lassen würdet?
Es gibt leider keinen der die Arbeitgeber dazu überreden kann. Warum sollten sie es dann tun?
Lieber Werner L.

ganz einfach zu erklären. Meine Antwort: Sie werden es nicht tun, weil die menschliche Gier es nicht zulässt. Dieses gilt meiner Ansicht nach nicht nur dem Kapitalismus oder dem Kommunismus (alter leninistischer und stalinistischer Prägung). Gier und Machtstreben ist eine menschliche Eigenschaft von dem wir alle betroffen sind und in unseren Genen liegen. Dennoch, der derzeitige Raubtierkapitalismus frisst die Demokratie (Herrschaft des Volkes). Insgesamt gesehen regieren uns Oligarchen, also Industrie-Mächte, Banken, das Finanzkapital. Die beeinflussen durch hohe Parteispenden die Politiker durch Korruptionen und Bestechungen. Und diese Großspender spenden nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, diese spenden in Erwartung von Gegenleistungen, die die Politik dann verbindlich erfüllen muss. Somit leben wir in keiner echten Demokratie, sondern in einer Pseudodemokratie, wo jeder Bürger sein Kreuz machen darf, aber ansonsten so gut wie keinen Einfluss mehr auf alles hat. Durch die Blockbildung der Parteien (ähnlich der DDR-Blockflöten) spreche ich nicht nur von Oligarchie sondern tatsächlich von einer Parteiendiktatur. Egal was man als Bürger wählt, so wählt dieser fast immer das Gleiche mit unwesentlichen Unterschieden. Hierbei spielen für mich Parteien, wie CDU/CSU/Grüne/Linke/SPD und AfD keine große Rolle mehr. Alle in einen Sack stecken und Knüppel drauf, man trifft dann auch immer den Richtigen.
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