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Linkswindung im Kreis

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 07.05.2019 - 17:44 Uhr

Wenn der Grüne Robert Habeck Wohneigentum aus Konzernbesitz beschlagnahmen will und ein Hartz IV Wiedergutmachungsbeauftragter der SPD namens Kevin Kühnert ihm mit dem Vorschlag der Verstaatlichung der Automobilindustrie beispringt,gibt"s für Linke wenig Grund zur Freude. Es kommt in der Politik nicht nur auf die Idee an, sondern auch auf Institutionen.Hier also auf Grüne und die SPD.Als die SPD um 1900 vor Internationalismus kaum laufen konnte, war dies der Anlauf zur vaterländischen Begeisterung, in der sie 1914 moralisch zusammenklappte. Als sie zwei Kriege später versprach :" Mehr Demokratie wagen ! " samt Zusammenarbeit mit der sozialistischen Staatenwelt " durften Kommunisten kurz darauf keine Briefe mehr austragen in Westdeutschland ", während auf SPD -Einladung an Ronald Reagen " im Zeichen sozialer Gerechtigkeit " und des Friedens neue Atomraketen aufgestellt wurden (Sozis die dagegen waren flogen raus ), siehe Karl- Heinz Hansen.
Als die deutsche Sozialdemokratie schließlich mit den Grünen "im Zeichen sozialer Gerechtigkeit und des Friedens " zum nächsten Mal Regierungspartei wurde, war das sozialpolitische Resultat der Hartz IV Kahlschlag und das friedenspolitische der Kosovokrieg, engagiert von Habeck herbeigeredet,zu jener Zeit.Joschka Fischer, der damals als Stellvertreter von Schröder agierte, welcher wiederum in jungen Jaheren ein Kevin Kühnerts Prototyp gewesen gewesen war. Wenn also Sozis und Grüne blinken, geht die wilde Fahrt bisweilen im Kreis, weswegen es ein falscher Einwand gegen Kühnerts Ideen ist, sie seien von gestern ort wo Zyklen und Zirkel vorliegen, ist alles zugleich Zukunft und Vergangenheit,Hoffnung und Pleite.
Diesmal passiert das aber im Weltmaßstab. Das jetzt überall unter Stimmungslinken Klientensuchern nämlich "der stimmungslinken socialism " ausbricht- vor dem sich der "Ecomonist " schon im Februar gegruselt hat, lange bevor Deutschlands Rotgrüne Anschuss an die Demokraten der Vereinigten Staaten zu finden suchten, indem sie für Bernie Sanders und Alexandrin Ocasio-Cortez ihre weniger eindrucksvollen deutschen Produktpiraterie- Nachbauten feilboten-, ist das Nachspiel zum Ruin sozialdemokratischer Programmtreue in den neunziger Jahren.Damals wollten und machten Clintons Demokrate, die schwedischen sowie die deutschen Sozis in die brutalste prokapitalistische Politik der Welt.Die Global- und -nationalliberalen, die sich jetzt über Habeck und Kühnertt entsetzen, sollten sich allerdings ein bisschen zusammenreisen,bevor sie auf die Widersprüche rotgrüner Parolen und rotgrüner Geschichte mit noch widersprüchlicheren eigenen Einlassungen reagiere. Die Leute von der FDP und der CDU , entweder ist die politische Herrschaft über die Produktion samt Neo- Merkantilismus reiner Blödsinn und Misswirtschaft von gestern, wie ihr gegen Kühner und Habeck vorbringt, oder so ein Sozialismus ist,wie in euren Alarmreden gegen China dauernd weint,die alleraktuellste und effizientes Gefahr von heute und morgen. Beides zusammen glaubt euch keiner.
Die Freunde, Verwalter und Verbesserer des Kapitalismus haben es wirklich nicht leicht gerade : Bism eben war die einzige halbwegs von Wählergunst belohnende Antwort auf die weltmarktgetriebene Entwertung altmodischer Arbeit ( die sich auch in Unerschwinglichkeit von Mietwohnraum äußert ) der ökonomische Milchmädchen- Nationalismus, von Trump bis Gauland. Der hat für die arbeitenden undarbeitslosen Amerikaner oder Deutschen freilich den Nachteil, dass hinter seinen erst noch zu errichtenden Mauern die Löhne,sofern man die bestehend Besitzordnung beibehält,erbärmlich niedrig sein müssen, weil sonst das betreffende rechte Nationalparadies auf dem Weltmarkt nicht konkurrieren kann, mit anderen Staaten,wenn jene andere Staaten der freien Bewegung Billiger Arbeit keine Grenzen setzen ( Orban ,der logisch klarste unter den rechten Mauerbauern hat das kapiert und deshalb z. B.seinen Werktätigen mehr Überstunden verordnet, Stichwort " Sklavereigesetz.
Von den Signalen des Einverständnisses,die alte,marode Westparteien,diesem irren ökonomischen Nationalismus vorsichtig gönnen, um rechts zu fischen, profitieren nie sie, sondern immer neue Rechtspopulisten. Wäre es da nicht allergerechteste Strafe für Sozis und Grüne, wenn von ihren linken Blinksignalen in den nächsten paar Wahlen überraschenderweise umgekehrt eine Partei profitieren würde,die etwas hat, was der Slozialismus angeblich zu viel hatte und was Merkel und Nahles gemeinsam offensichtlich entbehren, nämlich einen Plan?
Sagen wir die DKP ?.

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1 Kommentar

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Der Autor hat sich Luft verschafft und mals wieder so richtig vom Leder gezogen. Nur eines hat er vergessen, die Politik wird nicht nur von der CDU/CSU und der SPD bestimmt, sondern auch von vielen Schwätzern. z.B. kostet die Renovierung der GORCH FOCK nicht 4 Millionen, sondern inzwischen 130 Millionen. Da hat doch die SPD wieder Schuld, oder?
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