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Firmen mit schwacher Quote

Firmen mit schwacher Quote

Sozialverband VdK Bayern e.V.
10.02.2014, 13:49 Uhr

Jeder elfte Arbeitslose in Bayern ist schwerbehindert


Viele bayerische Betriebe beschäftigen gerade einmal so viele Menschen mit Behinderung, wie sie müssen – andere kaufen sich von der Pflicht sogar frei. Im Freistaat liegt die Beschäftigungsquote unter dem bundesweiten Durchschnitt. Dabei sollten die Zahlen aufgrund der guten Wirtschaftslage eigentlich besser sein.

„Wir müssen in diesem Punkt aufholen“, sagte der neue Amtschef im bayerischen Sozialministerium, Michael Höhenberger, zur Beschäftigung von Schwerbehinderten. Den jüngsten Zahlen zufolge liegt die Quote nur bei 4,4 Prozent. Der Bundesdurchschnitt beträgt dagegen 4,5 Prozent. In der Privatwirtschaft, also ohne den öffentlichen Dienst, sind die Werte sogar noch schlechter. Die bayerischen Unternehmen kommen zusammen nur auf 3,8 Prozent. Bundesweit sind es 4,0 Prozent.

Mehr als jeder elfte Arbeitslose im Freistaat ist ein Mensch mit Behinderung: Von den 245.307 im vergangenen November gezählten Arbeitslosen sind 22.734 schwerbehindert. Insgesamt leben in Bayern rund 1,1 Millionen Schwerbehinderte – das entspricht einer Quote von rund neun Prozent.

Dass Arbeitsuchende mit Beeinträchtigungen weniger stark vom Jobboom profitieren, zeigt auch eine Studie der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes. Die Quote der Erwerbslosen mit Handicap liegt demnach in Deutschland bei 14 Prozent. Insgesamt beträgt sie etwa 6,5 Prozent. Michael Höhenberger kann das nicht nachvollziehen. „Wir sind ja nahe an der Vollbeschäftigung“, sagt er. Daher sollten auch Menschen mit Behinderung bessere Chancen haben. (Sebastian Heise)

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