Ehrenpreis: Die Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Irmg ...
Ehrenpreis: Die Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura (links), zeichnete Friseurin Heidi Bender (Mitte) aus Schnaittach im Nürnberger Land und Mitarbeiterin Nina Scheuring aus.Foto-Quelle: Bildarchiv Bayer. Landtag, Fotograf Rolf Poss

Preise für vorbildlich gelebte Inklusion

Sozialverband VdK Bayern e.V.

„JobErfolg 2013“ – Friseurin, Bauunternehmen und Markt Hirschaid ausgezeichnet

Wie Inklusion in Betrieben umgesetzt werden kann, zeigen erneut die Preisträger der Aktion „JobErfolg“. Zum neunten Mal zeichneten der bayerische Landtag, das bayerische Sozialministerium und die Behindertenbeauftragte Bayerns Arbeitgeber aus, die Menschen mit Behinderung vorbildlich integrieren.

„Es wäre schön, wenn es so einen Tag wie heute nicht bräuchte“, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm vor der Feierstunde zum „JobErfolg 2013“ in der Straubinger Fraunhofer-Halle. Wenn nämlich Menschen mit Behinderung im Erwerbsleben eine Selbstverständlichkeit seien. „Da dies aber noch ein weiter Weg ist, brauchen wir Anreize und Unterstützung – wie den Integrationspreis JobErfolg“, erklärte Barbara Stamm. Die Preisträger bezeichnete sie als „Leuchttürme“.

Zu ihnen gehört die Kern Bau GmbH aus dem niederbayerischen Schönberg. Das Unternehmen, das den ersten Preis in der Kategorie Privatwirtschaft bekam, bildet die 16-jährige Denise Degenhart zur Bürokauffrau aus. Um der jungen Rollstuhlfahrerin die Ausbildung zu ermöglichen, ließ Herbert Kern senior die Zentrale barrierefrei umbauen. Als vorbildlicher Arbeitgeber im öffentlichen Dienst zeichnete Landtagspräsidentin Stamm den oberfränkischen Markt Hirschaid aus. In der Gemeindeverwaltung arbeiten mehrere Menschen mit Handicaps, darunter Roland Zenk. Als Kind wurde er bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Um den Rollstuhlfahrer zu beschäftigen, verzichtete die Gemeinde auf ein Computerprogramm, das ansonsten die Aufgaben erledigen würde.

Den Ehrenpreis bekam die Friseurin Heidi Bender aus dem mittelfränkischen Schnaittach. In ihrem kleinen Betrieb bildete sie Nina Scheuring aus. Die heute 20-Jährige wollte immer Friseurin werden. Nach einer Krebserkrankung erlitt sie eine Gesichtslähmung. Der Berufswunsch rückte in weite Ferne. Doch Heidi Bender stellte sie ein und hielt – trotz langwieriger Erkrankungen – an Nina Scheuring fest. In eindrucksvollen Filmbeiträgen wurden die verschiedenen Preisträger dem Publikum nähergebracht. Finanziert wurden diese wie jedes Jahr vom Sozialverband VdK Bayern. (Sebastian Heise)

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