wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Umfrage
Gibt es heute noch eine Arbeiterklasse?

Gibt es heute noch eine Arbeiterklasse?

News Team
16.02.2014, 13:26 Uhr
Beitrag von News Team

Die Arbeiterklasse in Deutschland war bereits am Schrumpfen, als Willy Brand am 14. Februar 1964 den Bundesvorsitz der SPD übernahm. Bis 1962 war die Anzahl der Industriearbeiter beständig gestiegen, doch gesellschaftliche Änderungen sorgten dafür, dass die Arbeitsplätze in diesem Bereich immer mehr abnahmen. Die SPD, früher einmal Sprachrohr der arbeitenden Klasse, widmete sich seit dem Godesberger Programm vor allem gesamtgesellschaftlichen Themen.

Die Arbeiterklasse, die zuvor eine klare Identität und ein entspechendes Klassenbewusstsein hatte, zerfiel in den kommenden Jahrzehnten. Aus Arbeitern wurden Arbeitnehmer, die Beschäftigten in der Industrie nahmen ab, die in der Dienstleistungsbranche nahmen zu.

In der DDR hatte die Arbeiterklasse mit anderen Problemen zu kämpfen. Die Einheitspartei SED bezeichnete sich selbst zwar als "Avantgarde der Arbeiterklasse", eigene Organisationen, wie freie Gewerkschaften waren aber verboten. Mit der friedlichen Revolution 1989 war dann auch die selbsternannte Avantgarde der Arbeiterklasse am Ende.

Wie sieht es heute aus? Gibt es noch eine Arbeiterklasse oder macht der Begriff nur noch historisch Sinn?

16 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die Arbeiterklasse, die mit Beginn des Industriezeitalters entstand ist tot. Heute nähern wir uns immer mehr einem KASTENSYSTEM indischer Art. Hartz 4 und Mindestlohnempfänger sind auch bei Renteneintritt auf staatliche Beihilfen angewiesen. Dem Großkapital konnte gar nichts Besseres passieren, als die Globalisierung, die nach meiner Meinung auch dafür verantwortlich ist, dass der Zusammenhalt ( Wahlverhalten ) der abhängig arbeitenden Menschen verloren gegangen ist.
  • 17.02.2014, 17:39 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wer arbeitet für wenig Geld gehört zur Arbeiterklasse. Egal welchen Beruf ausgeübt wird!
  • 16.02.2014, 20:35 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die DDR hatte das System das früher vom Adel bzw. von den Besitzenden beherrscht wurde doch nur mit der Parteiherachie ausgetauscht wobei der Arbeiter aber den Vorteil hatte,dass er wenn er aus einem Arbeiterhaushalt stammte leichter zum Studium zugelassen wurde und wenn er eine Kariere als Beamter oder Soldat anstrebte,es leichter hatte.Auch in der Partei hatte man es mit Proletarierhintergrund leichter,die Leiter zu erklimmen.Vor allem handwerker sind ganz bis nach oben aufgestiegen zB.Hnneker gelernter Dachdecker oder Stopf gelernter Maurer und Ulbricht gelernter Tischler
  • 16.02.2014, 20:09 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die Arbeiterklasse gibt es und wird sie ganz sicher auch immer geben, das Schlimme ist, dass die Politik die heute betrieben wird, diese Arbeiterklasse als ein unnötiges Anhängsel, dass nur Beiträge und Pflichten zu erfüllen hat, wahrnimmt.
  • 16.02.2014, 17:11 Uhr
Herr Braun ,sie haben völlig Recht,was den menschen fehlt ist das Klassenbewustsein.Unsere Gesellschaft hat es verstanden den Begriff Arbeiter also Proletarier nur mit negativen werten zu belegen.Es war zB. ein ständiger Streipunkt zwischen meiner Frau und mir,wenn ich mich als Arbeiter bezeichnet habe und meine Frau einen Unterschied machte zwischen Handwerker und Arbeiter wir haben uns irgendwann auf den Begriff Lohnabhängiger geeinigt.In der öffentlichen Wahrnehmung machte es schon einen Unterschied ob jemand gewerblicher Mitarbeiter ist oder Angestellter,sogar die Rentenversicherung war lange Zeit danach organiesiert.Wenn sich die Menschen die Lohnabhängig beschäftigt sind als eine Klasse begreifen und dazu gehören auch die Beamten,würden die Wahlergebnisse anders ausfallen aber solange es Geselschaftsschichten gibt,die sich auf grund ihre Bildung für Priviligiert halten,kann man das Volk gut gegeneinander ausspielen.
  • 16.02.2014, 18:52 Uhr
Deutschland braucht dringend Facharbeiter!!?? Was oder Wer sind Die??, etwa diejenigen die einem Entwicklungsland abgelockt werden, um in einer weit fortgeschrittener Technologie, zum Wohle des Staates, mit einem Mindestlohn, Ihr Können zu beweisen??
  • 16.02.2014, 21:05 Uhr
Schade, denn, ohne den Bauern, Arbeitern, Dienstleistern und Fachkräften wird auch das Kapital minimiert werden.
  • 22.02.2014, 17:22 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Klasseneinteilung der abhängig Beschäftigten:

- diejenigen, die von Ihrer Arbeit leben können
- diejenigen, die sich noch zusätzlich Unterstützung vom Staat holen müssen (Aufstocker, zumeist Leiharbeiter und Werkverträgler))
- diejenigen, die von der Wirtschaft in die Scheinselbstständigkeit gedrängt wurden ohne soziale Absicherung.
- diejenigen, die man ausgemustert hat und deshalb von ALGII leben müssen.

Und damit das Ganze nicht zu langweilig wird, kann man schnell mal eine oder zwei Stufen abwärts sausen.

Leider ist momentan keine Partei in der Regierung, die sich dazu berufen fühlt, die Rechte dieser Gruppen zu vertreten.
  • 16.02.2014, 16:41 Uhr
Da muß ich wiedersprechen es gibt sogar zwei Parteien,die sich gerne für genau diese gesellschaftsschicht einsetzen würde wenn man sie mit einer entsprechenden Mehrheit aus statten würde.Aber leider gibt es immernoch genug Menschen die sich ihres Standes nicht bewußt sind und deshalb Parteien wählen die die Interessen der Kapitaleigner vertreten und mit Klauen und Zähnen verteidigen weil diese Parteien natürlich vom kapital bezahlt und unterstützt werden.
  • 16.02.2014, 19:12 Uhr
die SPD sehe ich momentan aber nur bedingt in der Lage sich für die Belange der Arbeitnehmer einzusetzen. Immerhin haben sie den lächerlichen Mindestlohn von 8,50€ beim Koalitionsvertrag durchgedrückt.
  • 16.02.2014, 20:59 Uhr
Sylvia,du hast es erkannt die SPD ist mit so einem Wahlergebnis nicht in der Lage mehr als diese 8,50 Euro Stundenlohn von dem man keine Familie ernähren kann,durchzusetzen.Man darf das aber nicht negativ bewerten,es ist wenigstens ein Einstieg.Allein wegen der Tatsache,dass die SPD in der Regierung ist wird die Union gezwungen ihre alten konserwative Grundeinstellung zu überdenken und sich den heutigen Verhältnissen anpassen.
  • 09.03.2014, 10:54 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Arbeiterklasse ist wohl etwas anders zu definieren.Ich gehe mal von ABÄNGIG BESCHÄFTIGTEN aus.Und auf dieser Basis ist da immer noch ne riesige Masse Arbeiterklasse.Nur das Schlimme ist, sie haben in der Regierung keine Vertreter oder besser Lobby mehr
  • 16.02.2014, 16:27 Uhr
Die Ursache ist aber nicht bei den Parteien zu suchen sondern bei den Wählern die nicht begriffen haben,dass sie erstens zur Wahl gehen müssen und zweitens parteien wählen die möglichst viel ihrer Interessen auch vertreten
  • 16.02.2014, 19:18 Uhr
kann sein, das die Nachricht der Parteien nicht wirklich klar ist und auch das die Wähler denen nicht mehr trauen . kein wunder ....
  • 19.02.2014, 18:09 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ja, die Rentner
  • 16.02.2014, 14:56 Uhr
Das ist der Zweite Punkt mit dem man die Geselschaft spaltet.Der Rentner,der für sein Rente sein Leben lang in die Rentenversicherung einzahlt und dafür mit jede menge Beschränkungen behandelt wird von der Höhe der Rente und der Begrenzung der Zu verdienstmöglichkeit und der Pansionär der egal wie hoch sein letztes Einkommen war einen festen Satz als Pension bekommt und der auch regelmäßig erhöht wird obwohl der Pensionär nie für seine Altersversorgung vorher einbezahlt hat,da hat ser Staat für zu sorgen.Natürlich bin ich mir darüber im Klaren,dass viele Pansionäre in ihrem Berufsleben relativ wenig verdient haben aber die Mehrheit sind gut verdienende Mittlere und gehobene Beamte,die früher gut verdient haben und jetz eine hervorragende Pension beziehen ohne eine Begrenzung nach oben.
  • 16.02.2014, 19:33 Uhr
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren