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Klimawandel, Überwachungsstaat, Armut - ist unsere Zukunftsangst wirklich be ...

Klimawandel, Überwachungsstaat, Armut - ist unsere Zukunftsangst wirklich begründet?

Christine Kammerer
24.02.2014, 17:35 Uhr
Beitrag von Christine Kammerer

Unsere Zukunft erscheint mitunter in einem bedrückenden Licht: Die Geheimdienste überwachen uns systematisch und flächendeckend, der globale Umweltschutz kommt nicht voran und die Schere zwischen Armen und Reichen geht immer weiter auseinander. Doch hinter solchen düsteren Perspektiven stecken meist viele Missverständnisse in Bezug auf künftige Entwicklungen und vor allem auch große Angst.

Die „German Angst“ geht um
Umfragen zeigen, dass die Deutschen im Grunde ziemlich optimistisch sind: die meisten von ihnen gingen sogar weitaus zuversichtlicher ins neue Jahr 2014, als in das vergangene. Gleichzeitig glaubt allerdings nur ein kleiner Teil von ihnen daran, dass die Zukunft besser werden könnte als die Vergangenheit. Sie sind - so scheint es - infiziert von einem typisch deutschen Phänomen: der „German Angst“ - einer dubiosen Angst vor unkontrollierbaren Mächten und Ereignissen und dem beharrlichen Glauben daran, dass alles fast zwangsläufig immer schlechter würde, frei nach dem Motto: „Uns geht es zwar noch gut, aber die ganze Welt geht sowieso den Bach herunter.“ Und das trotz unseres - relativen - Wohlstands und obwohl unsere Lebensrisiken sogar kleiner geworden sind.

Gefahren werden dabei gerne übertrieben dargestellt, Risiken überzeichnet und Prognosen grundsätzlich linear erstellt, nämlich indem bestimmte Trends einfach von A über B in die Zukunft verlängert werden. Neue technologische Möglichkeiten und gesellschaftliche Lernprozesse berücksichtigen wir dabei oft gar nicht. Daran haben auch die Medien ihren Teil: Sensationsdruck und Quotenorientierung sorgen dafür, dass Falschdarstellungen und ideologische Polemik überhand nehmen. Und wir selbst pflegen lieber eine Haltung des Protests und der trotzigen Passivität, als uns zu engagieren und aktiv zu werden. Diese Lebenseinstellung hat fatale Nebenwirkungen: Sie kann genau jene kleinen Veränderungen verhindern, die notwendig wären, um einen Wandel herbei zu führen.

Beispiel Klimawandel
Der Anstieg der Erdtemperatur durch menschliche Einflüsse ist ein Fakt. Wir erleben aber gleichzeitig auch, dass gerade dieser Handlungsdruck Innovation befördern kann. Und dabei kann sich der menschliche Einfluss wiederum sehr positiv auswirken: Die Energiewende in Deutschland nimmt Gestalt an. Viele Hürden liegen noch vor uns, aber wir sind dabei, die Welt in kleinen Schritten zu verändern und können so langfristig den negativen Folgen der globalen klimatischen Veränderungen hoffentlich entgegenwirken. Zudem haben die Erneuerbaren Energien auch wirtschaftlich enormes Potenzial und Deutschland kann in seiner Vorreiterrolle das technologische Knowhow weiter ausbauen.

Perspektivwechsel: Lösungen!
Ähnliches gilt für alle anderen anstehenden Aufgaben. Wir konzentrieren uns zu sehr auf die Probleme und zu wenig auf Lösungen. Und wir vermitteln diese Einstellung auch unseren Kindern, die unsere kollektiven Sorgen und Ängste und unsere zum Teil übertriebenen Sicherheitsbedürfnisse verinnerlichen. Schon in ihrem Sinne sollte wir immer wieder unsere Perspektiven wechseln. Zweifellos ist es wichtig, auch die Risiken und Gefahren des Lebens realistisch einzuschätzen, doch dafür brauchen wir Verstand und weise Voraussicht, aber keine Hysterie. Die meisten Krisen sind schlicht Wandlungsprozesse. Aber wir brauchen den Mut und die Offenheit, sie auch tatkräftig anzugehen. Und wir Menschen haben eine wunderbare Fähigkeit: Wir können uns anpassen, wir können lernen und wir können aus den Notwendigkeiten Neues entwickeln!

Matthias Horx (Trend- und Zukunftsforscher): Anleitung zum Zukunfts-Optimismus. Warum die Welt nicht schlechter wird.

10 Kommentare

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Der Anstieg der Erdtemperatur durch menschliche Einflüsse ist ein Fakt?
Ja, damit läßt sich ja auch gut Geld verdienen.
  • 09.03.2014, 23:08 Uhr
Danke für den Beitrag. Klevere Geschäftemacher verdienen mitallem Shit viel Geld,angefangen bei der Blöödzeitung bis hin zu den Fernsehmachern,die das Programm füllen,
Wo bei ich nichts wegen Nachrichten habe wenn sie denn wahr wären.
  • 23.02.2015, 11:53 Uhr
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Unter German Angst
verstehe ich die Angst
durchaus berechtigt
aller Not German
dass Germany
ihnen allen möglichen Scheiß
Klimawandel und so weiter
einreden und unterjubeln will
Germany spielt sich
seit geraumer Zeit
(mal) wieder als Weltenretter auf
das alle Not German
mit vermeintlich
unbedingten Notwendigkeiten
und seien sie noch so hirnrissig
wie unnötig
zwangsbeglücken will
koste es was es wolle
  • 27.02.2014, 15:27 Uhr
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TäTä!
Eigentlich geht es in dem Artikel doch ein bisschen humoristisch-karnevalistisch zu, wie in Köln: "Et is noch immer jot jejange...!"
  • 26.02.2014, 16:44 Uhr
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Wir erleben eigentlich gerade, dass gute Ansätze z. B. die Energiewende vor Ort gründlich diskreditiert werden. Wenn alle Kritik und auch geäußerte Sorge gleich mit dem Ruf "Jammern" oder schicker "German Angst" ins Lächerliche gezogen werden, so ist das ein Mittel, Fortschritt zu verhindern oder am besten sich gar nicht beschäftigen zu müssen. Fragt sich nur Cui bono - wem nützt das?
  • 26.02.2014, 16:39 Uhr
Christine Kammerer
Solange die Angst dazu führt, dass man sich still im Kämmerlein verkriecht ist sie kontraproduktiv, wenn sie aber wie z. B. derzeit in Bayern wegen der Stromtrasse dazu führt, dass die Menschen ihre Sorgen/Kritik auch politisch einbringen und damit auch tatsächlich etwas bewegen ist sie doch sehr positiv und kann die Welt verändern - so ist das gemeint...
  • 27.02.2014, 08:29 Uhr
Danke für die Erklärung. Es ist also aktivierend und Mut machend zu verstehen und wäre als Bremsen und Verhindern missverstanden.
  • 27.02.2014, 14:28 Uhr
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Die Deutschen sind - mehrheitlich - obrigkeitshörig und folgen dem ( scheinbar ) Starken ! - und der kassiert dann alle ab !!!
  • 24.02.2014, 21:44 Uhr
Hartmuth, mußt Du das so offen sagen?
  • 03.03.2014, 21:42 Uhr
Ich berichte nur aus unserer Geschichte !
- und :
Zukunft erklärt sich aus der Gegenwart,
die aus Vergangenheit entstand !
  • 06.03.2014, 22:02 Uhr
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