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Mein Wort zum Sonntag: Piefke go home!

Mein Wort zum Sonntag: Piefke go home!

News Team
23.02.2014, 01:19 Uhr
Beitrag von News Team

Die Schweizer haben per Volksentscheid entschieden, keine Deutschen mehr aufzunehmen. Warum tun sie sich das an und welche Folgen hat das?
Viele gut ausgebildete deutsche Akademiker wanderten in die Schweiz aus, um dort gut dotierte Posten in Krankenhäusern und Universitäten anzutreten. In einem Volksentscheid vom 9. 2. 2014 hat sich nun eine knappe Mehrheit der Schweizer Bürger dafür ausgesprochen, die Zuwanderung ins Land zu drosseln, und manche halten gar Grenzkontrollen wieder für denkbar: eine Katastrophe für das kleine Land, für das Tourismus eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Die EU hat bereits die ersten Gelder gestrichen, für Forschung, denn eine freie Zuwanderung war ausdrücklich vereinbart worden, und wenn sich die eine Partei nicht an den Vertrag hält, zieht die andere nach.

Volksentscheid gegen Deutsche?

Natürlich richtet sich der Volksentscheid (der in ein Gesetz umgewandelt werden muss) nicht allein gegen die Deutschen - aber doch hauptsächlich. Dabei sind diese "Migranten" keineswegs Armutszuwanderer. Was haben die Schweizer so gegen ihre Nachbarn? In einer Diskussionsrunde über das Thema, lange vor dem Volksentscheid, warf ein Schweizer Bürger den Deutschen vor: Sie stellen sich so schnell dar. Mit anderen Worten: Den Schweizern erscheint jeder Deutsche als Hans Albers, der auf der Kanonenkugel hereinreitend (deutsche Kavallerie!) den Schweizern entgegen singt: Hoppla, jetzt komm ich, Alle Türen auf, alle Fenster auf ... Und das stört offenbar die Schweizer Ruhe oder deren, in dieser Hinsicht zu gering ausgebildetes Selbstbewusstsein. Zudem scheinen die Schweizer so langsam zu merken, dass ihre Alpenfestung nicht mehr ganz so undurchdringlich ist. Das Bankgeheimnis wird aufgeweicht, und ohne den Geldzufluss aus aller Welt wird die Schweiz, so ein Fachmann aus diesem Land, langfristig ihren hohen Lebensstandard verlieren ("verarmen" wäre ein zu hartes Wort). Und so tut sie das, was alle Welt in der gleichen Situation unternimmt: Sie schottet sich ab.

Wie geht man mit "Piefkes" um?

Aber was könnten sie sonst machen? Ein Leser der WELT schrieb auf deren Webseite folgenden Kommentar: GUT so! Die Schweizer Hoteliers sind sowieso durch die Bank ganz schön "ÜBERHEBLICH"!! Macht doch lieber Urlaub in Österreich! Dort ist man höflich, zuvorkommend UND: Es ist Alles viel, viel BILLIGER & BESSER!! Apropos: Wie gehen die Österreicher denn mit ihren deutschen Kollegen (Touristen, Mitarbeitern, Zuwanderern) um? Immerhin sind sie auch im südlichen Nachbarstaat nicht immer beliebt, wofür die Bezeichnung "Piefke" steht: Damit ist ein Wichtigtuer aus dem Norden gemeint, vornehmlich aus Berlin. Aber die Österreicher haben sich inzwischen an die Besucher aus dem Norden gewöhnt, und wenn ein widriges Geschick einen Hamburger Matrosen in das Bergland im Süden verschlägt, muss man Mitleid mit ihm haben und ihn erst mal trösten. Mit Wiener Schnitzel, Apfelstrudel und einem Grünen Veltliner. Lasst ihn doch reden, wenn's ihm gut tut!

Europa der dichten Grenzen

Das Dumme an der Sache ist nur: Der Schweizer Volksentscheid wird in Europa Vorbildfunktion haben. Schon ist die Debatte über die Begrenzung von "Armutszuwanderung" in Deutschland in vollem Gange, wobei nicht einmal klar ist, was "Armut" in diesem Zusammenhang bedeutet. Heißt die zukünftige Parole in Europa: Schotten dicht?

38 Kommentare

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Nicht "Die Schweizer" haben diesen Beschluss an der Urne gefasst, sondern jene 50,3 %, die sich von den durch Interessenvertreter geschürten Ängste haben ins Bockshorn jagen lassen. Und nun müssen jene 47,7 % (plus die Dummen, die nicht an der Abstimmung teilgenommen haben) die Suppe auslöffeln, die ihnen die Mauerbauer eingebrockt haben.

Schizophren ist übrigens noch die Tatsache, dass der "Ober-Mauerbauer" zwar eigenhändig mithilft am Mauerbau, dass er aber klammheimlich ab und zu eine Lücke offenlässt, durch die er seine nimmersatten Klauen zwecks Handel mit dem verhassten Ausländer strecken kann.
  • 24.02.2014, 11:13 Uhr
Ich kann mit diesem merkwürdigen Statement auch nichts anfangen.
  • 24.02.2014, 11:36 Uhr
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Wer so abfällig über die Schweizer schreibt, kennt sie überhaupt nicht!
  • 23.02.2014, 21:55 Uhr
Heidi - merci vielmol
  • 23.02.2014, 23:11 Uhr
Bitte, gern geschehen.
  • 24.02.2014, 00:13 Uhr
Interessant ist übrigens noch folgende Tatsache: In den Ländern rings um die Schweiz brodelt es schon lange im "einfachen Volk". Denn sein Bauchgefühl sagt ihm das gleiche, das auch die 50,3 % der Ja-sagenden Schweizer sagen: "Wir dürfen uns nicht überfremden lassen". Würden diese Länder Urnenabstimmungen zulassen, wie es die demokratischen Grundsätze der Schweiz vorschreiben, kämen vermutlich mehr als 50,3 der Bevölkerung zum Schluss, man müsse mit einem JA den Riegel schieben.
  • 24.02.2014, 11:20 Uhr
Alfred: das ist mir bei Herrn Segessenmann genau auch aufgefallen.
Was das Rentensystem in der Schweiz anbelangt: Dort zahlen alle ein, auch die Beamten und Selbständigen. Es hat zwei Säulen, die AHV und die Pensionskasse. Die Mindestrente beträgt 2000 Franken, das sind 1700 Euro! Aber so "wenig" hat kaum jemand. Sicher, dort ist alles teurer - aber doch nicht so viel.
  • 24.02.2014, 14:42 Uhr
Heidi und Alfred, vielleicht hättet ihr die Güte, mir die angebliche Diskrepanz in einfachen Worten zu erklären?
  • 24.02.2014, 15:55 Uhr
ja, wenn Ihnen das nicht selbst auffällt!
  • 24.02.2014, 19:06 Uhr
@ Heidi Planetenfrau & Alfred Walter Müller-Waser.
Wir Schweizer stimmen über etwas ab (was die meisten Länder um uns herum nicht können). Vor der Abstimmung bilden wir uns unsere Meinung. Diese vertreten wir vehement bis die Abstimmung vorbei ist. Gehört man dann zu den "Verlierern", ärgert man sich zwar darüber. Aber man bietet sofort Hand um die Zukunft so zu gestalten, dass die allergrössten Auswüchse der "Gegner" ausgeglichen werden können.Unsere gesamte Regierung (das Resultat der Befürworter und Gegner ist massgebend) war gegen die so genannte "Abschottungs-Initiative". In D oder I oder F würde sich die Regierung in diesem Falle weigern, im Ausland das Resultat der Abstimmung - gegen die eigene Meinung - zu vertreten. Wenn ihr die Auslandstätigkeit der Schweizer Regierung z.B. in Berlin mitverfolgt habt, habt ihr gewiss auch gemerkt, dass unsere "Abgesandten" zwar versuchten, das Fazit der Schweizer verständlich zu machen, aber auf Schadensbegrenzung handelten. Alles klar?
  • 25.02.2014, 08:36 Uhr
Hätte auch nie vermutet, dass du Schweizer bist, nach deinem oben stehenden Kommentar - das klingt nämlich ziemlich abfällig ---- aber ich muss ja die Schweizer nicht vor sich selbst in Schutz nehmen.
  • 25.02.2014, 09:22 Uhr
@ Alfred Walter Müller-Waser

Was für die Einen "Massvolle Einwanderungspolitik" ist, ist für Andere eben "Abschottungs-Initiative".

Ich betrachte mich selber nicht in erster Linie als Schweizer, sondern als Bewohner dieser Erde. So versuche ich eben, die Standpunkte der einen wie der anderen Seite zu verstehen. Aus diesem Verstehen erst kommt dann meine eigene Meinung zur Sache, wie sie mir massvoll und fair erscheint.

Wer aber nach der "Haut den Lukas-Methode" einfach mal auf den kleinen Schweizer Schorsch ein-drescht, ohne seine Gesamtsicht der Dinge zu lesen oder verstehen zu wollen, ist wohl ein bisschen voreilig.

Damit ist für mich dieses Thema ad acta gelegt.
  • 25.02.2014, 16:11 Uhr
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Meine Sonntagsfrage: Soll/darf man einen Artikel mit Halbwahrheiten füllen um eine Diskussion anzuregen? Ich meine: NEIN!
Über die Schlagzeile "Piefke go home" kann man ja noch diskutieren, schließlich möchte man als Schreiberling ja auch gelesen werden. Aber auch der nächste Satz - der erste im eigentlichen Artikel - entspricht nicht der Wahrheit: "Die Schweizer haben per Volksentscheid entschieden, keine Deutschen mehr aufzunehmen."... Ich habe keine Lust mehr auch auf die weiteren Ausführungen einzugehen, aber ich frage Sie:
Wollen Sie hetzen? Oder wissen Sie es nicht besser?
  • 23.02.2014, 20:00 Uhr
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Frankreich weist rund 200 Roms aus ,also ist die Schweiz nicht der einzige Staat
der so etwas macht
  • 23.02.2014, 17:38 Uhr
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Ich bin zwar dagegen, daß Abschottung gelebt wird oder verordnet wird in einem freien Europa, habe aber die Befürchtung, daß auch andere Staaten jetzt nachziehen. Und in der BRD werden noch viele Diskussionen stattfinden.
Für mich habe ich beschlossen keinen Urlaub mehr in der Schweiz und keine Durchfahrt mehr durch die Schweiz. Von mir bekommen die keinen Euro mehr.
  • 23.02.2014, 15:08 Uhr
Weiss ich, sind oft in Frankreich.... In der Schweiz muß ich auch zahlen.....
  • 23.02.2014, 19:18 Uhr
Wir fahren nie über Autobahnen in Frankreich, geht alles auch so.....
  • 24.02.2014, 08:20 Uhr
Dann haste aber die "bösen" Schweizer mal so richtig schön abgestraft .! Kennst du sie überhaupt?????
  • 24.02.2014, 11:40 Uhr
Habe schon Urlaube dort verbracht....z.B. in Interlaken und das hat überhaupt nix mit bösen Schweizern zu tun. Das war ein Volksentscheid und den respektiere ich - ich laß mich dort nicht mehr sehen.
  • 24.02.2014, 19:44 Uhr
Da mache ich mir schon lange keine falschen Vorstekllungen mehr, Mich wird niemand vermissen und das ist auch gut so......
  • 25.02.2014, 06:46 Uhr
Dein Trotz gegen die Schweiz kann ich trotzdem nicht verstehen…oder sind da die Deutschen so perfekt ? Und auch in Frankreich steht es nicht zum Besten..aber ; jeder wie er mag. Hauptsache, du setzt dich gegen die Schweiz durch.
  • 25.02.2014, 08:10 Uhr
Danke für die nette Belehrung.......
  • 25.02.2014, 09:58 Uhr
Guckt mal ein Stück weiter unten, da könnt ihr dann auch noch was dazu schreiben
  • 25.02.2014, 10:01 Uhr
Nach Alfred Walters Monolog........
  • 25.02.2014, 10:02 Uhr
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Die Schweizer wollen die Einwanderung begrenzen und selbst darüber entscheiden. Die Abstimmung darüber ist gelebte Demokratie.
Was mich dabei noch interessiert ist die Frage nach der Auswertung. Haben über 50% aller Stimmberechtigten so entschieden? Oder waren es über 50% der abgegebenen gültigen Stimmzettel? Leider konnte ich bisher nicht lesen, wie hoch die Beteiligung an der Stimmabgabe war.

Die Schweizer haben entschieden und wir sollten diese demokratische Entscheidung respektieren.
Wenn den Schweizern das Ergebnis in den Konsequenzen nicht gefallen wird, so können sie ja erneut abstimmen.
  • 23.02.2014, 14:27 Uhr
Ich respektiere die Schweizer Entscheidung auf meine Art. Schlimm ist nur die vielen Diskussionen, die sie mit dem Volksentscheid losgetreten haben!
  • 23.02.2014, 15:12 Uhr
Herzlich Grüezi Helge…das Schweizervolk ist der Souverän und hat abgestimmt. Und das wird respektiert. Wenn ihr über das Gleiche in Deutschland abstimmen könntet, was denkst du, wie würdet ihr stimmen ?
  • 23.02.2014, 23:17 Uhr
Das ist ja das Schlimme an der Sache, auf der einen Seite Globalisierung und jeder soll mit jedem und auf der anderen Seite die Kleinstaaterei. Bei uns gehören die Bundesländer m.E. auch abgeschafft, aber ein Einwanderungsstop mit "Vertreibung", das finde ich wirklich net gut Maria-Luise.
Natürlich wars eine Volksabstimmung und ich sage ja alles oaky für euch. Aber ich möchte sowas in der BRD nicht erleben.
  • 24.02.2014, 08:18 Uhr
Ich darf aber auch aus einer Volksabstimmung meine eigenen Schlüsse ziehen..........
  • 24.02.2014, 08:19 Uhr
Guten Tag Helge - genau, jeder kann seine Meinung haben, und auch danach handeln. Und wenn für dich die Politik in der BDR OK ist..dann stimmt es ja für dich. Herzliche Grüsse aus der Schweiz
  • 24.02.2014, 08:26 Uhr
  • 24.02.2014, 12:59 Uhr
Dankeschön, daß ihr mich für dumm und destruktiv haltet, wundere mich, daß ich bis jetzt ohne solche Anfeindungen durch mein Leben gekommen bin. Ich bin weder für ein Großdeutschland noch will ich jemanden hier seine Meinung nehmen. es gibt in der BRD zumindest im Schulsystem und auch auf anderen Ebenen ein heilloses Durcheinander, weil jedes Land seinen eigenen Vorstellungen verwirklicht. Wenn man dann mit Kindern umzieht hat man nix als Probleme. Und jede Landesregierung verschlingt eine Menge Geld da unsere Regierungsbeamte, selbst wenn sie nur ein paar Jahre im Amt sind, ihr Gehalt bis zum St. Nimmerleinstag erhalten. Die BRD ist halt nun mal nicht die Schweiz. Und es soll gerade jeder machen was er wil......
  • 24.02.2014, 20:16 Uhr
Regione Eigenheiten bleiben Eigenheiten auch wenn es keine Landesregierungen mehr geben sollte oder denkt ihr die Frankfurter babbeln dan plötzlich bayrisch?
  • 25.02.2014, 07:50 Uhr
Im übrigen gibt es bei uns den Städte- und Gemeinderat, der sich ausgezeichnet um die Belange der Regionen kümmert
  • 25.02.2014, 10:00 Uhr
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Übrigens,schon mal festgestellt das die Schweiz nicht Mitglied der EU,
dem undemokratischsten Haufen der Welt ist?
  • 23.02.2014, 13:34 Uhr
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ich finde das die Schweiz ein Land ist, was ECHTE DEMOKRATIE besitzt....wir werden hier wie Idioten verwaltet...
Wenn ich auch an die Macht der BILDZEITUNG denke, wird mir schlecht...ein Bischoff der Millionen verbrennt wird wie ein Ketzer verfolgt, durch die Bildzeitung.....bis er entlassen wird ( was völlig ok ist...)....ein Flughafen in Berlin, der seit 10 Jahren ein Geldverbrennungsgrab ist mit Wowereit und seines Gleichen funktioniert noch bis heute !!

In der Schweiz wäre so etwas dekadentes nicht möglich !

Ob es der Schweiz nur um die Deutschen geht ist für mich fraglich....es geht ihnen um die Beschäftigung der "Ausländer" ( die wir ja auch dort sind!)

Sie werden unter der Gehaltsgrenze dort beschäftigt...( wie bei uns, nur das es trotzdem noch mehr Geld dort ist als hier !)... das wollen die Schweizer verhindert....
  • 23.02.2014, 13:22 Uhr
...ach ja,

andere Länder, andere Sitten !!

Wir sorgen mit den EU Beschlüssen schon selber dafür, das große Firmen abwandern nach Rumänien oder Bangladesch mit EU Fördermittel....
  • 23.02.2014, 13:24 Uhr
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Na dieser Beitrag als Wort zum Sonntag ist mit Halbwahrheiten und Falschaussagen gespickt. Wenn ich Herr Ripota wäre, ich würde versuchen diesen Beitrag ins Nirvana zu schicken
  • 23.02.2014, 12:31 Uhr
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