RAF-Terror in Deutschland

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Beitrag von News Team

Die meisten 68er zogen engagierten Protest der gewaltsamen Provokation vor. Doch einer kleinen verschworenen Gruppe waren Parolen und Pamphlete nicht mehr genug. Sie wollten mit Attentaten, Entführungen und Morden den bürgerlichen Rechtsstaat erschüttern und die Gesellschaft wachrütteln. Die Brandanschläge der RAF-Mitbegründer Andreas Baader und Gudrun Ensslin auf zwei Frankfurter Kaufhäuser am 2. April 1968 standen am Anfang einer Serie von Gewaltexzessen. Sie gipfelten 1977 im „Deutschen Herbst“, als die zweite Generation der RAF um Jan-Carl Raspe Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer entführte und ermordete. Danach verübte die RAF noch eine Reihe weiterer Sabotageakte und Mordanschläge, bevor sie am 20. April 1998 in einem Schreiben erklärte, dass „die Stadtguerilla in Form der RAF“ Geschichte sei.

In den folgenden Interviews erinnern sich Zeitzeugen an die Anfänge und die Geiselnahmen der RAF.