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Bewertung von Volksabstimmungen

Bewertung von Volksabstimmungen

25.02.2014, 17:31 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Bewertung einer Volksabstimmung.
Die Schweizer hatten mal wieder eine Volksabstimmung. Und unsere Nachrichten teilten uns mit50,3 % sind dafür und 49,7% sind dagegen. Über die Prozentzahl derer die keine Stimme abgegeben haben wurde nicht berichtet. Diesen Wert hat mir auf meiner Bitte hin, ein Schweizer über “seniorbook“ mitgeteilt. Da habe ich für mich sofort umgerechnet.
28,07% dafür gestimmt
27,73% dagegen gestimmt
44,20% sich der Stimme enthalten.
Ist es also richtig wenn nun gesagt wird, dass die Mehrheit mit “JA“ gestimmt hat?
Ich biete daher unterschiedliche Bewertungskriterien für eine Bürgerbefragung an, denn ich finde, dass diese Vorüberlegungen für Gegner und Befürworter von Volksabstimmungen vorab bedacht werden sollten.

Gültige Stimmen
Es zählen die abgegebenen gültigen Stimmen. Die Stimmenmehrheit entscheidet.

Gültige Stimmen mit Mindestzahlen
Es zählen die abgegebenen gültigen Stimmen. Die Stimmenmehrheit hat sich nur dann durchgesetzt, wenn sich zudem eine vorher festgesetzte Anzahl von Stimmberechtigten für die gewünschte Änderung entschieden hat. Und schon kommt das Problem der Festsetzung dieser Anzahl in Stimmenanzahl oder Prozentwert bezogen auf alle Stimmberechtigten. Da gäbe es schließlich viele Varianten.

Gültige Stimmen mit der Prozentualen Angabe aller Wahlberechtigten
Die Abstimmung wäre nur gültig, wenn mindestens X Prozent aller Stimmberechtigten eine gültige Stimme abgegeben haben. Darf dieser Wert unter 50 % liegen? Müssen es mindestens 70% sein?
Schon wieder etliche Möglichkeiten um die gestritten werden kann.

“JA“, “NEIN“ und „Enthaltungen“ werden gewichtet
Wenn der Prozentwert derer, die keine gültige Stimme abgegeben haben, größer ist als die der Nein-Stimmen oder JA-Stimmen, so hat die Abstimmung zu keinem Ergebnis geführt.
Da diese Variante eine Abstimmung fast aussichtslos erscheinen lässt, könnte auch hier eine Verhältniszahl zwischen der Mehrheit der “JA“ oder “NEIN“ und der “Enthaltungen“ vorgesehen werden.

Ich möchte keine der vier Hauptmöglichkeiten als richtig, falsch oder richtiger vorgeben.
Ich finde es falsch, wenn unsere "öffentliche Meinung" wie im Fall der Schweiz nicht auch den Prozentwert der Personen angibt, die keine gültige Stimme abgegeben haben. Das hat zwar keinen Einfluss auf das politische Endergebnis, aber einen Einfluss auf die moralische Bewertung der Abstimmung.

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6 Kommentare

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Mein Gott...............................
  • 25.02.2014, 18:43 Uhr
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Wer dafür ist: es gibt da aktuell eine Petition...
https://www.openpetition.de/petition...-demokratie
  • 25.02.2014, 18:04 Uhr
Ich habe mir die Petition angesehen. Aber leider fehlt mir genau das, worüber ich geschrieben habe.
Wie soll denn eine eventuelle Abstimmung ausgewertet werden?
  • 25.02.2014, 20:35 Uhr
Mit Algorithmen, wie sie z.B. bei Facebook zum Einsatz kommen.
  • 25.02.2014, 20:55 Uhr
"Das Prinzip des Permanenten Plebiszits":
http://misanthrope.blogger.de/stories/2198747/
  • 25.02.2014, 20:56 Uhr
Danke für die klare Aussage.
  • 26.02.2014, 15:11 Uhr
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