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Abenteuer Internetprävention für Schüler

Abenteuer Internetprävention für Schüler

Sicheres Netz hilft e.V.
28.02.2014, 10:35 Uhr

"Ein Zustandsbericht"

Spannend ist es jedes Mal. Was wird uns “heute” wieder begegnen. Welche Fragen werden wir beantworten dürfen. Präventionsveranstaltungen zum Thema soziale Netzwerke, Internet und den zugehörigen Geräten entpuppen sich immer wieder als spannende Abenteuer, lehrreich für alle Seiten – Schüler, Lehrer und Vortragende.

Seit Ende 2011 führe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Christian Schülke von schuelke.net Vortrags- und Demoveranstaltungen für Schüler und Auszubildende an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen durch. Seit Anfang des Jahres haben wir mit Markus Wortmann einen dritten Mitstreiter, der als Kriminologe und Polizeiwissenschaftler oft genug beruflich damit konfrontiert ist, die Scherben aufzukehren, wenn (nicht nur) Jugendliche in Unwissenheit, fahrlässig oder bewusst gesellschaftliche wie juristische Spielregeln ignorieren, die auch für das Zusammenleben im Netz gelten.

Für Lehrer und Sozialarbeiter an Schulen gehört der Umgang mit den Folgen solchen Tuns auch zur regelmässigen Befassung. So nimmt es nicht wunder, wenn mehr und mehr Lehrkräfte und Schulleiter gerne externe Hilfe in Anspruch nehmen mit dem Ziel, durch Prävention die Zahl der Fälle von Cybermobbing, Blauäugigkeit und Internetkriminalität zumindest zu senken.

Niemand sollte übrigens Schülern unterstellen, sie wären nicht interessiert. Wir erleben regelmässig das Gegenteil bei unseren Veranstaltungen! Traurig stimmt mich hingegen die Teilnahme der Eltern. Speziell an allgemeinbildenden Schulen wurden regelmässig für den Abend die Eltern aller Schüler eingeladen (nicht nur der Schüler, die wir morgens in den Vorträgen hatten). Über die Gründe zu spekulieren verbiete ich mir hier, festzuhalten bleibt mit schöner Regelmässigkeit: Vormittag 600-800, oft sehr interessierte Schüler, abends zwischen null(!) und maximal vierzig Eltern in der Spitze. Denjenigen die kamen sei für ihr Interesse und die dann auch gute Kommunikation jedenfalls herzlich gedankt.

An Schulen, die wir erneut besucht haben, durften wir regelmässig feststellen: Die jüngeren Jahrgänge wurden von den älteren regelmässig darüber “aufgeklärt” mit welchen Demos wir aufzeigen, dass der Gebrauch von Handy, Smartphone und PC doch so seine Tücken hat. Manch ein vorwitziger Schüler meinte schon: “Wir wissen was Sie machen aber uns kriegen Sie nicht.” Nun – auch wir entwickeln uns weiter und haben wir doch auch im neuen Durchlauf neue Themen in petto.

Apropos vorwitzige Schüler: Sie finden in jedem Auditorium von meist zwischen 200 und 300 Schülern pro Durchlauf im Mittel folgendes vor:

  • Eine Handvoll Schlaumeier. Euch haben wir besonders lieb – gibt auch eine Extrabehandlung 10-15 Teilnehmer (Lehrer inklusive!) die nicht dem Gebrauch von Passwörtern frönen.

  • Einige wenige, die in der Lage sind korrekt wiederzugeben wie gute Passwörter aussehen Praktisch keinen, der weis, wie ein sicherer PC auszusehen hat (Na von Virenscannern und Firewall wissen dann doch noch einige!)
  • Zwei Handvoll Menschen, denen schon mal ein Smartphone gestohlen wurde und nur gaaanz wenige, die es wieder bekamen.

    • Ganz wenige die wissen, dass sich auf Smartphones persönliche Daten auch verschlüsseln lassen. Besonders in den höheren Jahrgängen einige die bereits Abmahnungen ins Haus bekamen wegen Urheberrechtsverletzungen und ganz schön viele die jemanden kennen, dem so etwas schon passiert ist.
  • Nur wenige denen unsere Hinweise zum Thema Cybermobbing und die gebrachten Realbeispiele lustig schienen.
  • Praktisch niemanden, der von sich behauptet, ganz sicher kein urheberrechtlich geschütztes Material (Musik oder Filme oder was auch immer) illegal heruntergeladen zu haben.

  • … und vieles mehr

  • Man findet auch immer wieder Schüler vor, welche bereits wegen solcher Themen mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Wir sind aber guter Dinge, mit unseren Vorträgen den Einen oder die Andere vor solchem Tun in Zukunft bewahren zu können.

    Unser Dank muss an dieser Stelle denjenigen gelten, die durch Organisation und finanzielle Mittel ermöglichen, dass solche Veranstaltungen an Schulen und Berufsschule stattfinden können. In diesem Sinne fahren wir gerne fort in der Hoffnung, ja Gewissheit, die Lebenswelt unserer Jugend ein bisschen sicherer machen zu dürfen.

    Quelle:
    http://www.giepa.de/abenteuer-intern...ndsbericht/

    Autor/Text:
    Hans-J. Giegerich
    Geschäftsführer

    Giegerich & Partner GmbH
    Robert-Bosch-Straße 18 | D-63303 Dreieich
    Tel. +49 6103 5881-31 | Fax +49 6103 5881-39
    http://www.giepa.de; http://hajo.giegerich@giepa.de

    Geschäftsführer: Dipl.-Ing. (TU) Hans-Joachim Giegerich

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