Der Immobilienmarkt in Bayern
Der Immobilienmarkt in Bayern

Der Immobilienmarkt in Bayern

Beitrag von wize.life-Nutzer

Foto: In der Provinz ist Bayern günstig, in der Großstadt schaut das schon anders aus| © Erich Westendarp, Pixelio.de
Das eigene Immobilie ist nach wie vor gefragt. Ob man sie selbst bewohnt, sie vermietet oder als Wertanlage für später verwendet, viele Menschen versuchen sich den Traum von eigenem Grund und Boden, zu erfüllen. Doch wie sieht die Lage in Bayern aus? Das größte deutsche Bundesland hat schon länger mit großen Schwankungen bei den Immobilienpreisen zu kämpfen. Dabei unterscheidet sich der Norden preislich ganz erheblich vom Süden des Landes. Im Gegensatz Nordrhein-Westfalen, wo sich die Preise vor allem von Metropolregion zur anderen unterscheiden, sind die Preise in Bayern relativ einfach auf die Formel "Süden = teuer <-> Norden = billig" zu bringen. Ausnahmen bestätigen mit Würzbug (Für Presie siehe hier) die Regel, wo auch teilweise sehr hohe Preise bezahlt werden müssen Wie sich dies auswirkt und womit in Zukunft zu rechnen ist, soll hier etwas genauer betrachtet werden.

Beliebtestes Bundesland zum Wohnen

Wenn man an Bayern denkt, dann fallen einem auf Anhieb Dirndl, Weißwurst und die Almen ein. Doch wer hier wohnen möchte, der muss sehr oft viele Abstriche in Kauf nehmen, wenn es um die Miete oder den Preis für ein Haus geht. In den letzten zehn Jahren sind die Mietpreise in Bayer beträchtlich angestiegen. Im Norden des Landes haben sie sich etwa um 2 Euro pro Quadratmeter erhöht. Im Süden können es gar 3 bis 4 Euro sein. Am härtesten trifft es aber Mieter und Käufer in München. Hier liegt der aktuelle Preis für eine Zweiraumwohnung bei etwa 7,43 pro Quadratmeter. Wer ein Haus kaufen möchte, muss sogar noch tiefer in die Tasche greifen.


Häuser in Bayern sind schön - und im Süden auch teilweise sehr teuer!

Bevölkerungswachstum hält an


Während in den meisten anderen Bundesländern die Bevölkerungsdichte etwa konstant bleibt, nimmt diese in Bayer immer noch zu. Allerdings wurden in den letzten Jahren viele Neubauprojekte gestoppt, so dass nur der bereits bestehende Wohnraum zur Verfügung steht. Dies treibt die Mieten in ungeahnte Höhen. Im Norden des Landes, wie etwa in Coburg an der Grenze zu Thüringen, sieht die Lage noch etwas entspannter aus. Dieses Wachstum der Bevölkerung ist an sich nichts schlechtes, zeigt es doch das Bayern, immer noch zu den einkommensstärksten Bundesländern zählt. Allerdings ist nicht nur die Miete von den Preissteigerungen betroffen.

Häuser werden unbezahlbar


Wer sich in Bayern ein Haus kaufen möchte, der sollte sich eher in den Norden begeben. Hier liegt das Preisniveau etwa auf bundesdeutschen Durchschnitt. Desto weiter man in den Süden kommt, um so mehr Geld muss man für ein Haus oder eine Eigentumswohnung einplanen. Dabei mangelt es dem Freistaat nicht an leer stehenden Immobilien. Die hohe Nachfrage lässt die Preise aber in die Höhe schnellen. Für eine Wohnfläche von etwa 100 Quadratmetern muss bereits mit rund 150.000 Euro gerechnet werden. Der durchschnittliche Preis für die eigenen vier Wände liegt sogar bei 350.000 Euro. Dabei ist nicht einmal von Neubauten die Rede, sondern hier werden Altbauten zu enormen Summen an den Mann gebracht.

Entwicklung hält an

Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch in den nächsten Jahren weiter anhalten. Mit einem Sinken der Preise kann derzeit nicht gerechnet werden. Dies zeigen auch aktuelle Statistiken. Allein in letzten Jahren mussten bei Banken immer höhere Kredite aufgenommen werden, um den Kauf einer Immobilie zu finanzieren. Besonders Schwer trifft diese Situation natürlich München und Universitätsstädte wie Regensburg. Hier haben Studenten mittlerweile erhebliche Probleme, ihren Mietzins zu bezahlen beziehungsweise überhaupt eine erschwingliche Bleibe zu finden. Aus diesem Grund werden immer mehr WGs gegründet, welche aber manchmal schon fast überbelegt sind.

Was bleibt

Am Ende kann man nur sagen, dass für Kaufwillige genügend zwar immer noch Häuser zur Verfügung stehen, diese aber fast unerschwinglich sind. Auch die Mieten kann sich nur leisten, wer einen gut bezahlten Job hat oder über ein entsprechendes Vermögen verfügt. Wer kaufen oder mieten möchte, sollte sich in jedem Fall an den Norden des Landes halten.