Kommunikation in Online Communities: Gewalt gegen Frauen im Internet
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Kommunikation in Online Communities: Gewalt gegen Frauen im Internet

News Team
Beitrag von News Team

Laut einer Studie der Agentur für Grundrechte der EU hat jede dritte Frau in der EU seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Mit zunehmender Verbreitung und Nutzung von Internet und sozialen Netzwerken entstehen neue Gefahren der psychischen Gewaltanwendung und Belästigung, die meist im Verborgenen bleiben.

Gewalt in allen Altersklassen

In Deutschland geben 35% der Frauen an, Opfer von Gewalt geworden zu sein. Damit liegt Deutschland unrühmlich über dem EU Schnitt. Österreich weist eine Quote von 13% auf. Dort zeigen Frauen gewaltätige Übergriffe auch öfter an.
Am heftigsten ausgeprägt ist Gewalt (in D) in der Altersklasse zwischen 40 und 44 mit 37,8% Betroffenen: 4 von 10 Frauen wurden Opfer von Gewalt. Wir sprechen also nicht von Einzelfällen, sondern von einem erheblichen gesellschaftlichen Problem - einer Krankheit unserer Gesellschaft. Diese Krankheit grassiert auch in reiferen Altergruppen:

  • 15,1% in der Altersgruppe 50-59
  • 19,6% in der Altersgruppe 60-64
  • 22,2% in der Altersgruppe 65-70

Darüber hinaus wurden keine Zahlen mehr erhoben. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass mit 70 plötzlich totale Friedfertigkeit um sich greift.

Gewalt im Verborgenen und im Internet

Übergriffe werden meist aus Angst nicht gemeldet und bleiben so ohne Konsequenzen. Nur jede vierte Frau geht der Studie zufolge zur Polizei. Gewalt bleibt im Verborgenen. Das gilt auch und immer öfter für Internet und soziale Netzwerke. Ein Auszug aus der Studie besagt:
"11 % der Frauen haben bereits unangemessene Annäherungsversuche in den neuen sozialen Medien erlebt oder erhielten E-Mails oder SMS-Nachrichten mit eindeutig sexuellem Inhalt. Unter den jungen Frauen (18–29 Jahre) waren es 20 % die bereits Opfer von solchen Formen der Online-Belästigung wurden."
Mit zunehmender Verbreitung und Nutzung sozialer Medien ist damit zu rechnen, dass diese Plattformen immer öfter zum Tatort werden.
seniorbook empfiehlt in Zusammenarbeit mit dem Partner SICHERES NETZ HILFT e.V.:

Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen direkt an einer der vielen Beratungsstellen oder an uns. Wir werden alles daran setzen, ihnen Hilfe zu vermitteln.

Bitte melden sie uns Profile, die entsprechende Inhalte versenden, als Verstoß und kopieren sie den belästigenden Text als Begründung in die Verstoßmeldung mit ein.

Ziel ist es, diese Fälle so weit wie möglich einzudämmen. Gemeinsam schaffen wir es vielleicht sogar, Gewalt und sexuelle Belästigung ganz von seniorbook fernzuhalten. Auf jeden Fall lohnt es sich dafür zu kämpfen.

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