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Immer mehr brauchen Sozialhilfe

Immer mehr brauchen Sozialhilfe

Sozialverband VdK Bayern e.V.
14.03.2014, 09:56 Uhr

439.000 Menschen können die Pflegekosten nicht alleine tragen


Die Zahl der Menschen, die die sogenannte „Hilfe zur Pflege“ erhalten, ist weiter gestiegen: Laut Statistischem Bundesamt mussten 2012 rund 439.000 Pflegebedürftige Sozialhilfe beantragen – das sind 16.000 Menschen mehr als im Vorjahr.

Der VdK fordert nach wie vor eine umfassende Pflegereform. Schon seit Jahren kritisiert der VdK, dass die Pflegeversicherung nur einen Teil der tatsächlich anfallenden Leistungen abdeckt. Zusätzlich stagniert das Rentenniveau, während die Heimkosten kontinuierlich zunehmen. „Das Risiko, durch Pflegebedürftigkeit in Armut abzurutschen, steigt“, so VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigen diese Befürchtung. Demnach können immer weniger Menschen die Kosten für die Heimunterbringung oder ambulante Pflege aus eigener Tasche bezahlen. Wenn auch kein unterhaltspflichtiger Angehöriger oder die Pflegeversicherung einspringt, erhalten sie Hilfe zur Pflege.

2012 gaben die Träger der Sozialhilfe insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro aus. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Empfänger um weitere 3,8 Prozent gestiegen. Zwei Drittel der Bedürftigen waren Frauen, die meist nur eine kleine Rente beziehen. Mit 79 Jahren waren sie im Durchschnitt deutlich älter als die männlichen Leistungsbezieher mit 68 Jahren. 71 Prozent der Pflegebedürftigen, die Sozialhilfe bezogen, waren in Heimen untergebracht. Diese waren fast alle auf vollstationäre Pflege angewiesen.

Nur 28 Prozent wurden zu Hause gepflegt. Der Sozialverband VdK fordert eine große, konsequente und umfassende Pflegereform, die sich den demografischen Herausforderungen stellt. Die öffentlichen Ausgaben für die Pflege in Deutschland seien im internationalen Vergleich ohnehin sehr niedrig, so Ulrike Mascher. „Gute Pflege ist ein Menschenrecht. Gerade eine immer älter werdende Gesellschaft braucht eine gute und würdevolle Pflege“, appelliert die VdK-Präsidentin an die neue Bundesregierung. (ali)

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4 Kommentare

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Arm kann doch garnicht sein.Da ist unsere "Mutti"doch vor.Da wird sogar mal eben der Armutsbericht gefälscht um besser da zu stehen.
Ich glaube man hätte besser die Mütterrente aus Steuern bezahlt und das Geld was dann nicht aus dem Sozialtopf verschwunden wäre in die Pflegekasse gesteckt
  • 14.03.2014, 13:21 Uhr
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Stimmt nur zum Teil!
Die sog, Dunkelziffer ist doppelt so hoch. Denn Jemand der Privatvermögen hat muss bis auf den letzten Pfennig alles auf den Tisch legen. Wer ein Haus besitzt muss erst alles verkaufen bis auf den letzten Nagel bis irgend jemand der Renten/Sozialkassen etwas bezahlt.
  • 12.03.2014, 19:34 Uhr
Stimmt! Nun sind wir aber in Deutschland in einer Situation bei der ein alter Mensch ausschliesslich ein Nutzen/Kostenfaktor ist.Ich habe 2 Freunde und meine beiden Töchter sind in der Pflege. Dieser mein Freund sagte mir mal da er ja die Kosten an Medikamente Pflege und so weiter ja bis ins kleinste kennt, das es ihn nach fast 30 Dienstjahren immer noch nicht klar ist, wie ein Stufe drei Pfegelfall 5000 Euro pro Monat kostet. Ich denke das zentrale Problem ist die Maximalprofitorientiertheit in diesen Bereich! Da werden warlich riesige Gewinne eingefahren. Es ist ja in Ordung Das jemand der eine gute Rente bekommt einen Teil zahlen muss aber doch nicht so gut wie alles! Freundin von mir Leiterin von einer Station kaufte von ihrem Privatem Geld den Leuten Schuhe weil sie nicht mal die hatten. Es geht um Profit der Konzerne darum geht es!
  • 13.03.2014, 09:28 Uhr
Aber weisst du ich mache volgendes: Jetzt versuche ich meinen Lebensmittelverbrauch auf rund 3-4 Euro pro Tag zu reduzieren. Im Moment bin ich noch bei 4,50 pro Tag. Keine Wohnung sondern Bauwagen. Kostet mit Strom und Wasser und so weiter Duschcontainer 100 Euro. Denn Arbeit für mich? 56 Erwachsen kein Sklave??? Nee das geht nicht! So lebe ich vom Film (Berlin Tag und Nacht) Harz 3 bekam ich 70 Euro im Monat für Nahrung. Da möchte ich wieder hin. Das einzige was ich wirklich sehr vermisse sind die sotzialen Kontakte. Die sind bei einem derartigen Lebenswandel nicht wirklich möglich. Jedenfalls nichts wo man mit Fahrad nicht mehr hinkommt.
  • 13.03.2014, 10:12 Uhr
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