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Tausende unbezahlte Stunden und ein Viertel weniger Geld - Equal Pay Day

Tausende unbezahlte Stunden und ein Viertel weniger Geld - Equal Pay Day

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
21.03.2014, 09:43 Uhr

Der Bayerische Landesfrauenrat als Dachverband der bay. Frauenverbände weist in seiner heutigen Pressemitteilung zum Equal Pay Day auf noch immer bestehende Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung der Arbeit von Frauen und Männern hin. Darüber hinaus zeigt er sich wach für die anstehenden Arbeiten an Eckpunkten zur Beseitigung von direkter Lohndiskriminierung, damit endlich konkret etwas geschieht:

Equal Pay Day am 21. März 2014 – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

„Bis heute leisten wir Frauen unbezahlte Überstunden. Bis heute müssen wir Frauen über den Jahreswechsel länger arbeiten, um auf das Jahresgehalt von Männern zu kommen. Das war schon in den Vorjahren nicht wesentlich anders. Seit Jahren schon beträgt die unbereinigte Lohnlücke etwa 22, in Bayern sogar 25 Prozent. Zwar gibt es mittlerweile die amtliche Aussage des Statistischen Bundesamts, dass die bereinigte Lohnlücke – weniger Lohn für gleiche Arbeit – nur sieben Prozent beträgt. Dies ändert aber nichts daran, dass Frauen – zu rund zwei Dritteln strukturbedingt – wesentlich weniger verdienen als Männer. Und das, obwohl gleicher Lohn für gleiche Arbeit seit den Römischen Verträgen 1957 gesetzlich verankert ist.“ Darauf wies die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates, Frau Hildegund Rüger, anlässlich des heutigen Equal Pay Days hin.

Dieses Lohngefälle beruhe zum Teil auf „falscher“ Berufswahl, aber auch auf vermehrter Teilzeitarbeit als Folge von schwieriger Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Erschreckend sei, dass es diese bereinigten sieben Prozent gibt, die auf echte Diskriminierung und (angeblich) mangelndes Verhandlungsgeschick von Frauen zurückzuführen seien.

Obwohl die Zahlen über die geschlechterspezifische Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männer schon lange bekannt sind, bewege sich hier kaum etwas. Der Bayerische Landesfrauenrat begrüßt es deshalb sehr, dass die Bundesregierung zur Beseitigung der direkten Lohndiskriminierung von Frauen noch in diesem Jahr Eckpunkte einer gesetzlichen Regelung für mehr Lohngerechtigkeit auf den Weg bringen will.

Der Bayerische Landesfrauenrat unterstützt den Equal Pay Day am heutigen 21. März 2014 und auch die Bestrebungen darüber hinaus, systematisch das Thema „Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“ anzugehen. Damit sich etwas ändert, sei es wichtig, immer wieder die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken.

Der Bayerische Landesfrauenrat ist Partner des Münchner Aktionsbündnisses Equal Pay Day 2014 und heute mit einem Stand im Münchner Rathaus, 2. Stock, Großer Sitzungssaal zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr, vertreten.

München, 21. März 2014
Hildegund Rüger
Präsidentin

Marienplatz 1, 81541 München auf der Karte anzeigen:
Hier klicken um Karte zu öffnen

6 Kommentare

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Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Foto vom Stand des Deutschen Evangelischen Frauenbundes auf dem Equal Pay Day in München - wir haben mitgemacht!
https://www.seniorbook.de/firmen-und...7b03f8b4569
  • 24.03.2014, 13:45 Uhr
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Frauen müssen immer noch fast drei Monate länger arbeiten, um auf das gleiche Jahresgehalt wie ihre männlichen Kollegen zu kommen. Warum ist das so? Die Berufswahl ist entscheidend: so verdient eine Erzieherin sehr viel weniger als z.B. ein Industriefacharbeiter. Damit wird deutlich, dass ihre Arbeit weniger wert ist, nicht so anstrengend ist....- Ist das wirklich so?? Wer einmal in einem Kindergarten war, ist sicherlich einer anderen Meinung. Wir Frauen müssen gegen diese Lohndiskriminierung auf die Straße gehen - so wie heute! Und wenn das nicht geht oder Frau es nicht will, in Diskussionen auf diesen Missstand aufmerksam machen!
  • 21.03.2014, 11:07 Uhr
Ja, alle sog. "Kümmerberufe" müssen unbedingt besser bezahlt werden! Es ist doch wirklich eine Schande.
  • 21.03.2014, 12:13 Uhr
Die Denke (und damit die Bezahlung) stammt noch aus einer Zeit, als Frauen sich ehrenamtlich und damit unbezahlt um ihre Mitmenschen kümmerten - aber seit fast 100 Jahren gibt es nun entsprechende Berufe. Es wird Zeit, dass sich was ändert!
  • 21.03.2014, 12:22 Uhr
Rote Tasche rausgesucht und dann los!
  • 21.03.2014, 12:24 Uhr
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Danke für Ihren Beitrag, und wir empfehlen Ihnen auch unseren Artikel "Lebensqualität durch die in der Hauswirtschaft erbrachten Leistungen", wo es desgleichen um mangelnde Anerkennung von sehr wichtiger Arbeit von Frauen geht.

https://www.seniorbook.de/themen/kat...-leistungen
  • 21.03.2014, 12:30 Uhr
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