Tausende unbezahlte Stunden und ein Viertel weniger Geld - Equal Pay Day
Tausende unbezahlte Stunden und ein Viertel weniger Geld - Equal Pay Day

Tausende unbezahlte Stunden und ein Viertel weniger Geld - Equal Pay Day

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Der Bayerische Landesfrauenrat als Dachverband der bay. Frauenverbände weist in seiner heutigen Pressemitteilung zum Equal Pay Day auf noch immer bestehende Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung der Arbeit von Frauen und Männern hin. Darüber hinaus zeigt er sich wach für die anstehenden Arbeiten an Eckpunkten zur Beseitigung von direkter Lohndiskriminierung, damit endlich konkret etwas geschieht:

Equal Pay Day am 21. März 2014 – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

„Bis heute leisten wir Frauen unbezahlte Überstunden. Bis heute müssen wir Frauen über den Jahreswechsel länger arbeiten, um auf das Jahresgehalt von Männern zu kommen. Das war schon in den Vorjahren nicht wesentlich anders. Seit Jahren schon beträgt die unbereinigte Lohnlücke etwa 22, in Bayern sogar 25 Prozent. Zwar gibt es mittlerweile die amtliche Aussage des Statistischen Bundesamts, dass die bereinigte Lohnlücke – weniger Lohn für gleiche Arbeit – nur sieben Prozent beträgt. Dies ändert aber nichts daran, dass Frauen – zu rund zwei Dritteln strukturbedingt – wesentlich weniger verdienen als Männer. Und das, obwohl gleicher Lohn für gleiche Arbeit seit den Römischen Verträgen 1957 gesetzlich verankert ist.“ Darauf wies die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates, Frau Hildegund Rüger, anlässlich des heutigen Equal Pay Days hin.

Dieses Lohngefälle beruhe zum Teil auf „falscher“ Berufswahl, aber auch auf vermehrter Teilzeitarbeit als Folge von schwieriger Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Erschreckend sei, dass es diese bereinigten sieben Prozent gibt, die auf echte Diskriminierung und (angeblich) mangelndes Verhandlungsgeschick von Frauen zurückzuführen seien.

Obwohl die Zahlen über die geschlechterspezifische Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männer schon lange bekannt sind, bewege sich hier kaum etwas. Der Bayerische Landesfrauenrat begrüßt es deshalb sehr, dass die Bundesregierung zur Beseitigung der direkten Lohndiskriminierung von Frauen noch in diesem Jahr Eckpunkte einer gesetzlichen Regelung für mehr Lohngerechtigkeit auf den Weg bringen will.

Der Bayerische Landesfrauenrat unterstützt den Equal Pay Day am heutigen 21. März 2014 und auch die Bestrebungen darüber hinaus, systematisch das Thema „Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“ anzugehen. Damit sich etwas ändert, sei es wichtig, immer wieder die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken.

Der Bayerische Landesfrauenrat ist Partner des Münchner Aktionsbündnisses Equal Pay Day 2014 und heute mit einem Stand im Münchner Rathaus, 2. Stock, Großer Sitzungssaal zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr, vertreten.

München, 21. März 2014
Hildegund Rüger
Präsidentin

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